Path:
Text

Full text: Spreeland

— 19 — 
und weithin glänzte der im Sonnenschein flimmernde Spiegel 
des fast 9 km langen und 2,5 km. breiten Scliwielug-See’s. 
Diese bedeutende Wasserfläche ist noch von ganz jungem 
Datum, denn sie entstand erst, als die Spree infolge des 
Bodenanbaus ihrer Ufer mehr und mehr zurückgedrängt 
wurde und nun eine Gegend überfluten musste, die vor der 
Einzwängung des Flusses nur sumpfiges Bruchland war. 
Alte Nachrichten aus dem Ende des lß. Jahrhunderts be 
richten nur von einigen mit Eichen und Buschwerk bewach 
senen Sümpfen, in denen die Schweine gehütet wurden, 
daher auch die Bezeichnung „Schweineloch.“ Als nun aber 
von Markgraf Hans von Küstrin unterhalb Beeskows Spree- 
Schleusen angelegt wurden, staute sich das Wasser in diesen 
Sümpfen und bildete allmiilig den grossen, aber nicht allzu 
tiefen See. 
Doch nicht nutzlos sollte er liegen. Er besass sogar 
bis vor etwa vierzig Jahren einen bedeutenden Wert als 
Schifffahrtsstrasse. Gleich einer Schaar von Schwänen zogen 
damals die leuchtenden Segel der Frachtkähne über die stille 
Fläche; im vorerwähnten Goyatz am Südende war eine grosse 
kaufmännische Niederlage errichtet und eine 32 km lange Pferde 
bahn verband die HofEnungsbai mit Kottbus, wo die böhmisch 
sächsische Ileerstrasse die Spree überschritt. Durch die 
Radler-Streifzüge durch die Hark Brandenburg, XIX. 2*
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.