Path:
Strecke 1. Berlin - Potsdam - Brandenburg - Rathenow - Sandau - Havelberg - Neu-Schrepkow - Perleberg - Grabow 201,95 km

Full text: Zwischen Elbe und Oder

km 
galerie mit eitler grossen Anzahl guter Gemälde verschiedener 
Schulen, seitlich hinter derselben die berühmte Mühle von 
Sanssouci und links durch den Sicilia nis chen Garten 
zum Neuen Orangeriehaus mit grossartigen Terrassen-' 
anlagen. Nahe diesem die Hofgärtner-Wohnung mit den da 
bei befindlichen Römischen Bädern und dem Schlösschen 
Charlottenhof — Kastellan im Erdgeschoss — von Friedrich 
Wilhelm IV. 1825 erbaut und häufig von Alexander v. Humboldt 
bewohnt —. Durch die Victoriastr. zum Neuen Palais, dem 
früheren Sommersitz Kaiser Friedrichs III., damals Friedrichs- 
kron genannt, wird jetzt vom Frühling bis zum Herbst von 
der kaiserlichen Familie bewohnt. Schlosskastellan im Hause 
l von der Brücke. — Von Schloss Sanssouci auf der Nauener 
Chaussee beim Kmst 2,3 r auf Fusspfad zum Ruinenberg, 
von dessen normannischem Wartturm (Trinkgeld) herrliche 
Aussicht. Von dem Turm an der antiken Wand halblinks 
hinab, an der Ulanenkaserne vorüber durch die neuen Anlagen, ~ 
am Südende der russ. Kolonie Alexandrowka in die Alleestr. 
zum Neuen Garten u. Marmorpalais. Vom Schloss / quer 
durch den Park zum 68 m hohen Pfingstberg mit der berühmten 
Aussicht von der Plattform der Türme. Kastellan in der 
no Ecke des Baues. R abwärts zur russischen, byzantinisch. 
erbauten Kapelle, Inneres sehr sehenswert. Küster im Block 
hause. Zwischen den Blockhäusern der russischen Kolonie — 
meist als Sommerwohnungen zu vermieten — zur Jäger-Allee. 
Durch diese, das Jäger-Thor, l in die Mauerstr. u. rin die 
Jägerstr. u. Nauenerstr. zum Wilhelmsplatz. — Zur Notiz: In 
Potsdam darf kein Fusssteig befahren werden, auch ist 
dasRadfahren u. Rauchen in den kgl. Gärten unter 
sagt. Gesch.rP. wurde schon 993 als das slaw. „Poztupimi“, 
d. i. unter den Eichen, erwähnt. Durch Eroberung Albrecht 
des Bären kam die Insel 1157 in deutschen Besitz. Immerhin 
wird P. erst 1304 als Stadt genannt, bei der 1373 Karl IV. an 
der Stelle des heutigen Stadtschlosses eine Burg anlegte. 
Die sehr arme Stadt brannte 1536 fast völlig ab u. hob sich erst, 
trotz der Bauten von Joachim I. u. II., als der Gr. Kurfürst 
das zerfallene Stadtschloss neu errichten liess. Vorher, 1631, 
empfing hier Gustav Adolf die Nachricht von der Zerstörung 
Magdeburgs. Unter Friedrich Wilhelm I. wurde Potsdam um 
das Sechsfache verg-rössert, u. seine Einwohnerzahl stieg von 
4000 auf 12000, doch das Meiste geschah unter Friedrich II., der 
die Stadt zur Residenz erhob, Sanssouci, das Neue Palais u. 
das Schauspielhaus erbaute u. die Parkanlagen schuf. Friedrich 
Wilhelm II. legte den Neuen Garten an u. errichtete das Marmor 
palais u. Friedrich Wilhelm III. that viel für die Stadt durch 
Ausschmückung u. Brückenbauten. Sein Nachfolger schuf 
Charlottenhof, die Friedeuskirche, das Orangeriegebäude u. 
liess die Fontänen in Betrieb setzen. Kaiser Wilhelm I. aber 
liess Babelsberg entstehen. Unausgesetzt waren die Hohen- 
zollern bemüht die Stadt u. deren Umgebung zu verschönern. 
Abzweigung: 
n nach Spandau 21,1 km gute Chaussee über Nedlitz, 
nw nach Dyrotz 19.7 km über Fahrland, 
nw nach Wustermark 22.1 km über Bornim, 
s nach Caputh 8,8 km durch die Teltower Vorstadt, 
so nach Gr.-Beuthen 22,6 km über Gr.-Drewitz, Nudow, 
sö nach Saarmund 10,0 km über Rehbrück, 
ö nach Teltow 15.5 km über Jagdschloss Stern.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.