Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365681
Path:

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und weithin glänzte der im Sonnenschein flimmernde Spiegel
des fast 9 km langen und 2,5 km. breiten Scliwielug-See’s.
Diese bedeutende Wasserfläche ist noch von ganz jungem
Datum, denn sie entstand erst, als die Spree infolge des
Bodenanbaus ihrer Ufer mehr und mehr zurückgedrängt
wurde und nun eine Gegend überfluten musste, die vor der
Einzwängung des Flusses nur sumpfiges Bruchland war.
Alte Nachrichten aus dem Ende des lß. Jahrhunderts be
richten nur von einigen mit Eichen und Buschwerk bewach
senen Sümpfen, in denen die Schweine gehütet wurden,
daher auch die Bezeichnung „Schweineloch.“ Als nun aber
von Markgraf Hans von Küstrin unterhalb Beeskows Spree-
Schleusen angelegt wurden, staute sich das Wasser in diesen
Sümpfen und bildete allmiilig den grossen, aber nicht allzu
tiefen See.
Doch nicht nutzlos sollte er liegen. Er besass sogar
bis vor etwa vierzig Jahren einen bedeutenden Wert als
Schifffahrtsstrasse. Gleich einer Schaar von Schwänen zogen
damals die leuchtenden Segel der Frachtkähne über die stille
Fläche; im vorerwähnten Goyatz am Südende war eine grosse
kaufmännische Niederlage errichtet und eine 32 km lange Pferde
bahn verband die HofEnungsbai mit Kottbus, wo die böhmisch
sächsische Ileerstrasse die Spree überschritt. Durch die
Radler-Streifzüge durch die Hark Brandenburg, XIX. 2*
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