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Full text: Integrationspreis ... Zusammenleben mit neuen Nachbarn (Rights reserved) Issue2017 (Rights reserved)

Integrationspreis 2017 Dokumentation UMSCHLAG a_Integrationspreis 5_10_2017.qxp_Soz_Stadt_2012_Umschlag 08.10.17 23:52 Seite 1 Integrationspreis 2017 Dokumentation UMSCHLAG a_Integrationspreis 5_10_2017.qxp_Soz_Stadt_2012_Umschlag 08.10.17 23:52 Seite 2 Die Auslober AWO Bundesverband e.V. Deutscher Mieterbund e.V. Deutscher Städtetag vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. GdW Bundesverband deutscher Wohnungsund Immobilienunternehmen e.V. Der Wettbewerb wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Redaktion und Gestaltung der Dokumentation und Ausstellung Dagmar Weidemüller architektur • design • stadtplanung, Berlin Dr. Bernd Hunger, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Dr. Frank Jost, vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. Grundlayout der Dokumentation und Gestaltung Logo I Themen-Trailer Büro Roman Lorenz Gestaltung visueller Kommunikation design alliance, München Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Herausgeber. Alle Abbildungen, wenn nicht anders und besonders erwähnt, von den jeweiligen Projektbeteiligten. Druckcenter Berlin 2017 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 1 Dokumentation des Wettbewerbes Preisträger, Nominierungen, Projekte der engeren Wahl, Teilnehmer INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 2 Inhaltsverzeichnis Seite 5 Vorwort der Auslober 7 Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 8 Auslobung 9 Die Auswahlgremien 10 Ergebnisse: Preise und Nominierungen KATEGORIE: NACHBARSCHAFTEN 12 Flüchtlingen ein Gesicht geben ‘Migranten mischen mit’ (MMM) in Lippstadt – Ein Projekt von jungen Flüchtlingen für junge Flüchtlinge 16 Der Frankfurter Weg Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft – Ressortübergreifende Kooperation in Frankfurt (Oder) 18 Offene Nachbarschaftswerkstatt Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen – Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches Engagement 20 Haus der Zukunft e.V. Von der Willkommenskultur zur Teilhabe von Flüchtlingen in Bremen-Lüssum 22 Tauchen auf dem Stundenplan Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen – Vermittlung von sozialen Kompetenzen an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln 24 Dezentrale Unterbringung Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) – Integration von Asylbewerbern in neue sowie bestehende Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 3 Inhaltsverzeichnis KATEGORIE: NETZWERKE 26 Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund ‘Rheinsberger Initiative’ – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger unterstützt die Integration von Flüchtlingsfamilien 30 Runder Tisch für Willkommenskultur Engagement örtlicher Akteure in Berkenthin und Umgebung – Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur 32 Pro Humanitate e.V. Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger Deutscher, Migranten und Flüchtlinge bei der Integration in Schule und Berufsleben in Köln 34 ABCami Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen – Ein Projekt der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V. 36 OFFEN . BUNT . ANDERS Eine Initiative der Volkssolidarität – Für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen 38 Wohnbrücke Hamburg So gelingt Integration! – Integrative Wohnraumversorgung für Geflüchtete im privaten Wohnungsbestand 40 Projekte der engeren Wahl 59 Teilnehmer 67 Impressionen von der Preisverleihung INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 4 Foto: Jann Wilke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 5 Vorwort der Auslober Lebenswerte Stadtteile sind eine Grundlage für sozialen Zusammenhalt und Integration. In unserer immer stärker differenzierten Gesellschaft geht es mehr denn je darum, das Zusammenleben der Menschen in ihren Nachbarschaften zu unterstützen und Konflikte innerhalb der Wohn- und Stadtquartiere im Sinne des Allgemeinwohls zu bewältigen. Die Zuwanderung von Flüchtlingen in bisher unbekannter Dimension hat dieser ohnehin politisch bedeutsamen Aufgabe ein noch größeres Gewicht gegeben. Für die Integration der zugewanderten Menschen aus Krisengebieten spielt das Zusammenleben in den Wohnquartieren eine entscheidende Rolle. Die Wohnung und ihr Umfeld, die Begegnung und der Austausch mit den Nachbarn sowie die Kontakte in Kitas, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Begegnungsstätten sind elementare Voraussetzungen dafür, dass sich Einheimische und Zugewanderte respektvoll wahrnehmen, miteinander statt nur nebeneinander im gleichen Quartier leben und Integration überhaupt erst beginnen kann. Deshalb hatten wir, die im "Bündnis für eine Soziale Stadt" zusammengeschlossenen Verbände, beschlossen, im Jahr 2017 besondere Leistungen bei der Integration von Zuwanderern in Nachbarschaften und Wohnquartieren zu würdigen. Daraus ist die Idee entstanden, den Wettbewerb zum „Integrationspreis – Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ auszuloben. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind unserem Anliegen in vollem Maße gerecht geworden. Der Wettbewerb hat mit 128 eingereichten Vorhaben ein bundesweites Echo gefunden. Dazu gehörten bauliche Projekte ebenso wie soziale Initiativen, Vorhaben von professionellen Unternehmen und Anbietern ebenso wie bürgerschaftliche Initiativen, „große“ wie „kleine“ Vorhaben aus Städten oder kleineren Gemeinden. Eine elfköpfige Fachjury hat unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin aus dem großen Feld der qualitätsvollen Bewerbungen die besten Projekte ausgewählt. Zwei von ihnen wurden mit dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert. Insgesamt hatten es zwölf Projekte auf die Nominierungsliste geschafft. Die Jury war beeindruckt von der Qualität und Vielfalt der vielen eingereichten Projekte. "Die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen. Die eingereichten Projekte und Initiativen sind hervorragende Beispiele dafür, wie Konflikten innerhalb von Nachbarschaften begegnet werden kann. So kann Integration gelingen!", so die Einschätzung des Juryvorsitzenden Mitri Sirin. Vorhaben ist: Um ein gutes und sicheres Miteinander von alten und neuen Nachbarn zu gewährleisten, dürfen vorhandene Nachbarschaften nicht überfordert werden. Besonderer Dank gilt der Unterstützung des Wettbewerbs durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das den Wettbewerb nicht nur finanziell unterstützte, sondern inhaltlich bereichert hat. Brigitte Döcker Vorstandsmitglied AWO Bundesverband e. V. Dr. Franz-Georg Rips Präsident Deutscher Mieterbund e. V. Dr. Eva Lohse Präsidentin Deutscher Städtetag Axel Gedaschko Präsident GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. Prof. Dr. Jürgen Aring Vorstand vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V. Die auf einer eindrucksvollen Preisverleihung am 13. Juni 2017 im Rahmen des Bundeskongresses zur Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Hamburg ausgezeichneten Initiativen veranschaulichen konkret, wie Kommunen, Wohnungseigentümer, soziale Träger und bürgerschaftliche Initiativen gemeinsam solche Bedingungen schaffen können, dass Ausgrenzung vermieden und Integration unterstützt wird. Eine Erfahrung aus den 5 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 7 Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit „Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ – das war das Motto des Integrationspreises 2017, den Deutscher Mieterbund, Arbeiterwohlfahrt, GdW, vhw und Deutscher Städtetag aus aktuellem Anlass als Sonderausgabe des bewährten „Preis Soziale Stadt“ ausgelobt hatten. Mit dem Zuzug geflüchteter Menschen standen Kommunen, Quartiere, Nachbarschaften 2015 ganz kurzfristig vor zusätzlichen enormen Herausforderungen. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich der Aufgabe in den vergangenen zwei Jahren mit überaus großem und bemerkenswertem Engagement, mit viel Kreativität und Herzblut gestellt haben, wäre die Aufnahme so vieler Menschen nicht gelungen. Ihnen gilt unsere Anerkennung, und wir möchten, dass ihr gutes Beispiel Schule macht. Denn es bleibt auch weiterhin eine große Aufgabe, geflüchtete Menschen dabei zu unterstützen, sich im Alltag zurechtzufinden, Bildungsangebote wahrzunehmen, Wohnung und Arbeit zu finden. Deshalb hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Integrationspreis 2017 sehr gerne unterstützt und wir haben uns gefreut, dass Bundespräsident Dr. Frank Walter Steinmeier bereit war, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Die Preisträger und Nominierten verdeutlichen Engagement und gelebte Willkommenskultur auf lokaler Ebene und in den Nachbarschaften. Sie und die 128 weiteren eingereichten Projekte stehen stellvertretend für das vielfache ehrenamtliche Engagement in den Städten und Gemeinden deutschlandweit. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank! So unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für den Zusammenhalt in der Nachbarschaft ist, so sehr braucht dieses Engagement professionelle Unterstützung und Orte, an denen es stattfinden kann, an denen sich Menschen kennenlernen, miteinander sprechen und Freundschaften schließen können; Orte, an denen der gesellschaftliche Zusammenhalt wächst. Daher hat die Bundesregierung die Mittel für das Programm Soziale Stadt in dieser Legislaturperiode fast verfünffacht. Mit 190 Mio. Euro stehen so viel Mittel wie nie zuvor zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir 2017 den neuen „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ aufgelegt. Dafür stehen jährlich 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 bereit. Ziel des Investitionspakts es, Schulen, Bibliotheken und Kindergärten oder auch Quartierstreffs zu Orten der Integration in Städten und Gemeinden weiterzuentwickeln. Dem bewährten Vorbild des Quartiermanagements im Programm Soziale Stadt folgend, kann dies durch „Integrationsmanager“ unterstützt werden. Damit haben die Kommunen ein weiteres Werkzeug an der Hand, um gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, Initiativen, Vereinen und den Unternehmen vor Ort sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu sichern. Integration und soziale Stadtentwicklung sind Querschnittsthemen: Gesundheits- und Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik, Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik müssen zusammenwirken, um die Lebenschancen in den Quartieren zu verbessern, die besondere Integrationsleistungen erbringen. Mit der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaften stärken – Miteinander im Quartier“ haben wir auf Bundesebene einen großen Schritt in Richtung einer stärkeren Zusammenarbeit gemacht, mit dem wir Förderung bündeln und den Aktiven vor Ort die Umsetzung erleichtern wollen. Integration und Zusammenhalt gelingen nur durch Menschen vor Ort – dies zeigt sich eindrucksvoll in den eingereichten und ausgezeichneten Projekten. Dieses Engagement der Menschen ist der Kitt für das Zusammenleben im Quartier, für die Nachbarschaft und für die gesamte Gesellschaft. Ich danke den Auslobern des Integrationspreises herzlich für diese Initiative. Die Bundesregierung wird den Preis Soziale Stadt auch künftig gerne unterstützen. Florian Pronold Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 7 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 8 Auslobung Integrationspreis 2017 Zum ersten Mal loben der Deutsche Städtetag, der AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung und der Deutsche Mieterbund gemeinsam den bundesweiten Wettbewerb zum "Integrationspreis 2017" aus. Er findet unter dem Motto "Zusammenleben mit neuen Nachbarn" mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit statt. Der Wettbewerb wird anhand guter Beispiele öffentlichkeitswirksam aufzeigen, dass erfolgreiche Integration im Quartier beginnt. Gemeinsam müssen Kommunen, Wohnungseigentümer, soziale Träger und bürgerschaftliche Initiativen in den Wohnquartieren die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Ausgrenzung vermieden und Integration unterstützt wird. Dabei dürfen vorhandene Nachbarschaften nicht überfordert werden. Für jeden Preis können bis zu fünf Projekte nominiert werden. Auszeichnungswürdig sind Aktivitäten und Projekte, die - Unterkunft mit Lösungen schaffen, die nachhaltig sind und die Integration von Zuwanderern in vorhandene Wohnquartiere unterstützen, - im Wohnumfeld Möglichkeiten der Begegnung verbessern, - bürgerschaftliches Engagement bei der Integration von Zuwanderern im Quartier unterstützen, - das Zusammenleben von neuen und alten Nachbarn fördern, - den Zugang zu Bildung und Betreuung im Quartier für Zuwanderer verbessern, Der Integrationspreis 2017 wird am Dienstag, den 13. Juni 2017, verliehen. - Arbeit im Quartier für Zuwanderer schaffen. Wer kann teilnehmen? Eine unabhängige Jury vergibt zwei Preise in den Kategorien: Netzwerke: Innovative Projekte der Kooperation von Kommunen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen, bürgerschaftlichen Initiativen und Wohnungswirtschaft – Vorhaben mit ausgeprägtem Netzwerkcharakter. Nachbarschaften: Innovative Projekte von Wohnungsunternehmen, Einzeleigentümern, Mieterinnen und Mietern sowie anderen Engagierten, die das Zusammenleben von neuen und vorhandenen Nachbarn unterstützen. 8 1Die Begriffe Zuwanderer, Einwanderer, Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge verwenden wir synonym. Einsendung der Bewerbungsunterlagen bis 23. Januar 2017 auf dem Postweg an die Geschäftsstelle des Wettbewerbs (Kontakt rechts). Um welche Inhalte geht es? Der Wettbewerb richtet sich an Projekte, die das Thema "Wohnquartier und Nachbarschaft" mit dem Thema "Zuwanderung" verbinden. Bewerben können sich Projekte jeder Art, kleinteilige Initiativen sozialen und nachbarschaftlichen Engagements genauso wie große, komplexe Quartiersprojekte, Projekte aus kleineren Gemeinden wie auch aus Städten jeder Größe. Um den Preis können sich Projekte bewerben, deren Anliegen die Integration von Zuwanderern1 in vorhandene Nachbarschaften, Stadtteile und Wohnquartiere ist. Sie müssen die Planungsphase überwunden haben. Der Integrationspreis ist offen für alle Projekte und Akteure. Er richtet sich sowohl an Bürger- und Bewohnergruppen im Quartier, z. B. Gewerbetreibende, Schulklassen, Organisatoren von Begegnungsstätten, als auch an die klassischen Handlungsträger der Stadtentwicklung wie Kommunen, Wohnungsunternehmen, Sanierungsträger, private Investoren oder freie Wohlfahrtspflege. Der Wettbewerb ist nicht auf die Gebiete des Programms „Soziale Stadt“ beschränkt. Initiativen außerhalb der Fördergebiete werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt. INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 9 Die Auswahlgremien Mitglieder der Vor-Jury 16./17. Februar 2017 Mitglieder der Haupt-Jury 16./17. März 2017 Katharina Burkardt GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunter nehmen e.V., Berlin Dieter Cordes Bremen Dieter Eckert AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Berlin Jenny Fabig AWO Aktiv in Hamburg gGmbH Axel Fietzek LebensRäume Hoyerswerda eG Dr. Stephanie Grüger Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin Dr. Frank Jost vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V., Berlin Jutta Kalepky Architektin, Berlin Ute Krüger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin Dr. Timo Munzinger Deutscher Städtetag, Köln Ulrich Ropertz Deutscher Mieterbund e.V., Berlin Thomas Dienberg Stadt Göttingen Bärbel Fox AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Berlin Axel Gedaschko GdW – Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Berlin Dr. Armin Hentschel IfsS – Institut für soziale Stadtentwicklung, Potsdam Jürgen Otto AWO Bezirksverband Niederrhein, Essen Martina Pirch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin Staatssekretär Florian Pronold Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin Mitri Sirin ZDF, Berlin Prof. Dr. hc Christiane Thalgott München Marietta Tzschoppe Stadt Cottbus Heike Zuhse Deutscher Mieterbund e.V., Berlin Prof. Klaus Wermker Essen Trophäe für die Preisträger Mitglieder der Haupt-Jury Tina Merkau Patrick Senkel vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e.V., Berlin 9 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 00:56 Seite 10 Ergebnisse: Preise und Nominierungen Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet der "Integrationspreis 2017" hervorragende Projekte aus, die dazu beitragen, in den Wohnquartieren lebendige Nachbarschaften zu erhalten, Ausgrenzung zu vermeiden und Integration zu unterstützen. Eine elfköpfige Fachjury hat unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin aus dem großen Feld der qualitätsvollen Bewerbungen die besten Projekte ausgewählt. Zwei von ihnen wurden am 13. Juni in Hamburg mit dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert. Insgesamt hatten es zwölf Projekte auf die Nominierungsliste geschafft. Kategorie: Nachbarschaften PREIS Projekt: Flüchtlingen ein Gesicht geben ‚Migranten mischen mit’ (MMM) in Lippstadt – Ein Projekt von jungen Flüchtlingen für junge Flüchtlinge Projekteinreicher: AWO – Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland / Soest Nominierung Projekt: Der Frankfurter Weg Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft – Ressortübergreifende Kooperation in Frankfurt (Oder) Projekteinreicher: WOWI Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH Nominierung Projekt: Offene Nachbarschaftswerkstatt Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen – Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches Engagement Projekteinreicher: Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit e.V., Marburg Nominierung Projekt: Haus der Zukunft e.V. Von der Willkommenskultur zur Teilhabe von Flüchtlingen in Bremen-Lüssum Projekteinreicher: Haus der Zukunft e.V. Bremen-Lüssum und GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen Nominierung Projekt: Tauchen auf dem Stundenplan Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen – Vermittlung von sozialen Kompetenzen an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln Projekteinreicher: Viola Sperling, Lehrerin an der Kepler-Schule und Joachim Sperling, Lehrer an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln Nominierung Projekt: Dezentrale Unterbringung Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) – Integration von Asylbewerbern in neue sowie bestehende Nachbarschaften Projekteinreicher: BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG, Kempten-Sankt Mang 10 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 01:10 Seite 11 Ergebnisse Kategorie: Netzwerke Projekt: Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund ‘Rheinsberger Initiative’ – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger unterstützt die Integration von Flüchtlingsfamilien Projekteinreicher: Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH (REWOGE) PREIS Projekt: Runder Tisch für Willkommenskultur Engagement örtlicher Akteure in Berkenthin und Umgebung – Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur Projekteinreicher: Runder Tisch für Willkommenskultur in und um Berkenthin und Gemeinde / Amt Berkenthin Nominierung Projekt: Pro Humanitate e.V. Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger Deutscher, Migranten und Flüchtlinge bei der Integration in Schule und Berufsleben in Köln Projekteinreicher: Internationaler Verein für Frieden und Gerechtigkeit – Pro Humanitate e.V. Nominierung Projekt: ABCami Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen – Ein Projekt der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V. Projekteinreicher: Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V. Nominierung Projekt: OFFEN . BUNT . ANDERS Eine Initiative der Volkssolidarität – Für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen Projekteinreicher: Initiative ‚offen.bunt.anders’ – Interessengemeinschaft der Volkssolidarität, Gräfenhainichen Nominierung Projekt: Wohnbrücke Hamburg So gelingt Integration! – Integrative Wohnraumversorgung für Geflüchtete im privaten Wohnungsbestand Projekteinreicher: Stiftung Wohnbrücke Hamburg Nominierung 11 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 12 Preisträger Flüchtlingen ein Gesicht geben ‚Migranten mischen mit’ (MMM) in Lippstadt – Ein Projekt von jungen Flüchtlingen für junge Flüchtlinge Projekteinreicher: AWO Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland / Soest Projektbeteiligte: Stadt Lippstadt, Bürgermeister Christof Sommer (Schirmherr); Theaterpädagogin Dagmar C. Weinert; Mediendesigner Holger Künemund; Stadtmuseum; Stadttheater; Conrad-Hansen-Musikschule; Lippstädter Schulen; Gymnasium Schloß Overhagen Hinter jedem geflüchteten Menschen steht ein Schicksal, eine Geschichte. Jeder Einzelne von ihnen hat Talente, die unsere Gesellschaft bereichern können. Diese Botschaft vermittelt das Projekt "Flüchtlingen ein Gesicht geben". Im Jugendmigrationsdienst der AWO trifft sich einmal wöchentlich die Gruppe „Migranten mischen mit” (MMM). Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren sind fast alle auch als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und kennen sehr genau die Situation der neueingewanderten Jugendlichen. Sie hatten die Idee ein Projekt durchzuführen, in dem junge Geflüchtete selbst zu Wort kommen und die einheimische Bevölkerung von ihnen erfährt. Mit professioneller Unterstützung durch die Arbeiterwohlfahrt erarbeitete die Gruppe ein Konzept für die Durchführung von Interviews mit den Zuwanderern. Die Antworten auf Fragen wie: Warum hast du dein Land verlassen? Wie hast du die Flucht erlebt? Was sind deine Stärken? Was sind deine Wünsche und Träume für die Zukunft? setzen bereits kleine Geschichten zusammen. Sie trafen dabei auf eine unglaublich große Hilfsbereitschaft hauptamtlicher AWO-Mitarbeiter, der Stadtverwaltung und vieler ehrenamtlicher Helfern aus allen Bereichen des Stadtlebens, von denen selbst viele einen Migrationshintergrund haben. Die Resonanz war unter der Bevölkerung so groß, dass das Projekt nicht nur in regionalen Schulen gezeigt wurde, sondern auch auf Einladung in Ungarn. Die Jugendlichen mischen so in der Stadt kräftig mit. Sie fördern Begegnungen und friedliches Zusammenleben zwischen alten und neuen Nachbarn. Auf diese Weise gestalten sie auch mutig ihre Zukunft in Deutschland mit. Gebietstyp: Lippstadt ist eine mittelständische Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Mitglieder der Gruppe ‘Migranten mischen mit’ 12 Das Projekt zeigt, dass Lippstadt eine wache, starke und aktive Stadt ist, in der Zugewanderte und Einheimische aktiv bereit sind, für einen gegenseitigen Kulturaustausch zu leben. Die Stärken, Bedürfnisse und Talente junger Flüchtlinge werden respektiert und als erneute Bereicherung für die Stadt empfunden. Denn von den 70.000 Einwohnern besitzt jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund. und die folgenden Veranstaltungen waren beispiellos erfolgreich. Die Gruppe hatte es geschafft die Besucher emotional unmittelbar zu erreichen und dadurch den Flüchtlingen ein Gesicht zu geben. Die Jugendlichen haben sehr viel Wertschätzung und Lob für ihr Projekt erfahren. Alle Besucher bzw. Zuschauer treten so selbst als Multiplikatoren für ein positives “aufeinander zugehen” und für Respekt ein. Des Weiteren entstanden ausdrucksstarke Ausstellungstafeln mit sorgfältig zusammengestellten Texten und den dazugehörigen Porträtfotos der interviewten Gesprächspartner. Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung mit einem Bühnenprogramm. Die Jugendlichen wollten keine großen Reden halten – sondern sich durch ihre eigenen kreativen und künstlerischen Kompetenzen vorstellen. Die Stadt Lippstadt stellte dafür die Studiobühne des Stadttheaters zur Verfügung. Der erste Bühnenauftritt Die Jury war beeindruckt und vergibt den Integrationspreis 2017 in der Kategorie ‘Nachbarschaften’ an die Projektbeteiligten. Das Projekt schafft Gelegenheiten zur Begegnung und führt junge Geflüchtete, über den durch die Porträts gelingenden Perspektivenwechsel, auf neue Weise mit der einheimischen Bevölkerung zusammen. Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 13 In regelmäßigen Gruppentreffen wurde das Konzept erarbeitet. Durchführung der Interviews mit den neuzugewanderten jungen Menschen. Es wurden Fragen entwickelt zu verschiedenen Aspekten ihres Lebens, zu ihrer Heimat, zu ihrer Flucht, zu ihrem Leben in Deutschland u.a. Dokumentation der durchgeführten Interviews 13 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 14 Eröffnung der Foto-Ausstellung ‘Flüchtlingen ein Gesicht geben’: Die Gruppe ‘Migranten mischen mit’ führte zahlreiche Interviews mit jungen Flüchtlingen durch. Die Ausstellung zeigt die fotografische Dokumentation dieser Gespräche. In den kommunalen Zeitungen gab es eine Vielzahl von Berichten über das Projekt. Viele Schulklassen, aber auch interessierte Bürger haben die Foto-Ausstellung besucht. Das Logo für das Projekt haben die Jugendlichen selbst entworfen ... aus dem Gästebuch zur Foto-Ausstellung: “Die Ausstellung wird sicherlich dazu beitragen, dass das Verhältnis zwischen den „Lippstädtern“ und den Flüchtlingen noch besser wird, als es ohnehin bereits ist. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung bis hin zum Bürgermeister äußerten, dass es für sie, für die Flüchtlinge bisher nur Zahlen waren, wichtig war, auch einmal Gesichter hinter diesen Zahlen zu sehen und ihre Geschichten zu hören. Die Mitglieder der MMM Gruppe sind selbst die besten Beispiele für gelungene Integration”. Die Foto-Ausstellung präsentiert Menschen und Geschichten hinter den Zahlen! 14 Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 15 Fragen an die Zuwanderer in den Interviews: Sowohl bewegend und nachdenklich stimmend als auch lebensfroh und mitreißend gestaltete sich die Eröffnungsveranstaltung zur Foto-Ausstellung ‘Flüchtlingen ein Gesicht geben’. Wie hast du dir Deutschland vorgestellt? Wie hast du in deiner Heimat gelebt? Persönliches - Wie heißt du? - Wie alt bist du? - Aus welchem Land kommst du? - Welche Sprache sprichst Du? - Wo in Lippstadt wohnst du? - Wie fühlst du dich hier? Das Leben in der Heimat - Wie hast du in deiner Heimat gelebt? - Was musstest du aufgeben? - Konntest du Abschied nehmen von deinem Heimatland? - Warum hast du Dein Land verlassen? - Hast du Schwierigkeiten während der Flucht gehabt?Hast du Hilfe dabei bekommen? - Wie hast du dir Deutschland vorgestellt? Einübung und Gestaltung eines Bühnenprogrammes mit schauspielerischen, musikalischen, tänzerischen und medialen Beiträgen unter Einbindung von professioneller Anleitung. - - Aktuelle Situation in Deutschland Seit wann bist du in Deutschland? Was machst du zurzeit in Deutschland? Fühlst du dich in Deutschland willkommen? Musstest du deine Träume/Pläne verändern? Glaubst du, dass du in Deutschland die gleichen Chancen hast wie in deinem Heimatland? Was vermisst du? Was brauchst du? Welche Schwierigkeiten hast du? Perspektiven für die Zukunft - Was sind deine Wünsche und Träume für die Zukunft? Was möchtest du in Deutschland erreichen? - Möchtest du in Deutschland bleiben? - Was sind deine Stärken? Was sind deine Hobbys? - Welche besondere Situation hast du in Deutschland erlebt, die du nicht mehr vergisst? Ein Projekt, dass eine ganze Region aktivierte. Auch in Ungan wurde das Bühnenprogramm erfolgreich vorgeführt. 15 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 16 Nominierung Der Frankfurter Weg Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft – Ressortübergreifende Kooperation in Frankfurt (Oder) Projekteinreicher: WOWI Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH Projektbeteiligte: Stadtverwaltung Frankfurt (Oder); Stadtverordnete; Miteinander Wohnen e.V.; Migrationsnetzwerk THINK v.a. Caritasverband für das Erzbistum; Słubfurt e.V.; bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg GmbH; Integrationsbeauftragte der Stadt Frankfurt (Oder); Internationaler Bund (GU); intertreff e.V.; RAA Frankfurt (Oder) Demokratie und Integration Brandenburg e.V.; Lebenshilfe Frankfurt (Oder) e.V.; Vielfalt statt Einfalt für ein freundliches Frankfurt (Oder) e.V.; Stiftung SPI; Kunstgriff e.V. Frankfurt (Oder) stand wie viele andere Städte 2015 vor der Aufgabe, Geflüchtete ohne Kenntnisse über das Land und seine Kultur aufzunehmen. Eine Kooperationsvereinbarung und ein Generalmietvertrag zwischen der Stadt, dem kommunalen Wohnungsunternehmen sowie Initiativen aus der Bürgergesellschaft sind die Basis für ein Konzept, das die Wohnraumversorgung mit Integrationsmaßnahmen in den Nachbarschaften verbindet. Über diese Grundlagen werden die Zugewanderten mit Wohnraum im Bestand der Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH versorgt, und zwar über alle Stadtteile verteilt. Für die Integration in die Nachbarschaft stehen in einem Lotsenprogramm zahlreiche Paten den neuen Bewohnern bei ihren ersten Schritten zu einer eigenen Wohnung unterstützend zur Seite. In einem Schulungsprogramm werden die Angekommenen mit Mietvertrag, Hausordnung und dem Zusammenwohnen vertraut gemacht. Den Wegweiser ‘Auf gute Nachbarschaft’ – von Geflüchteten mit erarbeitet – gibt es in sieben Sprachen. Nicht nur die Zuwanderer werden geschult – auch die Mitarbeiter der Wohnungswirtschaft eignen sich Kenntnisse über fremde Kulturen an und werden auf kulturelle Unterschiede bei den Anforderungen an eine Wohnung bzw. bei Wohngewohnheiten vorbereitet. Bei allen Maßnahmen steht die Bedarfsorientierung durch Beteiligung im Mittelpunkt. Die Bedarfe, Ideen und Wünsche werden empirisch durch die Zielgruppen in einem Netzwerk von Integrationsakteuren aufgenommen. Daraus werden gemeinsam Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Die Jury würdigt das Zusammenwirken von Stadt, Politik, Bürgern und Wohnungswirtschaft. Es ist ein Netzwerk entstanden, das Integrationsaufgaben weit über das Wohnen hinaus wahrnimmt. Foto: Winfried Mausolf Gebietstyp: Großsiedlung mit überwiegend teilsanierten Wohnungen Die WOWI bietet den Neu-Frankfurtern nicht nur ein Dach über den Kopf, sondern setzt sich das Ziel, gemeinsam mit vielen Akteuren, eine bestmögliche Integration zu ermöglichen. Foto: Mathias Klenke Foto: Claudia Ticar Flyer ‘Lotsen für Wohnen und Nachbarschaft’ des WOWI-Vereins ‘Miteinander Wohnen’ 16 Ausbildung der Projekt-Lotsen Herzliche Begrüßung in der neuen Wohnung Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 17 Foto: Mathias Klenke Internationales Straßenwörterbuch – Vokabeln im Vorbeigehen lernen, das Wohnumfeld verschönern und interkulturelle Bürgerschaft leben. Maßnahmen, die u.a. eine solide Ausgangsbasis für ein gutes Zusammenleben mit den Geflüchteten schaffen: Foto: Mathias Klenke - Die Geflüchteten werden in einem interkulturellen Schulungsprogramm auf die Rechte und Pflichten eines Mieters vorbereitet. - Die Wohnungen sind im gesamten Stadtgebiet verteilt. - Die Wohnungsbelegung und die Anzahl der Wohnungen (hausaufgangsweise) sind vor dem Hintergrund einer sozialen Durchmischung mit besonderer Sorgfalt definiert. - Eine soziale Betreuung wird durch die Stadt Frankfurt (Oder) mit Fachkräften abgesichert. Bei Bedarf steht den Geflüchteten ein ‘Lotse für Wohnen und Nachbarschaft’ zur Seite, darüber hinaus unterstützen ehrenamtliche Paten beim Einleben. - Den Bewohnern von Wohnungen aus dem Generalmietvertrag bietet die WOWI ein direktes Mietverhältnis an, sobald ihr Aufenthaltsstatus und persönlicher Wunsch ein dauerhaftes Bleiben in Frankfurt (Oder) aussichtsreich machen. Foto: Mathias Klenke Alle haben ihren Platz Helfende Hände im Nachbarschaftstreff: Künstler und Bewohner gestalten Nachbarschaftshilfe. 17 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 18 Nominierung Offene Nachbarschaftswerkstatt Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen – Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches Engagement Projekteinreicher: Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit e.V., Marburg Projektbeteiligte: TSV-Ockershausen, Volkshochschule, Qualifizierungsträger Praxis gGmbH. Initiativen bürgerschaftlichen Engagements: ‚Gut älterwerden’, Europäische Pfadfinder, Interkultureller Garten, ‘Über den Tellerrand kochen’, Elterninitiativen aus Kita und Krippe; Schulen und Betreuungseinrichtungen im Quartier: Sophie-von-BrabantSchule, Freie Schule, Bettina-vonArnim-Schule, evang. Kindertagesstätte Zuwanderer wenden ganz nebenbei ihre erworbenen Sprachkenntnisse an. So bringt die Nachbarschaftswerkstatt unterschiedlichste Menschen zusammen, die sich gegenseitig befähigen. Eltern und Kinder, Senioren und junge Menschen tauschen Erfahrungen aus; verschiedene Perspektiven und Professionen ergänzen sich. Beispielsweise erhalten alte Dinge einen neuen Wert, indem man sie reparieren lernt. Bildungsträger bieten Möglichkeiten zur Qualifizierung an, die für die Beteiligten berufliche Perspektiven eröffnen. Die Jury würdigt, wie gemeinsame Arbeit zum Integrationsmotor wird. Küche, Werkstattraum und Aufenthaltsmöglichkeiten haben Leben ins Stadtteilzentrum gebracht. Foto: Helga Pukall Gebietstyp: Konversionsgebiet der 1990er Jahre In einem peripher gelegenen Stadtteil Marburgs, in dem Bewohner aus 35 Nationen leben, wurde eine kostenlos nutzbare Nachbarschaftswerkstatt eingerichtet. Ein breites Bündnis – von Qualifizierungsträgern über Sportvereine und Schulen bis hin zu Elterninitiativen – trägt die Einrichtung, in der Einheimische wie Migranten unter professioneller Anleitung handwerkliche Grundfertigkeiten erlernen. Dazu gehört das Arbeiten mit Papier, Holz, Metall und Ton, mit Wolle und Stoffen. Ehemalige Handwerker sichern regelmäßige Öffnungszeiten als Werkstattpaten. Der gemeinschaftliche Bedarf an Material wird über einen kleinen “Werkstatttopf” realisiert. Höhepunkt ist der jährlich stattfindende Herbstmarkt, auf dem die entstandenen Produkte gezeigt oder verkauft werden. Über Sprachbarrieren hinweg arbeiten hier Menschen interkulturell und intergenerativ gemeinsam: bei Kochund Nähkursen, bei der Umsetzung von Gestaltungsideen für Wege, oder bei der Bepflanzung von Beeten. Die Quelle: FD 61 Marburg, Januar 2017 18 Foto: IKJG Nachbarschaftswerkstatt Foto: Helga Pukall Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 19 Die Begegnungsräume sind offen für alle gestaltet. Die Werkstatt bringt unterschiedlichste Menschen zusammen. Einheimische und Zugewanderte nutzen die Räumlichkeiten, um etwas herzustellen oder zu reparieren. Statement Dr. Stefan Heck, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf Foto: IKJG "Der Integrationspreis unter dem Motto ‚Zusammenleben mit neuen Nachbarn‘ macht deutlich, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, offene Angebote zu schaffen, um eine positive Stadtidentität zu fördern. Hinter dieser Nominierung steht ein engagierter Verein, dem ich gerne auf diesem Weg für seinen täglichen Einsatz danken möchte. Eine lebendige Vereinskultur ist unverzichtbar für unser Gemeinwesen. Das Projekt ‚Offene Nachbarschaftswerkstatt‘ unterstützt diese Kultur mit seinen vielseitigen Angeboten für Jung und Alt. Als beliebter Treffpunkt schafft die Nachbarschaftswerkstatt Orte der Begegnung und des Austauschs, bei der die individuellen Fähigkeiten eingebracht werden können und Zusammengehörigkeit gelebt wird.” Foto: Helga Pukall Nähkurs Foto: Helga Pukall Kräuterworkshop Vater und Sohn beim Schrauben 19 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 20 Nominierung Haus der Zukunft e.V. Von der Willkommenskultur zur Teilhabe von Flüchtlingen in BremenLüssum Projekteinreicher: Haus der Zukunft e.V. Bremen-Lüssum und GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen Projektbeteiligte: Beratungsstelle ‚Ankommen im Quartier’; Einrichtung ‚Haus der Familie Lüssum’ (Amt für Soziale Dienste); AWO-Fachdienst Migration & Integration; GEBEKO, Gesellschaft für Begleitung und Kommunikation GbR; Quartiermanagement Lüssum-Bock horn, Beratungsstelle ‚Wegweisende Freundlichkeit’, u. v. a. Lüssum ist ein Bremer Stadtteil mit vielen Empfängern von Transferleistungen und hohem Migranten-Anteil. Durch den Zuzug von 110 Flüchtlingsfamilien und ein neues Übergangswohnheim für 260 Menschen hatte die Integrationsarbeit seit 2014 eine zusätzliche Dringlichkeit erlangt. Dabei konnte die Stadt auf die langjährige erfolgreiche Arbeit zurückgreifen. Im Quartierszentrum ‘Haus der Zukunft’ wird das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure vor Ort vorbildlich gelebt. Zahlreiche Initiativen unterschiedlicher Träger und des kommunalen Wohnungsunternehmens GEWOBA arbeiten hier eng zusammen. Beispiele sind: Einrichtung einer Anlaufstelle für Geflüchtete für die Beratung in Behördenangelegenheiten im Hochhaus der GEWOBA, Organisation von Willkommenstreffen und großen Mieterfesten, Durchführung von Deutschkursen, Aufbau einer Eltern-Kind-Gruppe für Flüchtlingsfamilien, gemeinsame Sportveranstaltungen, Anlage eines Gemeinschaftsgartens mit Beteiligung syrischer Bewohner, gemeinsame Backnachmittage im Lüssumer Backhaus; Müllsammelaktion bei einer Fahrradwerkstatt mit jungen Flüchtlingen und vieles mehr. Das ,Haus der Zukunft’ wird auch als ‘Mehrgenerationenhaus’ vom Bundesfamilienministerium gefördert. Mit dieser langfristigen und kontinuierlichen Arbeit ist es möglich, in und für Lüssum soziales Kapital zu bilden. Aus Sicht der Jury gelingt so mit langem Atem der Übergang von der Erstintegration zur sozialen Teilhabe. Fotos zum Projekt: Haus der Zukunft e.V. Gebietstyp: Großwohnsiedlung des sozialen Wohnungsbaus der 1960er und 1970er Jahre Quartierzentrum – Haus der Zukunft – Mehrgenerationenhaus Kennenlernentreffen Mitarbeiterinnen im Haus der Zukunft 20 Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 01:30 Seite 21 Statement Uwe Beckmeyer, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bremen II und Bremerhaven und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Start der Bepflanzung im Gemeinschaftgarten. Nachbarn aller Altersgruppen und unterschiedlicher Nationalität werden aktiv. "Bremen-Lüssum gilt als sozialer Brennpunkt und wird seit Jahren aus dem Programm ‘Soziale Stadt’ gefördert. Dabei werden bauliche Investitionen der Stadterneuerung mit integrativen und sozialen Maßnahmen gekoppelt. Die GEWOBA und das Quartierzentrum ‘Haus der Zukunft’ engagieren sich beispielgebend, um den sozialen Zusammenhalt in Lüssum nachhaltig zu verbessern. Hier weiß man, dass Integration mehr bedeutet, als Wohnraum zu schaffen; es gilt, das Ankommen zu erleichtern, Hilfe im Umgang mit Ämtern anzubieten und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Integrationsmaßnahmen werden zusammen entwickelt, ausprobiert und ggf. angepasst, bis aus den Flüchtlingen Nachbarn werden. Ein beeindruckendes Projekt, das meine große Anerkennung hat und dem mein Dank gilt." Mieterfest der GEWOBA: Gemeinsame Feste bieten immer eine gute Möglichkeit, sehr viel unkomplizierter miteinander in Kontakt zu kommen. “Zusammenleben ist machbar – Herr Nachbar”: Integrationsmaßnahmen werden gemeinsam entwickelt, ausprobiert und gegebenenfalls angepasst, bis eine gute Lösung da ist – und das im ständigen Fluss. Eröffnung der Ausstellung ‘Lüssum – ein Stadtteil zeigt sein Gesicht’. Die Menschen aus dem Quartier werden sichtbar, neue Kontakte entstehen. 21 INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 02:19 Seite 22 Nominierung Tauchen auf dem Stundenplan Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen – Vermittlung von sozialen Kompetenzen an der KeplerSchule in Berlin-Neukölln Projekteinreicher: Joachim Sperling, Lehrer an der Kepler-Schule und Viola Sperling, Lehrerin an der KeplerSchule, Berlin-Neukölln Projektbeteiligte: Tauchlehrer und Tauchlehrerassistenten; Tauch-Assistenten; Institut für Sportmedizin Berlin (Tauchtauglichkeitsuntersuchungen); Schulleitung, Schulverein, Tauchschulen Aqua & Aero und Atlantis Gebietstyp: Siedlung mit hohem Zuwandereranteil; an der Kepler-Schule 90 % Joachim und Viola Sperling Tauchcamp der Kepler-Schule 22 In der Neuköllner Kepler-Schule haben über 90 Prozent der Schüler eine nicht-deutsche Herkunftssprache. Hier wird Schulsozialarbeit mit einem ungewöhnlichen Projekt praktiziert. Bereits seit 1993 ist Tauchen ein besonderes Wahlpflichtfach an der Kepler-Schule. Schüler der 7. bis 10. Klasse können hier international gültige Tauchscheine erwerben. Über das Tauchen hinaus werden den Jugendlichen soziale Kompetenzen vermittelt, die sie befähigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Jedes Team hat unter Wasser eine klare Aufgabenteilung und klare Verantwortlichkeiten. Das dem Tauchen immanente PartnerSystem unterscheidet nicht zwischen Mann und Frau, zwischen Religion oder Herkunft. So werden Werte wie Hilfsbereitschaft, Kooperation, Respekt und Toleranz lebenspraktisch und existenziell vermittelt. Die Schüler lernen Probleme gemein- sam zu lösen, sich gegenseitig zu helfen sowie über und unter Wasser aufeinander zu achten. Das von Sportlehrern der Schule initiierte und gemeinsam mit unbezahlten ehrenamtlichen (Tauch-)Lehrern durchgeführte Projekt kann langjährige Erfolge aufweisen. Die Jury würdigt den ungewöhnlichen und so erfolgreichen pädagogischen Ansatz. Die positiven Auswirkungen des Tauchsports auf die Entwicklung der jungen Schüler sind im realen Schulalltag spürbar. Ein wichtiges Schulprojekt, um Verantwortung, Respekt und Gruppengeist zu entwickeln. Erlernen von sozialen Kompetenzen: Gegenseitige Hilfe über und unter Wasser. Statement Christina Schwarzer, CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Berlin-Neukölln "12 herausragende Projekte, die sich für Integration, Zusammenhalt und die Menschen in ihrer Umgebung einsetzen. Ich bin stolz, dass das Projekt "Tauchen im Schulsportunterricht" der Neuköllner Kepler-Schule dabei ist. Seit 1993 bildet die Schule in der Köllnischen Heide Schüler ab der 7.Klasse nach den Richtlinien des Verbandes Europäischer Sporttaucher (VEST) und der CMAS Germany aus. Sie erhalten einen spannenden Einblick in die Unterwasserwelt. Dabei ist für die allermeisten die Grundvoraussetzung gleich: Das Tauchen ist für sie eine neue Erfahrung. Egal ob Jungen oder Mädchen, bessere oder schwächere Schüler, Jugendliche mit oder ohne Migrationshintergrund: Beim Tauchen machen alle dieselben Erfahrungen und teilen spannende Erlebnisse." Das unterrichtlich eingebundene Tauchangebot entwickelte sich zu einem Markenzeichen der Schule. Statement Dr. Fritz Felgentreu, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Berlin-Neukölln "Der ‚Integrationspreis 2017 – Zusammenleben mit neuen Nachbarn‘ wird erstmalig vergeben und das Neuköllner Projekt ‚Tauchen im Schulsportunterricht‘ ist unter den Nominierten – das freut mich sehr! Seit 1993 haben die Schülerinnen und Schüler der Kepler-Schule die großartige Möglichkeit, das Tauchen zu erlernen. Dabei eignen sie sich nicht nur eine neue Sportart an. Fast genauso wichtig sind die sozialen Kompetenzen, welche für das Tauchen unumgänglich sind und so fast nebenbei gelernt und trainiert werden: Teamgeist, Regeln einhalten, Zuverlässigkeit, füreinander einstehen. Das nützt dem Zusammenleben in der Schule und im nachbarschaftlichen Wohnumfeld gleichermaßen. Die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen – die Kepler-Schule hat den Preis mehr als verdient. Ich drücke die Daumen!" Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 23 Trockentraining Wechselatmung Partnercheck Schriftliche Prüfung Tauchsicherheit & Rettung-Prüfung bestanden !!! 23 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 24 Nominierung Dezentrale Unterbringung Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) – Integration von Asylbewerbern in neue sowie bestehende Nachbarschaften Projekteinreicher: BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG, Kempten-Sankt Mang Projektbeteiligte: Stadt Kempten, Referat für Jugend, Schule und Soziales; Diakonie Kempten Allgäu Gebietstyp: Wohngebiete aus den 1950 bis 1970er Jahren Auch in der Stadt Kempten ist der Wohnungsmarkt in den letzten Jahren sehr angespannt und die Wohnungsunternehmen haben lange Wartezeiten für eine Wohnung. Dennoch muss zusätzlicher Wohnraum, auch für anerkannte Asylbewerber, geschaffen werden – das hat sich die BSG-Allgäu entsprechend ihrem satzungsmäßigen Auftrag, der seit mehr als 110 Jahren Bestand hat, zur Aufgabe gemacht. Die Allgäuer Bau- und Siedlungsgenossenschaft sorgt dafür, dass Geflüchtete schon während des Asylverfahrens so schnell wie möglich dezentral untergebracht werden. Nach der Anerkennung des Verfahrens wird die Umwandlung von Übergangslösungen in "normale“, d. h. dauerhafte Mietverhältnisse angestrebt. Die Genossenschaft übernimmt diese Aufgabe in Kooperation mit der Stadt Kempten und der Diakonie auf Basis eines Betreuungsvertrages für dezentral belegte Asylbewerberunterkünfte. Beeindruckend ist die lückenlose Betreuung: Vier Vollzeitstellen wurden eingerichtet, um die Betreuung zu sichern. Beim Einzug von Asylbewerbern wird die Nachbarschaft im Vorfeld darüber informiert, um diese zu Offenheit und Integration zu motivieren und einen Ansprechpartner zu benennen, der bei Fragen zu Verfügung steht. Dadurch wird den Nachbarn auch signalisiert, dass diese mit ihren teilweise vorherrschenden Sorgen und Ängsten ernst genommen werden. Außerdem wird die Arbeit der Helferkreise durch die BSG-Allgäu unterstützt. Inzwischen wurden zahlreiche anerkannte Asylbewerber erfolgreich in bestehende Wohngemeinschaften integriert und werden von den anderen Mietern akzeptiert und geschätzt. Durch die dauerhafte Überlassung des genossenschaftlichen Wohnraums in Form eines Dauernutzungsvertrages wird ein stabiles Umfeld gewährleistet und damit der Grundstein für eine erfolgreiche Integration gelegt. Die Jury würdigt das Engagement der BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft für eine keineswegs selbstverständliche, freiwillige Aufgabe. Zusammenarbeit Stadt Kempten und BSG-Allgäu – Welche Aufgaben fallen an? - Finden von neuen Objekten und Anmietung / Ausstattung - Einrichten der Wohnungen, Aufstellen von Möbeln, Durchführen von lnstandhaltungsmaßnahmen Foto: Ralf Lienert, Allgäuer Zeitung Foto: lizenzfreie Bilder von Plattform Thinkstock Der Kooperationsvertrag mit der Stadt Kempten und der BSG Allgäu wird unterzeichnet: (v.l.n.r.): Vorstand Tanja Thalmeier, Oberbürgermeister Thomas Kiechle, Vorstand Mario Dalla Torre - Unterbringen der ankommenden Asylbewerber (Begleitung zu den Wohnungen) - Rufbereitschaft gegenüber der Bundespolizei - Betreuung der Asylbewerber in den Wohnungen (Wohnverhalten, wie z.B. Lüften, Mülltrennung, etc.) Foto: Ralf Lienert, Allgäuer Zeitung - Schlichten von Streitigkeiten / Nachbarschaftsbeschwerden-Management - Ansprechpartner für Ehrenamtliche / Vermieter etc. - Koordination von Umzügen / Abschiebungen - Abwicklung der mietvertraglichen Bestimmungen Betreuung der Asylbewerber in den Wohnungen 24 Foto: BSG_Allgäu ‘Kultur-Café’ sind Veranstaltungen, die die Integration unterstützen. Kategorie: Nachbarschaften INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 25 Statement Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und CSUBundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Kempten, Lindau, Oberallgäu "Die Bewältigung der Migrationsund Flüchtlingskrise ist eine Generationenaufgabe, bei der jeder Einzelne beitragen kann. Ich freue mich deshalb, dass die BSG Allgäu mit ihrem Konzept der dezentralen Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern für den erstmals vergebenen Integrationspreis 2017 nominiert ist. Die Baugenossenschaft hat Aufgaben der Stadtverwaltung in der Betreuung und Verwaltung aller dezentralen Wohneinheiten für Asylbewerber übernommen. Dieser Einsatz, der neben der Einrichtung geeigneter Wohnungen auch den Transport zu den Liegenschaften sowie die Abwicklung aller mietrechtlicher Bestimmungen vorsieht, gebührt höchste Anerkennung und Lob. Die BSG Allgäu handelt nach dem Motto ‚Menschlichkeit statt Gewinnmaximierung‘, wofür sie zu Recht in den Kreis der Nominierten aufgenommen worden ist." Foto: lizenzfreie Bilder von Plattform Thinkstock 110 Jahre nach der Gründung bewirtschaftet die BSG-Allgäu insgesamt 6.275 Wohnungen. “Wir stellen weiterhin den Menschen und nicht das Kapital in den Mittelpunkt unseres täglichen Handelns” (Aufsichtsratsvorsitzender der BSG Allgäu). Foto: BSG_Allgäu ‘Kulinarisches‘ Kultur-Café Sankt Mang Foto: BSG_Allgäu BSG Allgäu: ”Familien, die Asyl suchen, zu helfen, ist für uns eine humanitäre Frage”. 25 INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 03:59 Seite 26 Preisträger Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund ‘Rheinsberger Initiative’ – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger unterstützt die Integration von Flüchtlingsfamilien Projekteinreicher: Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH (REWOGE) Projektbeteiligte: Stadtverwaltung Rheinsberg; Bürgermeister der Stadt Rheinsberg; Soziale Träger der Gemeinde und des Landkreises; Grund-und Oberschule der Stadt Rheinsberg Finanziert wird die Wohnungsnutzung als Anmietung durch den Landkreis. Eine ‘Lebensfibel’ wurde gemeinsam erarbeitet und informiert über Regeln im nachbarschaftlichen Zusammenleben. Die neuen Einwohner besuchen Sprachkurse, Schulen, arbeiten in einheimischen Betrieben oder absolvieren erste Praktika, bringen sich aktiv im öffentlichen Leben ein. Insgesamt wird als wichtiges Ergebnis der geleisteten Arbeit die große Akzeptanz bei den Rheinsberger Bürgern angesehen. Größtenteils sind unkomplizierte Nachbarschaften in den Wohngebieten entstanden, es gibt keine Übergriffe und keine nennenswerten Probleme bei der Betreuung der Flüchtlinge. Mittlerweile wählten 22 Familien ihren Wohnsitz in Rheinsberg. Diese Familien haben beim kommunalen Wohnungsunternehmen selbst Wohnungen angemietet. Die Kinder der Familien sind in das Schul- und Freizeitleben der Stadt bisher gut integriert. Die Stadtverwaltung und der Bürgermeister haben zusammen mit der Geschäftsführung der Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mit einer Vielzahl von Unternehmen vor Ort Gespräche geführt und deren Arbeitsund Ausbildungsangebote über die Betreuungsstützpunkte publiziert. So ist es gelungen auch mehrere Anstellungen für die neuen Rheinsberger zu finden. Die Jury würdigt, wie die Integration Geflüchteter in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wohnungsgesellschaft und Bürgerschaft gelungen ist mit dem Integrationspreis 2017. Ch. Schmettow Gebietstyp: Das Gebiet umfasst zwei große Wohngebiete mit ca. 1.000 Wohnungen, vorrangig Mehrfamilienhäuser Im Oktober 2014 stand die kleine Stadt Rheinsberg erstmals vor der Aufgabe, Geflüchtete aufzunehmen. Die Stadtverwaltung und die Wohnungsgesellschaft REWOGE setzten von Anfang an auf eine dezentrale Unterbringung, damit der unmittelbare Kontakt zu den Einheimischen das Ankommen erleichtert. In relativ kurzer Zeit wurden 40 Wohnungen seitens der Wohnungsgesellschaft über Einzelmietverträge bereitgestellt. Parallel dazu übernahm die ‘Rheinsberger Initiative’, als neues Netzwerk von Ehrenamtlichen, Wohnungsgesellschaft, Schulen, sozialen Trägern und Stadtverwaltung entstanden, die Koordination von Hilfsangeboten nach dem Grundsatz: Hilfe anbieten, wo sie erwünscht und abgefragt wird. Statt Bevormundung wurde die Selbstständigkeit der neuen Rheinsberger gefördert. Lag der Arbeitsschwerpunkt in den ersten Monaten eher in der Herrichtung einzelner Wohnungen im Wohnverbund (Renovierung, Möblierung, Beschaffung von Alltagsmitteln) u.a., so wandelte sich das Augenmerk dann vollständig auf die Betreuung und Begleitung der Flüchtlinge und ihren Familienmitgliedern im Alltagsleben. Begleitet wurde die Arbeit durch regelmäßige Treffen der Netzwerker, gemeinsam mit Mitarbeitern des Bereiches Asyl des Landkreises und der Stadtverwaltung Rheinsberg. Die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH übernahm die Öffentlichkeitsarbeit über das Magazin "Stadtleben", informierte so transparent über aktuelle Entwicklungen und nutzte das Magazin, um Bürgerfragen aufzugreifen. Der Sprachunterricht bleibt auch nach Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung wichtiger Bestandteil der Integration. 26 Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 03:47 Seite 27 Statement Dagmar Ziegler, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I, "Pragmatisch, zupackend, unaufgeregt – die Verantwortlichen in Rheinsberg sind einen bemerkenswerten Weg gegangen, um die Integration von Flüchtlingen erfolgreich zu gestalten und dabei die Bevölkerung mitzunehmen. Ganz in der Tradition der Toleranz Friedrichs des Großen, der hier die schönsten Jahre seiner Kronprinzenzeit verbrachte, haben die Bürger der Stadt Probleme als lösbar und die Neuankömmlinge als Bereicherung begriffen. Der Ansatz, nicht mit einem vorgefertigten Schema, sondern mit Augenmaß und Dialog auf die neue Situation einzugehen, hat zu einer hohen gegenseitigen Akzeptanz von Flüchtlingen und Alteingesessenen geführt. Ohne zentrale Steuerung von "oben" sollte jeder die Chance erhalten, sich einzubringen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn sie nötig war." Gegenseitiges Kennenlernen baut Vorurteile ab. Die KInder sind in das Schule- und Freizeitleben der Stadt integriert. Ch. Schmettow Ch. Schmettow Für die Musiker aus Syrien organisierte die ‘Rheinsberger Initiative’ neue Musikinstrumente. Ein Tschadter lernt in einer Tischlerei “Feuerwehr Ali”– Verstärkung bei der Freiwilligen Feuerwehr “Vielfalt ist unsere Zukunft” – Die “alten” und neuen Bürger tauschen bei regelmäßigen Treffen Erfahrungen aus und “verzahnen” so die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Bewohner. 27 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 28 HERZLICH WILLKOMMEN IN IHRER NEUEN WOHNUNG! ΓΩϳΩΟϟ΍ϙΗϘ˰˰˰ηϲϓΎΑΣέϣϭϼϫ΃ Wir freuen uns, dass Sie bei uns wohnen und hoffen, dass Sie und Ihre Familie sich schnell in Ihrer neuen Nachbarschaft einleben! Wir wünschen uns, dass Sie sich in Ihrem neuen Zuhause wohl fühlen und dass der Kontakt mit Ihren Nachbarn angenehm und respektvoll ist. In diesem Leitfaden haben wir als Ihr Vermieter Informationen für Sie zusammengestellt, die Ihnen das Ankommen in Ihrer neuen Nachbarschaft noch weiter erleichtern sollen. ϙΗέ˰˰˰γ΃ϭΕϧ΃ϡϠϗ΄ΗΗϥ΃ϲ˰˰˰ϓϝ˰˰˰ϣ΄ϧϭˬέΎ˰˰˰Ϙόϟ΍΍Ϋ˰˰˰ϫϲϓΎϧϳΩϟϥϛ˰˰˰γΗϥ΃Ύϧέϭέ˰˰˰γϲ˰˰˰ϋ΍ϭΩϥ˰˰˰ϣϪ˰˰˰ϧ· ΓΩϳΟΕΎϗϼόΑϊ˰˰˰ΗϣΗΗϥ΃ϭΩ˰˰˰ϳΩΟϟ΍ϙϟίϧϣϲ˰˰˰ϓΔΣ΍έϟΎΑέό˰˰˰ηΗϥ΃ϰϧϣΗϧΩ˰˰˰ϳΩΟϟ΍ϥΎϛ˰˰˰ϣϟ΍ϊ˰˰˰ϣΎόϳέ˰˰˰γ ΕΎϣϭϠόϣϊ˰˰˰ϣΟΑΕ΍ΩΎ˰˰˰ηέϹ΍ϩΫϫϲϓΎ˰˰˰ϧϣϗέΟ΅ϣϑέ˰˰˰ρϛϝΩΎΑΗϣϟ΍ϡ΍έ˰˰˰ΗΣϻΎΑϡ˰˰˰γΗΗϙ˰˰˰ϧ΍έϳΟϊ˰˰˰ϣ ΩϳΩΟϟ΍ϙϧϛ˰˰˰γϲϓϙ˰˰˰ΗϣΎϗ·ϝϳϬ˰˰˰γΗϑΩϬΑϙ˰˰˰ϠΟ΃ϥ˰˰˰ϣ Allgemeines Mietvertrag Der Mietvertrag regelt alles Wichtige zwischen Ihnen und uns – beispielsweise die Höhe der Miete und die Zahlung der Betriebskosten (z.B. für Heizung und Wasser). Bitte bewahren Sie ihn sorgfältig auf! Verhalten in der Wohnung 3 20 C 0 4 x 5 – 10 Min. ΔϣΎϋ ρΎϘϧ έΎΟϳϹ΍ ΩϘϋ ϝϳϐ˰˰˰ηΗϟ΍ϑϳϟΎϛΗϊϓΩϭέΎ˰˰˰ΟϳϹ΍ϝΛϣΎ˰˰˰ϧϧϳΑϭϙϧϳΑΔ˰˰˰ϣΎϬϟ΍ρΎ˰˰˰Ϙϧϟ΍έΎΟϳϹ΍Ω˰˰˰Ϙϋϡ˰˰˰υϧϳ ΔϳΎϧόΑϪ˰˰˰ΑυΎϔΗΣϻ΍ϰ˰˰˰Οέϳ ϩΎϳϣϟ΍ϭΔ˰˰˰΋ϓΩΗϟ΍ Hausordnung In der Hausordnung stehen die wichtigsten Regeln für das gute Zusammenleben mit Ihren neuen Nachbarn – z.B. auch, wann es im Haus ruhig sein sollte oder was sonst noch für ein gutes Zusammenleben wichtig ist. ϥϛγϟ΍ ΔΣ΋ϻ ϝϳΑ˰˰˰γϰϠϋˬΩΩΟϟ΍ϙ˰˰˰ϧ΍έϳΟϊ˰˰˰ϣ˯Ύ˷ϧΑϟ΍ε˰˰˰ϳΎόΗϠϟΩ˰˰˰ϋ΍ϭϘϟ΍ϡ˰˰˰ϫ΃ϥϛ˰˰˰γϟ΍ΔΣ΋ϻϡ˰˰˰οΗ εϳΎόΗϟ΍ϝϳϬ˰˰˰γΗϪϧ΄˰˰˰ηϥϣϭϫΎϣϝϛϭέΎ˰˰˰Ϙόϟ΍ϲ˰˰˰ϓΔΣ΍έϟ΍ϭ˯ϭΩ˰˰˰Ϭϟ΍ΕΎ˰˰˰ϗϭ΃ˬϝΎ˰˰˰Λϣϟ΍ ϥ΍έϳΟϟ΍ϊ˰˰˰ϣ Heizen Wenn es kalt ist, können Sie mit Hilfe der Heizkörper in Ihrer Wohnung für Wärme sorgen. Regulieren können Sie die Heizkörper über die Thermostate. Bitte denken Sie dabei daran, dass Sie die verbrauchte Energie zusätzlich zu Ihrer Miete bezahlen müssen (Betriebskosten). 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Bitte stellen Sie sich auch nie auf die Toilettenschüssel. 3 20 C 0 4 x 5 – 10 min ΎϬϔϳϔΟΗϭ αΑϼϣϟ΍ ϝγϏ ϰϠϋˬΔϘ˰˰˰ηϟΎΑέ΍έο΃ΙϭΩΣϲϓϑ˰˰˰ϳϔΟΗϟ΍ϭϝϳ˰˰˰γϐϟ΍ΔϳϠϣϋΏΑ˰˰˰γΗΗϻ΃ΓΎϋ΍έϣϰ˰˰˰Οέϳ ϥ΍έΩΟϟ΍ϭ΃ΕΎ˰˰˰ϳοέϷ΍ϰ˰˰˰ϠϋϩΎϳϣϠϟέΎ˰˰˰Λ΁έϭϬυϭ΃ϥϔόΗέΎ˰˰˰Λ΁ϥϭϛΗϝΎ˰˰˰Λϣϟ΍ϝϳΑ˰˰˰γ ˷ ϝϳ˰˰˰γϐϟ΍ϑϳϔΟΗΔϳϔϳϛϝϭ˰˰˰ΣΕ΍ΩΎ˰˰˰ηέ·ϥϛ˰˰˰γϟ΍ΔΣ΋ϻϭ΃έΎΟϳϹ΍ΩϘϋϲ˰˰˰ϓΩΟΗ˰˰˰γ ΕΎϣΎϣΣϟ΍ ϡΎϣΣΗ˰˰˰γϻ΍νϭΣϭ΃ε˵Ωϟ΍ϡ΍ΩΧΗ˰˰˰γ΍ϰϠϋέΎλΗϗϻ΍ϰ˰˰˰ΟέϳϡΎϣΣΗ˰˰˰γϻ΍ϭ΃ϝΎ˰˰˰γΗϏϼϟ Εϳϟ΍ϭΗϟ΍ϕ΍έϭ΃˯ΎϧΛΗ˰˰˰γΎΑνΎΣέϣϟ΍ΓΩ˰˰˰ϋΎϗϲϓ˯Ύϳ˰˰˰η΃Δϳ΃˯ΎϘϟ·ϡΩϋϰΟέϳ ϭ˰˰˰ϳϧΎΑϟ΍ νΎΣέϣϟ΍ΓΩ˰˰˰ϋΎϗϰϠϋ΍ΩΑ΃ϑ˰˰˰ϘΗϻ Wohnleitfaden für Geflüchtete in deutsch Wohnleitfaden für Geflüchtete in arabisch Junge Zuwanderer helfen bei der Renovierung von Wohnungen. Bärbel Rechenbach Die REWOGE koordiniert die dezentrale Herrichtung von Wohnungen, die über das Stadtgebiet verteilt liegen. Durch die gute strategische Vorbereitung der dezentralen Unterbringung der neuen Bewohner sind größtenteils unkomplizierte Nachbarschaften in den Wohngebieten zu verzeichnen. 28 Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 29 Statement Sebastian Steineke, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Prignitz – OstprignitzRuppin – Havelland I Prof. Dr. Liedtke Das deutsch-arabische Kindermusiktheaterstück “Wunderlampe” weckte das Interesse für fremde Länder. Die deutschen, syrischen, afghanischen und tschetschenischen Kinder aus den Grundschulen in Rheinsberg und Umgebung spielten in bisher zehn Vorstellungen vor jeweils bis zu 250 Grundschülern und Kitakindern in Turnhallen von Grundschulen. Märchenfiguren aus dem Orient und Okzident begegneten einander und erzählten ganz neue Märchen... "Ich freue mich, dass für die Verleihung des Integrationspreises 2017 für die Kategorie Netzwerke das Projekt "Zusammenleben mit neuen Nachbarn in Rheinsberg" aus meinem Wahlkreis nominiert wurde. Der Integrationspreis ist eine tolle Anerkennung für viele haupt- und ehrenamtliche Akteure, die sich tagtäglich für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft engagieren. Hierzu zählt ohne Zweifel das Rheinsberger Projekt, dem ich natürlich alle Daumen drücke. Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt unterstützt der Bund seit vielen Jahren die Aufwertung von Städten in strukturschwachen Regionen. Insbesondere in meiner Region im Nordwesten Brandenburgs sind die guten Ergebnisse dieser Förderung eindrucksvoll zu beobachten." Statement Dr. Kirsten Tackmann, Bundestagsabgeordnete von DIE LINKE für den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I Das Projekt ‘Die essbare Schule’, ausgezeichnet mit dem BBU-ZukunftsAward 2017, trägt zur sozialen Stärkung des gesamten Wohnviertels bei Menschlichkeit kennt keine Obergrenze "Jede Initiative, die vor Krieg und Gewalt Flüchtende willkommen heißt, hat meinen großen Respekt und Unterstützung. Erst Recht, wenn sie in meinem Heimatwahlkreis kommt, wie das für den Integrationspreis 2017 nominierte Projekt ‚Zusammenleben mit neuen Nachbarn in Rheinsberg‘. Das Rheinsberger Netzwerk unterstützt die neuen Mitbürger_innen mit einem friedlichen Zuhause, also Wohnungen, Hilfe und Respekt. Gleichzeitig bleibt es politisch wichtig, die Fluchtursachen zu bekämpfen, zu denen auch deutsche Rüstungsexporte beitragen." Willkommen im Landkreis der Vielfalt Fotos zum Projekt, wenn nicht anders gekennzeichnet, von: J.Rammelt 29 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 30 Nominierung Runder Tisch für Willkommenskultur Engagement örtlicher Akteure in Berkenthin und Umgebung – Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur Projekteinreicher: Runder Tisch für Willkommenskultur in und um Berkenthin und Gemeinde/ Amt Berkenthin Projektbeteiligte: Hauptkoordinatoren und Projektkoordinatoren Runder Tisch; über 50 weitere ehrenamtliche Mitarbeiter; Amt Berkenthin; Evang. Kirchengemeinde Berkenthin; Grund- und Gemeinschaftsschule Gebietstyp: Ländlicher Zentralort mit Bezug zum Oberzentrum Lübeck Berkenthin ist ein ländlicher Zentralort mit zehn umliegenden Gemeinden und ca. 8.500 Einwohnern in der Nähe von Lübeck. Was das als Runder Tisch gegründete Netzwerk von Verwaltung und Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt hat, ist großartig. 2014 und 2015 wurden ca. 180 Flüchtlinge aufgenommen, und das unter schwierigen Bedingungen: Wohnraum war aufgrund des geringen Leerstands schwer zu finden, Bauland fehlte, der öffentliche Verkehr war unzureichend. Beeindruckend ist die Vielzahl der Akteure, die sich in die ‘Willkommenskultur’ eingebracht haben: Amtsverwaltung und Gemeindevertretungen, evangelische Kirchengemeinde, Schulen, Vereine und über 50 ehrenamtlich Tätige. Um den Ankommenden die Integration zu erleichtern, wurde eine vielfältige Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen: eingerichtet wurde u.a. eine Kleiderkammer, eine Fahrradwerkstatt und ein Sprach-Café. Statement Alexandra Dinges-Dierig, CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lübeck "Je häufiger Begriffe wie ‚Integration‘ im politischen Diskurs fallen, desto mehr wächst die Gefahr, dass sie zur Phrase werden. Das gilt insbesondere hier, wo ein so großer Themenbereich mitspielt: Bildung, Arbeitsmarkt, Sicherheit, Gesellschaft. Integration ist vor allem Querschnitt, spielt sich in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ab, in der Stadt wie auf dem Dorf, in der Kita wie im Pflegeheim. Für fast alle Bereiche des Lebens haben die Ehrenamtler des Runden Tisches in Berkenthin Initiative entwickelt. Sie haben dadurch die Phrasenbildung bekämpft, den Begriff stattdessen mit Inhalt gefüllt. Nicht von oben verordnet, sondern von unten gelebt. Den Verantwortlichen gilt mein großer Respekt, mein herzlicher Dank und ein Glückwunsch zur Nominierung für den Integrationspreis 2017." Einmal im Monat treffen sich Einheimische und neue Nachbarn zum gemeinsamen Essen nach dem Motto „Berkenthin is(s)t international“. Um Wohnraum zu schaffen, wurde Bauland aufgekauft und mit zehn Doppelhaushälften bebaut. Der neu angeschaffte Bürgerbus kommt nicht nur Geflüchteten, sondern allen Einwohnern zugute. Die Jury meint: Hut ab vor dem großen Kraftakt einer kleinen Gemeinde. Amt Berkenthin Joachim Strunk Amt Berkenthin, 15 km entfernt von Lübeck Marc Hamdorf 30 Gründung Runder Tisch für Willkommenskultur: Zielgerichtete Anleitung von ehrenamtlichen Helfern – Region stärken, Zukunft sichern durch bürgerschaftliches Engagement! Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 31 Lea Hamdorf Statement Gabriele Hiller-Ohm, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Lübeck ‘Berkenthin is(s)t international ‘- Kennenlernen beim gemeinsamen Kochen und Essen Marc Hamdorf Grafik: Marc Hamdorf Jürgen Drews Bau von 10 Doppelhaushälften als Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes Fahrradwerkstatt Bereits 2013 hat sich in Berkenthin eine Gruppe von ehrenamtlich Engagierten zusammengefunden, die früh erkannt hat, wie groß und wichtig die Aufgabe ist, Menschen, die in großer Not zu uns geflüchtet sind, zu integrieren. Der ‚Runde Tisch Berkenthin‘ sorgt in großem Maße mit dafür, den bei uns ankommenden Menschen den Start in unsere Gesellschaft zu vereinfachen, u. a. mit direkten Hilfestellungen für Geflüchtete im Alltag. Beeindruckend ist, wie es der Initiative gelungen ist, Mitbürgerinnen und Mitbürger für die ehrenamtliche Arbeit zu begeistern. In ganz besonderem Maße wird in Berkenthin das gegenseitige Kennerlernen von Einheimischen und Geflüchteten gefördert und damit eine einzigartige positive Willkommenskultur geschaffen. Im Frühjahr habe ich gerne beim monatlichen gemeinsamen Kochen “Berkenthin isst international” mit Geflüchteten und Einheimischen mitgemacht – ein tolles Angebot, das Menschen zusammenbringt. Ich danke allen Engagierten von Herzen für die vorbildliche Arbeit, die in Berkenthin ehrenamtlich geleistet wird und freue mich sehr über die Nominierung für den Integrationspreis 2017 – ich drücke fest die Daumen!" Michael Grönheim Organisationsteam Bürgerbus 31 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 32 Nominierung Pro Humanitate e.V. Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger Deutscher, Migranten und Flüchtlinge bei der Integration in Schule und Berufsleben in Köln Projekteinreicher: Internationaler Verein für Frieden und Gerechtigkeit – Pro Humanitate e.V. Projektbeteiligte: GAG Immobilien AG, Köln Gebietstyp: Gebiete mit besonderem Handlungsbedarf; hohe Migrationsquote; einkommensschwache Bewohner Die offene Kinder- und Jugendarbeit bietet jungen Menschen Räume zur selbstbestimmten und sinnvollen Freizeitgestaltung. Pro Humanitate e.V. ist ein sozialhumanitärer und gemeinnütziger Verein, der bereits seit 1996 Sozialund Jugendarbeit mit und für sozialschwache Deutsche, Migranten und Geflüchtete leistet. In den drei Stadtteilen Höhenberg, Vingst und Porz von Köln bringt er Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Kulturen zusammen. Durch Sport, Turniere, Angebote zur Hausaufgabenhilfe und Offenen Freizeitgestaltung sowie Studienreisen wird präventiv daran gearbeitet, dass die Jugendlichen nicht auf der Straße landen. Fast alle Mitarbeiter haben selbst einen Migrationshintergrund, was für die Nähe zu den Jugendlichen von Vorteil ist. So ist es beispielsweise gelungen, dass viele Schüler der Hausaufgabengruppen einen Realschul- und Gymnasialabschluss geschafft haben. Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG, als langjähriger Kooperationspartner, unterstützt Pro Humanitate e.V. u.a. durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten für den Aufbau eines Gemeinsame Freizeitgestaltung Betreuung der Wohngemeinschaft von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen 32 Betreuungs- und Begleitzentrums für Jugendliche. In diesem ehemaligen leerstehenden Ladenlokal betreuen die Mitarbeiter von Pro Humanitate vielfältige Angebote für Flüchtlinge aus umliegenden Unterkünften. Deutschunterricht, eine Mutter-KindGruppe, eine Jugendgruppe oder die Begleitung und sprachliche Unterstützung der Flüchtlinge bei Behördengängen werden in dem Zentrum angeboten. Die Jury war überzeugt von der Nachhaltigkeit des Ansatzes mit seiner Vielfalt aufeinander abgestimmter Projektbausteine. Basis ist die langjährige Zusammenarbeit von Stadt, Jugendeinrichtungen, Kirchen, der Wohnungsbaugesellschaft GAG und vielen ehrenamtlichen Kreisen. Die Angebote sind eine wichtige Abwechslung und dienen der Bewältigung der Alltagsprobleme Selbstbewusste Mädchengruppe: Die kontinuierliche Jugendarbeit hilft vielen Kindern und Jugendlichen aus sozialschwachen Familien bei der Eingliederug in Schule und Berufsleben. Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:04 Seite 33 Hilfe zur Selbsthilfe für Migranten und Flüchtlinge – Integration und Schaffung von Zukunftschancen: Pro Humanitate e.V. eröffnet den Jugendlichen Perspektiven. Eine wesentliche Aufgabe ist die Begleitung der 15- bis 18-Jährigen. Diese 10 jungen Flüchtlinge kommen aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Indien und Albanien. Statement Karsten Möring, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Köln I Durch die Hausaufgabenhilfe werden die Schülerinnen fit für die Schule gemacht. "Staat und Kommunen können Vieles leisten, das man für Geld kaufen kann. Sie können die Hülle bereitstellen für Unterkunft, für Verpflegung, für Gesundheitsdienste, für Sprachkurse. Aber ohne Inhalt bleibt die Hülle eine tote Hülle. Für das Leben drinnen, für die Kontakte in die Nachbarschaft, für die Orientierung im neuen Lebensraum, für das Heimisch werden, kurz für alles das, was man mit dem Begriff ‚Integration‘ verbinden kann, dafür braucht es mehr. Für dieses ‚Mehr‘ arbeitet der Verein Pro Humanitate mit seinem Projekt ‚Pro Wohnen international‘. Es ist nur eine von zahlreichen Aktivitäten, die der Verein seit vielen Jahren mit ausdauerndem Engagement betreibt. Eine neue Heimat schaffen für Kinder und Jugendliche, die ihre alte Heimat verloren haben, ihnen beim Finden der neuen Heimat zu helfen, das ist wahrlich eine lohnende und lobenswerte Arbeit, für die wir alle nur dankbar sein können." Menschen aus unterschiedlichen Nationen haben bei der Wohnungsbaugesellschaft GAG schon immer ein Zuhause gefunden. Das gilt auch heute für die zahlreichen Flüchtlinge, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit nach Köln gekommen sind. 33 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 34 ABCami Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen – Ein Projekt der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V. Projekteinreicher: Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V. Projektbeteiligte: Moscheen von unterschiedlichen Dachverbänden; Kirchen; Volkshochschule Gelsenkirchen; wissenschaftliche Begleitung durch SYSPONS und Prof. Haci Halil Uslucan Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Gebietstyp: Sozialer Wohnungsbau ABCami ist ein Projekt von der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V., welche seit dem Jahr 2000 als eingetragener, gemeinnütziger Verein arbeitet. Der Name ABCami steht für das Programm: ‘Cami’ bedeutet im Türkischen ‘Moschee’. Über Alphabetisierungskurse an Moscheen erlernen Zugewanderte über zwei Jahre hinweg das Lesen und Schreiben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2012 finanzierte Projekt hat momentan über 1.000 Teilnehmer in 25 Städten in acht Bundesländern. Es erreicht größtenteils Frauen, die oft seit mehreren Jahren in Deutschland leben und trotzdem kaum Deutsch sprechen. Die Arbeit im Projekt ist aufsuchend. Der Unterricht wird in deutscher Sprache durchgeführt und findet an konfessionellen und überkonfessionellen Lernorten statt. Geübt wird der praktische Einsatz des Gelernten im Lebensalltag, wie beispielsweise das Schreiben von Einkaufszetteln, das Ausfüllen von Formularen sowie die Orientierung im eigenen Wohn- quartier. Angeboten werden auch Erste-Hilfe-Kurse oder Computerkurse. Das ABCami-Team sucht in Eigenverantwortung die Moscheen aus und vereinbart entsprechende Kooperationen – und zwar mit den einzelnen Einrichtungen, nicht mit deren Dachverbänden. Das Projekt ermöglicht so einerseits Migrant*innen und geflüchteten Menschen ein aufsuchendes Angebot zum Lesen und Schreiben lernen und andererseits öffnen sich die Moscheegemeinden dem Sozialraum. Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit vor Ort ist ein progressives Verständnis von Integration und Teilhabe der am Projekt beteiligten Moscheegemeinden. Die Jury war beeindruckt, welche Ausstrahlung das mittlerweile über Berlin hinausgehende Projekt hat. Fotos zum Projekt: GIZ e.V. Nominierung Zum Repertoire breitgefächerter Übungstypologien gehören u.a. Leseübungen, Fotogeschichten, Rechenaufgaben und Textpuzzle. ABCami-Team ABCami-Beiratstreffen im Bundestag (Jahr 2015) 34 Bildung ist der Schlüssel zur Integration Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 35 Angestrebtes Ziel ist, dass der Unterricht nach Beendigung des Alphabetisierungskurses in anderen Bildungseinrichtungen, z.B.in den Volkshochschulen weitergeführt wird. ABCami-Kurs im Lerncafé Hamburg Alphabetisierungskurs in Kaiserslautern Alphabetisierungskurs in Berlin-Spandau Alphabetisierungskurs in Wiesbaden Im März 2017 fand die zweite bundesweite Berlinkonferenz von ABCami statt. Neben den Koordinatorinnen und Lernenden aus den Alphabetisierungskursen waren zahlreiche Gäste aus Politik, Bildung und Soziales vertreten. Auch Vertreter des Bundesminsteriums für Bildung und Forschung (BMBF) waren anwesend. 35 INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:26 Seite 36 Nominierung OFFEN . BUNT . ANDERS Eine Initiative der Volkssolidarität – Für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen Projekteinreicher: Initiative ‚offen.bunt.anders’ - Interessengemeinschaft der Volkssolidarität, Gräfenhainichen Projektbeteiligte: Volkssolidarität LV Sachsen-Anhalt e.V. ebenso wie bei Weihnachtsfeiern, Floh- und Adventsmärkten und Straßenfesten. Das wöchentlich stattfindende ‚Integrations-Café’ unter dem Dach der Volkssolidarität ist jeden Donnerstag mit 30 bis 70 Personen gut besucht. Die Jury war beeindruckt von der umfangreichen Aktivierung der Bewohnerschaft. Der Erfolg ist greifbar: Viele Flüchtlinge wollen auf Dauer in Gräfenhainichen bleiben. Fotos zum Projekt: Fotosammlng von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Rechte: IG offen . bunt . anders . Gebietstyp: Kleinstadt am Rande der Dübener Heide Gräfenhainichen, eine Kleinstadt in Sachsen-Anhalt , 25 km von der Lutherstadt Wittenberg entfernt, war aufgrund von Anschlägen auf eine Sammelunterkunft negativ in die Schlagzeilen geraten. Eine Gruppe von Bürgern hat daraufhin mit Unterstützung der Volkssolidarität die Initiative ‚offen.bunt.anders’ gegründet. Um Vorurteile zu beseitigen, wurden mit neuen Ideen und einem Bündel von Aktionen, vielfältige Kontakte zwischen Geflüchteten und Einheimischen geknüpft. Integrationslotsen und Paten kümmern sich persönlich um die Flüchtlinge. Es werden insbesondere für Familien Paten gefunden, die nicht nur Kinder betreuen, sondern auch bei den alltäglichen Dingen und der Anwendung der deutschen Sprache helfen. Flüchtlinge sind beteiligt bei Aufräumaktionen im Wohnumfeld, beim Einrichten von Wohnungen und handwerklichen Arbeiten. Bei Ausflügen in die Umgebung und gemeinsamen Sportfesten lernen sich alte und neue Nachbarn kennen, Zu vielen Migranten ist nicht nur ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, sondern mehr ein familiäres. Die Familien-Paten betreuen nicht nur die Kinder, sondern helfen auch bei alltäglichen Dingen und bei der Anwendung der deutschen Sprache. 36 Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 37 Interkulturelles Straßenfest Statement Steffi Lemke, Bundestagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für den Wahlkreis Dessau-Wittenberg Abbau von Integrationshemmnissen auf lokaler Ebene: Über kulturelle Angebote im öffentlichen Raum, wie Kinder- und Straßenfeste, Adventsmärkte, Freiwilligentage, werden Kulturangebote für die Geflüchteten geschaffen und Kontakte zur deutschen Bevölkerung ermöglicht. Gemeinsame Vorbereitungen für den Kindertag. "Bürgerschaftliches Engagement ist für unser Land enorm wichtig. So auch bei der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen, die vor Krieg und Verfolgung in ihrer Heimat zu uns nach Deutschland, nach SachsenAnhalt gekommen sind. Die Bürgerinitiative ‚Offen. bunt. anders. – Für ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen‘ ist dazu bereit, ohne zu zögern. Darüber freue ich mich sehr und dafür bin ich dankbar. Sie helfen Geflüchteten, die dem Grauen in ihrer Heimat gerade noch entkommen sind, bei uns anzukommen. Sie setzt sich ein für ein weltoffenes Gräfenhainichen und steht für eine gelebte Willkommenskultur. Die Kommune ist der Ort, wo Integration und Teilhabe tatsächlich stattfindet und gelingen muss. Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt können Kommunen wirksame Hilfe leisten und wertvolle Strukturen für Integration aufbauen." Besuch im Leipziger Zoo: gemeinsame Erlebnisse bauen kulturelle Barrieren ab. 37 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 38 Nominierung Wohnbrücke Hamburg So gelingt Integration! – Integrative Wohnraumversorgung für Geflüchtete im privaten Wohnungsbestand Projekteinreicher: Stiftung Wohnbrücke Hamburg Projektbeteiligte: Lawaetz - wohnen & leben gGmbH; Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.; Stiftungsgremien: Vertreter von Willkommens-Initiativen, sozialen Einrichtungen, Wirtschaft und Diakonie; Netzwerkpartner: Patenorganisationen, Kirchengemeinden, Wohnungswirtschaft, Immobilienverbände, Mieterverein Gebietstyp: gesamtstädtischer Aktionsbereich Mit dem Zuzug vieler Geflüchteter ist der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen auch in Hamburg erheblich gewachsen. Hauptanliegen der Stiftung Wohnbrücke Hamburg ist die Suche nach Lösungen, die Geflüchteten mit angemessenem Wohnraum in normale Nachbarschaften zu versorgen. Ziel ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe zur Integration in die Gesellschaft. Insbesondere werden private Vermieter motiviert, Wohnraum mit unbefristeten, regulären Mietverträgen zur Verfügung zu stellen. Ehrenamtliche Helfer werden eingesetzt, die die Familien und Einzelpersonen dabei unterstützen. In kurzen Lehrgängen erhalten die Ehrenamtlichen eine obligatorische Ausbildung zu “Wohnungslotsen”. Den Geflüchteten wird in freiwilligen Schulungen, die der Paritätische Wohlfahrtsverband im Auftrag der Wohnbrücke durchführt, vermittelt, was sie als künftige Mieter zu beachten haben. Hierbei geht es um Themen wie Mülltrennung, richtiges Lüften und Heizen, Hausordnung sowie Rechte und Pflichten des Mieters. Die Wohnungslotsen “bauen” so wichtige “Brücken” in die neue Nachbarschaft und sind zusätzliche Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn. Eine Koordinierungsstelle – angesiedelt bei der ‘Lawaetz-wohnen & leben gGmbH’ – unterstützt die Ver- mieter bei der Auswahl passender Mieter. Da nur unbefristete Mietverträge vermittelt werden, ist der integrative Ansatz über einen langen Zeitraum wirksam. Die Arbeit der ‘Wohnbrücke’ wird ausschließlich mit Fördergeldern und Spenden finanziert. Der organisatorische Aufwand ist aufgrund des vielschichtigen Netzwerks zwar erheblich, gewährleistet aber den Erfolg. Größtenteils wird die Arbeit ehrenamtlich geleistet. Die Jury würdigt diese beispielhafte private Initiative. Gerade das ehrenamtliche Engagement der Hamburger Bürger zeigt, Integration bedarf der Begegnung beider Seiten und des Abbaus gegenseitiger Hemmnisse, um geflüchtete Menschen verteilt über die ganze Stadt in gewachsene Nachbarschaften einzubinden. Mit einem vielschichtigen Netzwerk gelingt es der ‘Wohnbrücke’ dauerhaft Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen. Erfolge Über 350 geflüchtete Menschen in unbefristet vermietete Wohnungen im gesamten Hamburger Stadtgebiet vermittelt. Über 320 ehrenamtlich Engagierte aus ca. 40 Hamburger Willkommensinitiativen zu Wohnungslotsen geschult. > 38 75 Prozent der vermittelten Wohnungen haben private Vermieter. > 10 Prozent der Lotsen sind dank der Schulung erfolgreich auf dem freien Wohnungsmarkt. Die Stiftung Wohnbrücke Hamburg wurde im November 2015 gegründet. Sie entstand aus dem Runden Tisch “Integrative Flüchtlingsunterbringung” auf Initiative von Anne Woywod (rechts im Bild) und Ute Groll (links). Das Bild zeigt Musiker aus Syrien, die über die Wohnbrücke eine Wohnung gefunden haben. Kategorie: Netzwerke INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 39 Informationsmaterial Wiebke Krause weitere Informationen unter www.wohnbrücke.de Anne Woywod Erfolgreiche Teilnehmer an der freiwilligen Mieterschulung ’Miete und Wohnen’. Kirchengemeinden, Willkommensinitiativen und Patenorganisationen, deren Ehrenamtliche von der ‘Wohnbrücke’ geschult wurden. Erfahrungsaustausch beim ‘Lotsentreffen’: Neuer Mieter im Gespräch mit einer Wohnungslotsin Neuer Mieter mit seinen Vermietern vermittelte Wohnungen in Hamburg durch die ‘Wohnbrücke’ 39 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 40 Projekte der engeren Wahl Projekt Hauptamtliches Netzwerk in der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleitung im Landkreis Karlsruhe / Karlsruhe Projekteinreicher Landratsamt Karlsruhe - Dezernat III - Amt für Integration - Ehrenamtskoordination Projektkurzbeschreibung Ausgangslage: Durch die Vielzahl der in Karlsruhe und Umgebung ankommenden Geflüchteten stieg in kurzer Zeit auch das ehrenamtliche Engagement an; für die vielen Flüchtlingsinitiativen wurde im Anschluss an ein Treffen von drei Sozialverbänden eine Ehrenamtskoordination eingerichtet mit dem Ziel, die Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit gemeinsam abgestimmt, beratend und begleitend zu unterstützen Bausteine: Regelmäßige Arbeitstreffen der VertreterInnen des hauptamtlichen Netzwerks; das Know-How der verschiedenen PartnerInnen wird genutzt, um Synergien zu schaffen; dazu Aufbau und Neugründung von Initiativen im Landkreis sowie Unterstützung bei deren langfristiger Weiterentwicklung; monatlicher Newsletter und ein Ehrenamtsleitfaden; landkreisweite Fortbildungen für Ehrenamtliche im Bereich Asylrecht; Deutschunterricht, Spezialarbeit mit Seelsorge und Kirchenbeautragten; Finanzierung durch eigene Mittel. Zwischenergebnisse: Prozessbegleitung und Aufbau von 35 Ehrenamtsinitiativen; Vernetzung der Initiativen untereinander; umfangreiches Fortbildungsprogramm im Jahr 2015 für Ehrenamtliche; Supervision und Casa Management vor Ort; regelmäßiger Newsletter mit wichtigen landesweiten Informationen; Eine sehr gute Zusammenarbeit auf freiwilliger Ebene zwischen den Landkreisen und freien Wohlfahrtsverbänden mit einem gemeinsamen Ziel und bislang guten Ergebnisse, Projekt "Unter einem Dach" in Pforzheim-Sonnenhof Projekteinreicher Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft eG Projektkurzbeschreibung Ein für den Abriss vorgesehenes Gebäude mit 70 Wohnungen wurde stattdessen der Stadt Pforzheim zur Verfügung gestellt, um Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan und dem Irak unterzubringen. Bausteine: Da die Wohnungen schon leer standen, hat das Familienheim diese ertüchtigt und Sanitärinstandhaltungen durchgeführt; ein Heimleiter der Stadt und zwei Kräfte der Diakonie betreuen das Projekt vor Ort; 20-25 ehrenamtliche Helfer*innen bringen sich zusätzlich ein, betreuen das Café, machen Hausaufgabenbetreuung oder bieten eine Patenschaft an; es gibt einen regelmäßigen Sprachworkshop und zweimal pro Woche eine Asylsprechstunde; Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt Zwischenergebnisse: Projekt ist gut angelaufen und es leben 114 Geflüchtete im Haus. Angebote sollen weiter ausgebaut werden; die Kinder und Jugendlichen sind bereits gut im Stadtteil vernetzt, haben Freundschaften geschlossen und Anschluss in die Sportvereine gefunden, die Ehrenamtlichen sind stark in die Gemeinschaft integriert und im Quartier wachsen Zusammenhalt und Unterstützung. 40 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 41 Projekte der engeren Wahl Projekt: Nähprojekt "für jedes Bett ein Quilt" in Weinheim-Lützelsachsen Projekteinreicher Pilgerhaus Weinheim, Evangelische Jugend & Behindertenhilfe Projektkurzbeschreibung Geschaffen wurde ein Angebot für Frauen aus den Weinheimer Gemeinschaftsunterkünften und den Bewohnerinnen aus dem Wohnbereich der Behindertenhilfe. Das Pilgerhaus Weinheim stellt kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung; Nähmaschinen, Materialien und Stoffe erhielt das Projekt über einen Spendenaufruf; unter Anleitung von qualifizierten Näherinnen wird der Umgang mit den Maschinen erlernt. Im wöchentlichen Turnus werkeln die Frauen in zwei verschiedenen Nachmittagsgruppen an Heimtextilien und Kleidungsstücken für Kinder oder Erwachsene; inzwischen soll ein Teil der fertigen Produkte verkauft werden; trotz hoher Fluktuation in den Unterkünften hat sich eine feste Gruppe von Frauen gebildet, neue Teilnehmerinnen werden schnell in die Gruppe integriert. Projekt: Elterninformationsformulare mehrsprachig "Willkommen in unserer Kita in Potsdam Projekteinreicher AWO Landesverband Brandenburg e. V. Projektkurzbeschreibung Große Sprachbarrieren für 5.600 Kinder bis 12 Jahre und ihre Eltern im Land Brandenburg, die als Hemmnis für Wohlbefinden in Kitas bewertet wurde. Informationen und Angebote sollen gezielt für diese Zielgruppe zusam mengestellt werden. Bausteine: AWO Brandenburg und die Plattform Mehrsprachigkeit entwickelten zusammen Ideen, Expertise und personelle Ressourcen weiterer Akteure wurde eingebunden und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums in ein Kon zept umgesetzt; alle Flyer und ausfüllbare Formulare wurde in sieben Sprachen übersetzt und stehen als Druckexemplare oder zum Download zur Verfügung Zwischenergebnisse: inzwischen besteht eine umfangreiche Begrüßungsmappe mit allgemeinen bis vertiefenden Fragen und Aspekten der Kinderbetreuung. Erstmalig wird ein Arbeits- und Kommunikationsinstrument zur besseren Int-e gration von fremdsprachigen Kindern und deren Familien für die Kindertagesbe treuung vorgehalten, welches zudem bislang in Brandenburg erstmals in einem gemeinsamen Projekt eines Wohlfahrtsverbandes mit einem Landkreis entstan den ist und landesweit sowie trägerübergreifend zur Verfügung gestellt wird. 41 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 42 Projekte der engeren Wahl Projekt Coswig – Ort der Vielfalt Projekteinreicher Verein Coswig - Ort der Vielfalt e. V. Projektkurzbeschreibung In Nähe der Stadt Dresden und somit im Umfeld der Pegida ist die Integration von Geflüchteten nicht einfach. Dezentrale Unterbringung der Geflüchteten in der Stadt: für alle Wohnungen gibt es mindestens einen Paten für Begleitung zu Ämtern, dem BAMF oder Besuchen in Schule und Kindergarten Bausteine: Dezember 2014 Gründung der Initiative in Coswig; bisher sind ca. 170 Ehrenamtliche in 6 Arbeitsgruppen (Patenschaften, Unterricht, Mobilität, Jobs & Ausbildung, Begegnungen und Öffentlichkeitsarbeit) tätig, die täglich Wissen und Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen anbieten; Website und Facebook zur Öffentlichkeitsarbeit für Werbung neuer Ehrenamtlicher, alle vierzehn Tage Café der Vielfalt zum Austausch; zukünftig geht es um Unterstützung zur Wohnungs- und Arbeitssuche Zwischenergebnisse: Erstellung eines Paten-Handouts und Weitergabe an ähnliche Vereine; seit Dezember 2015 verfügt der Verein über zwei Bufdis; 2016 wurden drei Benefiz-Konzerte mit über 1.000 Teilnehmenden durchgeführt; es wurden bereits acht Länderabend durchgeführt, außerdem Schulungen in den Bereichen Asyl, Interkultur, Kompetenz und Konfliktmanagement; Einrichtung eines schnellen Notfallfonds, eingerichtet aus Spenden. Das Besondere an unserem Projekt ist die Gesamtheit von verschiedenen Projektpartnern, Aufgaben und Angeboten aus einer Hand. Projekt Spielend Deutsch lernen in Schwerin - Mueßer Holz Projekteinreicher Die Platte lebt e. V. Projektkurzbeschreibung Für zahlreiche Flüchtlingsfamilien konnten lange Zeit keine Kita-Plätze bereitgestellt werden, weshalb Sprach- und Integrationskurse nicht besucht werden konnten; Kommune konnte vor 2017/2018 keine neue Kita fertigstellen Bausteine: Über die Flüchtlingshilfe Schwerin mussten ca. 20 ehrenamtliche Helfer*innen gefunden worden, dabei Schwerpunkt auf ehemalige Erzieherinnen oder Rentnerinnen mit beruflicher Erfahrung. Die Katholische Kirche bot die Räumlichkeiten für das Angebot an; weiterhin wurden Geld- und Sachspenden gesammelt; Einrichtung mit Möbeln und Spielsachen; gemeinsames Frühstück dank Spende eines Supermarktes Zwischenergebnisse: das erste Jahr konnte erfolgreich und ohne große Probleme abgeschlossen werden, die meisten Kinder haben inzwischen einen Kitaoder Schulplatz erhalten; nach der Sommerpause gab es einen weiteren Anlauf mit neuen Kindern; außerdem konnte inzwischen eine Syrerin eingestellt werden, die mit den Eltern auf arabisch kommunizieren kann und bei Übersetzungen helfen kann. Ein ehrenamtliches Projektist entstanden, das unkompliziert über die Flüchtlingshilfe gestartet wurde, um Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen Ersatz für einen Kita-Platz zu schaffen. 42 INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:35 Seite 43 Projekte der engeren Wahl Projekt Bauen mit Lehm für Groß und Klein in Hamburg-Altona, St. Pauli und Hamburg-Wilhelmsburg Projekteinreicher Bunte Kuh e.V. Projektkurzbeschreibung Es gibt zahlreiche soziale Problemlagen (Armut und hohe Abhängigkeit von Transferleistungen) sowie schwere bildungspolitische Versäumnisse in den drei Stadtteilen, stark von Migrant*innen und vielen Geflüchteten geprägt. Bausteine: Zweimal jährlich (Mai-Juli/September-Oktober) geht eine afrikanische Lehmbaustelle für 3-6 Wochen im öffentlichen Raum in Betrieb. Gestaltung von begeh- und bespielbarer Skulpturen bis zu 4 m Höhe nach eigenen Entwürfen unter fachlicher Betreuung/Anleitung von Künstler*innen und Pädagog*innen; 2-3 wöchige Ausstellung der Ergebnisse und abschließende Feier mit den Macher*innen. Zwischenergebnisse: Kontinuierliches Wachstum von Besucherzahlen auf 13.000 (2016). Aufbau eines stabilen (Förder-)Netzwerks mit institutioneller Verankerung; kontinuierliche Ausbildung von neuen Anleiter*innen ; öffentliche Anerkennung der Leistungen benachteiligter Bewohner*innen, bundesweite Auszeichnungen und hohe Wertschätzung in unterschiedlichen Fachwelten Projekt EULE (Europa leben) in Saarbrücken-Malstatt und -Burbach Projekteinreicher AWO Landesverband Saarland e. V. Projektkurzbeschreibung Konfliktbewältigung mit stark steigender Anzahl bulgarischer und rumänischer ZuwanderInnen in beiden Stadtteilen.Die sozial sehr heterogene Gruppe, darunter auch viele Angehörige der Roma-Minderheit lebt in prekären Arbeitsund Wohnverhältnissen. Bausteine: Einrichtung eines Behörden- und Institutionen übergreifenden Arbeitskreises EU-Zuwanderung und einer Koordinierungsstelle; angeschlossen wurde das Mikro-Projekt ‚Quartiersbezogene Hilfen‘ an vier Schulen, z.T.Einzelfallbegleitung von Erwachsenen und deren Kinder. Aufbau eines mobilen Beratungsdienstes zur Unterstützung im Kampf gegen Rassismus. Aufdecken von Ausbeutungsverhältnisse auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Zwischenergebnisse: Zugang zur Zielgruppe ist sehr gut gelungen, bis heute wurden 700 Erwachsene und ebenso viele Kinder beraten oder begleitet, darunter Übergänge in Berufe oder Frauensprachkurse und Kinderbetreuung; Vernetzung von 120 Ämtern, Behörden und Institutionen. 43 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 44 Projekte der engeren Wahl Projekt "Familien für Hofheim" | Familie Nord (FN) und Familie Marxheim (FM) / Hofheim-Nord und -Marxheim Projekteinreicher Hofheimer Wohnungsbau GmbH Projektkurzbeschreibung Stadtteil mit hohem Anteil von MigrantInnen und Arbeitslosen. Durch den Zuzug von anerkannten Asylbewerbern erhöhte sich die Zahl der Empfänger von staatlichen Transferleistungen. Bausteine: 2009 Aufnahme von Hofheim-Nord ins Programm ‚Soziale Stadt‘; 2010 erster Fördermitteleinsatz für Projekt ‚Familie Nord‘. Caritas Main-Taunus übernimmt die Trägerschaft und Koordination. Maßnahmen: Auswahl und Schulung der ‚Familien‘-Mitglieder; wöchentliche Planungstreffen mit hauptamtlicher Leitung; Suche und Einbindung von weiteren Ehrenamtlichen. Zwischenergebnisse: Erfolgreiches Finanzierungskonzept bis 2019. Das Projekt fand Beachtung über Stadtteilgrenze hinaus. Erfolgreiche Etablierung von zwei Familien. Personen aus dem Kreis sind zu AnsprechpartnerInnen und MultiplikatorInnen für andere Initiativen geworden. Aufbau von umfangreichen und regelmäßigen Angeboten für verschiedene Zielgruppen. Im Jahr 2015 fanden mehr als 200 Veranstaltungen mit über 3.000 TeilnehmerInnen statt. Projekt Nachbarschaftsprojekt Dorotheenstraße, Hannover-Herrenhausen Projekteinreicher Studentenwerk Hannover Projektkurzbeschreibung In unmittelbarer Nachbarschaft eines Studentenwohnheims wurde eine Unterkunft für 150 Geflüchtete eingerichtet. Um von Beginn an Ängste oder Vorbehalte abzubauen gingen die Bemühungen dahin, die sprachliche Kompetenzen wie auch das fachliche Wissen der Studierenden zu nutzen. Bausteine: Einsatz einer studentischen Projekt-Koordinatorin, die Unterstützungsangebote akquiriert und koordiniert (Sport, Musik, Sprachangebote, Dolmetscherarbeiten und Angebote für Kinder) sowie die Kooperation zum ‚Nachbarschaftshaus Schützenhaus‘ pflegt Zwischenergebnisse: Nachbarschaftliche Beziehungen konnten hergestellt und hergestellt und vertieft werden. Konflikte zwischen den Bewohner*innen werden beispielsweise unter Vermittlung der studentischen Koordinatorin gelöst. Es besteht inzwischen ein sehr aktiver Unterstützerkreis. Das Projekt konnte sich bereits auf der Integrationskonferenz ‚Werkstatt Wohnen und Leben‘ vom ‚Bündnis Niedersachsen packt an‘ vorstellen. 44 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 45 Projekte der engeren Wahl Projekt Begegnungsraum für Geflüchtete und Stuttgarter Bürgerinnen, Stuttgart Projekteinreicher Universität Stuttgart - Institut für Baukonstruktion Projektkurzbeschreibung Ein neuer Begegnungsraum wird auf dem Grundstück von zwei sogenannten Systemunterkünften gebaut. Die Räumlichkeiten der Unterkunft bieten jedoch keine Privatsphären oder Rückzugsräume. Oktober 2015 - April 2016: Analyse der Ist-Situation und Konzept des Begegnungsraums; April - August 2016: Genehmigungs-, Ausführungs- und Detailplanung mit einer Studierendengruppe; Baugenehmigung, Akquise von Baumaterial und Spendengeldern, Anträge bei Stiftungen; seit September 2016: Selbstbau des Begegnungsraums mit Geflüchteten, Studierenden, Experten und Ehrenamtlichen Zwischenergebnisse: Ende Dezember 2016 konnte das Dach abgedichtet und der Rohbau fertiggestellt werden. Das Projekt wurde bei der Architektur-Biennale in Venedig in einem Workshop präsentiert. “Das Besondere an unserem Projekt ist die Beobachtung, dass alte und neue Nachbarn durch außerordentliches Engagement und gemeinsames Planen und Bauen des Begegnungsraumes Freundschaften entwicklen”. Projekt "Fremde werden Nachbarn - Herzlich willkommen bei der KoWo mbH Erfurt", Erfurt Projekteinreicher Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt Projektkurzbeschreibung Seit 2010 erfolgte ein starker Anstieg des Anteils von Personen mit Migrationshintergrund. Insbesondere seit 2015 leben zusätzlich viele Geflüchtete in den Stadtteilen Bausteine: Wahrung und Schaffung von Voraussetzungen für verständnisvollen Umgang mit anderen Kulturen sowie für sozialen Frieden in den Wohngebieten; Maßnahmen zum Kennenlernen wie Sport und Spiel, Graffiti-Projekte, Breakdance, Anlegen eines Interkulturellen Gartens sowie eine Stellenbörse. Beabsichtigt ist, die neuen MieterInnen nicht als ‚Ausnahme-MieterInnen‘ zu behandeln. Angebote sind daher immer offen für alle; Projekt wird zentral von KoWo gesteuert. Zwischenergebnisse: Die MieterInnen spüren nach Eigenaussage das Engagement der KoWo. Durch die Teilprojekte konnten sich neue und alte BewohnerInnen innerhalb einer positiven Atmosphäre begegnen und kennenlernen; In vielen Wohnquartieren hat sich inzwischen eine gute Nachbarschaft entwickelt; Beschwerdemeldungen nehmen ab . Das Projekt mit einem ‚Blumenstrauß‘ von ineinandergreifenden und sich ergänzenden Teilprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, hat in kürzester Zeit für eine hohe Schlagkraft gesorgt und Voraussetzungen geschaffen, dass Fremde Nachbarn geworden sind. 45 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 46 Projekte der engeren Wahl Projekt Beyt Beytak - Fühl dich wie zu Hause, Wessling Projekteinreicher Malteser Hilfsdienst e. V. Projektkurzbeschreibung Von August 2015 bis April 2016 haben Malteser eine Notunterkunft (210 Plätze) betrieben. Nach Auflösung ist gemeinsam mit der Stadt ein Konzept erarbeitet worden, um einerseits mit einer ähnlichen Situation in Zukunft auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können und andererseits die über 400 zugewiesenen Geflüchteten vor Ort betreuen zu können. Die Koordination und Betreuung des Ehrenamts in der Stadt sollte außerdem verbessert werden Bausteine: Zwei ehemalige Mitarbeiterinnen aus dem Betrieb der Unterkunft haben das Konzept erarbeitet. Umgesetzt wurden ein Raum (Haus Beyt Beytak) für Begegnung auf Augenhöhe sowie ein Integrationslotsenprojekt. Zwischenergebnisse: Mittlerweile gibt es in Wessling 47 (darunter 10 Geflüchtete) Integrationslotsen und 16 Patenschaften. Es besteht ein friedliches Miteinander in den Unterkünften vor Ort und in der Umgebung. Beispielhaftes Projekt, wie sich Ehrenamt und Hilfe für Geflüchtete miteinander verknüpfen lassen. Projekt Networking Duisburg: Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen, Duisburg-Dichterviertel und -Vierlinden Projekteinreicher Vivawest Wohnen GmbH Projektkurzbeschreibung In beiden Quartieren leben viele Menschen mit Migrationshintergrund; darunter auch 230 Geflüchtete in 92 Wohnungen. Im Stadtteilbefindet sich eine zentrale Erstunterbringung. Bausteine: Seit 2015 spendet die Vivawest Wohnen für die verschiedenen Integrationsprojekte in der Stadt; darunter Intensivförderung für Kinder mit erhöhtem Lernbedarf, Sprachkurse, Welcome-Touren, Übernahme von Busfahrten für Ausflüge, Nähkurse, Grillfeste, Spielmobil-Einsätze vor Unterkünften und Ferienfreizeit; Herbst 2016: Projekt ‚Glückauf Nachbarn-Modellquartier Integration‘ Zwischenergebnisse: Stärkung der Nachbarschaften und weniger Konflikte. Maßnahmen zur Vernetzung mitder Erstunterbringung. Schaffung von Transparenz innerhalb der Quartiersgemeinschaft durch Informationsveranstaltungen zur Unterbringung. Es zeigt sich eine hohe Bereitschaft zur Integration von Geflüchteten und ZuwanderInnen. Schrittweiser erfolgreicher Übergang von Massenunterbringung in eigene Wohnungen. 46 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 47 Projekte der engeren Wahl Projekt Gelungene Integration im Quartier Franz-Schubert-Straße, Duisburg Projekteinreicher GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH Projektkurzbeschreibung Im Jahr 2015 kamen ca. 4.000 Geflüchtete nach Duisburg, von denen 50% zunächst in Turnhallen, Schulen und Containern untergebracht werden mussten. Die GEBAG ist eine kommunale Tochter der Stadt und zuständig für die Wohnraumversorgung von sozial Benachteiligten. Bausteine: 1) Standortauswahl, Wohnsiedlung mit hohem Leerstand wegen geplantem Rück- oder Neubau; 2) neues Konzept für Wiederbelebung der Wohnsiedlung mit geflüchteten Menschen; 3) Aufbau von Netzwerkstrukturen; 4) Lösung von nachbarschaftlichen Problemen und Erfahrungsaustausch in monatlichem Arbeitskreis; 5) Übernahme der Geflüchteten in ein eigenes Mietverhältnis Zwischenergebnisse: Herstellung einer funktionierenden Nachbarschaft. Viele unterschiedliche, sogar konkurrierende Akteure ziehen erfolgreich an einem Strang. Projekt Zuhause in Freidrichshafen: Guten Tag - Merhaba - Dobardan in Ravensburg Projekteinreicher Caritas Bodensee-Oberschwaben Projektkurzbeschreibung Kinder mit Migrationshintergrund sind verstärkt in Werkrealschulen und Förderschulen vertreten und haben eine unterdurchschnittliche Abitur-Quote und sind doppelt so häufig übergewichtig. Jugendliche mit Migrationshintergrund haben niedrige Ausbildungs- und Berufsquoten; Erwachsene mit Migrationshintergrund sind am wenigsten gut in den Arbeitsmarkt integriert und stärker von sozialen Transferleistungen abhängig; Bausteine: Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund - Stadtteilnetzwerker*innen erhalten eine Grundschulung; Aufbau von Angeboten für Geflüchtete. Das erfolgt überwiegend durch persönliche Ansprache.Das Projekt ist hochgradig dialogorientiert. Zwischenergebnisse: Jahr 2013: Angebote für 58 Familien mit 110 Kindern; 2014: elf Ehrenamtliche und 200 Familien mit rund 400 Kindern; 2015: 137 neue Familien mit Kindern; 2016: 99 neue Familien mit 218 Kindern; insgesamt 529 Familien mit 933 Kindern. 47 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 48 Projekte der engeren Wahl Projekt Zusammen weiter - Mit vielen Stimmen mehr erreichen , Hamburg Projekteinreicher Chris Meloni / Kathrin Schlass Projektkurzbeschreibung Die Bereitschaft zu helfen war groß, als plötzlich viele Geflüchtete in Hamburg ankamen. Aufgrund der vielen Aktivitäten konnten Vorbehalte und Konflikte mancherorts stetig abgebaut werden und sind an anderen Stellen wieder größer geworden. Es bleibt viel zu tun und für die Zukunft müssen Geflüchtete und Einheimische besser aufeinander vorbereitet und aufeinander eingestimmt sein Bausteine: Planung des Projekts, Suche nach Kontakten und einem organisatorischen Rahmen für das Projekt. Aufnahme von Geflüchteten in den bereits bestehenden Chor. Gemeinsame Produktion eines Mitmach-Videos; kostenlose Mitmach-Konzerte an verschiedenen Orten in Hamburg. Zwischenergebnisse: auf verschiedenen Ebenen wurde ein Rahmen für Begegnung geschaffen und Interesse für Herkunft bzw. Sprache geweckt. Der interkulturelle Dialog beim Singen im Chor bereichert alle Beteiligte. Neben der Inanspruchnahme von kostenlosem Musikunterricht sind auch erfolgreiche Vermittlungen zu potenziellen Arbeitgebern zustande gekommen. Projekt "Gemeinsam wohnen und leben im Korellengarten" / Kreuznach-Süd-Ost Projekteinreicher Gewobau Bad Kreuznach Wohnungsbaugesellschaft Projektkurzbeschreibung Ausgangslage: 13.000 Bewohner*innen mit 72 Nationalitäten im Stadtteil; soziale Struktur ist durchmischt, ein lebendiger Stadtteil mit gutem ÖPNV; gute soziale Infrastruktur; Bausteine: März - Mai 2015 Bedarfsanalyse und Suche nach Standort nach bestimmten Kriterien; Mitte März 2015 erste Gespräche über Fördermöglichkeiten; Festlegung auf die Dachgeschoss-Variante, Erstellung von Entwurf-Skizzen und Kostenrahmen Zwischenergebnisse: 2015 Gespräch zwischen Mieter*innen und Verantwortlichen; 2015 Gründung eines Stadtteilbüros; 2016 Spatenstich für Kindergartenneubau; Durch die gute Betreuung dank unterschiedlicher Partner und sozialer Träger in den Bereichen Bildung, Ehrenamt, Quartiersmanagement und Vermietung ist im Korallengarten ein Miteinander und damit Integration von Anfang an möglich. 48 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 49 Projekte der engeren Wahl Projekt Welcome In Wohnzimmer, Fulda Projekteinreicher Förderverein Kultur und Umweltbildung e. V. Projektkurzbeschreibung Die räumliche Trennung von Geflüchteten und Nachbarschaft in unterschiedliche soziale Sphären aufgrund der zentralen Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften erzeugt Frust und soziale Isolation. Ehrenamt war noch nicht optimal aufgestellt, um die Hürden beim Knüpfen von Kontakten zu überwinden. Bausteine: Nach einer Planungsphase konnte das Projekt auf eine stabile Finanzierung gestellt werden. Seitdem erfolgt auch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten Nutzung für verschiedenste Veranstaltungen. Zwischenergebnisse: Das WZ ist Stipendiat des bundesweiten Vereins ‚Startsocial‘. Eine große und positive Sensibilisierung für das Thema ’Flüchtlinge’ ist gelungen. Durch soziale Kontakte entstehen niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten in Alltagsfragen. Innerhalb kürzester Zeit sind im Wohnzimmer aus ‚Fremden‘ Freunde geworden und das vielerorts beobachtbare ‚Nebeneinander-Leben‘ hat sich zu einem echten Miteinander entwickelt. Projekt "Im Waldtal ankommen und sich zu Hause fühlen", Marburg Projekteinreicher Der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg e. V. Projektkurzbeschreibung Verstärkter Zuzug von Geflüchteten nach Marburg, darunter viele Familien mit Kindern. Die Integration soll in bestehende sozialen Strukturen erfolgen. Neue Angebote müssen für die einheimische Bevölkerung und Geflüchteten offen sein. Bausteine: Anfang 2015 Begrüßungscafé, inzwischen auch ein Frauen-Café; Begrüßungsbesuche mit Dolmetscher*innen zum Aufbau erster Kontakte; aktivierende Migrant*innen-Befragung durch Studenten der Uni; aufsuchende Arbeit und Gruppenbildung. Zwischenergebnisse: Ende 2015 konnte davon gesprochen werden, dass die Menschen wirklich angekommen sind; in 2016 hat sich das Engagement der Geflüchteten selbst verstärkt, Arbeit als Sprach- oder Familien-Pat*innen oder im Repair-Café. 49 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 50 Projekte der engeren Wahl Projekt Willkommen in unserer Stadt, Homburg Projekteinreicher Stadtbibliothek der Kreisstadt Homburg Projektkurzbeschreibung Zwischen 2015 und 2016 kamen viele Geflüchtete nach Homburg. Es fehlen Angebote für Begegnungen im außerschulischen Bereich. Bausteine: Projektentwicklung, Einreichung des Förderantrages und Bewilligung; Aufstellung eines Teams und Suche nach jeweils 20 teilnehmenden Kindern pro Standort; gemeinsame Lesungen in der Bibliothek; Veranstaltung von Interkulturellen Workshops Zwischenergebnisse: Kennenlernen der Bibliothek als Bildungsort; Schnitzeljagd durch die Innenstadt; öffentliche Präsentation des Projekts. Während der Projektlaufzeit erarbeiten insgesamt 60 Kinder (jeweils zur Hälfte aus Deutschland und aus Syrien geflüchtet) digitale Schnitzeljagden in ihrer Umgebung - sie erleben interkulturelle Workshops mit Autoren in der Bibliothek, lernen den Umgang mit digitalen Medien kennen und setzen diese zielorientiert ein. Im Ergebnis entstehen in diesem Integrationsprojekt gemeinsam erarbeitete Produkte, die von allen Bewohnern und Besuchern der Stadt genutzt werden können. Darauf sind die teilnehmenden Kinder sehr stolz! Projekt Flüchtlingshilfe Stemwede, Stemwede Projekteinreicher Flüchtlingshilfe Stemwede c/o Verein für Jugend, Freizeit, Kultur in Stemwede e. V. Projektkurzbeschreibung Die Flüchtlingshilfe Stemwede unterstützt Geflüchtete, möchte willkommen heißen, begleiten und das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen. Drei hauptamtliche Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche werden dabei eingesetzt. Bausteine: monatliche Treffen, um Angebote zu koordinieren; konkret: Begleitung zu Ämtern, Behörden oder Arztbesuche; Kontakte zu Vereinen oder Gruppen; Deutschkurse für Frauen mit Kinderbetreuung; Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt; Koch- und Back-Aktionen; Einzelsprachhilfe; internationale Sportgruppen; jährliche Feste; und vieles mehr! 50 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 51 Projekte der engeren Wahl Projekt Dortmund all inclusive - Ein Projekt zur Förderung des innerstädtischen Grenzverkehrs, Dortmund-Nordstadt Projekteinreicher Planerladen – Verein zur Förderung demokratischer stadtplanung und stadtteilbezogener Gemeinwesenarbeit e. V. Projektkurzbeschreibung Deutliches Nord-Süd-Gefälle mit eindeutigen sozialräumlichen Indikatoren; damit verbundene Stigmatisierung machen persönliche Kontakte zwischen Nord und Süd eher unwahrscheinlich. Eine sozialräumlichen Polarisierung muss verhindert werden: Bausteine: 1) Fortsetzung der Dialogveranstaltungsreihe ‚Bürgerforum Nord trifft Süd‘; 2) Durchführung von ‚Nord xport‘, Gruppen aus der Nordstadt sind in anderen Bezirken zu Gast; 3) Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne mit 12 Events in 2017. Zwischenergebnisse: Seit 2015 wurden sechs Bürgerforen fünf Veranstaltungen von ‚Nord xport‘ durchgeführt; mittlerweile sind Bürgerforen etabliertes Format für Aktive und Engagierte; große Resonanz der Veranstaltung bei Teilnehmenden und Presse; Teile der Bezirkspolitik zeigen sich für die Projektziele mehr und mehr aufgeschlossen. Projekt Meine Zukunft - ein Leben mit euch, Bremen-Neue Vahr Projekteinreicher Bürgerzentrum Neue Vahr Projektkurzbeschreibung Die ‘Neue Vahr’ gilt als sozialer Brennpunkt mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit, vielen Menschen mit Migrationshintergrund, hohe Kinderarmut und geringe Bildungschancen; hoher Anteil an geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Bausteine: Das Jugendtheater besteht seit ca. 7 Jahren, seit 2015 bestehen Kontakte zu Unterkünften für Geflüchtete. Schnell konnten geflüchtete Jugendliche in die Gruppe aufgenommen werden (heute 50%); unter professioneller Anleitung werden eigene Tanz-, Theater- oder Musikstücke entwickelt und zum Teil aufgeführt; seit Anfang 2017 sind auch Kooperationen mit Schulen entstanden; weitere Aktionsformen werden ständig entwickelt und erprobt; dazu viermal wöchentlich offene Werkstätten, Einzelcoachings, Maßnahmen zur Förderung der Gruppenbildung, Sprachförderung und Einüben gewaltfreier Kommunikation Zwischenergebnisse: das erste Theaterstück wurde im Oktober 2015 mehrfach aufgeführt für ca. 700 Zuschauer*innen und wurde für den Kulturpreis 2016 vorgeschlagen. Das zweite Stück wurde im Herbst 2016 aufgeführt für ca. 600 Zuschauer*innen; drittes Stück zu den Themen ‘religiöse Vielfalt und Toleranz’ am Heiligabend für ca. 1.000 Zuschauer*innen. Das Gruppenverhalten der Jugendlichen untereinander hat sich inzwischen spürbar verändert. 51 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 52 Projekte der engeren Wahl Projekt Bürgernetzwerk Staßfurt initiativ e. V. – Wir sind die Gestalter unserer Zukunft!, Staßfurt-Leopoldshall Projekteinreicher Staßfurt initiativ e. V. Projektkurzbeschreibung Überforderung der Nachbarschaft mit ankommenden Geflüchteten, geringes Verantwortlichkeitsgefühl in der Stadtverwaltung, nicht vorhandene Organisationsstrukturen; notwendiger Dialog mit der stark xenophoben Bevölkerung – diese Ausgangssituation macht die Wichtigkeit der Arbeit des Staßfurt initiativ e.V. deutlich. Bausteine: Organisation einer öffentlichen Veranstaltung "Wo drückt der Schuh?"Besuch von Deutsch- und Englischkursen, Einrichten einer Kleiderkammer, Organisation von Handarbeits- und Bastelnachmittage; Erarbeitung von individuellen Kommunikationsstrategien, Entwicklung von Kompetenz-Portfolios, Wecken von Lernlust, Anbieten von alternativen Lernmöglichkeiten, Mentoring und Coaching aller Aktiven, Umsetzung von vertrauensbildenden Maßnahmen, Begegnung auf Augenhöhe und Gestaltung eines Abenteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche. Zwischenergebnisse: seit September 2015 wurden im Vereinsregister registriert; mittlerweile etabliert: von der Stadtverwaltung akzeptiert (oder geduldet), aber vom Landkreis anerkannt und geschätzt; Auszeichnung von der Stiftung Bürgermut mit Transferstipendium; ca. 300 Menschen haben bisher persönlich von unserem Konzept Profitiert, haben etwas gelernt, neuen Lebenssinn oder Lebensfreude gefunden, neue Aufgaben und neue Freundschaften. Projekt Integrations-WG „Fred“ – Fairness, Respekt, Engagement, degewo, Berlin Projekteinreicher degewo AG, Berlin Projektkurzbeschreibung Ausgangslage: Die degewo führt pro Jahr ein Azubi-Projekt durch. 2016 war das Thema die Versorgung mit Wohnraum in Integration junger Ausländer. Daraus wurde das Projekt FRED: die Schaffung einer WG für Deutsche und Geflüchtete in Ausbildung / Beschäftigung. Bausteine: 142 qm Loftfläche in einem Gebäude des sozialen Wohnungsbaus wurden beplant: Grundrisse, Fußböden, Küche, Aufenthaltsraum. Es entstanden vier nahezu gleich große Räume für vier Personen. Im Netz bewarben sich 100 Interessenten. Zwischenergebnisse: Die Wohnung wurde am 16. Dezember 2016 an die Bewohner übergeben. Es wurden die „goldenen Regeln“ und die Schlüssel im Rahmen einer Einweihungsfeier übergeben. Intern prüft die degewo die Übertragbarkeit des Projektes. 52 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 53 Projekte der engeren Wahl Projekt „Ankommen in Mümmelmannsberg“ – 10 Filmportraits, Hamburg Projekteinreicher Stadtteilmarketing Mümmelmannsberg c/o ProQuartier Hamburg Gesellschaft für Sozialmanagement und Projekte mbH Projektkurzbeschreibung Das Projekt soll dem schlechten Image der Großsiedlung entgegenwirken und zeigen, dass Integration auch in Mümmelmannsberg erfolgreich sein kann. Ziel ist die gelungene Integration im Stadtteil sie soll gewürdigt und nachhaltig öffentlich sichtbar sein. Bausteine: Projektierung: März-April 2016; Sichtung der teilnehmenden Personen: Mai-Juni 2016; Produktion: Juli-August 2016; PR u. Öffentlichkeitsarbeit: Okt. 2016; Premiere: 11.11.2016; seitdem: Vertrieb. Zwischenergebnisse: 10 Filme mit einer Gesamtlänge von 50 Minuten; Premiere mit 200 Gästen, Homepage, Facebook, Printmedien,TV-Bericht, Postings u.s.w. „Unser Projekt macht anschaulich, wie sehr die wertvolle Expertise und die partnerschaftliche Mitwirkung der erfolgreich in Deutschland angekommenen Zuwanderer bei der Bewältigung der großen integrativen Herausforderungen in Nachbarschaft, Stadtteil und Gesellschaft brauchen.“ Projekt Offener Treff Speelberg, Emmerich am Rhein Projekteinreicher Stadt Emmerich Projektkurzbeschreibung Seit Herbst 2015 gab es einen sprunghaften Anstieg der Asylsuchenden in der Kommune; großes ehrenamtliches Engagement – meist 1:1-Patenschaften, jedoch nicht für alle realisierbar; Bündelung der Kapazitäten u.a. mit einem „offenen Treff“; räumliche Möglichkeiten dazu im Jugendheim. Bausteine: Erster “offener Treff” im April 2016. Durch kontinuierlich wachsende Zahl von Besuchern erfolgte die sukzessive Ausweitung des Angebots vor Ort und Verbesserung der Ausstattung des Treffs. Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen. Zwischenergebnisse: Etablierung des Treffpunktes; wöchentliche Begegnungen in der Anlaufstelle; Freizeitbeschäftigungen, Lernen, Kontakte knüpfen usw. „In ausschließlich ehrenamtlicher Initiative ist etwas entstanden, das als zentraler Ausgangspunkt für einen gelingenden Integrationsprozess in Emmerich fungiert, da der Weg aus dem Treff hinaus sehr oft weiterführt: in Sprachlernoder hauptamtliche Beratungsangebote, ins Praktikum, in die Bücherei oder auch in den Fußballverein.“ 53 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 54 Projekte der engeren Wahl Projekt GemeinsamGarten / Miteinander in Konstanz e.V. Projekteinreicher Miteinander in Konstanz e.V. / GemeinsamGarten Projektkurzbeschreibung Die zahlreichen Flüchtlichen in den Notunterkünften möchten sich an der gemeinsamen Gartengestaltung beteiligen. Bausteine: Frühjahr 2015 – Eröffnung des GemeinsamGarten, Bewerbung der Projektidee in den Sammelunterkünften, weitere Beete sind an Quartiersbewohner vergeben. Im Winter sind alternative Freizeitangebote sinnvoll. Zwischenergebnisse: Schöner Garten mit Zaun, Bank und Hütte, der ertragreich und rein biologisch bewirtschaftet wird. Regelmäßige Treffen im Nachbarschaftsgarten, bei schlechtem Wetter in den Räumen des Vereins. Gemeinsame Back- und Kochaktionen. „Geflüchtete gärtnern gemeinsam mit Beheimateten auf Augenhöhe und werden so vorbildlich integriert.“ Projekt Alt für Jung Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete, Bremen Projekteinreicher Ambulante Versorgungsbrücken e.V. (AVB), Bremen Projektkurzbeschreibung 12.500 Flüchtlinge allein im Jahr 2015 in Bremen. Auch in der AVB stellt man sich die Frage, wie zu helfen sei. Mitglieder meist im Alter 60plus. Viele Potenziale, aber auch viele Vorbehalte vorhanden. In der Folge sollten Flüchtlinge niedrigschwellig durch Paten unterstützt werden. Bausteine: Kooperations- u. Netzwerkpartner finden, Paten suchen, Öffentlichkeit herstellen u.s.w. , Vernissage und Ausstellung „Hello my name is“ mit Portraits von Geflüchteten. Zwischenergebnisse: Bislang wurden 53 „1:1-Patenschaften“ angebahnt. Positive Beziehungspflege wirkt sich auf die individuelle Entwicklung aus. „Das Projekt befähigt Menschen sich mit gegenseitigen Respekt zu begegnen und nachhaltig für- und miteinander die Vergangenheit zu verarbeiten, die Gegenwart und die Zukunft zu gestalten”. 54 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 55 Projekte der engeren Wahl Projekt Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, Göppingen-Bodenfeld Projekteinreicher FLÜWO Bauen Wohnen eG Projektkurzbeschreibung Drei Gebäude wurden von der FLÜWO für die Flüchtlingsunterkunft bereitgestellt. Weitere Maßnahmen zur Integration der neuen Bewohner wurden erforderlich und die Idee der Fahrradwerkstatt entstand. Bausteine: Herbst 2015: Einsammlung von 250 herrenlosen Fahrrädern in allen Häusern der FLÜWO. April 2016: Eröffnung der Fahrradwerkstatt. „Pauls Café“ in der Nähe als Bezugspunkt und Anlaufstelle. Zwischenergebnisse: Bewohner und Nachbarn können an drei Tagen in der Woche unter Anleitung ihr eigenes oder ein gespendetes Fahrrad wieder verkehrstauglich machen. Begleitet wird die Maßnahme durch Sprachkurse, Fahrradschulungen und Unterricht zu Verkehrsregeln. Die Mobilität der Flüchtlinge konnte deutlich verbessert werden. Viele weitere Angebote (Kinderbetreuung, Beschäftigung, Unterricht, Patenschaften) sind entstanden. „Die Kooperation unterschiedlicher Akteure mit anfangs gegenseitigen Vorbehalten, die durch intensiven Austausch über Werte und Ziele zu einer produktiven und gelingenden Zusammenarbeit führten.“ Projekt WELCOME Treff – offener Begegnungsort im Herzen von Halle Projekteinreicher Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. Projektkurzbeschreibung Durch die Flüchtlingssituation entstand ein Bedarf nach Begegnungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in der Innenstadt von Halle, in der Nähe einer Landesaufnahmeeinrichtung. Bausteine: Mitte 2015 entstand von vielen Projektpartnern die Idee zum Aufbau eines offenen Begegnungsortes. Im Dezember 2016 wurde der WELCOME Treff eröffnet und bietet ein regelmäßiges Wochenprogramm sowie viele Mitmachmöglichkeiten für Geflüchtete. Zwischenergebnisse: Der WELCOME Treff hat sich als Ort der Begegnung etabliert. Täglich besuchen 50 Geflüchtete und Einheimische den Treffpunkt mit Sprach- und Kulturveranstaltungen, Kochevents, Kinderangeboten, Berufstage u.v.m. 55 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 56 Projekte der engeren Wahl Projekt Schulzzwanzig, Essen Projekteinreicher Gewobau Wohnungsgenossenschaft Essen eG Projektkurzbeschreibung Integrationsbedarf von 184 Familien aus 22 Nationen. Bedarf an familienund sozialorientierten Angebote mit dem Ziel, die Integration von Zuwanderern zu erleichtern. Bausteine: Umbau eines ebenerdigen Fahrradkellers als Nachbarschaftstreff durch die Gewobau. Miet- und betriebskostenfreie Bereitstellung. Notwendige Raumerweiterung aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Anzahl der Förderer sowie der Honorarkräfte und Helfer wuchs weiter. Zwischenergebnisse: Der Stadtteiltreff ist aus Huttrop nicht mehr wegzudenken. Gutes Wohnklima bedeutet: weniger soziale Konflikte, weniger Vandalismus, geringe Fluktuation und weniger Hilfeleistungen in den Familien. Projekt WVA – Wohnungsvermittlungsagentur für Menschen aus aktuellen Krisengebieten, Essen Projekteinreicher Allbau Managementgesellschaft mbH, Essen Projektkurzbeschreibung Die Stadt Essen steht durch die hohen Zuwanderungszahlen vor großen Herausforderungen. Unterbringung in Zeltdörfern belastet den städtischen Haushalt. Die Allbau AG bringt ihre Fachkompetenz zum Thema „Wohnen“ durch die WVA ein. Bausteine: Projekt kann auf Erfahrungen aus 2012 mit dem Projekt „Wohnungen für Flüchtlinge“ aufbauen. Personelle Besetzung – Abstimmungstreffen mit den Kooperationspartnern – Entwicklung von Fragenkatalogen – Entwicklung einer alltagstauglichen EDV. Zwischenergebnisse: Alle 10 Zeltdörfer sind inzwischen aufgelöst. Flüchtlinge haben die Möglichkeit, sich in festen, zum Teil neu errichteten Unterkünften zu begeben und von dort in Ruhe auf Wohnungssuche zu gehen – unterstützt u.a. durch die WVA. „Die Einzigartigkeit! – Wirtschaftsorientierte Konkurrenten, soziale Verbände und Stadt Essen arbeiten auf Grundlage eines humanen/sozialen Gedankens zusammen und gehen wirtschaftliche Risiken ein.“ 56 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 57 Projekte der engeren Wahl Projekt FRIEDA – der mobile Kindergarten, Bochum Projekteinreicher AWO Kindergartenwerk, Jana Schlüter Projektkurzbeschreibung Eine große Anzahl der Flüchtlinge sind minderjährig. Es gibt nicht genug Kindergartenplätze. Derzeit sind 600 Kinder ohne Kindergartenplatz. Das Projekt FRIEDA will hier flexibel Abhilfe schaffen Zwischenergebnisse: Einige Flüchtlingsunterkünfte konnten von der „Tour“ gestrichen werden, da inzwischen genügend Regelplätze existieren. Durch den Wechsel der Bewohner ist eine ständige Anpassung des Angebots notwendig. FRIEDA ist inzwischen eine feste Größe in vier Sozialräumen Bochums und Teil eines engmaschigen Netzwerkes. „FRIEDA kann eine Lücke für Kinder im Kindergartenalter schließen, in dem auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird und sie so zunächst wieder zu sich selbst und durch sprachliche und soziale Weiterentwicklung auch eine Anbindung zum Quartier finden können.“ Projekt Flüchtlingsunterkunft am Tönniskamp, Münster Projekteinreicher Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen GmbH Projektkurzbeschreibung Das Dezentrale Unterbringungskonzept der Stadt Münster ist Grundlage. Durch die Konzeption von Unterkünften für max. 50 Personen in Mietreihenhäuser ist die städtebauliche Integration in das Gebiet sowie die Akzeptanz durch die Bewohner erleichtert. Professionelle Begleitung und ehrenamtliches Engagement sind wichtige Eckpfeiler der Betreuung. Bausteine: Bereits 2013 wurde die Flüchtlingsunterkunft ‘Am Töniskamp’ durch die Wohn + Stadtbau errichtet. Durchführung von Informationsveranstaltungen für die Bewohner. Die Gebäude können nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft als ganz normale Wohngebäude weitergenutzt werden. Zwischenergebnisse: Durch die Errichtung von massiven Wohngebäuden fügen sich die Unterkünfte baulich ein und erfüllen auch den integrativen Anspruch. 57 INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 58 Projekte der engeren Wahl Projekt Auf Augenhöhe – Ein Projekt zur Integration von Alteingesessenen und neu Angekommenen, Ingelheim Projekteinreicher Stadt Ingelheim, Integrationsbüro Projektkurzbeschreibung Mit Beginn des massiven Flüchtlingszuzugs wurden viele Vorurteile über die Fluchtursachen in der Bevölkerung spürbar. Stadtverwaltung und Fridtjof-Nansen-Akademie sind dem durch eine Informationskampagne über die Ursachen der Flucht entgegen getreten. Teil dessen war die Projektwerkstatt „WerkStadt IngelHeimat“. Bausteine: Durchführung von fünf Informationsabende „Fluchtursachen kompakt“, Worldcafé, Werkstatt ’IngelHeimat’ zum gemeinsamen Dialog, Vorstellung der Charta des Zusammenlebens. Zwischenergebnisse: Bessere Einsicht und Verständnis für Flüchtlinge konnte erreicht werden, sachlichere Diskussionen, greifbares Ergebnis ist die „Charta des Zusammenlebens“. 58   /DQGUDWVDPW.DUOVUXKH'H]HUQDW,,,$PWIU ,QWHJUDWLRQ(KUHQDPWVNRRUGLQDWLRQ 5KHLQVEHUJHU:RKQXQJVJHVHOOVFKDIWPE+ $PWIU6R]LDOHV :RKQHQ.RRUGLQDWLRQ )OFKWOLQJVKLOIH ,QQRYDWLRQHQIUIDPLOLHQXQGDOWHQJHUHFKWH6WDGWTXDUWLHUH 3UR]HVVEHJOHLWXQJ,QIRUPDWLRQVEHUHLWVWHOOXQJ9HUQHW]XQJ)RUWELOGXQJ =XVDPPHQOHEHQPLW=XZDQGHUHUQ%HJOHLWXQJGXUFKHLQ1HW]ZHUNYRQ (KUHQDPWOLFKHQIU8QWHUVWW]XQJLP$OOWDJ SURZRKQHQLQWHUQDWLRQDO +DXSWDPWOLFKHV1HW]ZHUNLQGHUHKUHQDPWOLFKHQ )OFKWOLQJVEHJOHLWXQJLP/DQGNUHLV.DUOVUXKH =XVDPPHQOHEHQPLWQHXHQ1DFKEDUQLQ5KHLQVEHUJ (XUHQHU,QLWLDWLYH6WDGWWHLODUEHLWIU0LJUDWLRQVIDPLOLHQ 8QWHUVWW]XQJLQ)UDJHQ:RKQXQJVVXFKHbPWHUJlQJHQXQGIUEHUIRUGHUWH .200)OFKWOLQJVLQLWLDWLYH3URMHNW5XQGXPV:RKQHQ 1DFKEDUQXQG9HUPLHWHU 'RURWKHHYDQGHQ%RUUH       .(.6H9 .HSOHU6FKXOH. .LQGHUQXQG(OWHUQXQDEKlQJLJYRQ+HUNXQIW%FKHUQlKHUEULQJHQ 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Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 60 Teilnehmer               %H\W%H\WDN)KOGLFKZLH]X+DXVH =XXQV0LWXQV SURZRKQHQLQWHUQDWLRQDO %HJHJQXQJVUDXPIU*HIOFKWHWHXQG6WXWWJDUWHU %UJHULQQHQ 'H]HQWUDOH(LQULFKWXQJXQG,QWHJUDWLRQYRQ *HPHLQVFKDIW]VXQWHUNQIWHQLP6WDGWWHLO (8/( (XURSDOHEHQ %DXHQPLW/HKPIU*UR‰XQG.OHLQ 6SLHOHQG'HXWVFKOHUQHQ &RVZLJ2UWGHU9LHOIDOW QLHGULJVFKZHOOLJH=LHOJUXSSHQDUEHLWPLWMXJHQGOLFKHQ)OFKWOLQJHQXQG 0LJUDQWHQ %DXNXQVW$NWLRQHQIU.LQGHU 0XWWHUVSUDFKLJH%HUDWHULQQHQZLUNHQPLWWHOV(LQ]HOIDOOEHJOHLWXQJLQGLH =LHOJUXSSHLP4XDUWLHUVLQGDEHUHEHQVR,PSXOVJHEHUXQG0LWZLUNHQGHEHL QRWZHQGLJHQ9HUlQGHUXQJHQLQGHUDXIQDKPHJHVHOOVFKDIW %LOGXQJVSURMHNWIU.LQGHUDXV)OFKWOLQJVIDPLOLHQGLHNHLQHQ.LWD3ODW] KDEHQ -HGH)DPLOLHHUKlOWHLQHQ3DWHQ6SUDFKNXUVHPLW.LQGHUEHWUHXXQJ )DKUUlGHUIU)OFKWOLQJH +2:2*(:RKQXQJVEDXJHVOOVFKDIWPE+ ,QWHUQDWLRQDOHU9HUHLQIU)ULHGHQXQG *HUHFKWLJNHLW3UR+XPDQLWDWHH9 ZLQH9 6WXGHQWHQZHUN+DQQRYHU .RRUGLQLHUXQJVVWHOOH+LOIHPD‰QDKPHQIU $V\OEHZHUEHUXQG)OFKWOLQJH 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deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen Die Gratulanten, Preisverleihung 2017 Projekt: ABCami Projekt: Runder Tisch für Willkommenskultur, Berkenthin Projekt: Tauchen auf dem Stundenplan, Berlin-Neukölln Projekt: Haus der Zukunft e.V., Bremen-Lüssum Projekt: Der Frankfurter Weg, Frankfurt (Oder) Projekt: ‘offen . bunt . anders’, Gräfenhainichen INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U3 Impressionen von der Preisverleihung 2017 – Die Ausgezeichneten Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin; Fotos: Jann Wilken Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; Prof. Dr. Jürgen Aring, Vorstand vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung; Hilmar von Lojewski, Beigeordneter der Hauptgeschäftsstelle Deutscher Städtetag, Leiter des Dezernats Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr; Mitri Sirin, Moderator ZDF Projekt: Wohnbrücke Hamburg Projekt: Dezentrale Unterbringung, Kempten (Allgäu) Projekt: Pro Humanitate e.V., Köln Projekt: Flüchtlingen ein Gesicht geben, Lippstadt Projekt: Offene Nachbarschaftswerkstatt, Marburg Projekt: Dezentraler Wohnverbund, Rheinsberg INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U4 Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg, Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U5 Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg, Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin Prof. Aring fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U8 Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg, fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken Die Ausstellung zum Wettbewerb kann ausgeliehen werden. Bitte wenden Sie sich an: E-mail: d.weidemueller@t-online.de
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