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Full text: Energieeffiziente Dienstleistungen von Stadtwerken als Beitrag zum kommunalen Klimaschutz / Hackfort, Sarah (Rights reserved)

IZT‐Text 2‐2017 Energieeffiziente Dienstleistungen von Stadtwerken als Beitrag zum kommunalen Klimaschutz Kurzstudie IZT‐Text 2‐2017 Energieeffiziente Dienstleistungen von Stadtwerken als Beitrag zum kommunalen Klimaschutz Kurzstudie Melanie Degel Dr. Sarah Hackfort Berlin, 24. November 2017 Das dieser Studie zugrunde liegende Vorhaben wurde mit den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“ unter dem Förderkenn‐ zeichen FKZ 02K11Y000 gefördert. © 2017 IZT ‐ Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek Die deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar. ISBN 978‐3‐941374‐33‐1 Herausgeber: IZT ‐ Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH, Schopenhauerstr. 26, 14129 Berlin Tel.: 030‐803088‐0, Fax: 030‐803088‐88, E‐Mail: info@izt.de Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung .......................................................................................................................... 4 2 Untersuchungsgegenstand und Methodik ......................................................................... 6 3 Energie‐ und klimaschutzbezogene Dienstleistungen ......................................................... 9 4 Energiedienstleistungen von Stadtwerken ....................................................................... 11 5 Exemplarische Analyse von innovativen Stadtwerken ..................................................... 15 6 Fazit ................................................................................................................................ 20 7 Literaturverzeichnis ......................................................................................................... 21 8 Anhang ............................................................................................................................ 23 1 EINLEITUNG 1 Einleitung Die Stadtwerke sind zentrale Akteure bei der Umsetzung der Energiewende in den Städten und Kom‐ munen. Ihre Kompetenzen bei der Strom‐ und Wärmeversorgung sind gefragt, um neue emissionsfreie und ‐arme Versorgungkonzepte zu entwickeln. Stadtwerke sind wichtige Investoren, sie sind zudem Entwickler und Anbieter von neuen Dienstleistungsangeboten. Allerdings ist es aus Sicht der Unter‐ nehmen nach wie vor eine große Herausforderung gleichzeitig wirtschaftliche Geschäftsmodelle zu erarbeiten und erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen (Niemann 2012). Wurde lange da‐ von ausgegangen, dass Stadtwerke von der Energiewende quasi automatisch profitieren, zeigte sich mit der Zeit, dass dies nicht notwendigerweise der Fall ist. Vielmehr bedeutete der damit einherge‐ hende energiewirtschaftliche Strukturwandel für die kommunalen Versorger große Herausforderun‐ gen und wirtschaftliche Risiken. Die kommunalen Energieversorger haben bisher noch sehr wenig in‐ vestiert in die neu entstandenen Geschäftsfelder (Bruckner 2017). Vor diesem Hintergrund beleuchtet die vorliegende Studie den Umgang von Stadtwerken mit diesen Herausforderungen und die Bedeu‐ tung von Energieeffizienzdienstleistungen. Stadtwerke sind kommunale Unternehmen, die Dienstleistungen und Güter für die Daseinsvorsorge bereitstellen. Rein rechtlich wird der Begriff Versorgungsbetriebe verwendet. Diese können ein Eigen‐ betrieb oder ein Regiebetrieb der Kommune sein. In Abhängigkeit von der Betriebsgröße werden Stadtwerke in der Regel mit der Rechtsform Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haf‐ tung betrieben. Ihre Aufgaben sind vielfältig, als Standardaufgabe nehmen Stadtwerke meistens die Strom‐ und Gasversorgung wahr. Einige Betriebe verfügen über eigene Erzeugungsanlagen. Viele agie‐ ren auch nur als reiner Vertrieb. Neben Strom und Gas bieten die Betriebe oft auch Nah‐ und Fern‐ wärme an. Hinzu kommen die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie der Betrieb des da‐ zugehörigen Rohrleitungsnetzes der Gemeinde (MINILEX 2017). Die wichtigsten Geschäftsbereiche von Stadtwerken sind der Vertrieb von Gas und Strom sowie der Netzbetrieb in diesen Bereichen. Hinzu kommen der Vertrieb von Wärme sowie Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (siehe Abbildung 1). Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 67 Stadtwer‐ ken nach ihren wichtigsten Geschäftsbereichen. Neben den klassischen Produkten haben die Stadt‐ werke als Erzeuger und Anbieter von erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle übernommen. Zusätz‐ lich zur Stromerzeugung ist auch der Bereich Energiedienstleistungen ein relevanter neuer Geschäfts‐ bereich. 4 1 EINLEITUNG Abbildung 1: Die wichtigsten Geschäftsbereiche von Stadtwerken für den Unternehmenserfolg (Quelle: eigene Darstellung, angelehnt an Schlüter und Rottmann 2017: 12) In ihrem Energiekonzept formuliert die Bundesregierung das Ziel, den Primärenergieverbrauch von 2010 bis 2050 zu halbieren. Zur Zielerreichung ist auch die Senkung des Energieverbrauchs durch mehr Energieeffizienz wesentlich. Damit kommunale Energieversorgungsunternehmen einen langfristigen Beitrag leisten können, müssen die Geschäftsmodelle der Energieversorger neu gestaltet und erweitert werden (Seefeldt et al. 2016). Bisher galt es, möglichst viel Energie zu verkaufen, doch nun werden Stadtwerke von reinen Energieproduzenten und ‐verkäufern zu Dienstleistern, deren Gewinne zumin‐ dest teilweise auch mit eingesparten Kilowattstunden erzielt werden können. Treiber hierfür ist die gestiegene dezentrale Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, Energiekonsumenten können heute gleichzeitig Energieproduzenten sein (so genannte Prosumer). Demzufolge ändern sich die Wün‐ sche und Bedürfnisse der KundInnen und die Stadtwerke sind gefordert, neue Dienstleistungen zu ent‐ wickeln. Hinzu kommen die Herausforderungen einer wachsenden Digitalisierung in der Energiewirt‐ schaft, die aber gleichzeitig neue Dienstleistungsangebote oft erst ermöglicht (PWC 2017). Aktuell haben viele Stadtwerke bereits ein breites Dienstleistungsangebot, sie bieten Beratungs‐ und Informations‐, Energieaudit‐ und Energiemanagement‐ sowie Energie‐Contractingangebote1 an je‐ weils im Privat‐ und GeschäftskundInnenbereich. Darüber hinaus sind vereinzelt innovative Angebote, wie virtuelle Kraftwerke und Lastmanagementdienstleistungen am Markt verfügbar. Stadtwerke kön‐ nen durch Bündelungen Marktzugang für Dritte anbieten, wie z.B. zum Regelenergiemarkt, der sonst nicht nutzbar wäre (Seefeldt et al. 2016). ––– 1 Energie‐Contracting ist ein Energiedienstleistungsprodukt zur Verbesserung der Energie‐ und Kosteneffizienz von Gebäuden oder Betrieben. Ein externer Dienstleister erbringt Maßnahmen (in den Bereichen Planung, Bau, Betrieb, Instandsetzung, Optimierung, Beschaffung, Finanzierung) übernimmt technische und wirtschaftliche Risiken und garantiert Kosten und Er‐ gebnisse für die KundInnen (vgl. BfEE 2017: 6) 5 2 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND UND METHODIK 2 Untersuchungsgegenstand und Methodik Den Untersuchungsschwerpunkt der vorliegenden Studie bilden Stadtwerke als Anbieter von Energie‐ effizienzdienstleistungen mit folgenden zentralen Untersuchungsfragen:      Welche Energiedienstleistungen werden von den Stadtwerken aktuell angeboten? Welche Zielgruppen (PrivatkundInnen, Gewerbe‐ und IndustriekundInnen) werden adressiert? Können neue innovative Dienstleistungen, Geschäfts‐ und Finanzierungsmodelle identifiziert werden, die über die bereits vorhandenen Dienstleistungen hinausgehen? Mit welchen Partnern arbeiten Stadtwerke bei der Dienstleistungserbringung zusammen? Wurden die Dienstleistungen an kommunale Gegebenheiten angepasst? Basis der Untersuchung bildet eine Recherche des Dienstleistungsangebots von ausgesuchten Stadt‐ werken, begleitet von einer Literaturrecherche. Ferner wurden einige exemplarische qualitative Leit‐ faden‐Interviews mit RepräsentantInnen verschiedener Stadtwerke und Verbünde geführt. Die unter‐ suchten Stadtwerke wurden nach drei Kriterien ausgewählt:    Großstadt mit mehr als 300.000 Einwohnern Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF Innovatives Angebot von Energiedienstleistungen Ausgewählt wurden alle Großstädte mit mehr als 300.000 Einwohnern, also 22 von insgesamt 79 Groß‐ städten Deutschlands (> 100.000 Einwohner). Weiterhin wurden 18 Stadtwerke mit besonders inno‐ vativen Dienstleistungen (bis auf Essen nur Städte mit weniger als 100.000 Einwohnern) ausgewählt. Zusätzlich wurden noch zwei Stadtwerkeverbünde ausgewählt. Diese Auswahl enthält alle fünf Wett‐ bewerbsstädte aus dem Wettbewerb „Energieeffiziente Stadt“ vom BMBF. Das Ergebnis aller ausge‐ wählten Stadtwerke zeigt Tabelle 1. Tabelle 1: Ausgewählte Stadtwerke für diese Studie (Eigene Darstellung) Stadt Name Stadtwerk Merkmalsausprägung Großstadt >300.000 Einwoh‐ ner 6 1 Berlin Berliner Stadtwerke GmbH 3.520.031 2 Hamburg Hamburg Energie GmbH 1.787.408 3 München SWM Stadtwerke Mün‐ chen GmbH 1.450.381 4 Köln RheinEnergie AG 1.060.582 5 Frankfurt am Main Mainova AG 732.688 Wettbewerbs‐ stadt Stadtwerk mit in‐ novativen Ener‐ giedienstleistun‐ gen 2 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND UND METHODIK 6 Stuttgart Stadtwerke Stuttgart GmbH 623.738 Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF 7 Düsseldorf SWD Stadtwerke Düssel‐ dorf AG 612.178 8 Dortmund DSW21 Dortmunder Stadtwerke AG 586.181 9 Essen Stadtwerke Essen AG 582.624 10 Leipzig Stadtwerke Leipzig GmbH 560.472 11 Bremen SWB Stadtwerke Bremen AG 557.464 12 Dresden DREWAG Stadtwerke Dresden AG 543.825 13 Hannover Enercity Stadtwerke Hannover AG 532.163 14 Nürnberg N‐ERGIE AG 509.975 15 Duisburg Stadtwerke Duisburg AG 491.231 16 Bochum Stadtwerke Bochum GmbH 364.742 17 Wuppertal WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH 350.046 18 Bielefeld Stadtwerke Bielefeld GmbH 333.090 19 Bonn SWB Stadtwerke Bonn GmbH 318.809 20 Münster Stadtwerke Münster GmbH 310.039 21 Karlsruhe Stadtwerke Karlsruhe GmbH 307.755 22 Mannheim MVV Energie AG 305.780 23 Magdeburg SWM Magdeburg ‐ Städ‐ tische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF 24 Wolfhagen Stadtwerke Wolfhagen GmbH Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF Innovatives Angebot 7 2 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND UND METHODIK 25 Delitzsch SWD Stadtwerke Delitz‐ sch GmbH 26 Aachen STAWAG Stadtwerke Aachen AG Innovatives Angebot 27 Freiburg im Breisgau Badenova AG & Co. KG Innovatives Angebot 28 Trier SWT Stadtwerke Trier GmbH Innovatives Angebot 29 Speyer SWS Stadtwerke Speyer GmbH Innovatives Angebot 30 Bretten Stadtwerke Bretten GmbH Innovatives Angebot 31 Jena‐ Pößneck Stadtwerke Energie Jena‐Pößneck GmbH Innovatives Angebot 32 Tübingen SWT Stadtwerke Tübin‐ gen GmbH Innovatives Angebot 33 Fürth Infrafürth GmbH Innovatives Angebot 34 Rottenburg am Neckar SWR Stadtwerke Rotten‐ burg am Neckar GmbH Innovatives Angebot 35 Flensburg Stadtwerke Flensburg GmbH Innovatives Angebot 36 Schönau EWS Elektrizitätswerke Schönau eG Innovatives Angebot 37 Remscheid SR Stadtwerke Rem‐ scheid GmbH Innovatives Angebot 38 Haßfurt Stadtwerk Haßfurt GmbH Innovatives Angebot 39 Friedberg (Hessen) SWFB Stadtwerke Fried‐ berg (Hessen) Innovatives Angebot 40 Schwäbisch‐ Hall Stadtwerke Schwäbisch‐ Hall GmbH Innovatives Angebot Stadtwerkeverbunde   8 SUN Stadtwerke Union Nordhessen GmbH & Co. KG Stadtwerkeverbund Trianel GmbH Aachen Wettbewerbsstadt „Energieeffiziente Stadt“ BMBF Innovatives Angebot 3 ENERGIE‐ UND KLIMASCHUTZBEZOGENE DIENSTLEISTUNGEN 3 Energie‐ und klimaschutzbezogene Dienstleistungen Dienstleistungen nehmen eine immer zentralere Rolle in modernen Gesellschaften ein. Neben den personenbezogenen Dienstleistungen gewinnen komplexe technik‐ und produktbezogene, wissensin‐ tensive Dienstleistungen und IT‐basierte Dienstleistungen sowie Dienstleistungssysteme für Infra‐ strukturleistungen an Bedeutung. Die „klassische“ Trennung in Sachgüter und Dienstleistungen ist nicht mehr zeitgemäß, beide verschmelzen zu hybriden Produkten, die den KundInnennutzen in den Vordergrund stellen. Indem KundInnennutzen und Lösungsorientierung in das Zentrum gerückt wer‐ den, relativiert sich die Unterscheidung in Produkt und Dienstleistungen. Diese Sichtweise spiegelt ein breites und den gesellschaftlichen Bedarfen angepasstes Innovations‐ und Dienstleistungsverständnis wieder. Diese Dienstleistungssysteme, oder auch hybdride Leistungsbündel genannt, bündeln Anbie‐ ter, Unternehmen und Organisationen über Branchen hinweg und beziehen KundInnen und NutzerIn‐ nen als Co‐Produzent aktiv in den Leistungserstellungsprozess ein (BMBF 2014a). Bei Dienstleistungen steht nicht mehr der Tauschwert eines Produktes im Vordergrund, sondern der Gebrauchs‐ oder Nutz‐ wert, den ein (hybrides) Produkt oder eine Dienstleistung bewirkt (Oertel und Zühlke‐Robinet 2016). Diese Entwicklungen werden befördert durch die rasante Digitalisierung. Mit dem immer größer wer‐ denden Angebot auch an digitalen Dienstleistungen entstehen neue Berufe, andere verändern sich oder fallen ganz weg. Technologien wie Sharing‐Plattformen oder das Mobile Payment eröffnen neue Dienstleistungsoptionen auf Basis neuer Geschäftsmodelle. Galten Dienstleistungen lange als technik‐ fern, nicht rationalisierbar und nur geringe Produktivitätsfortschritte versprechend, werden sie spä‐ testens seit der Berücksichtigung in der Hightech‐Strategie der Bundesregierung (BMBF 2014b) als Triebkräfte von Innovationen eingeschätzt. Damit kommt ihnen bei Klimaschutz und beim effizienten Umgang mit Energie einschließlich der Positionierung von „Klima und Energie“ als Zukunftsmarkt hohe Bedeutung zu. Dahinterliegende Treiber sind zum Beispiel neue Technologien, veränderte gesellschaft‐ liche Bedürfnisse, sozioökonomische Probleme, neue sowie veränderte Lebenslagen und Konsumstile (Oertel und Zühlke‐Robinet 2016). Mittels „Service Engineering“, einem den Technik‐ und Ingenieurs‐ wissenschaften angelehnten methodischen Konzept, werden Dienstleistungen inzwischen ebenso sys‐ tematisch entwickelt. NutzerInnenintegration und KundInnensicht spielen dabei eine immer stärkere Rolle (mehr dazu siehe Kapitel 5). Für den Energiebereich haben Dienstleistungen eine große Bedeutung. Welches Potenzial die Verzah‐ nung von Energie‐ und Dienstleistungsforschung bietet, hat auch die Bundesregierung erkannt und entsprechende Forschungsförderstrategien aufgelegt (etwa im Rahmen des BMBF‐Forschungspro‐ gramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ aus dem Jahr 2014 oder den verschiedenen Fördermaßnahmen des BMWi und des BMBF für die Energiewende). Auch in der „Hightech‐Strategie“ der Bundesregierung des Jahres 2006 sowie in der seit 2010 modifiziert wei‐ tergeführten Hightech‐Strategie wird diese bedeutende Rolle der Dienstleistungen für das Innovati‐ onsgeschehen unterstrichen. Dienstleistungen sind mittlerweile systematischer Bestandteil jeglicher wirtschaftlichen Aktivität geworden. Traditionelle Geschäftsmodelle in der Energiewirtschaft sind im Umbruch, alte Geschäftsmodelle werden durch neue ergänzt oder ersetzt. Die Energiewende bewegt Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber gleichermaßen, sich neue Geschäftsfelder zu er‐ schließen. So bestimmen zunehmend verschiedenste, teilweise auch gebündelte Energiedienstleistun‐ gen im Bereich der Energieerzeugung, Verteilung/Bereitstellung oder der Energieeffizienz die Unter‐ nehmens‐Portfolios. Energie‐Contracting, Energie‐Beratung, Mieterstrom‐Solaranlagen, Anlagen‐ Wartung oder Repowering sind nur einige dieser Dienstleistungen. Gerade im Energiebereich zeigt sich 9 3 ENERGIE‐ UND KLIMASCHUTZBEZOGENE DIENSTLEISTUNGEN ein Akteurswandel, indem aus Stromkonsumenten gleichzeitig Stromproduzenten werden (Prosumer). Neue Technologien, damit verknüpfte (Handwerks‐)Dienstleistungen und passende Finanzierungs‐ möglichkeiten erlauben diesen Wandel. Auch der Einsatz intelligenter Messsysteme, die Regelung der zulässigen Datenkommunikation zur Gewährleistung von Datenschutz und Datensicherheit in moder‐ nen Energienetzen sowie die Regelung des Betriebs von Messstellen bringt neue Dienstleistungen und hybride Leistungsbündel (Smart Services) hervor. Hier können sich mit Blick auf die Digitalisierung neue Zielkonflikte oder Risiken ergeben. Denn bestimmend für die zukünftige Entwicklung werden in dem Zusammenhang Fragen von Verbraucherakzeptanz, Sicherheit und Datenschutz sein. Dienstleistungen lassen sich – genauso wie Sachgüter und Software – systematisch entwickeln. Dies ist ein zentrales Ergebnis der Dienstleistungsforschung der Bundesregierung, das unter dem Stichwort „Service Engineering“ bekannt ist. Dabei steht Service Engineering für die Entwicklung und Gestaltung von Dienstleistungen unter Zuhilfenahme geeigneter Verfahren, Methoden und Werkzeuge. Der Nut‐ zen von „Service Engineering“ liegt in der ganzheitlichen und systematischen Konzeption konkreter Dienstleistungsangebote. So können Innovationen befördert, Kosten reduziert und Umsetzungschan‐ cen gesteigert werden. Dies wurde in zahlreichen Forschungs‐ und Umsetzungsprojekten insbeson‐ dere bei Unternehmen unterschiedlicher Größenklassen bestätigt. Für diese Studie wurden Stadt‐ werke gefragt, wie sie ihre Dienstleistungen im Energiebereich entwickeln, die Antworten sind unter‐ schiedlich. 10 4 ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN VON STADTWERKEN 4 Energiedienstleistungen von Stadtwerken Die neuen Rahmenbedingungen der Energiewirtschaft, wie Energiewende, Marktreformen, regulato‐ rische Änderungen und Verbraucherverhalten stellen auch die Stadtwerke vor Herausforderungen (EY 2016). Die Veränderungen im Energiemarkt werden u.a. durch neue Geschäftsfelder deutlich. Eine Be‐ fragung von 67 Stadtwerken nach ihren mittelfristigen Investitionsabsichten zeigte hohe Prioritäten bei Dezentralität, erneuerbaren Energien und bei den Energiedienstleistungen. Neben der Energiepro‐ duktion stellen Dienstleistungen demzufolge einen zentralen Innovationsbereich dieser Stadtwerke dar. Abbildung 2: Neue Geschäftsfelder von Stadtwerken (Quelle: eigene Darstellung, angelehnt an Schlüter und Rott‐ mann 2017: 16) Zur Energiewende gehören neben der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien auch Maßnahmen zur Energieeinsparung, Energieeffizienz und zur energetischen Gebäudesanierung (Lange 2016: 46). Stadtwerke sind mit ihren Verteilnetzen, Vertriebsaktivitäten und ihrer Expertise bei den Produkten Strom, Gas und Wärme wichtige Schlüsselakteure2 (DUH 2013). Kommunale Energie‐ versorger sind entscheidend bei der erfolgreichen Umsetzung vielversprechender Energieeffizienz‐ Maßnahmen beteiligt, wie z.B. bei der verstärkten Nutzung von KWK‐Anlagen und dem Ausbau der Nahwärmenetze sowie bei der Verbreitung von Elektromobilität. Hier haben kommunale Versorger aufgrund ihrer direkten langjährigen KundInnenbeziehungen, und ihrem direktem Regionalbezug ––– 2 Neben den bereits bestehenden Stadtwerken kam es in den Jahren 2005‐2012 zu zahlreichen Stadtwerkeneugründungen (mehr als 70 Stadtwerke bis Ende 2012). Da in vielen Kommunen die Konzessionsverträge ausliefen, war mit der Neuvergabe oftmals eine Diskussion über eine mögliche (Re)Kommunalisierung der Energieversorgung verbunden. Wenn in der entspre‐ chenden Stadt bzw. Gemeinde bis dahin kein Stadtwerk existierte, war die Konzessionsvergabe ein gut geeigneter Zeitpunkt zur Gründung (Berlo und Wagner 2013). 11 4 ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN VON STADTWERKEN große Vorteile bei der Umsetzung (Lange 2016: 61ff). Sie arbeiten oftmals bereits eng mit den Kom‐ munen bei der Versorgung von Liegenschaften, Quartieren oder den Verkehrsbetrieben zusammen. Ein Problem besteht allerdings darin, dass Energieeffienzmaßnahmen zwar zu sinkenden Emissionen führen und sich sehr gut für den Klimaschutz eignen, aber sich gleichzeitig häufig negativ auf die De‐ ckungsbeiträge der Stadtwerke auswirken (Niemann 2012). Der bisherige Energieeffizienzmarkt um‐ fasst vor allem Dienstleistungen und Produkte, die bei den EndkundInnen im Vergleich zum Status quo weniger Energieeinsatz für den gleichen Nutzen (Output) erfordern. Insgesamt gibt es im Dienstleis‐ tungsmarkt von kommunalen Energieversorgern kaum wirtschaftlich eigenständige Produkte. Nur Energie‐Contracting‐Dienstleistungen tragen sich fast ausschließlich selbst, alle anderen Produkte sind kombiniert mit den Standardprodukten Strom, Gas und Wärme. Die Dienstleistungen entstehen häufig durch Erweiterung klassischer Effizienzprodukte. Eine Übersicht der Produkte und Dienstleistungen im aktuellen Effizienzmarkt zeigt Abbildung 3 (DENEFF 2017: 23). Dargestellt sind Angebote in vier Sektoren. Abbildung 3: Produkte und Dienstleistungen des Effizienzmarktes innerhalb der Sektoren des Energiemarkts (Quelle: DENEFF 2017: 23) Viele kommunale Energieversorger bieten bereits eine Bandbreite an Energiedienstleistungen für ver‐ schiedene Zielgruppen an. Besonders weit verbreitet sind Energieberatungen, Energieliefer‐Contrac‐ ting und Energiemanagement‐Dienstleistungen inklusive Mieterstrommodelle. Eine Übersicht der angebotenen Energiedienstleistungen für Bereiche Beratung, Management, Ener‐ gie‐Contracting und innovative Produkte für die drei Gruppen private Bürogebäude, öffentliche Hand und Gewerbe, Handel, Dienstleistung (GHD) zeigt Abbildung 4. In allen Bereichen ist die Nachfrage 12 4 ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN VON STADTWERKEN nach Dienstleistungen bei der öffentlichen Hand und im Sektor GHD am höchsten. Innovative Produkte werden stark im öffentlichen Bereich nachgefragt. In allen vier Themenbereichen gibt es zwar auch Dienstleistungen für private Bürogebäude, aber deutlich weniger im Vergleich zu den beiden anderen Zielgruppen. Abbildung 4: Energiedienstleistungsangebote von kommunalen Energieversorgern (Quelle: Seefeldt et al. 2016; Copyright: Verband kommunaler Unternehmen (VKU)/ASEW) Die Dynamikeinschätzungen im innovativen Produktangebot zeigt Abbildung 5. Vielversprechend sind Produkte und Dienstleistungen in Verbindung mit der Digitalisierung, dazu gehören z.B. Online‐Ange‐ bote, wie Messung und Visualisierung von Energieverbrauchsdaten. Aussichtsreich sind Dienstleistun‐ gen im Bereich Lastmanagement, Speicherlösungen, Produkte rund um E‐Mobilität und virtuelle Kraft‐ werke. Viele Themen, wie z.B. Elektromobilität sind für Stadtwerke interessant, weil i.d.R. ein regio‐ naler Fokus gesetzt werden kann. Ein Großteil dieser innovativen Angebote von kommunalen Energie‐ versorgern richtet sich an GeschäftskundInnen. Im Segment HaushaltskundInnen werden bisher eher niedrigschwellige Produkte angeboten, wie Beratungsdienstleistungen. 13 4 ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN VON STADTWERKEN Abbildung 5: Angebotene und geplante Energieeffizienzdienstleistungen in der Gruppe „Innovative Produkte“3 (Quelle: Seefeldt et al. 2016) ––– 3 Anmerkung zur Abbildung 5: VPP=Virtual Powerplant (Virtuelle Kraftwerke), DSM= Demand Side Management. Die Zahlen für das Angebot bei VPP (4%), DSM (10%) und Sonstige (2%) sind aus Platzgründen nicht dargestellt. 14 5 EXEMPLARISCHE ANALYSE VON INNOVATIVEN STADTWERKEN 5 Exemplarische Analyse von innovativen Stadtwerken Im Rahmen dieser Studie wurden per Online‐Recherche die Energie‐Dienstleistungsangebote von 40 Stadtwerken untersucht. Von allen betrachteten Stadtwerken bieten alle Energiedienstleistungen und 26 davon explizit für GeschäftskundInnen. Folgende Stadtwerke bieten Energiedienstleistungen im GeschäftskundInnenbereich an. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. Hamburg Energie GmbH SWM Stadtwerke München GmbH RheinEnergie AG Mainova AG Stadtwerke Stuttgart GmbH SWD Stadtwerke Düsseldorf AG DSW21 Dortmunder Stadtwerke AG Stadtwerke Essen AG Stadtwerke Leipzig GmbH SWB Stadtwerke Bremen Enercity Stadtwerke Hannover AG Nürnberg N‐ERGIE AG Stadtwerke Duisburg AG Stadtwerke Bochum GmbH WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH Stadtwerke Bielefeld GmbH SWB Stadtwerke Bonn GmbH Stadtwerke Karlsruhe GmbH Mannheim MVV Energie AG STAWAG Stadtwerke Aachen Freiburg im Breisgau badenova AG & Co. KG SWS Stadtwerke Speyer GmbH Stadtwerke Bretten GmbH Stadtwerke Energie Jena‐Pößneck GmbH SR Stadtwerke Remscheid GmbH SWD Stadtwerke Delitzsch GmbH Mehr als die Hälfte von diesen 26 Unternehmen bieten auch für ihre PrivatkundInnen Energie‐Dienst‐ leistungen an. Allerdings hat keines der untersuchten Unternehmen ausschließlich Produkte für Pri‐ vatkundInnen. Unter allen betrachteten Stadtwerken gibt es keines, das gar keine Energiedienstleis‐ tungen anbietet. Von den untersuchten Stadtwerken hat die Mainova AG mit 29 Dienstleistungen das umfangreichste Angebot (obwohl diese nicht explizit Energiedienstleistungen auf ihrer Webseite ausweisen). Auch die Stadtwerke Enercity in Hannover bieten mit 16 Dienstleistungen im GeschäftskundInnenbereich ein großes Angebot. Gefolgt von den Stadtwerken SWM in München, die 14 Dienstleistungen ausweisen. Alle übrigen Stadtwerke haben Angebote zwischen einer und elf Dienstleistungen und im Mittel vier Angebote. Am häufigsten in der Gesamtgruppe der 40 Stadtwerke werden Dienstleistungen in den Bereichen Contracting, Energieberatung und Energiemanagement und Energie‐Audit angeboten. Eine exakte Auflistung der Energiedienstleistungen im GeschäftskundInnenbereich aller 26 Stadtwerke be‐ findet sich im Anhang der Studie. 15 5 EXEMPLARISCHE ANALYSE VON INNOVATIVEN STADTWERKEN Im zweiten Teil der exemplarischen Analyse wurden Stadtwerke und Stadtwerkeverbünde nach ihrem Vorgehen bei der Entwicklung und ihren Erfahrungen mit der Umsetzung von Energieeffizienzdienst‐ leistungen befragt. Die Befragungsergebnisse werden im Folgenden dargelegt. Befragt wurden:     Stadtwerke Essen AG (Wettbewerbsstadt), Interview‐Partner: Holger Sparka M.Sc., Vertrieb / Energiedienstleistungen. STAWAG Stadtwerke Aachen AG, Interview‐Partner: Dipl.‐Ing. Benjamin Bornefeld (Projektlei‐ ter) energieeffizienzKONZEPT. Trianel GmbH Aachen (Stadtwerkeverbund), Trianel, Interview‐Partnerin: Dipl.‐Ing. (FH) Chris‐ tina Weiß, Vertriebslösungen Stadtwerke, Energieeffizienz. Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie‐ und Wasserverwendung (ASEW) im Verband kom‐ munaler Unternehmen e.V. (VKU), Interview‐Partner: Samy Gasmi (Leiter Stadtwerke‐Bera‐ tung). Wie entwickeln Stadtwerke ihre Energiedienstleistungen? Stadtwerke beschäftigen entweder einzelne Personen über die verschiedenen Abteilungen hinweg o‐ der ganze Abteilungen und Steuerungsgruppen mit dem Thema Energieeffizienz‐Dienstleistungsent‐ wicklung. Nicht immer gibt es hier konkrete Entwicklungsstrategien einzelner Dienstleistungen, häufig ist die Entwicklung Aufgabe eines Unternehmensbereichs. Grundsätzlich erfolgt die Entwicklung in gro‐ ßen systematischer als in kleinen Unternehmen. Einige große Energieversorger gehen dabei sehr sys‐ tematisch vor. Genutzt werden hierfür konzeptionelle Ansätze (wie etwa das Service Engineering oder das Business Modell CANVAS)4. In solchen Ansätzen wird das Geschäftsmodell unter Berücksichtigung der KundInnen‐Perspektive entwickelt. Zum Einsatz kommen Methoden der Zusammenarbeit mit Marktforschungsinstituten. So werden bei einigen Stadtwerken regelmäßig KundInnenbefragungen, etwa in Form von Fokusgruppen mit ausgewählten GewerbekundInnen, oder KundInnen‐Loyalitäts‐ studien durchgeführt. Abgefragt werden neben dem Bekanntheitsgrad der Marke auch, worauf die KundInnen besonderen Wert legen. So erhalten die Stadtwerke jährlich sozial‐empirische Informatio‐ nen über die Wünsche und Kritik ihrer Kundschaft. Einige Stadtwerke haben Arbeitsgruppen mit anderen Stadtwerken gebildet, in denen Ideen zur Wei‐ terentwicklung gesammelt werden. Eine übergeordnete Entwicklungsstrategie von Energiedienstleis‐ tungen gibt es in den einzelnen Unternehmen aber nicht zwangsläufig. Wie wird dabei mit Dritten zusammen gearbeitet? Viele Stadtwerke kooperieren eng mit einzelnen anderen Stadtwerken oder auch in Form von Verbün‐ den (wie beispielsweise die Trianel GmbH Aachen oder der Verband kommunaler Unternehmen, VKU, oder die Stadtwerke Union Nordhessen, SUN). Dadurch lassen sich die begrenzten Ressourcen der ein‐ zelnen Stadtwerke optimaler und effizienter einsetzen und von den Erfahrungen anderer lernen und diese nutzen. Die Verbände bieten ihren Partnern und Mitgliedern kompetente Beratung und Unter‐ stützung bei der Umsetzung neuer Dienstleistungen in Erzeugung, Vertrieb und Handel. Ein Verbund wie Trianel baut Kooperationen auf, unterstützt sie bei der Suche nach Dienstleistern und darin, Maß‐ ––– 4 Information des BMWi zum Business Model Canvas; http://www.existenzgruender.de/SharedDocs/Downloads/DE/Checklis‐ ten‐Uebersichten/Businessplan/16_Business‐modell‐Canvas.pdf?__blob=publicationFile (letzter Zugriff am 20.09.2017) 16 5 EXEMPLARISCHE ANALYSE VON INNOVATIVEN STADTWERKEN nahmen für die Endkundinnen umzusetzen, er bietet White Label Dienstleistungen an, berät in Strate‐ gie‐Findung oder Akquise und bietet damit eine Art „Rundum‐sorglos‐Service“ für seine Mitglieder. Im Rahmen von Kooperationen lassen sich dann sogenannte Plattform‐Lösungen anbieten, also für die KundInnen gebündelte Dienstleistungen. Grundsätzlich gibt es entsprechend eine Tendenz zu zuneh‐ menden Kooperationen im Dienstleistungsbereich. Denn in Zukunft wird es eine Vielfalt von Produkten und Lösungen geben. Da diese Vielzahl nicht alle Stadtwerke in der Breite bedienen können, liegt eine Zukunftsperspektive der Stadtwerke darin, regionale Plattformen anzubieten, auf denen sie mit Stadt‐ werken und BürgerInnen (z.B. Bürgergenossenschaften) zusammenarbeiten. Zudem kooperieren Stadtwerke mit externen Dienstleistern für bestimmte Aufgaben, z.B. bei der Maß‐ nahmen‐Umsetzung nach oder im Rahmen eines Energie‐Audits oder Energie‐Monitoring. Da fehlen in den Stadtwerken selber mitunter die Ressourcen und/oder spezifischen Spezialkompetenzen. Dazu gehören Betriebe, Innungen oder Kammern aus dem Handwerk. Die Kooperation mit dem Handwerk, z.B. den Schornsteinfegern‐ oder SHK‐Betrieben zur Optimierung der Energieeffizienz, ist wichtig und praktikabel, denn die HandwerkerInnen werden vor Ort von den KundInnen als erste angesprochen. Regionale Handwerksbetriebe profitierten von diesen Kooperationen und schätzen sie. Denn viele Be‐ triebe stehen durch die überregionale Konkurrenz (z.B. durch Anbieter wie Thermondo) wirtschaftlich unter Druck. Ferner ist die Wohnungswirtschaft ein Kooperationspartner, hier gibt es verschiedene Projekte und Programme, z.B. für Nahwärmenetze, die zum Teil auch neue Ansätze darstellen. Die Kooperation vereinfacht viele Abläufe in der alltäglichen Geschäftspraxis, z.B. bei komplett digitalem Stromrechnungsausgleich bei Mieterstrom. Wo liegen Hemmnisse oder Hürden bei der Einführung innovativer Energieeffizienzdienstleistun‐ gen? Hemmnisse oder Hürden für spezielle innovative Dienstleistungen (z.B. Contracting) liegen vor allem im mangelnden Bedarf bzw. in der ausbleibenden Nachfrage. Einige Stadtwerke berichten, dass die Nachfrage der KundInnen nach innovativen Lösungen, wie virtuelle Kraftwerke oder Mini‐Blockheiz‐ kraftwerke, gering ist. So wird angemerkt, dass die KundInnen in Bezug auf Investitionen sehr zurück‐ haltend sind. So wurden geplante Projekte etwa zum virtuellen Kraftwerk nach einem Feldtest mit einigen wenigen Anlagen abgebrochen. Ein Grund scheinen die günstigen Energie‐Preise zu sein, wodurch die Investition in energieeffizientere Technologien in vielen Fällen noch nicht wirtschaftlich ist. Die Wirtschaftlichkeit stellt auch beim Mieterstrom eine Hürde dar. Hier ist nicht nur die Finanzie‐ rung eine Herausforderung, sondern zudem die Komplexität des Themas. Die Wirtschaftlichkeit wird oftmals erst mit harmonischen Mieter‐Gruppen erreicht, die eine kollektive Bereitschaft zum Mitma‐ chen ermöglicht. Mitunter sind Stadtwerke auch strukturell aufgrund von juristisch‐institutionellen Regulierungen be‐ nachteiligt. So werden Energieberatungen von Stadtwerken nicht durch das Bundesamt für Ausfuhr‐ kontrolle (BAFA) gefördert, weil sie als Energieversorgungsunternehmen keine Zulassung erhalten, das betrifft auch Verbundunternehmen wie Trianel. Ab Dezember 2017 tritt eine neue Richtlinie in Kraft über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand in Kraft, die die bisherige von 2015 ersetzt. Damit wird der Energieberaterkreis erweitert und Stadtwerke können zukünftig in der BAFA Liste ge‐ führt werden (BAFA 2017). Insgesamt hat das Thema Energieeffizienzdienstleistungen für Stadtwerke trotz der Debatten um das Voranschreiten der Energiewende eine immer noch geringe Relevanz, da es von den KundInnen nicht 17 5 EXEMPLARISCHE ANALYSE VON INNOVATIVEN STADTWERKEN genug nachgefragt wird. Auch wenn es politisch gewollt ist, fehlen hier bisher günstige Rahmenbedin‐ gungen, um das Thema weiter voranzubringen. Auch gibt es keine entsprechenden Vorgaben oder Verpflichtungen, die förderlich wirken würden. Das zugrundeliegende Geschäftsmodell der meisten Stadtwerke basiert letztlich weiterhin auf den alten Commodities (Strom, Gas und Wärme). Dienstleistungen im Bereich Smart Home & Co. sind vorranging Imagethemen, an die sich „langsam herangetastet“ und experimentiert wird. Aktuell wird damit aber wenig Geld verdient. Am wirtschaftlichsten sind größere Contracting‐Projekte z.B. in Mehrfamilienhäusern, aufgrund von Skaleneffekten. Deshalb basiert die bisherige Praxis darauf, alte und neue Produkte gebündelt anzu‐ bieten, also die klassischen Energieprodukte wie Gas, Strom und Wärme als Basis anzubieten und die KundInnen damit weiterhin an das Unternehmen zu binden. Die neuen Energieeffizienzdienstleistun‐ gen als alleinige Angebote sind in der Regel nicht ausreichend, und werden eher als zusätzlich angebo‐ ten. Energieeffizienz lohnt sich immer noch zu wenig. Auch die Energieeffizienz‐Richtlinien haben hier kei‐ nen positiven Effekt für Stadtwerke gezeigt. Es sind keine neuen Märkte durch geeignete Anreiz‐Me‐ chanismen entstanden. Noch immer passt Energieeffizienz, also die Einsparung von Energie, nicht zum Ziel des klassischen Geschäftsmodells, also dem Verkauf von möglichst viel Energie. Andererseits wer‐ den KundInnen‐Bindungen durch die Unterstützung beim Energiesparen gestärkt. Dies betrifft z.B. das Wärme‐Contracting. Hier verdienen die Stadtwerke am Einbau einer neuen Anlage, während sie z. B. beim Gasabsatz Einnahmen verlieren, was dann aber durch Serviceleistungen kompensiert werden kann. Wo brauchen Sie die Akzeptanz ihrer KundInnen und mit welchen Maßnahmen wird die gewonnen? Auffallend ist, dass das Narrativ Energiewende kaum funktioniert, um Energieeffizienzdienstleistungen und Produkte abzusetzen. Den PrivatkundInnnen ist es zu teuer und KMUs reagieren inzwischen nur noch wenig begeistert auf die ständigen Energieberatungsangebote. Die Akzeptanz ist gering, weil die Einsparungen als zu klein und unbedeutend angesehen werden und der Aufwand nicht lohnend er‐ scheint. Zum Teil wird es sogar als negativ besetzt eingeschätzt, da die Energiewende in den Augen der KundInnen einen Kostentreiber darstellt. Der Stellenwert Energieeinsparung steht kaum an erster Stelle, wichtiger ist den KundInnen Sicherheit und Komfort. Im klassischen Produkt‐Bereich beziehen sich die Stadtwerke deshalb vor allem auf ihre Rolle als „Stadtwerk als Versorger“. Das Narrativ für den Absatz von Energieeffizienzdienstleistungen ist vielmehr, etwas für die Gemein‐ schaft und die Stadt zu tun. Dies schlägt sich auch in den Werbestrategien nieder: So werden Dienst‐ leistungen mitunter an klassische Leistungen und konkret sichtbare und erlebbare gesellschaftliche und soziale Förder‐Projekte gekoppelt (z.B. Tierschutzheime, Kinderschutz‐ oder Sport‐Projekte). Wie beeinflussen die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung (z.B. Industrie 4.0) die Weiterentwick‐ lung von Dienstleistungen? Wo wird aktiv mit KundInnen kooperiert, etwa im Sinne von digitalen Lösungen (Smart Home, Apps, ferngesteuerte Angebote für GeschäftskundInnen wie Energiespei‐ cher etc.)? Die größten Potenziale in der Digitalisierung liegen darin, zunehmend Plattform‐Produkte anbieten zu können. Ferner ist die Blockchain‐Technologie ein Zukunftsthema, da diese es BürgerInnen ermöglicht, auch untereinander Energie zu handeln, ohne dass ein Energieversorger dazwischen steht. Dafür exis‐ tiert aber bisher noch keine regulative Lösung. 18 5 EXEMPLARISCHE ANALYSE VON INNOVATIVEN STADTWERKEN Relevanz hat auch das Thema Industrie 4.0, weil Geräte und Maschinen zunehmend vernetzt werden und so die Waschmaschine mit der Wärmepumpe kommunizieren kann. Hier gibt es Angebote und weitergehende Überlegungen, etwa zu intelligenten Heizungssteuerungen per App. Diese Projekte ha‐ ben aber selten Priorität, vielmehr stabilisieren sie den Absatz von laufenden Produkten. Zudem gibt es weitere Hürden: Beim Thema Smart Metering etwa ist nicht nur der bisher in Deutsch‐ land ausstehende großflächige Rollout eine Hürde. Das größte bisherige Hemmnis dieser Grundlage eines umfassenden Energie‐Monitorings sind die anfallenden Kosten beim Einbau der „intelligenten Zähler“. Mit dem erfolgreichen Rollout und der flächendeckenden Installation digitaler Zähler ist die Hoffnung verbunden, nutzbare Daten ohne großen Aufwand zu erhalten und für die intelligente Ener‐ giesteuerung einzusetzen. Zudem gibt es in Deutschland Akzeptanzprobleme und Vorbehalte mit Blick auf Datenschutzfragen. Eine zunehmende Vernetzung und Datenübertragung wird durchaus kritisch gesehen. So sind berech‐ tigte Ängste vor Überwachung und Missbrauch vorhanden. Dabei lässt sich durchaus das widersprüch‐ liche Phänomen beobachten, dass KundInnen Daten in anderen Zusammenhängen bereitwillig freige‐ ben, etwa z.B. bei der Nutzung sozialer Netzwerke oder bei Streaming‐Diensten, wenn sie einen direk‐ ten Nutzen davon erleben, da sie ein neues Produkt konsumieren oder erwerben. Wo werden die vorrangigen Tätigkeitsfelder im Bereich Energiedienstleistungen gesehen? Energiedienstleistungen sind bereits ein aktuelles Thema und kein Zukunftsthema mehr. Verschiedene innovative Dienstleistungsangebote fangen schon jetzt wegbrechende Margen auf. Allerdings ist es mit dem gegenwärtigen Angebot schwer, mehr als nur KundInnenbindung zu erzielen, wie verschie‐ dene ExpertInnen bestätigten. Idealerweise werden also die neuen Dienstleistungen mit der Energie‐ lieferung gekoppelt, um Margen zu erzielen. Es ist durchaus möglich, dass die Geschäftsmodelle der Stadtwerke in ein paar Jahren nicht mehr viel mit Energielieferung zu tun haben werden. Die Zukunftsfelder für Energieeffizienz sind, neben den klassischen Themen wie Energieberatung und Monitoring, die intelligente Steuerung, das Internet of Things und damit zusammenhängend die Ge‐ bäudeautomation. Zum Beispiel flächendeckend vernetzte Alarmanlagen in Eigentumshäusern, die ef‐ fiziente und optimierte Heizungssteuerung, die Nutzung von aktuellsten Wetterdaten online oder Warnhinweise in den Heizungsanlagen ‐ das ist weitgehend Zukunftsmusik, wird aber als vorstellbares Geschäftsfeld gesehen und könnte zu einem signifikanten Unterscheidungsmerkmal werden. Ferner wird die Umsetzung von Maßnahmen nach einem erfolgten Monitoring als Chance gesehen, mehr Effizienz‐Maßnahmen auch in die effektive Umsetzung zu bekommen. Bisher hapert es hier häu‐ fig. So wird zwar viel Energieberatung durchgeführt, die Unternehmen erhalten Berichte und Maßnah‐ menvorschläge, die Umsetzung stagniert dann jedoch häufig. Denn die Beratung führt nicht zwangs‐ läufig zur Umsetzung, da hier der wirtschaftliche Stellenwert noch zu gering ist. Wenn sich das ändern soll, braucht es einen anderen politischen Rahmen, in Form von Energieeffizienz‐Fonds oder anderen Anreizmechanismen oder auch Verpflichtungen für Stadtwerke. 19 6 FAZIT 6 Fazit Im Folgenden werden die wichtigsten Merkmale und Muster sowie erfolgsentscheidende Kriterien zu‐ sammengefasst. Damit Energiedienstleistungen als Geschäftsmodell erfolgreich sind, müssen einige allgemein ökonomisch grundlegende Erfolgskriterien gegeben sein (Vgl. auch nach Irrek 2012). So sind neben der Analyse von Wettbewerbsvorteilen und der Wirtschaftlichkeit auch eine Risikoanalyse und eine geeignete Marketingstrategie erfolgsentscheidend. Dabei ist im Vorteil, wer KundInnenorientie‐ rung, also die Bedürfnisse und Wünsche der KundInnen, in das Zentrum rückt und auf KundInnenbin‐ dung setzt. Besonders gute Chancen bei der Dienstleistungsentwicklung haben kommunale Akteure bei Produkten mit starkem regionalem Bezug, wie Elektrifizierung von Verkehrsbetrieben oder Nah‐ wärmekonzepten in Quartieren oder öffentlichen Liegenschaften. Es lässt sich festhalten, dass ein Dienstleistungsmarkt von Stadtwerken vorhanden ist, dieser bisher aber vor allem Energie‐Contracting‐, Beratungs‐ und Energiemanagement‐Dienstleistungen umfasst. Das Angebot richtet sich vorwiegend an GeschäftskundInnen, wichtig sind Akteure der öffentlichen Hand und des Gewerbes. Wirtschaftlich allein tragen sich bisher fast ausschließlich Energie‐Contrac‐ ting‐Dienstleistungen; alle anderen werden meist mit den Standard‐Produkten Strom, Gas und Wärme kombiniert. Die größten Potenziale werden in der Kombination von Standard‐Produkten und innova‐ tiven Produkten gesehen. So werden vorhandene Synergien genutzt und Energiedienstleistungen als Teil eines Gesamtpakets angeboten. Perspektivisch sollten sich Stadtwerke auf Angebote konzentrie‐ ren, die die Steigerung der Umwandlungseffizienz zum Ziel haben, also z. B. durch dezentrale Kraft‐ Wärme‐Kopplungsanlagen oder Wärmepumpen (Bruckner 2017: 22). Noch immer ist der Anreiz, aus ökologischen Gründen in Energieeffizienzdienstleistungen zu investie‐ ren gering. Selbst in KMU stagniert die Nachfrage nach effizienten Dienstleistungen, da das Kosten‐ Nutzen‐Verhältnis oftmals zu geringe Anreize bietet. Die Energiekosten sind oft noch zu gering, als dass sich Investitionen in Einsparungen schnell genug amortisieren. Außerdem fördern die Rahmenbedin‐ gungen der Energiewirtschaft die Produktentwicklung noch nicht ausreichend. Einige kleine Stadtwerke nutzen deshalb Verbände oder agieren in Form von Stadtwerkeverbünden (Marktzugang über Dritte). Insbesondere kleinere Stadtwerke sind interessiert, haben aber wenig Res‐ sourcen und arbeiten mit anderen Unternehmen meist auf informeller Ebene zusammen, bezüglich Ideenaustausch und Kooperationen bei den Angeboten. So können sie auf ein Netzwerk zurückgreifen, das ihnen Zugang zu gesammelter Expertise und Know‐how ermöglicht und ihnen zudem erlaubt, ge‐ bündelte und integrierte Angebote im Portfolio aufzunehmen, vergleichbar den im Handwerk gewer‐ keübergreifenden Angeboten etwa der Solaranlagenreinigung, wo Elektrik und Reinigungsgewerbe ge‐ meinsam aktiv werden (Oertel et al. 2016). Es gibt noch immer zu wenig ausgeprägte Anreizstrukturen und zu geringe wirtschaftliche Alternativen zu dem bisher gängigen Geschäftsmodell der Energieversorger, möglichst viel Energie zu verkaufen. Der Markt verfügt deshalb über wenig Dynamik an neuen Produkten. Eine Investition in neue Ge‐ schäftsfelder wirkt sich in der Regel erst mit einer zeitlichen Verzögerung positiv aus. Stadtwerke brau‐ chen also weiterhin einen langen Atem. Sie haben aber aufgrund ihrer Nähe zur Kundschaft einen wichtigen Vorteil gegenüber sehr großen Energieversorgern. Für den langfristigen Erfolg der Energie‐ wende sind Stadtwerke unverzichtbare Partner der Kommunen und Städte bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Integration von Klimaschutz erfordert Maßnahmen, die zur positiven witrschaftlichen Entwicklung von Stadtwerken beitragen. 20 7 LITERATURVERZEICHNIS 7 Literaturverzeichnis Berlo, Kurt und Wagner, Oliver (2013): Stadtwerke‐Neugründungen und Rekommunalisierungen – Energieversorgung in kommunaler Verantwortung. Unter Mitarbeit von Hemsing, David und Baur, Stephan. Hg. v. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Wuppertal . Online verfügbar: https://wupperinst.org/uploads/tx_wupperinst/Stadtwerke_Sondierungsstudie.pdf . Zuletzt geprüft am 12.10.2017. BfEE (Hrsg.). 2017. 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