Publication:
Berlin: Rockenstein, [1898]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365681
Path:

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dass es den Deutschen garnicht in den Sinn gekommen ist,
hier störend mit Neuerungen einzugreifen.
Die Verhältnisse in den Fischerdörfern und Kietzen sind
sich untereinander gleich gewesen. In allen diesen wendischen
Fischerkietz in Lflbben.
Dorfgemeinden war eine bestimmte Zahl Erbfischer angesetzt,
■welche der Landesherrschaft oder Demjenigen, der mit der
Hebung belehnt war, einen Wasserzins, durchschnittlich
jährlich 8 Groschen entrichteten. Diejenigen Erbfischer,
welchen neben dem kleinen Garne auch mit dem grossen
Zeuge zu fischen erlaubt war, nannte man „Grossfischer“'
diese entrichteten ausser der Pacht dafür, auch die Wasser-
und Kahnz.insen wie die Kleinfischer. *)
Die Fischerei auf der Spree ist aber heute lange nicht
mehr das, was sie früher war. Zwar hat sich die neuere
Gesetzgebung wohl derselben sehr angenommen, nützliche
Verordnungen erlassen und Einrichtungen getroffen, aber
durchweg vermisst man das, worauf die Alten mit grosser
Strenge hielten : den Schutz gegen die Verunreinigung der
öffentlichen Gewässer. Die Alten erlaubten nicht einmal
den Schustern ihre Felle an den Ufern zu gerben, heute dürfen
gewerbliche Anlagen aller Art ihren Abgang in dieselben
schicken. Man lese nur die alten Statuten irgend einer
Stadt und man wird erkennen, wie man den Fisch achtete
* Vergl. Ausflug II, „Durch die märkische Schweiz.“
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