Publication:
Berlin: Erich Merten & Co., [um 1896]
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364558
Path:

8
an und lieben, wenn sie bis an die Unterseite der
Glocke D gestiegen sind, diese und die Spindel an, und
öffnen mit dieser Bewegung zugleich ein Ventil E in der
Druckluftleitung.
Die nun selbsttliätig eintretende Druckluft drückt den
ganzen Inhalt des Hebers durch das Auslassrohr B in das
Druckrohr. Die Flüssigkeit tritt so lange aus dem Heber
aus, bis das Gewicht der gefüllten Schaale frei wird und in
die Anfangsstellung zurückgeht.
Dadurch wird das Luftventil wieder geschlossen und
die Verbindung mit der Atmosphäre wieder hergestellt.
Damit der Inhalt des Hebers nur durch das Ausflussrohr
B entweichen kann, ist in dem Einflussrohr A eine Klappe
F eingebaut, welche dieses Rohr abschliesst, sobald der
Heber unter Druck steht.
Andererseits verhindert die in dem Ausflussrohr B ein
gebaute Klappe G, dass mit dem Aussetzen der Druckluft
die Abwässer wieder in den Heber zurückströmen können.
Durch genaue Justirung der Schaale C und der Glocke
D wird eine vollständige Füllung und gänzliche Entleerung
des Hebers erreicht.
Die Vortheile dieser Methode sind folgende:
1. Die arbeitenden Theile sind auf ein Minimum beschränkt
und derartig einfach construirt, dass sie nicht ausser
Function kommen können.
2. Die Theile, welche mit den Abwässern in Berührung
kommen, haben keine bearbeiteten Oberflächen, wie
dies bei Pumpen der Fall ist, wo sie theils durch
Strassenschlamm, theils durch Jauche schnell an
gegriffen werden; in den Hebern ist ausserdem die harte
Oberfläche der Gussstücke noch besonders mit einer
Masse bekleidet, auf welche die Jauche einen nach
theiligen Einfluss nicht ausüben kann.
3. Die Reibung eines Pumpenkolbens und anderer be
wegter Theile ist vermieden; die. Druckluft selbst
wirkt auf die Flüssigkeit ohne mechanische Zwischen
glieder als ein völlig reibungsloser und vollkommener
Kolben, bei dem Undichtheiten und dergleichen nicht
Vorkommen können.
4. Die einzigen bearbeiteten Theile sind die, welche in Ver
bindung mit dem kleinen selbstthätigen Luftventil stehen;
die aber mit der Jauche nie in Berührung kommen.
5. Die Ein- und Auslassklappen F und G öffnen sich
stets in voller Rohrdimension, sodass alle festen Körper,
welche etwa in das Einflussrohr gelangen sollten, auch
bequem den Heber und das Ausflussrohr passiren
können.
6. Der Abfluss geht vom Boden des Hebers aus, sodass
die ganze Jauche mitsamt den festen Körpern, Schlamm,
Schmutz etc. aus dem Heber geschafft wird.
7. Aus diesen Gründen ist ein Durchsieben der Jauche
nicht erforderlich, wie dies bei Verwendung von
Pumpen nöthig ist, und wird das höchst lästige
Reinigen der Gitter- und Sammelbecken vermieden.
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