Publication:
1891
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364528
Path:

8
Die Bevölkerung nach kleineren Bezirken.
incommunalisirt gewesene Thiergartengebiet (249.12 H.) des Vergleichs wegen
bei den in der Tabelle zusammengefaßten Standesämtern III und XII
und der Summe für die ganze Stadt auch für 1880 eingerechnet worden ist.
Während also 1880 auf den Einwohner noch 56 Quadratmeter Boden
fläche entfielen, ist diese Zahl in 10 Jahren bis auf nur 40 Quadratmeter
gesunken. Am ungünstigsten ist dieses Verhältniß in der Luisenstadt jenseits
des Canals mit 17 Quadratmetern pro Einwohner. Die Stadttheile mit
noch großen verfügbaren Bodenflächen weisen natürlich günstigere Resultate
auf, die günstigsten der Wedding mit 92 Quadratmetern pro Kopf.
3. Die Bevölkerung nach kleineren Gewirken.
Die Eintheilung der Stadt in 326 Stadtbezirke, welche durchschnittlich
4843 Einwohner enthalten, hat wegen ihrer sehr abweichenden Bevölkerungs
zahl bei den statistischen Arbeiten bisher nur wenig Verwendung gefunden;
es empfahl sich vielmehr für die Bearbeitung der Volkszählungsaufnahme
eine Zusammenlegung, so daß 162 Bearbeitungsbezirke von durchschnittlich
gegen 10000 Einwohner gebildet wurden. Auch diese Bezirke schienen für
statistische Vergleichungen noch zu klein und so sind für solche künftige
Benutzung auch die Bearbeitungsbezirke noch weiter zusammengelegt worden,
so daß 72 Bezirke mit einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von gegen
22000 entstanden sind; dieselben konnten sofort zur Vergleichung der Zu
nahme verwerthet werden, wie dieses auf dem beigegebenen Stadt
plan geschehen ist.
In der Darstellung sind die Bezirke mit Bevölkerungszunahme durch
blaue Farbe, die mit Bevölkerungsabnahme mit rother Farbe dargestellt;
die Stärke der Zu- und Abnahme ist durch Schraffirung bezw. durch den
Farbenton bezeichnet.
In dieser eingehenderen Eintheilung in kleinere Bezirke stellt sich das
Bild der Zunahme resp. Abnahme etwas anders und correcter. Die Bezirke
sind unter Beachtung der Grenzen der Stadtbezirke der Bevölkerungszahl nach
möglichst gleich groß gewählt. Nur einige kleinere historische Stadttheile
blieben als besondere Bezirke bestehen, so der Friedrichswerder (3. Bezirk).
Derselbe zeigt in dieser Eintheilung die stärkste Abnahme seiner Bevölkerungs
zahl. Das anliegende Neu-Cöln (32. Bezirk) weist in dieser Eintheilung
noch eine kleine Zunahme auf. Die beiden andern kleinen Bezirke (63. und
64.) bilden die Thiergartenvorstadt; dieselben sind getrennt gehalten, weil
der Charakter derselben ein sehr verschiedener ist. Der nach Moabit und
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