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Full text: Jahresbericht (Rights reserved) Issue2018 (Rights reserved)

INHALT Vorwort – 3 DR. BERND BORNHORST UND HEIKE SPIELMANS Jedes Unternehmen trägt Verantwortung für die Ein­haltung der Menschenrechte – 4 DR. BERND BORNHORST Gastbeitrag – 5 DR. ANTJE VON DEWITZ   JAHRES BERICHT 2018 Die öffentliche Förderung privater Investitionen ist kein Allheilmittel – 6 DR. KLAUS SCHILDER UND DR. SONJA GRIGAT Förderung von NRO »Bei der Absenkung des Eigen­anteils bleiben wir am Ball« – 7 INTERVIEW MIT HEIKE SPIELMANS Die Agenda 2030 erfordert ein Umsteuern in allen Politikfeldern – 8 DR. LUISE STEINWACHS UND CLAUS KÖRTING Neue Dynamik in der globalen Gesundheitspolitik – 9 FIONA UELLENDAHL UND BODO VON BORRIES VENRO in Aktion – 10 VENRO im Gespräch – 11 Der Globale Migrationspakt: Große Chancen und viel ungenutztes Potenzial – 12 MARTINA SCHAUB UND ANKE KURAT Der Nexus – ein Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit in der Humanitären Hilfe – 13 RÜDIGER SCHÖCH Der Schutz vor sexualisierter Gewalt bleibt eine Daueraufgabe – 14 ANGELA BÄHR UND LUKAS GOLTERMANN Mitgliederversammlung – 15 Vorstand – 16 Gremien und Mandate – 17 Sprecher_innen der Arbeitsgruppen – 18 Ihre Ansprechpartner_innen in der Geschäftsstelle – 19 Jahresabschluss 2018 – 20 Bilanz zum 31. Dezember 2018 – 21 Erläuterungen zur Bilanz – 22 VENRO-Mitglieder – 23 Impressum – Einklappseite VORWORT JAHRESBERICHT 2018 Dr. Bernd Bornhorst und Heike Spielmans Eine Viertelmillion Menschen folgten in Berlin im Oktober 2018 dem Aufruf #unteilbar und gingen gemeinsam für Toleranz und Weltoffen­heit auf die Straße. VENRO gehörte zu den Erstunterzeichnern dieses Aufrufs. Gleichermaßen war es uns ein wichtiges Anliegen, im Mai dieses Jahres die Demonstrationen »Ein Europa für Alle« zu unterstützen. In einer Zeit, in der internationale Zusammenarbeit notwendiger denn je ist, nehmen wir mit großer Sorge den weltweit zunehmenden Rückzug in nationale Denkmuster wahr. Fairer Handel, globale Steuergerechtigkeit oder ambitionierter Klimaschutz: Nur in globaler Kooperation können die Ziele der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung verwirklicht werden. Hierfür wird eine starke Zivilgesellschaft gebraucht. Allerdings müssen NRO durch den Aufwind von Nationalismus und Autoritarismus damit rechnen, dass ihr Engagement für eine solidarische Welt zunehmend in die Kritik gerät. In immer mehr Ländern werden ihre Handlungsspielräume eingeschränkt. Leider erleben wir auch in Deutschland die bedenkliche Tendenz, zivilgesellschaftliche Organisationen zu diskreditieren und ihre Arbeit zu erschweren, beispielsweise indem ihnen die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Wir werden als Verband jeglichem Versuch, die Freiräume zivilgesellschaftlicher Akteure einzuschränken, entschieden entgegentreten. Die rasante Renationalisierung Europas hat sich vor allem in der Migrationspolitik gezeigt. Sie stand 2018 erneut im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Eine harte Linie in der Asylpolitik und ein unkoordiniertes Vorgehen in der Europäischen Union kennzeichneten das Bild. Einen positiven Gegentrend setzte in dieser aufgeheizten Stimmung die Verabschiedung des Globalen Migrationspakts durch die Vereinten Nationen. Die erbitterte Diskussion über das Abkommen zeigte allerdings deutlich, dass wir noch stärker dafür eintreten müssen, damit die Menschenrechte derjenigen gewahrt werden, die sich – aus welchen Gründen auch immer – auf den Weg machen. Unsere zentrale Herausforderung bleibt es, für eine nachhaltige Politikgestaltung einzutreten und deutlich zu machen, dass sich unser politisches Handeln auf alle Teile der Welt auswirkt. In Deutschland kommt die Umsetzung der Agenda 2030 nur schleppend voran. Viele Ministerien zeigen wenig Engagement, wenn es um ihre notwendigen Beiträge geht. National wie international ist Deutschland zu einer Bremse in der Nachhaltigkeitspolitik geworden. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung anerkennt und ihr politisches Handeln konsequent an den Nachhaltigkeitszielen ausrichtet. Dr. Bernd Bornhorst Vorstandsvorsitzender Heike Spielmans Geschäftsführerin 3 JEDES UNTERNEHMEN TRÄGT VERANTWORTUNG FÜR DIE EIN­HALTUNG DER MENSCHENRECHTE Dr. Bernd Bornhorst Vorstandsvorsitzender In vielen ausländischen Produktionsstätten deutscher Unternehmen herrschen nach wie vor gefährliche Arbeitsbedingungen. Oft liegen die Löhne weit unter dem Existenzminimum und die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden systematisch unterwandert. Mit ihrem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) will die Bundesregierung deutsche Unternehmen in die Verantwortung nehmen, damit sie entlang ihrer globalen Produktionsketten die Menschenrechte einhalten. VENRO hatte sich an den Konsultationsprozessen zur Erarbeitung dieses Aktionsplans intensiv beteiligt. Auch seine Umsetzung begleitet VENRO nun als Teil der AG Wirtschaft und Menschenrechte im Nationalen CSR-Forum der Bundesregierung. In dieser AG erarbeiten wir Vorschläge, die wir dem zuständigen interministeriellen Ausschuss unterbreiten. Es ist sehr zu begrüßen, dass am Umsetzungsprozess Ministerien und Stakeholder_innen breit beteiligt sind. So wird Raum geschaffen, um Kritik und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Leider werden aber Näherinnen in einer Textilfabrik in Hanoi/Vietnam 4 zivilgesellschaftliche Anmerkungen oft ignoriert und vorgeschlagene Maßnahmen von den Ministerien verhindert. Umso wichtiger war es, dass VENRO 2018 eine Halbzeitbilanz zur Umsetzung des Aktionsplans vorlegte. Selbst in zentralen Bereichen staatlichen Handelns wie der Außenwirtschaftsförderung, der öffentlichen Beschaffung oder bei Handelsabkommen wird demnach bisher nur langsam damit begonnen, Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte zu übernehmen. 50-PROZENT-REGELUNG IST WILLKÜRLICH Eine der zentralen Forderungen von VENRO ist es, die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen gesetzlich zu verankern. Eine solche gesetzliche Regelung würde auch die Unternehmen unterstützen, die schon jetzt freiwillig höhere Standards einhalten. Laut ihrem Aktionsplan will die Bundesregierung jedoch nur dann gesetzlich tätig werden, wenn bis 2020 die Zahl aller großen Unternehmen, die sich zu den Menschenrechten bekennen, Risiken entlang der Produktionsketten untersuchen und Vorbeugemaßnahmen ergreifen, weniger als die Hälfte ausmacht (50-Prozent-Regelung). Diese Quote ist jedoch vollkommen willkürlich gesetzt und nicht aussagekräftig. Wir halten eine gesetzliche Regulierung auch dann für notwendig, wenn »nur« zehn oder 20 Prozent der Unternehmen die Menschenrechte missachten. Eine entsprechende Position vertrat der UN-Sozialausschuss im Oktober 2018 in seinen Empfehlungen zum deutschen Staatenbericht. Mit dem von der Bundesregierung geplanten Vorgehen werden große Regulierungslücken geschaffen, die es ermöglichen, dass Menschenrechtsstandards nach wie vor ignoriert werden können. Problematisch ist es, dass das geplante Monitoring des Nationalen Aktionsplans vorsieht, nur solche Unternehmen in die Überprüfung einzubeziehen, die freiwillig an der Befragung teilnehmen. Zudem sollen diese Firmen anonym bleiben, was GASTBEITRAG Als Outdoor-Ausrüster haben wir mit globalen, komplexen Lieferketten in der Textilindustrie, vor allem in China und Vietnam, zu tun. Seit vielen Jahren engagieren wir uns dafür, mit unabhängigen Partnern wie der Fair Wear Foundation bei unseren Lieferanten und Produzenten hohe ökologische und soziale Standards zu gewährleisten. Als Hersteller und Auftraggeber sehen wir den Handlungsbedarf, Verantwortung zu übernehmen und Strukturen zu schaffen, damit in den Betrieben die erforderlichen Kompetenzen und Prozesse aufgebaut werden können und auch ein Bewusstsein dafür geschaffen wird. Dies sind die entscheidenden Voraussetzungen, um ein verantwortungsvolles Umwelt-, Chemie- und Ressourcenmanagement zu betreiben und um menschenwürdige, faire Arbeitsplätze einzurichten. Dies ist möglich, jedoch mit hohen Kosten und Aufwänden verbunden. Da die unternehmerische Leistung in unserem Wirtschaftssystem an ökonomischen Kennzahlen gemessen wird, haben die meisten Unternehmen keinen Anreiz, soziale und ökologische Faktoren zu berücksichtigen. Damit beruht verantwortungsvolles Wirtschaften zu einem hohen Grad auf Freiwilligkeit. Wer ganzheitliche Verantwortung übernimmt, ist in diesem System automatisch im Wettbewerb benachteiligt. Wer auf Kosten von Mensch und Natur wirtschaftet, kann im Gegensatz dazu günstige Preise und/oder hohe Gewinne einstreichen. Wir schaffen es mit Erfolg, nachhaltig zu wirtschaften, leiden aber auch unter einem hohen Kostendruck, der beispielsweise zur Folge hat, dass unsere Marketingbudgets im Vergleich mit dem Wettbewerb geringer ausfallen. Um den globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Artensterben oder Plastikmüll wirkungsvoll entgegenzutreten und auch um Fluchtursachen gezielt zu bekämpfen, braucht es mehr als nur ein paar Vorzeige-Pionierunternehmen. Wir brauchen die Masse der Unternehmen. Deshalb darf der Schutz von Mensch und Natur keine Freiwilligkeit mehr bleiben. Ich bin daher unbedingt für die Einführung einer gesetzlichen Regelung für einheitliche Standards bzw. zur Einhaltung der Sorgfaltspflichten! Dr. Antje von Dewitz ist Geschäftsführerin von VAUDE. dazu führt, dass die Zivilgesellschaft die Ergebnisse nicht unabhängig prüfen kann. Untersucht werden lediglich die Verfahren von Unternehmen zum Schutz der Menschenrechte, nicht deren Wirkung. Darüber hinaus besteht der Fragebogen des Monitorings maßgeblich aus Multiple-Choice-Fragen. So ist es leicht, die erwünschten Antworten anzukreuzen. Es bleibt letztlich zweifelhaft, ob die Plausibilität der Angaben ausreichend überprüft wird. Zwei Jahre Nationaler Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte – eine magere Halbzeitbilanz 20.12.2018 FREIWILLIGKEIT VS. VERBINDLICHKEIT Bei der Unternehmensverantwortung war das Credo der Bundesregierung bislang stets die Freiwilligkeit. Anfang 2019 jedoch wurde ein Entwurf des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung publik, der eine gesetzliche Regelung vorsieht. Dieser Vorstoß treibt hoffentlich die notwendige Diskussion über eine verbindliche Regulierung voran, so dass noch in dieser Legislaturperiode ein Gesetz verabschiedet werden kann, wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. VENRO wird sich darüber hinaus auf Ebene der Vereinten Nationen weiterhin für ein rechtsverbindliches Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten engagieren, das von _ Deutschland bislang blockiert wird. 5 Im Dezember 2016 hatte die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verabschiedet. Zwei Jahre später hat VENRO gemeinsam mit dem Forum Menschenrechte, dem DGB und dem CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung eine ernüchternde Halbzeitbilanz gezogen. Die Halbzeitbilanz zum Download unter venro.org/publikationen DIE ÖFFENTLICHE FÖRDERUNG PRIVATER INVESTITIONEN IST KEIN ALLHEILMITTEL Dr. Klaus Schilder Sprecher AG Globale Strukturpolitik Dr. Sonja Grigat Referentin im Bereich Globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung Die Vereinten Nationen und die G20-Staaten setzen in der Entwicklungszusammenarbeit verstärkt auf private Investitionen. Hintergrund ist eine Studie der Weltbank, wonach die Staaten allein die notwendigen Gelder zur Umsetzung der Agenda 2030 nicht bereitstellen können. Dementsprechend hat auch die Bundesregierung eine Reihe von Programmen aufgelegt, mit denen sie deutsche Unternehmen motivieren will, in Partnerländern zu investieren. Grundsätzlich unterstützt VENRO Kooperationen mit der Wirtschaft, wenn sie der nachhaltigen Entwicklung dienen. Primär müssen daher Fördergelder der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit für Unternehmen zur Bekämpfung von Armut eingesetzt werden. Sie sind kein Instrument zur Förderung von deutschen Unternehmen, die im Ausland neue Märkte erschließen möchten. Gerade einheimische Kleinstunternehmen sowie kleine und mittelständische Unternehmen bringen in den Ländern im globalen Süden die Entwicklung voran und schaffen neue Arbeitsplätze. Deshalb sollten von staatlich geförderten Maßnahmen bevorzugt die dortigen einheimischen Unternehmen profitieren. Die Förderung sollte sich dabei auf die Aus- und Weiterbildung der einheimischen Bevölkerung konzentrieren. Öffentlich geförderte Privatinvestitionen tragen in den Entwicklungsländern kaum dazu bei, Armut und soziale Ungleichheit zu überwinden. Das zeigte zuletzt eine Evaluation des Förderprogramms »develoPPP.de« für Unternehmen, wonach eine entwicklungspolitische Wirkung des Programms nicht ersichtlich ist. Meist erfolgen die Förderungen intransparent und ohne Absprache mit den Partnerländern oder eine Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Öffentliche Zuwendungen, Kredite oder Bürgschaften sollten deshalb aus Sicht von VENRO an den Wirksamkeitsprinzipien der Entwicklungszusammenarbeit ausgerichtet werden. So wird sichergestellt, dass öffentliche Mittel der Armutsbekämpfung und einer nachhaltigen Entwicklung dienen. Fakt ist: Je mehr Gelder der Entwicklungszusammenarbeit in privatwirtschaftliche Aktivitäten 6 fließen, desto weniger Mittel bleiben für Bildung und soziale Dienstleistungen wie eine öffentliche Gesundheitsversorgung übrig. Zudem erreichen die von der Bundesregierung neu aufgelegten Programme nicht zuerst die am meisten von Armut betroffenen Menschen ohne Arbeit. Deutsche Unternehmen investieren selten in den am wenigsten entwickelten Ländern und sind in der Regel auf ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Zudem ist in vielen von diesen Ländern die Menschenrechtssituation immer noch problematisch. Daher setzt sich VENRO für verbindliche sozial-­ökologische und menschenrechtliche Mindeststandards ein, die für private, mit öffentlichen Geldern geförderte Investitionen gelten sollen. Dass diese Investitionen zwingend dazu beitragen, das Kernprinzip der Agenda 2030 »Niemanden zurücklassen« umzusetzen, muss gewährleistet sein. HÖHERE EINNAHMEN DURCH STEUERGERECHTIGKEIT Zur Umsetzung der Agenda 2030 fehlt vielen Staaten das Geld. Nicht zuletzt, weil Steuervermeidung und Steuerwettbewerb weltweit die Finanzierung öffentlicher Haushalte untergraben. Es ist darum vor allem für deutsche Unternehmen, deren Investitionen in Partnerländern öffentlich gefördert werden, unabdingbar, dass sie dort Steuern zahlen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften. Die Inhalte des Anfang 2018 vorgestellten VENRO-­Positionspapiers »Die Agenda 2030 und die Rolle des Privatsektors« wurden in Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt, dem Entwicklungs- und Finanzministerium sowie im Bundestag aufgegriffen. Aktiv bringt sich VENRO gleichfalls in die internationalen G7- und G20-Prozesse ein, in denen die Förderung privater Investitionen mittlerweile eine zentrale Rolle spielt. Kritisch wollen wir 2019 die Umsetzung der afrikapolitischen Initiativen der Bundesregierung zur Förderung des Privatsektors begleiten und uns der Mobilisierung von Steuereinnahmen im globalen _ Süden widmen. INTERVIEW FÖRDERUNG VON NRO »BEI DER ABSENKUNG DES EIGEN­ANTEILS BLEIBEN WIR AM BALL« Heike Spielmans Geschäftsführerin Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) kündigt in seinem Strategiepapier »Entwicklungspolitik 2030« an, die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft auszubauen. Werden Nichtregierungsorganisationen (NRO) mit mehr Mitteln rechnen können? Es ist erfreulich, dass die Mittel für die Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren überproportional zum Gesamtetat wachsen sollen. In einem gemeinsamen Papier hatten VENRO und das BMZ bereits 2017 Perspektiven der finanziellen Förderung von NRO, insbesondere für den Haushaltstitel Private Träger, skizziert. Danach sollte eine jährliche zehn- bis 14-prozentige Erhöhung dieses Titels der wachsenden Bedeutung der Zivilgesellschaft Rechnung tragen. Außerdem hatten wir uns dafür eingesetzt, auch in anderen Bereichen die Förderung zu steigern – etwa in der Sozialstrukturförderung, der entwicklungspolitischen Bildung, beim zivilen Friedensdienst, in der Übergangshilfe und bei der Humanitären Hilfe. Wurden diese Erhöhungen 2018 und 2019 auch umgesetzt? Ja. Wir konnten in allen zivilgesellschaftlichen Titeln einen zwar unterschiedlichen, aber deutlichen Aufwuchs der Mittel erreichen (s. Kasten). Dieses positive Gesamtbild war sicherlich der guten Haushaltslage und einem insgesamt gestiegenen Entwicklungsetat geschuldet. Es zeigt aber auch, dass NRO im BMZ und von den Abgeordneten als wichtige entwicklungspolitische Akteure ernst genommen werden und ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Also kann VENRO voll und ganz zufrieden sein? Wir nehmen mit Sorge zur Kenntnis, dass der BMZEtat ebenso wie der Etat des Auswärtigen Amtes in den Eckwerten für den Bundeshaushalt 2020 stagniert und mittelfristig sogar sinken soll. Das kann sich natürlich auf die Förderung von NRO auswirken. Die Mittelsteigerung ist aber nur eines unserer Anliegen. Ebenso wichtig wäre es, die Umsetzung großer Programme zu vereinfachen und stärker zu flexibilisieren. Es wird der komplexen Realität beispielsweise in fragilen Kontexten nicht gerecht, jede Einzelmaßnahme schon vor 7 dem Projektstart planen zu müssen. Wir setzen uns für eine Reduzierung des Eigenanteils auf maximal zehn Prozent ein, so dass NRO ihr volles Potenzial unabhängig von ihren Spendeneinnahmen entfalten können. Auch das BMZ äußerte sich entsprechend und strebt für den Haushaltstitel Private Träger einen Eigenanteil von zehn Prozent an. Wie stehen die Chancen, den Eigenanteil zu reduzieren? Mit dem BMZ gab es einen intensiven Diskussionsprozess darüber, wie dieser und andere Punkte aus dem gemeinsamen Papier von 2017 umgesetzt werden können. In der Folge verabschiedete das BMZ im Sommer 2018 ein Reformpaket, das viele Verbesserungen für die Abwicklung des Titels Private Träger nannte. So können beispielsweise Zwischennachweise zukünftig auch in englischer Sprache abgegeben werden. Zudem soll es eine bessere Verzahnung mit den Sonderinitiativen geben. Enttäuschend für uns ist, dass der wichtige Punkt, den Eigenanteil auf zehn Prozent abzusenken, bislang nicht dazu zählt. Dabei zeigt uns die Praxis im Bereich der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit, dass ein geringerer Eigenanteil grundsätzlich möglich ist. Denn dort wurde bei Förderprogrammen der Eigenanteil für Kommunen auf zehn Prozent festgesetzt. Wir werden also am Ball bleiben. Sie finden das Perspektivpapier von VENRO und BMZ »SDGs erreichen – Zivilgesellschaft stärken« sowie die VENRO-Stellungnahme zum Bundeshaus_ halt 2018 unter venro.org/publikationen. Entwicklung ausgewählter Titel (in Mio. Euro) 2017 2018 2019 100 120 150 Sozialstrukturförderung 52 62 62 Entwicklungspolitische Bildung 35 40 49,9 Private Träger DIE AGENDA 2030 ERFORDERT EIN UMSTEUERN IN ALLEN POLITIKFELDERN Dr. Luise Steinwachs Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Claus Körting Entwicklungspolitischer Berater Auf der Konferenz »Eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für alle schaffen« diskutierten Mechthild Heil (CDU), Franz Marré (BMZ), Monika Hoegen (Moderation), Enrico Schönberg (Stadt von Unten), Anja Hradetzky (Bündnis Junge Landwirtschaft). Die Umsetzung der Agenda 2030 und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung bezeichnen CDU/ CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag als Maßstab ihres Regierungshandelns. Kontinuierlich und ambitioniert soll die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt werden, und zwar sowohl auf der nationalen als auch der internationalen Ebene. VENRO begrüßt dieses Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung. Tatsächlich aber wird die Agenda 2030 im Koalitionsvertrag nur in den Abschnitten zur Umwelt-, Außen- und Entwicklungspolitik erwähnt. Dabei ist sie eine Querschnittsaufgabe, die sich in allen Ressorts der Bundesregierung wiederfinden muss. VENRO setzt sich dafür ein, dass die Ziele der Agenda 2030 nicht nur in allen Politikfeldern kohärent umgesetzt werden. Auch in der Zivilgesellschaft geht es um ein besseres Zusammenspiel aller Kräfte im Sinne der Nachhaltigkeitsziele. Gemeinsam mit dem Forum Umwelt und Entwicklung koordiniert VENRO das »Netzwerk Agenda 2030«, zu dem rund 25 zivilgesellschaftliche Verbände und Netzwerke aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt, Soziales, Kultur, Frieden und Entwicklung gehören. Sie arbeiten an gemeinsamen Positionen zu den verschiedenen Themenfeldern der Agenda 2030, um sie gegenüber politischen Entscheidungsträger_ innen zu vertreten. Am 24. September 2018 trafen sich in Berlin 130 Interessierte auf der Konferenz »Eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für alle schaffen – Auf 8 dem Land und in der Stadt«. Ziel war ein Austausch darüber, wie die aktuellen politischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen in städtischen und ländlichen Räumen bewältigt werden können. Unter dem Titel »Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda: So geht Nachhaltigkeit!« veröffentlichte VENRO 2018 Beispiele dafür, wie Nachhaltigkeitspolitik aktiv gestaltet werden kann und wo sie im zivilgesellschaftlichen Engagement schon Praxis geworden ist. Auch dieser Jahresbericht ist ein Gemeinschaftswerk des »Netzwerks Agenda 2030«. Die Bundesregierung schuf 2018 zwei neue Dialogformate zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, an denen sich VENRO aktiv beteiligt. Sowohl das Forum Nachhaltigkeit als auch die Dialoggruppe beim Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung sollen die Beteiligung von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft stärken. Weiterhin nahm VENRO 2018 als Mitglied der deutschen Regierungsdelegation in New York an der jährlichen Berichtskonferenz zur Umsetzung der Agenda 2030 (High Level Political Forum, HLPF) teil. Dort nutzte VENRO die zivilgesellschaftlichen Räume, um eine konsequent menschenrechtsorientierte Politikausrichtung zu fordern. Unser tatsächlicher Einfluss auf die Arbeit der Bundesregierung in diesen unterschiedlichen Formaten bleibt allerdings noch offen. In der Praxis sind bisher in nahezu allen Politikfeldern grundlegende Veränderungen ausgeblieben, und zwar trotz der politischen Willensäußerungen der Bundesregierung hinsichtlich der Agenda 2030 und ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Sollen die globalen Nachhaltigkeitsziele in, mit und durch Deutschland bis 2030 erreicht werden, müssen von der Klimapolitik über die Verkehrs- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Handels- und Agrarpolitik die Weichen jedoch schnellstmöglich umge_ stellt werden. NEUE DYNAMIK IN DER GLOBALEN GESUNDHEITSPOLITIK Fiona Uellendahl Sprecherin AG Gesundheit Bodo von Borries Bereichsleiter Humanitäre Hilfe, Frieden und Teilhabe aller HIV-Tests in Nkokonjeru/Uganda Nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika im Jahr 2014 rückte die Frage globaler Gesundheit auf der Agenda internationaler Politik nach oben. Damals erkrankten rund 30.000 Menschen am Ebola-Virus, mehr als 11.000 starben. Die westafrikanischen Gesundheitssysteme waren der Situation nicht annähernd gewachsen und der Virus konnte sich ungehindert ausbreiten. In der Folge wurde die zentrale Bedeutung globaler Gesundheit von der internationalen Staatengemeinschaft erkannt. Sie formulierte in der Agenda 2030 das Ziel, ein gesundes Leben für alle Menschen zu gewährleisten und ihr Wohlergehen zu fördern (Nachhaltigkeitsziel 3). Auch die deutsche Politik reagierte auf die wachsende Bedeutung globaler Gesundheit und richtete zu Beginn dieser Legislaturperiode einen Bundestags-Unterausschuss für globale Gesundheit ein. Hierfür hatte sich VENRO gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren mit Nachdruck eingesetzt. Zwischen der VENRO-Arbeitsgruppe Gesundheit und den Mitgliedern des Unterausschusses mit ihrer Vorsitzenden Heike Baehrens (SPD) ist mittlerweile ein reger Dialog entstanden. Im Fokus der aktuellen Prozesse steht die neue Globale Gesundheitsstrategie der Bundesregierung. Im Juni 2018 startete das Bundesgesundheitsministerium zur Erstellung der Strategie einen breiten Konsultationsprozess, der bis Ende 2019 andauern soll. Die VENRO-Arbeitsgruppe Gesundheit beteiligt sich daran und steht in regelmäßigem Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium. Gleichfalls engagiert sie sich beim Runden Tisch Gesundheit des Bundesentwicklungsministeriums. Von zentraler Bedeutung sind bei diesem Austausch Deutschlands Beitrag zur globalen Gesundheit im Rahmen der G7- und G20-Prozesse und auf UN-Ebene, die Förderung und Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Gesundheitsfinanzierung. VENRO und viele seiner Mitgliedsorganisationen luden gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen AIDS am 10. Oktober 2018 zur internationalen Konferenz »Passion for Global Health. From Rights to Strategies« ein. Dort diskutierten Vertreter_innen 9 zivilgesellschaftlicher Netzwerke und Partner aus dem globalen Süden und Osteuropa mit Gästen aus Politik und Wissenschaft die Anforderungen an eine globale Gesundheitsstrategie. Ein Grußwort sandte WHO-­ Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Maria Flachsbarth, Staatssekretärin beim Bundesentwicklungsministerium, sowie Lutz Stroppe, Staatssekretär beim Bundesgesundheitsministerium, unterstrichen, wie wichtig zivilgesellschaftliche Organisationen für die globale Gesundheitsförderung sind. Sie bekräftigten, dass die Zivilgesellschaft weiterhin in den Prozess der Globalen Gesundheitsstrategie der Bundesregierung einbezogen werde. Außerdem sagten sie eine finanzielle Unterstützung für die Initiative »she decides« zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Mädchen und Frauen in armen Ländern zu. VENRO wird sich auch 2019 dafür einsetzen, dass in der Debatte zur globalen Gesundheit das Ziel einer universellen Gesundheitsversorgung, das Menschenrecht auf Gesundheit und das Leitmotiv der Agenda 2030 »Niemanden zurücklassen« im Fokus bleiben. Zudem stehen wichtige Entscheidungen zur Finanzierung internationaler Gesundheit an. Es geht etwa darum, Strategien zu fördern, wie das Nachhaltigkeitsziel 3 »Gesundheit und Wohlergehen« umgesetzt werden kann. Oder darum, Antibiotikaresistenzen einzudämmen, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Malaria und Tuberkulose wieder zu füllen und einen Beitrag zur Weltimpfallianz (Gavi) zu leisten. VENRO wird sich dafür einsetzen, dass die Bundesregierung für diese Vorhaben ausreichende Mittel hinterlegt und die Ministerien mit den erforderlichen personellen Ressourcen ausstattet. _ VENRO IN AKTION #unteilbar: Gegen Rechtspopulismus und für Solidarität VENRO solidarisierte sich zusammen mit Tausenden von Menschen auf der bundesweiten Demonstration #unteilbar am 13. Oktober 2018 mit Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten sowie mit all denen, die hierzulande sozial ausgegrenzt werden. Wir wollen es nicht zulassen, dass Rechtspopulisten, die auf Ausgrenzung, Rassismus und Menschenfeindlichkeit setzen, unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft gefährden. VENRO veranstaltete 2018 Workshops und Fortbildungen zum Umgang mit rechtspopulistischen Strömungen. Aktion gegen Shrinking Space Weltweit sehen sich zivilgesellschaftliche Organisationen zunehmendem Druck ausgesetzt. Mitgliedsorganisationen von VENRO erleben vielerorts, wie ihre Partner gegängelt und unterdrückt werden. Am 13. September 2018 protestierte VENRO gemeinsam mit 26 Einzelorganisationen am Brandenburger Tor gegen diese schrumpfenden Handlungsspielräume (Shrinking Space). Wir zeigten mit einer symbolischen Aktion, wie die Zivilgesellschaft in Ketten gelegt wird. Zuvor luden wir gemeinsam mit der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Bärbel Kofler, zu einem parlamentarischen Frühstück. Es bot Gelegenheit zum Austausch mit Abgeordneten darüber, wie sich Bundestag und Bundesregierung weltweit für die Rechte der Zivilgesellschaften einsetzen können. Heike Spielmans, Geschäftsführerin von VENRO, überreichte unser Positionspapier »Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft«, das den Handlungsbedarf beschreibt. 10 VENRO IM GESPRÄCH Jedes Zehntelgrad zählt: Gemeinsam handeln! Auf der Dialogveranstaltung »Jedes Zehntelgrad zählt: Gemeinsam handeln!«, zu der VENRO gemeinsam mit der Klima-Allianz Deutschland am 23. Oktober 2018 einlud, diskutierten Vertreter_innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft die zentralen Erwartungen und Herausforderungen, die sich aus dem Sonderbericht »1,5 °C globale Erwärmung« des Weltklimarats ergeben. Die Teilnehmenden gingen in verschiedenen Themenforen der Frage nach, wie die Schutzmaßnahmen vor Klimafolgen verstärkt werden können, welche Bedeutung der länd­ liche Raum für den Klimawandel hat und was Deutschland als Industrienation tun muss, um seiner Verantwortung gerecht zu werden. Der Weltklimarat hatte den Sonderbericht im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 vorgelegt. Der Bericht verdeutlicht, dass die Folgen des Klimawandels wesentlich schwerwiegender sein werden, wenn es nicht gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Zudem weist der Weltklimarat auf die Syner­ giepotenziale zwischen Klimaschutz und nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) hin. Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Am 12. November 2018 traf sich der Vorstand von VENRO mit Angela Merkel im Bundeskanzleramt, um über die Anforderungen an eine solide Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit zu sprechen. Zudem ging es um die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Afrikapolitik der Bundesregierung. Der Vorstand ermutigte die Bundeskanzlerin, sich für den Globalen Migrationspakt einzusetzen und ihn nach seiner Verabschiedung national zügig umzusetzen. Dabei sollten alle Ministerien unter der Federführung des Bundeskanzleramts eingebunden und das fachliche Potenzial der Zivilgesellschaft genutzt werden. Lesen Sie mehr zum Migrationspakt auf Seite 12. 11 DER GLOBALE MIGRATIONSPAKT: GROSSE CHANCEN UND VIEL UNGENUTZTES POTENZIAL Martina Schaub Vorstandsmitglied Anke Kurat Bereichsleiterin Globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung Der Globale Migrationspakt ist ein Meilenstein in der internationalen Migrationspolitik. Er wurde im Dezember 2018 von 164 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet und bietet eine große Chance, die Lebenssituation von Migrantinnen und Migranten zu verbessern. VENRO setzt sich im Verbund mit anderen zivilgesellschaftlichen Netzwerken in Deutschland dafür ein, dass die Bundesregierung diese Chance ergreift. Zusammen mit Gewerkschaften, migrantischen Vereinen, Stiftungen und Menschenrechtsorganisationen fordern wir, dass die 23 Ziele des Migrationspakts konsequent umgesetzt werden. Zum Nutzen unserer Gesellschaft und zum Nutzen der Menschen, die zu uns gekommen sind und noch kommen werden. Um die Potenziale des Paktes zu nutzen, ist ein nationaler Umsetzungsplan erforderlich, in den die Zivilgesellschaft eingebunden werden sollte. Dieser Plan muss Abstimmungsprozesse innerhalb der Bundesregierung sinnvoll regeln, den Auftritt der Bundesregierung nach außen vereinheitlichen und die Maßnahmen zur Umsetzung des Pakts gut koordinieren. Dies gilt unter anderem für eine sachorientierte öffentliche Kommunikation des Themas, für Maßnahmen der Integration und Fachkräftegewinnung. Wir erwarten auch, dass die Bundesregierung den Pakt aktiv bewirbt und andere Länder bei seiner Umsetzung unterstützt. »SPURWECHSEL LIGHT« IN DER ASYLPOLITIK Überwältigenden Zulauf hatte 2018 die #unteilbarDemonstration in Berlin. VENRO unterstützte den Aufruf für eine offene und freie Gesellschaft. Der Globale Migrationspakt sieht vor, reguläre Migration zu fördern. Mit Ziel 5 benennt er die »Förderung der Verfügbarkeit und Flexibilität von regulären Migrationswegen« als eine Aufgabe, wodurch auch Deutschland gefordert ist, reguläre Migrationswege zu schaffen. Da Deutschland bereits seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland ist, ist es nur folgerichtig, entsprechende gesetzliche Regelungen zu formulieren. Im Dezember 2018 brachte die Bundesregierung ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz auf den Weg, das klar 12 und transparent regeln soll, wer zu Arbeits- und Ausbildungszwecken nach Deutschland einwandern darf. Daneben ist ein Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung vorgesehen. Geduldeten, die eine qualifizierte Berufsausbildung beginnen oder ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und gut integriert sind, soll zukünftig ein rechtssicherer Aufenthalt ermöglicht werden. Lange hatte VENRO diesen Spurwechsel, also die Bleibeperspektive für hier bereits lebende Asyl­ suchende und Geduldete gefordert. Gemeint ist damit ein Wechsel vom Asyl- ins Einwanderungsverfahren für Asylbewerber_innen ohne Bleiberecht, wenn sie gut integriert und qualifiziert sind. Diese Beschäftigungsduldung ist allerdings ein »Spurwechsel light«. Sie bleibt halbherzig und bietet Geduldeten keine langfristige Perspektive. Erneut hat die Bundesregierung so eine Chance für mehr Integration vertan. Einwanderungspolitik, die im Sinne des Migrationspakts für alle Beteiligten von Nutzen ist, muss zudem entwicklungspolitisch sensibel angelegt sein. Das Einwanderungsgesetz darf in den Ländern des Südens nicht zu einer Abwanderung von Qualifizierten aus dort wirtschaftlich wichtigen Branchen führen. VENRO wird weiterhin den Schulterschluss mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren suchen, um die positiven Seiten von Migration hervorzuheben und für den Schutz der Menschen und für ihre Rechte einzutreten. Wir bekämpfen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung und fördern eine sachliche und faktenorientierte Debatte _ um Migration. DER NEXUS – EIN SCHLÜSSEL ZU MEHR NACHHALTIGKEIT IN DER HUMANITÄREN HILFE Rüdiger Schöch Sprecher AG Humanitäre Hilfe Um in langanhaltenden Krisen nicht nur die Grundversorgung von Menschen zu gewährleisten, sondern ihnen gleichzeitig Wege aus der Spirale von Armut und Gewalt zu eröffnen, müssen sich Humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und zivile Friedensförderung besser ergänzen. Das ist das Ziel des Humanitarian-Development-Peace-Nexus, dessen praktische Umsetzung insbesondere seit dem humanitären Weltgipfel 2016 vorangetrieben wird. Da viele Mitgliedsorganisationen von VENRO sowohl in der Entwicklungszusammenarbeit als auch in der Humanitären Hilfe arbeiten, gestalten wir diese Debatte aktiv mit und fördern die Umsetzung. Die Ziele und Wirkungen einer engen Verknüpfung von Humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und ziviler Friedensförderung bewerten die Mitgliedsorganisationen von VENRO jedoch recht unterschiedlich. Einige sehen neben Chancen auch eine Reihe von Risiken. Die Entwicklungszusammenarbeit und oft auch die Friedensförderung erfordern eine enge Zusammenarbeit mit politischen Akteuren, die die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit Humanitärer Hilfe gefährdet. Dadurch kann etwa der Zugang zu Gebieten erschwert werden, die von nichtstaatlichen Akteuren kontrolliert werden. Andererseits besteht durch die Umsetzung des Nexus die Chance, Menschen in Krisenregionen effektiv, präventiv und nachhaltig zu unterstützen. So wird nicht nur das Recht auf Humanitäre Hilfe gestärkt. Vielmehr wird den Menschen durch die Förderung sozialer Dienste, wirtschaftlicher Strukturen und guter Regierungsführung eine nachhaltige Perspektive eröffnet. Natürlich müssen die humanitären Grundsätze weiterhin gewahrt werden. Der Nexus ist also nicht in allen Situationen umsetzbar und muss je nach Lage angepasst werden. Keine Option ist es, mit staatlichen Stellen oder politisierten Friedensinitiativen in Kontexten zusammenzuarbeiten, in denen dies die humanitäre Handlungsfähigkeit oder den Zugang zu Betroffenen einschränken würde. Wo aber eine komplementäre Unterstützung den Menschen um- 13 fassender und langfristig ein Leben in Würde ermöglicht, ist sie nicht nur besser, sondern eine moralische Verpflichtung. Anfang 2019 hat der Entwicklungsausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-DAC) Empfehlungen zum Nexus erstellt. Sie sollen bei den verschiedenen Akteuren ein gemeinsames Verständnis von zentralen Standards für ihre internationale Zusammenarbeit fördern. Ganz praktisch begegnet uns die Umsetzung des Nexus schon in der Umgestaltung der Rahmenpläne der Vereinten Nationen. Im Senegal etwa wurde der humanitäre Hilfsplan in den Programmrahmen für Entwicklungszusammenarbeit (UNDAF) integriert. So können gemeinsame Bedarfsanalysen durchgeführt und die Aktivitäten besser aufeinander abgestimmt werden. Nichtregierungsorganisationen sollten verstärkt die Chance nutzen, eigene Lösungen anzubieten und die praktische Umsetzung des Nexus mitzugestalten. Sie können dabei auf die eigene Expertise zurückgreifen, weil sie – von der Grundversorgung bis zur sozialen Kohäsion – bereits in vielen Bereichen arbeiten, die wichtige Grundlagen für eine friedliche Gesellschaft schaffen. In der VENRO-Arbeitsgruppe Humanitäre Hilfe ist der Nexus fester Bestandteil des Arbeitsprogramms. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass dieser Ansatz in der neuen humanitären Strategie des Auswärtigen Amtes verankert wird. Außerdem engagieren wir uns für eine bessere Abstimmung der Übergangshilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem Auswärtigen Amt. Unterschiedliche Förderschwerpunkte und Planungsprozesse der Ministerien erschweren bis heute eine Zusammenarbeit. Die Bundesregierung muss die Finanzierung der Humanitären und der Übergangshilfe sowie der Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung passgenau aufeinander abstimmen. Dafür werden wir uns weiterhin _ einsetzen. DER SCHUTZ VOR SEXUALISIERTER GEWALT BLEIBT EINE DAUERAUFGABE Angela Bähr Vorstandsmitglied Lukas Goltermann Referent im Bereich Stärkung der Zivilgesellschaft Nicht zuletzt die #MeToo-Debatte führte uns allen vor Augen, dass wir in einer Welt leben, in der sexualisierte Gewalt gegen Frauen immer noch alltäglich ist. Gleichwohl schockierten uns die Vorfälle von sexualisierter Ausbeutung und Gewalt durch Mitarbeiter entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen, die 2018 durch Medienberichterstattung weltweit bekannt wurden. Jede einzelne Gewalttat und jede unangemessene Grenzüberschreitung sind abscheulich und zerstörerisch. Besonders kritisch ist es jedoch, wenn die Täter in einer Nichtregierungsorganisation (NRO) arbeiten, die Menschen in schwierigen Lebenslagen schützen soll. Wie die Vorfälle zeigen, sind selbst Organisationen, die für die Menschenrechte eintreten, vor geschlechtsspezifischer Gewalt nicht gefeit. Für VENRO war sehr schnell klar, dass wir NRO darin unterstützen müssen, ihr »Safeguarding« – den Schutz vor sexualisierter Ausbeutung und Gewalt – zu verbessern. So sollen sie ihrer Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Partnern, Ehrenamtlichen und gegenüber der Bevölkerung in ihren Projektgebieten gerecht werden können. Umgehend haben wir 2018 reagiert und mit Beteiligung zahlreicher Mitgliedsorganisationen neue Standards für die Schutz- und Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt entwickelt. Sie wurden von der Mitgliederversammlung 2018 verabschiedet und in unseren »Verhaltenskodex zu Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle« integriert, der für alle Mitgliedsorganisationen verbindlich ist. Damit ist unsere Arbeit zum Thema »Safeguarding« längst nicht beendet. Neue Regeln und Standards müssen sich in der Praxis bewähren. Wir bieten daher Fortbildungen, Austauschworkshops und Webinare für die Mitarbeitenden von NRO an, um sie umzusetzen. Auf einer eigenen Themenseite zu »Safeguarding« stellen wir auf der VENRO-Webseite Handreichungen und Good-Practice-Beispiele zur 14 Verfügung. Darin finden sich hilfreiche Informationen zur Gestaltung von Beschwerdemechanismen und Verhaltensregeln für Mitarbeitende. SENSIBILITÄT, KREATIVITÄT UND FLEXIBILITÄT SIND GEFRAGT Manche Veränderungen werden schnell gehen, andere dauern länger – etwa dann, wenn Strukturen von Grund auf geändert und Mitarbeitende neu geschult werden müssen. Da jedes Projekt und jeder Partner anders sind, gibt es nicht den einen richtigen Weg zur Bekämpfung von sexualisierter Ausbeutung und Gewalt. Vielmehr sind Sensibilität, Kreativität und Flexibilität bei der Konzeptgestaltung gefragt. Organisationen aus Nord und Süd sollten eng zusammenarbeiten, um sich auf gemeinsame Präventions- und Schutzkonzepte zu einigen. Dabei gilt es insbesondere, die jeweilige Organisationskultur in den Blick nehmen. Gibt es in Organisationen oder vor Ort ein Umfeld, das Übergriffe, Ausbeutung und Gewalt begünstigt? Welche Machtgefälle gibt es und wie wird mit ihnen umgegangen? Wie schaffen wir ein Miteinander, das von Offenheit und Vertrauen geprägt ist? Zum aktiven Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört, dass jeder aufgedeckte Vorfall mit besonderer Rücksicht auf die Betroffenen untersucht und eine angemessene Sanktion verhängt wird. Im Einzelnen hängt diese von der Schwere der Tat ab. Sie kann von einer Verwarnung über eine Kündigung bis hin zur Strafanzeige und Weiterleitung an die Justiz reichen. Da sexualisierte Gewalt tabuisiert wird, müssen NRO diese Thematik immer wieder aktiv aufgreifen. Sie müssen ihre Mitarbeitenden für Risikosituationen sensibilisieren und sie zu Anwält_innen gegen Ausbeutung und Gewalt ausbilden. So helfen sie, Täter und Täterinnen abzuschrecken und die Menschen besser zu schützen, die Unterstützung brauchen. _ MITGLIEDERVERSAMMLUNG Die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft für die Demokratie spielte auf der Mitgliederversammlung am 11. Dezember 2018 eine zentrale Rolle. Zu Diskussionen gab ein aktueller Beschluss des CDU-Parteitages Anlass. Darin war wenige Tage zuvor gefordert worden, die Gemeinnützigkeit der Deutschen Umwelthilfe zu überprüfen. Die Mitgliedsorganisationen von VENRO bezeichneten diesen Versuch politischer Einflussnahme als gefährlichen Präzedenzfall. Sie sprachen sich in einer gemeinsamen Erklärung entschieden dagegen aus, dass Parteien auf Finanzämter politischen Druck mit dem Ziel ausüben, die Gemeinnützigkeit einzelner Organisationen in Frage zu stellen. Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung von Leitlinien für entwicklungspolitische Projekt- und Programmarbeit. Sie beschreiben das gemeinsame Qualitätsverständnis für eine gute entwicklungspolitische Praxis. Alle Mitgliedsorganisationen von VENRO sind verpflichtet, ihre Projekt- und Programmarbeit im globalen Süden an ihnen auszurichten. Für einen besseren Schutz vor sexueller Ausbeutung und Gewalt beschloss die Mitgliederversammlung zudem eine Ergänzung des Verhaltenskodex »Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle«. Eine vom Vorstand eingesetzte Arbeitsgruppe hatte neue Standards erarbeitet, nachdem Medienberichte sexualisierte Ausbeutung und Gewalt in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe aufgedeckt hatten. Lesen Sie dazu mehr auf Seite 14. Neben einem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr standen Nachwahlen für den Vorstand auf der Tagesordnung. Dr. Luise Steinwachs von Brot für die Welt wurde mit großer Mehrheit zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sie folgte auf Dr. Inez Kipfer-Didavi von Handicap International e. V., die ihre Arbeit bei VENRO als Vorstandsmitglied fortsetzen wird. 15 VORSTAND V. l. n. r.: Dr. Bernd Bornhorst, Albert Eiden, Maike Röttger, Dr. Luise Steinwachs, Christoph Hilligen V. l. n. r.: Angela Bähr, Chris Boppel, Dr. Inez Kipfer-Didavi, Mathias Mogge, Martina Schaub VORSITZENDER Dr. Bernd Bornhorst Misereor Moritz Böttcher Persönlicher Referent, Misereor STELLVERTRETERINNEN UND STELLVERTRETER Albert Eiden Kindernothilfe SCHATZMEISTER Christoph Hilligen World Vision International VORSTANDSMITGLIEDER Angela Bähr Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Chris Boppel Eine Welt Netz NRW Dr. Inez Kipfer-Didavi Handicap International Mathias Mogge Welthungerhilfe Martina Schaub Südwind 16 Maike Röttger Plan International Deutschland Dr. Luise Steinwachs Brot für die Welt GREMIEN UND MANDATE CONCORD – EUROPÄISCHER DACHVERBAND DER ENTWICKLUNGSPOLITISCHEN UND HUMANITÄREN NRO GENERALVERSAMMLUNG Mathias Mogge Vorstandsmitglied von VENRO Dr. Pedro Morazán SÜDWIND GENDER REFERENCE GROUP Gian Marco Grindatto Deutsche Stiftung Weltbevölkerung HUB 1: ARBEITSBEREICH NACHHALTIGE ENTWICKLUNG UND KOHÄRENZ Daniel Jüttner Brot für die Welt Andrea Sonntag Welthungerhilfe Dr. Bernhard Walter Brot für die Welt HUB 2: ARBEITSBEREICH ENTWICKLUNGSFINANZIERUNG Dr. Pedro Morazán SÜDWIND HUB 3: ARBEITSBEREICH STÄRKUNG DER ROLLE DER ZIVILGESELLSCHAFT Dr. Hildegard Hagemann Justitia et pax Gian Marco Grindatto Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Maria Groenewald Plan International Christine Meissler Brot für die Welt Steffie Neyens Deutsche Stiftung Weltbevölkerung Annette Wulf Welthungerhilfe HUB 4: ARBEITSBEREICH GLOBALES LERNEN UND ZIVILGESELLSCHAFTLICHE BETEILIGUNG Monika Dülge Eine Welt Netz NRW 17 Stand 10. Mai 2019 MANDATE AG LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG DES FORUMS UMWELT UND ENTWICKLUNG SOWIE DES AK WELTERNÄHRUNG Dr. Bernhard Walter Brot für die Welt Vertretung: Dr. Heinz Peters Welthungerhilfe BMWI-ARBEITSKREIS ZU DEN OECD-LEITSÄTZEN FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN Cornelia Heydenreich Germanwatch NATIONALE PLATTFORM WELTAKTIONSPROGRAMM »BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG« Chris Boppel Vorstandsmitglied von VENRO STEUERUNGSGRUPPE NATIONALER AKTIONSPLAN DER UN-LEITPRINZIPIEN WIRTSCHAFT UND MENSCHENRECHTE Armin Paasch Misereor VERTRETUNG VON VENRO IM BEREICH »SHRINKING SPACE« Christine Meissler Brot für die Welt Vertretung: Jonas Wipfler Misereor VERTRETUNG VON VENRO IM BEREICH HANDEL UND INVESTITIONEN Tobias Reichert Germanwatch SCHIEDSSTELLE Vorsitzender: Kurt Bangert Stellvertretender Vorsitzender: Wilfried Steen Mitglieder: Cay Gabbe, Dr. Jürgen Thiesbonenkamp SPRECHER_INNEN DER ARBEITSGRUPPEN AG AGENDA 2030 N. N. AG HUMANITÄRE HILFE Bettina Rademacher Ärzte der Welt AG BEHINDERUNG UND ENTWICKLUNG Michael Herbst Christoffel-Blindenmission Deutschland Dr. Sonja Weinreich Brot für die Welt Wolfgang Tyderle CARE Deutschland Rüdiger Schöch Plan International Deutschland AG KINDERRECHTE IN DER ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT AG BILDUNG LOKAL-GLOBAL Imke Häusler Kindernothilfe Gundula Büker Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg AG FRAGILE STAATEN Christine Idems Kindernothilfe Lukas Driedger ADRA Deutschland Antje Lüdemann-Dundua World Vision Deutschland AG KLIMAWANDEL UND ENTWICKLUNG Sven Harmeling CARE Deutschland Rixa Schwarz Germanwatch AG KOFINANZIERUNG Barbara Burger-Erlenstedt Kindernothilfe AG GENDER Esther Yungsung Lisa Rüden Plan International Deutschland Anica Heinlein CARE Deutschland AG GESUNDHEIT Antonia Braus Tierärzte ohne Grenzen Fiona Uellendahl World Vision Deutschland AG GLOBALE STRUKTURPOLITIK Tobias Hauschild Oxfam Deutschland Dr. Klaus Schilder MISEREOR www.venro.org/themen 18 Judy Müller-Goldenstedt Kindernothilfe Stand 10. Mai 2019 Ralf Tepel Karl Kübel Stiftung AG TRANSPARENZ Andreas Lohmann Misereor Annette Wächter-Schneider Malteser International AG WIRKUNGSORIENTIERUNG Kirsten Wienberg medica mondiale Thomas Reinhardt Brot für die Welt IHRE ANSPRECHPARTNER_INNEN IN DER GESCHÄFTSSTELLE GESCHÄFTSFÜHRUNG Heike Spielmans Geschäftsführerin Tel.: 030/26 39 299-12 h.spielmans@venro.org Orsolya Széher Assistentin der Geschäftsführung Tel.: 030/26 39 299-10 sekretariat@venro.org PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Silvan Rehfeld Referent Onlinekommunikation Tel.: 030/26 39 299-24 s.rehfeld@venro.org Janna Völker Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 030/26 39 299-23 j.voelker@venro.org BEREICH GLOBALE GERECHTIGKEIT UND NACHHALTIGE ENTWICKLUNG BEREICH HUMANITÄRE HILFE, FRIEDEN UND TEILHABE ALLER Bodo von Borries Bereichsleiter Tel.: 030/26 39 299-13 b.borries@venro.org Laura Berger Assistentin Tel.: 030/26 39 299-18 l.berger@venro.org Karoline Krähling Referentin Tel.: 030/26 39 299-28 k.kraehling@venro.org Anke Scheid Referentin Tel.: 030/26 39 299-27 a.scheid@venro.org BEREICH STÄRKUNG DER ZIVILGESELLSCHAFT Jana Rosenboom Bereichsleiterin Anke Kurat Bereichsleiterin Tel.: 030/26 39 299-15 j.rosenboom@venro.org Tel.: 0228/74 82 90-15 a.kurat@venro.org Lukas Goltermann Referent Anne Württemberger Assistentin Tel.: 030/26 39 299-14 l.goltermann@venro.org Tel.: 030/26 39 299-20 a.wuerttemberger@venro.org Lili Krause Referentin Claus Körting Entwicklungspolitischer Berater Tel.: 030/26 39 299-25 l.krause@venro.org Tel.: 030/26 39 299-19 c.koerting@venro.org Jakob Kroneck Referent Dr. Sonja Grigat Referentin Tel.: 030/26 39 299-16 j.kroneck@venro.org Tel.: 030/26 39 299-22 s.grigat@venro.org Daniela Röß Referentin Tel.: 030/26 39 299-21 d.roess@venro.org 19 Stand 10. Mai 2019 Sarah Louis Montgomery Referentin Tel.: 030/26 39 299-17 s.montgomery@venro.org Astrid Müller Referentin Tel.: 0228/748290-10 a.mueller@venro.org Katharina Stahlecker Referentin Tel.: 030/26 39 299-17 k.stahlecker@venro.org BEREICH ORGANISATION, FINANZEN UND PERSONAL Ulf-Eike Laubner Bereichsleiter Tel.: 030/26 39 299-11 u.laubner@venro.org Christina Wendler Assistentin der Geschäftsstelle Tel.: 030/26 39 299-10 c.wendler@venro.org Yevgeniya Boldareva Buchhaltung Tel.: 0228/74 82 90-12 y.boldareva@venro.org Astrid Lohbeck Finanzen und Personal Tel.: 0228/74 82 90-12 a.lohbeck@venro.org Nadine Zimper Fördermittelmanagement Tel.: 0228/74 82 90-10 n.zimper@venro.org JAHRESABSCHLUSS 2018 MITTELHERKUNFT Sonstiges: 71 TEUR (3 %) Mitgliedsbeiträge: 880 TEUR (43 %) 2.033 TEUR Zuschüsse öffentlicher Träger: 966 TEUR (48 %) Zuschüsse privater Träger: 116 TEUR (6 %) 2018 stammten 52 Prozent der Gesamterträge von privaten Trägern. Sie setzten sich zusammen aus Mitgliedsbeiträgen, freiwilligen Beiträgen von Mitgliedsorganisationen, Zuschüssen der Bertelsmann-Stiftung für ein Drittmittelprojekt und sonstigen Erträgen. Unter dieser Position sind weitere Erstattungen und Erträge aus Zinsen und Dividenden zusammengefasst. 48 Prozent der Gesamterträge stammten aus öffentlichen Quellen. Zuwendungsgeber waren 2018 Engagement Global (777 TEUR), die Europäische Kommission (143 TEUR) und das Auswärtige Amt (46 TEUR). MITTELVERWENDUNG Kernhaushalt Drittmittelprojekte Sach- und Bürokosten: 130 TEUR (7 %) Projekt  431 TEUR (22 %) Arbeitsprogramm: 155 TEUR (8 %) Vernetzung, Fortbildung und Diskurs: Projekt zur Erfassung objektiver Wirkungen in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit: 43 TEUR (3 %) Organe: 9 TEUR (1 %) 1.977 TEUR Kooperationen/ Mitgliedschaften: 21 TEUR (1 %) Partnerschaft für Qualität und Wirksamkeit: 331 TEUR (17 %) Öffentlichkeitsarbeit: 47 TEUR (2 %) Koordinierung der dt. Zivilgesellschaft im Rahmen des Globalen Migrationspakts und des GFMD: 49 TEUR (2 %) Personalkosten: 568 TEUR (28 %) Bridge  – Building Global Citizenship 147 TEUR (7 %) Qualität und Innovation 46 TEUR (2 %) VENRO-Kernhaushalt: Der VENRO-Kernhaushalt umfasste die Personal- und Sachaufwendungen für die inhaltlichen und administrativen Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche ohne die Drittmittelprojekte. Dazu gehörten die Personalaufwendungen, die Aufwendungen für die satzungsgemäßen Gremien (Mitgliederversammlung, Vorstand, Arbeitsgruppen, Schiedsstelle), die Aufwendungen für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und des Arbeitsprogramms, die Aufwendungen für den Mitgliedsbeitrag für den europäischen Dachverband CONCORD und die Aufwendungen für Sachmittel für die Geschäftsstelle in Berlin und das Bonner Büro. Drittmittelprojekthaushalte: Jeder Einzelhaushalt umfasste die Personal- und Sachaufwendungen für die Projektmaßnahmen. VERGÜTUNGSSTRUKTUR Die Gehälter der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei VENRO orientieren sich am Vergütungssystem des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) Bund. Die Bruttojahresgehälter setzten sich 2018 zusammen aus den Monatsgehältern, einer Jahressonderzahlung und Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Eingruppierung Geschäftsführung: TVöD 15 Referent/innen: TVöD 12–13 Assistenz/Verwaltung: TVöD 8–11 20 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018 AKTIVSEITE 2018 2017 EUR TEUR A. Anlagevermögen I. Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung II. Finanzanlagen Sonstige Ausleihungen 21.361,71 26 154.145,93 153 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.633,21 444.161,17 21 344 4.425,98 8 625.728,00 552 C. Rechnungsabgrenzungsposten PASSIVSEITE 2018 EUR A. Eigenkapital I. Rücklagen II. Ergebnisvortrag (Stand 1.1.2018) Jahresüberschuss Ergebnisvortrag (Stand 31.12.2018) B. Rückstellungen I. Sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 60.272,17 (Vorjahr: 47 TEUR) II. Sonstige Verbindlichkeiten, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 56.909,12 (Vorjahr: 49 TEUR) davon aus Steuern: € 13.878,02 (Vorjahr: € 11 TEUR) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.163,85 (Vorjahr: 2 TEUR) D. Rechnungsabgrenzungsposten 21 EUR 2017 TEUR 150.345,88 193.646,20 55.966,07 TEUR 150 142 52 249.612,27 399.958,15 194 344 42.000,00 33 60.272,17 47 76.337,68 49 33 47.160,00 79 625.728,00 552 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Die Prüfung des VENRO-Jahresabschlusses 2018 durch die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris Revisions-GmbH, Köln, erfolgte im April 2019 unter freiwilliger Berücksichtigung der handelsrechtlichen Vorschriften. Sie erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk, wonach die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat. AKTIVSEITE A. Anlagevermögen I. Sachanlagen: Es wurden planmäßige Abschreibungen für Geschäfts-, Büro- und EDV-Ausstattung auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. II. Finanzanlagen: Es handelt sich um Anteile bei Oikocredit, Westdeutscher Förderkreis. B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es handelt sich um Forderungen gegenüber Mitgliedern. II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Es handelt sich um Kassenguthaben, um die Guthaben auf Girokonten, auf dem Mietkautionssparbuch bei der Sparkasse KölnBonn und auf dem Sparkonto bei der Paxbank Essen. C. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich um Aufwendungen für 2019, die bereits in 2018 geleistet worden sind. Ergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 1. Erträge a) aus Mitgliedsbeiträgen b) aus Zuweisungen und Zuschüssen c) Spenden A. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2018 insgesamt 400 TEUR. Darin sind Rücklagen in Höhe von 150 TEUR enthalten. Der Jahresüberschuss 2018 beträgt 56 TEUR. Er erhöht den Ergebnisvortrag. B. Rückstellungen II. Sonstige Rückstellungen Es handelt sich um Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, ausstehenden Urlaub, Aufbewahrungskosten, Nebenkosten für die Geschäftsstelle in Berlin, für den Jahresbeitrag an die Berufsgenossenschaft, die Schwerbehindertenabgabe und Rechtsberatungskosten. C. Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verschiedenen Geschäftspartnern, die nach dem Jahreswechsel ausgeglichen werden. II. Sonstige Verbindlichkeiten Es handelt sich um 2018 nicht verausgabte Projektzuschüsse öffentlicher und privater Träger, die nach 2019 übertragen bzw. 2019 zurückgezahlt werden, sowie um Verbindlichkeiten aus Gehaltszahlungen, Sozialversicherung, Lohn- und Kirchensteuer. D. Rechnungsabgrenzungsposten Es handelt sich um Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse für das Jahr 2019. 2018 [EUR] 2017 [EUR] 2.033.368,33 1.966.984,12 880.030,00 792.200,00 1.062.349,27 1.139.691,41 0,00 0,00 d) Kostenerstattungen 54.193,66 593,29 e) Sonstige betriebliche Erträge 35.263,80 31.934,39 f) Zinserträge und Dividenden 2. Personalaufwand 3. Abschreibungen auf Sachanlagen 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22 PASSIVSEITE 1.531,60 2.565,03 –1.267.364,65 –1.243.171,13 –10.971,10 –11.357,58 –699.066,51 –660.836,17 5. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 55.966,07 51.619,24 6. Zuführung zum Ergebnisvortrag 55.966,07 51.619,24 VENRO-MITGLIEDER • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • action medeor ADRA Deutschland Aktion Canchanabury AMICA e. V. Andheri-Hilfe Bonn Apotheker helfen e. V. Apotheker ohne Grenzen e. V. Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland Arbeitsgemeinschaft der Eine-WeltLandesnetzwerke in Deutschland (agl) Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) arche noVa Ärzte der Welt ASW – Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt AT-Verband AWO International Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) BONO-Direkthilfe BORDA e. V. Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Bundesvereinigung Lebenshilfe CARE Deutschland Caritas International Casa Alianza – Kinderhilfe Guatemala CHANGE e. V. ChildFund Deutschland Christliche Initiative Romero Christoffel-Blindenmission Deutschland Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) Das Hunger Projekt DED-Freundeskreis Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen (DESWOS) Deutsche Kommission Justitia et Pax Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge Deutsch-Syrischer Verein e. V. (DSV) DGB-Bildungswerk BUND – Nord-SüdNetz Difäm – Deutsches Institut für Ärztliche Mission Don Bosco Mondo DVV International – Institut für Interna­ tionale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • Eine Welt Netz NRW EIRENE – Internationaler Christlicher Friedensdienst EMA – Euro-Mediterranean Association for Cooperation and Development EPIZ – Entwicklungspolitisches Bildungszentrum Berlin Erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung Evangelische Akademien in Deutschland (EAD) Fairventures Worldwide FIAN Deutschland Forum Fairer Handel FUTURO SÍ Gemeinschaft Sant´Egidio German Doctors German Toilet Organisation Germanwatch Habitat for Humanity Deutschland Handicap International Help – Hilfe zur Selbsthilfe HelpAge Deutschland Hilfe für Afrika e. V.* Hilfswerk der Deutschen Lions Hoffnungszeichen / Sign of Hope humedica Indienhilfe INKOTA-netzwerk Internationaler Bund (IB) Internationaler Hilfsfonds International Justice Mission Deutschland Internationaler Ländlicher Entwicklungsdienst (ILD) Internationaler Verband Westfälischer Kinderdörfer Islamic Relief Deutschland JAM Deutschland Jambo Bukoba Johanniter-Auslandshilfe KAIROS Europa Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie KATE – Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care* Kindernothilfe Kinderrechte Afrika KOLPING International Cooperation e. V. Lateinamerika-Zentrum Lesben- und Schwulenverband (LSVD)* Lichtbrücke Malteser International Marie-Schlei-Verein materra – Stiftung Frau und Gesundheit medica mondiale medico international MISEREOR Mission East Deutschland e. V.* Missionsärztliches Institut Würzburg • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • NETZ Bangladesch Neuapostolische Kirche-karitativ e. V. nph Kinderhilfe Lateinamerika e. V.* Ökumenische Initiative Eine Welt OIKOS EINE WELT Opportunity International Deutschland Ora International Deutschland OroVerde – Die Tropenwaldstiftung Oxfam Deutschland Plan International Deutschland Rhein-Donau-Stiftung SALEM International Samhathi – Hilfe für Indien Save the Children Deutschland Senegalhilfe-Verein Senior Experten Service (SES) Society for International Development Chapter Bonn (SID) SODI – Solidaritätsdienst International SOS-Kinderdörfer weltweit* Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) Stiftung Kinderzukunft Stiftung Nord-Süd-Brücken SÜDWIND – Institut für Ökonomie und Ökumene Susila Dharma – Soziale Dienste Terra Tech Förderprojekte Terre des Femmes terre des hommes Deutschland Tierärzte ohne Grenzen TransFair Verband Entwicklungspolitik Nieder­ sachsen (VEN) Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs (VENROB) W. P. Schmitz-Stiftung WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung Weltfriedensdienst Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee Welthaus Bielefeld Welthungerhilfe Weltladen-Dachverband Weltnotwerk der KAB Deutschlands Werkhof Darmstadt Werkstatt Ökonomie World University Service World Vision Deutschland Zukunftsstiftung Entwicklung bei der GLS Treuhand * Gastmitglied VENRO hat aktuell 138 Mitglieder Stand: Mai 2019 Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bei VENRO. Es gibt eine Reihe guter Gründe für eine Mitgliedschaft, in deren Zentrum unsere gemeinsame Vision einer gerechteren Welt steht: • Sie haben eine Lobby: Im Dachverband machen wir uns dafür stark, dass Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe auf der politischen Agenda nach oben rücken. • Zusammen Steine ins Rollen bringen: Warum alleine eine bessere Welt bauen? In den Arbeitsgruppen des Verbandes findet ein intensiver Austausch zu entwicklungspolitischen und humanitären Themen statt. • Gemeinsam mit einer Stimme: VENRO artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und vertritt sie in der Öffentlichkeit. Wir kommunizieren gezielt, wirksam und strategisch. • Voneinander lernen, miteinander wachsen: VENRO bietet einen Pool an Know-how, von dem alle Seiten profitieren. • Wissen, wo die Entwicklungspolitik steht: VENRO schaut genau hin. Sie werden über die aktuellen entwicklungspolitischen und humanitären Prozesse in Deutschland und Europa auf dem Laufenden gehalten und zum Mitdiskutieren eingeladen. • Sie gewinnen Vertrauen: VENRO legt besonderen Wert auf Transparenz und Qualität. Wir bürgen für die Glaubwürdigkeit unserer Ziele und die Seriosität unserer Mitglieder. Kontaktieren Sie uns bei Fragen zur Mitgliedschaft gerne unter sekretariat@venro.org. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören! IMPRESSUM Herausgeber: Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V. (VENRO) Stresemannstr. 72 10963 Berlin Telefon: 030/2 63 92 99-10 Fax: 030/2 63 92 99-99 E-Mail: sekretariat@venro.org Internet: www.venro.org Redaktion: Silvan Rehfeld, Janna Völker Fotonachweis: Titel, S. 6, 8, 9, 10 unten, 11 oben, 12, 14, 16, 19: Jörg Farys; S. 3, 4, 7: Andi Weiland; S. 4 unten: Jimmy Tran/shutterstock.com; S. 5: Vaude; S. 8 unten: Jan Kulke; S. 9 unten: Adam Jan Figel/shutterstock.com; S. 10 oben: VENRO; S. 11 unten: Sandra Steins/Bundesregierung; S. 12 unten: #unteilbar; S. 12 mitte: Christian Daitche; S. 15: Matthias Jung Lektorat: Silke Pachal Layout: just in print Druck: Druckerei Lokay e. K. Auflage: 1.500 Exemplare Diese Broschüre wurde klimaneutral mit Druckfarben auf Basis nachwachsen­ der Rohstoffe auf 100 % Recyclingpapier gedruckt. Nachdruck nur mit Genehmigung des Herausgebers Berlin, Juni 2019 VENRO ist der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Deutschland. Der Verband wurde im Jahr 1995 gegründet. Ihm gehören aktuell rund 140 Organisationen an. Sie kommen aus der privaten und kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der humanitären Hilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Das zentrale Ziel von VENRO ist die gerechte Gestaltung der Globalisierung, insbesondere die Überwindung der weltweiten Armut. Der Verband setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen ein. VENRO • vertritt die Interessen der entwicklungspolitischen und humanitären NRO gegenüber der Politik • stärkt die Rolle von NRO und Zivilgesellschaft in der Entwicklungspolitik und der humanitären Hilfe • vertritt die Interessen der Entwicklungsländer und armer Bevölkerungsgruppen • schärft das öffentliche Bewusstsein für entwicklungspolitische und humanitäre Themen VENRO – Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen www.venro.org
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