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XI. Bau-Verwaltung

Full text: Katalog für die Sonder-Ausstellung der Stadtgemeinde Berlin

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die zum Theil mit Granitfindlingen, zum Theil mit Granit 
werksteinen bewirkt ist, in Klinkern hergestellt, wobei für 
die Ansichtsflächen entsprechend den mittelalterlichen Archi 
tekturformen Ziegel grossen Formats Verwendung gefunden 
haben. 
/j. Wasserthorbrücke. 
2 Photographien in einem Rahmen. 
Eiserne Brücke über den Luisenstädtischen Kanal 
im Zuge der Gitschiner- und Skalitzerstrasse, im Jahre 1895 
mit einem Kostenaufwande von rund 273 000 M. erbaut, 
von denen für das Brückenbauwerk selbst rund 153000 M., 
der Rest für die Rampenanlagen zu rechnen sind. 
Die Brücke überschreitet den Wasserlauf unter einem 
rechten Winkel mit einer Oeffnung von 22,7 m Lichtweite. 
Die drei Fahrbahnträger bestehen aus Blechbögen, die ober 
halb der Brückentafel liegen und an die unterhalb der letz 
teren befindlichen Versteifungsbalken mittelst vertikaler 
Hängeeisen angeschlossen sind. Der Fahrdamm wird durch 
die Hauptlängsträger in zwei getrennte Bahnen von je 
5 m nutzbarer Breite getheilt. 
Je ein weiterer Hauptträger ist an der Aussenseite 
der 4 m breiten Bürgersteige angeordnet; sie sind als ein 
fache Gitterbalken ausgebildet, deren Obergurte sich der 
Steigung der Fusswege bündig anschliessen. 
14. Hafenanlage am Urban. 
Perspectivische Ansicht. 
Erste, von der Stadt Berlin ausgeführte, für den Aus 
ladeverkehr der nach Berlin beförderten und daselbst ver 
bleibenden Güter bestimmte Hafenanlage, errichtet in den 
Jahren 1892 bis 1895 mit einem Kostenaufwand von rund 
1 500000 M. ausschliesslich des Landerwerbes, der bisher*) 
einen Betrag von 1 470 OOO M. erforderlich gemacht hat. 
Der Hafen liegt am rechten Ufer des Landwehrkanals, 
zwischen Bärwald- und Admiralsbrücke, im Süden der Stadt 
und besteht aus einem durch Verbreiterung des Wasserlaufes 
— auf 75 m — gewonnenen Bassin und aus einem 22 m 
breiten Hafenkanal, welcher durch eine etwa 9900 qm Fläche 
enthaltende Insel von jenem getrennt ist. Das Bassin ge 
währt 51 stäberecht angelegten Schiffsgefässen Raum; in 
dem Kanal vermögen 19 Fahrzeuge parallel zur Uferein- 
*) Ueber die Erwerbskosten der zur Anlage erforderlich gewesenen Privat 
grundstücke schweben noch Prozesse.
	        
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