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XIII. Wasserwerke

Full text: Katalog für die Sonder-Ausstellung der Stadtgemeinde Berlin

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immer auf derselben Höhe hält. Sache des Filterwärters 
ist es, dafür zu sorgen, dass der vorhandene Schwimmer 
stets auf derselben Höhe bleibt. Dieses erreicht er durch 
Oeftnen und Schliessen des in der Wand III befindlichen 
Schiebers. 
Wird ein frisches Filter, dessen Sandoberfläche noch 
vollkommen rein ist, angelassen, dann steht das reine 
Wasser in der Kammer B in derselben Höhe wie das 
schmutzige Wasser im Filter; infolgedessen braucht der 
Schieber in der Wand III nur sehr wenig geöffnet zu 
werden, um das Wasser in Kammer C auf der vorge 
schriebenen Höhe zu halten. Im weiteren Verlaufe der 
Filtration setzen sich nun alle im Wasser enthaltenen Un 
reinigkeiten auf der Sandoberfläche ab und bilden einen 
immer dichter werdenden Teppich, welcher dem durch 
sickernden Wasser einen gewissen Widerstand entgegen 
setzt und dadurch eine gewisse Reibung erzeugt. In Folge 
dieser Reibung kann das Wasser in der Kammer B nicht 
mehr eben so hoch steigen wie in A und es muss dann 
der Schieber in der Wand III weiter geöffnet werden, um 
den Wasserstand in C. zu halten. Schliesslich sinkt bei 
der immer weiter zunehmenden Verschmutzung des Filters 
der Wasserstand in B so tief, dass der Wasserstand in C 
nicht mehr gehalten werden kann; es ist dies dann ein 
Zeichen dafür, dass das Filter ausser Betrieb gesetzt und 
gereinigt werden muss. 
Die Zeit, nach welcher dies zu geschehen hat, 
schwankt je nach der Beschaffenheit des Wassers von 
2 Wochen im Sommer, bis zu 12 Wochen im Winter. 
Soll ein Filter gereinigt werden, dann wird der Zufluss 
geschlossen und das Sandventil geöffnet, durch welches 
dann das Wasser bis unter die Oberfläche des Sandes ab 
gelassen wird; hierauf wird der schmutzige Sand in einer 
Stärke von ungefähr I cm abgehoben und durch den 
Karrgang nach der Sandwäsche geschafft, wo die Reinigung 
des Sandes vermittelst Sandwaschtrommeln erfolgt. Das 
Filter kann, sobald der schmutzige Sand ausgekarrt ist, 
wieder in Benutzung genommen werden. Ist die 60 cm 
starke Sandschicht ailmälig bis auf 30 cm abgehoben, 
dann wird das Filter längere Zeit ausser Betrieb gesetzt 
und der Sand wieder auf die ursprüngliche Stärke von 
60 cm aufgefüllt. 
Die Kammer D dient zur Aufnahme des reinen 
Wassers und aus ihr führen die Verbindungsrohre zum 
Reinwasserbehälter und zum Ablasskanal.
	        
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