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XIII. Wasserwerke

Full text: Katalog für die Sonder-Ausstellung der Stadtgemeinde Berlin

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geschlossene Leitmauern zu einer schlangenförmigen Be 
wegung gezwungen, um ein Stagniren desselben in den 
Ecken zu verhindern. 
18. Zeichnung einer Fördermaschinen-Anlage. 
19. Zeichnung einer Fördermaschine. 
Wie bei den Schöpfmaschinen sind für jede Abthei 
lung 3 Fördermaschinen vorhanden, von denen zwei gleich 
zeitig in Thätigkeit sind. Uie Fördermaschinen sind lie 
gende Verbundmaschinen; jede derselben hat 155 PS und 
fördert mittelst zweier doppelt wirkender Plungerpumpen 
22 375 cbm Wasser in 24 Stunden unter einem Höchst 
druck von 36 m. Zu jeder Abtheilung gehören 9 Dampf 
kessel von je 62 qm Heizfläche mit 5 Atm. Ueberdruck. 
20. Zeichnung eines Schiebers mit Uebergangsrohr. 
Die Hauptrohrleitungen, welche von den Werken zur 
Stadt führen, bestehen aus gusseisernen Röhren von 
1200 mm lichter Weite. 
Zur Absperrung dieser weiten Stränge sind Schieber 
von 910 mm Weite mit einem kurzen Uebergangsrohr auf 
der Zulauf- und einem längeren Uebergangsrohr auf der 
Auslaufseite verwendet, um die sehr kostspieligen und 
schwer zu handhabenden 1200 mm Schieber zu vermeiden. 
Erfahrungsmässig bewirkt eine solche Verengung des Quer 
schnittes nur eine kaum merkbare Vermehrung der Druck 
höhe. 
21. Druckrohrplan Müggelsee - Lichtenberg. 
Die beiden Rohrleitungen, welche das Wasser von 
Werk Müggelsee dem Werk Lichtenberg zuführen, sind an 
3 Punkten durch Schieberstellungen so verbunden, dass jede 
Theilstrecke im Falle eines Rohrbruches ausgeschaltet und 
durch den nebenliegenden Strang ersetzt werden kann. 
Die beiden Stränge kreuzen, vom Werk Müggelsee 
aus, zunächst die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn ver 
mittelst einer gewölbten Unterführung und sind dann auf 
möglichst kurzem Wege durch die zum Theil sumpfigen 
Niederungen, welche im Münchehofer und Dahlwitzer Moor 
eine besondere Befestigung des Untergrundes nothwendig 
gemacht haben, auf das höhere Gelände, welches bei Mahls 
dorf erreicht wird, geführt. Von da ab geht die Rohrfahrt 
in nahezu gerader Linie nach dem Werke Lichtenberg, 
wobei nur in der Unterführung unter der Ostbahn und der 
Brücke über die Wühle besondere Kunstbauten nöthig ge 
worden sind.
	        
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