Publication:
2017
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365247
Path:
Integrationspreis 2017 Dokumentation

UMSCHLAG a_Integrationspreis 5_10_2017.qxp_Soz_Stadt_2012_Umschlag 08.10.17 23:52 Seite 1

Integrationspreis 2017
Dokumentation

UMSCHLAG a_Integrationspreis 5_10_2017.qxp_Soz_Stadt_2012_Umschlag 08.10.17 23:52 Seite 2

Die Auslober

AWO Bundesverband e.V.

Deutscher Mieterbund e.V.

Deutscher Städtetag

vhw
Bundesverband für Wohnen und
Stadtentwicklung e.V.

GdW
Bundesverband deutscher Wohnungsund Immobilienunternehmen e.V.

Der Wettbewerb wurde gefördert durch
das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Redaktion und Gestaltung der Dokumentation
und Ausstellung
Dagmar Weidemüller
architektur • design • stadtplanung, Berlin
Dr. Bernd Hunger, GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
Dr. Frank Jost, vhw Bundesverband für Wohnen
und Stadtentwicklung e. V.

Grundlayout der Dokumentation und
Gestaltung Logo I Themen-Trailer
Büro Roman Lorenz
Gestaltung visueller Kommunikation
design alliance, München

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit
Genehmigung der Herausgeber.
Alle Abbildungen, wenn nicht anders und besonders
erwähnt, von den jeweiligen Projektbeteiligten.

Druckcenter Berlin
2017

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 1

Dokumentation des
Wettbewerbes

Preisträger,
Nominierungen,
Projekte der engeren Wahl,
Teilnehmer

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 2

Inhaltsverzeichnis

Seite

5

Vorwort der Auslober

7

Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs
im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

8

Auslobung

9

Die Auswahlgremien

10

Ergebnisse: Preise und Nominierungen

KATEGORIE: NACHBARSCHAFTEN
12

Flüchtlingen ein Gesicht geben
‘Migranten mischen mit’ (MMM) in Lippstadt – Ein Projekt von jungen
Flüchtlingen für junge Flüchtlinge

16

Der Frankfurter Weg
Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft –
Ressortübergreifende Kooperation in Frankfurt (Oder)

18

Offene Nachbarschaftswerkstatt
Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen –
Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches Engagement

20

Haus der Zukunft e.V.
Von der Willkommenskultur zur Teilhabe von Flüchtlingen in Bremen-Lüssum

22

Tauchen auf dem Stundenplan
Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen –
Vermittlung von sozialen Kompetenzen an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln

24

Dezentrale Unterbringung
Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) –
Integration von Asylbewerbern in neue sowie bestehende Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 3

Inhaltsverzeichnis

KATEGORIE: NETZWERKE
26

Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund
‘Rheinsberger Initiative’ – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger
unterstützt die Integration von Flüchtlingsfamilien

30

Runder Tisch für Willkommenskultur
Engagement örtlicher Akteure in Berkenthin und Umgebung –
Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur

32

Pro Humanitate e.V.
Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger
Deutscher, Migranten und Flüchtlinge bei der Integration in Schule
und Berufsleben in Köln

34

ABCami
Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen – Ein Projekt der
Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V.

36

OFFEN . BUNT . ANDERS
Eine Initiative der Volkssolidarität – Für eine erfolgreiche Integration
von Flüchtlingen und ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen

38

Wohnbrücke Hamburg
So gelingt Integration! – Integrative Wohnraumversorgung für
Geflüchtete im privaten Wohnungsbestand

40

Projekte der engeren Wahl

59

Teilnehmer

67

Impressionen von der Preisverleihung

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 4

Foto: Jann Wilke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 5

Vorwort der Auslober

Lebenswerte Stadtteile sind eine
Grundlage für sozialen Zusammenhalt und Integration. In unserer
immer stärker differenzierten Gesellschaft geht es mehr denn je darum,
das Zusammenleben der Menschen
in ihren Nachbarschaften zu unterstützen und Konflikte innerhalb der
Wohn- und Stadtquartiere im Sinne
des Allgemeinwohls zu bewältigen.
Die Zuwanderung von Flüchtlingen
in bisher unbekannter Dimension hat
dieser ohnehin politisch bedeutsamen
Aufgabe ein noch größeres Gewicht
gegeben.
Für die Integration der zugewanderten Menschen aus Krisengebieten
spielt das Zusammenleben in den
Wohnquartieren eine entscheidende
Rolle. Die Wohnung und ihr Umfeld,
die Begegnung und der Austausch
mit den Nachbarn sowie die Kontakte
in Kitas, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Begegnungsstätten sind
elementare Voraussetzungen dafür,
dass sich Einheimische und Zugewanderte respektvoll wahrnehmen, miteinander statt nur nebeneinander im
gleichen Quartier leben und Integration überhaupt erst beginnen kann.
Deshalb hatten wir, die im "Bündnis
für eine Soziale Stadt" zusammengeschlossenen Verbände, beschlossen,
im Jahr 2017 besondere Leistungen
bei der Integration von Zuwanderern
in Nachbarschaften und Wohnquartieren zu würdigen. Daraus ist die
Idee entstanden, den Wettbewerb
zum „Integrationspreis – Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ auszuloben.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind
unserem Anliegen in vollem Maße
gerecht geworden. Der Wettbewerb
hat mit 128 eingereichten Vorhaben
ein bundesweites Echo gefunden.
Dazu gehörten bauliche Projekte
ebenso wie soziale Initiativen, Vorhaben von professionellen Unternehmen und Anbietern ebenso wie bürgerschaftliche Initiativen, „große“
wie „kleine“ Vorhaben aus Städten
oder kleineren Gemeinden.
Eine elfköpfige Fachjury hat unter
dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin aus dem großen Feld
der qualitätsvollen Bewerbungen die
besten Projekte ausgewählt. Zwei von
ihnen wurden mit dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert.
Insgesamt hatten es zwölf Projekte
auf die Nominierungsliste geschafft.
Die Jury war beeindruckt von der
Qualität und Vielfalt der vielen eingereichten Projekte. "Die Auswahl ist
uns nicht leichtgefallen. Die eingereichten Projekte und Initiativen sind
hervorragende Beispiele dafür, wie
Konflikten innerhalb von Nachbarschaften begegnet werden kann. So
kann Integration gelingen!", so die
Einschätzung des Juryvorsitzenden
Mitri Sirin.

Vorhaben ist: Um ein gutes und
sicheres Miteinander von alten und
neuen Nachbarn zu gewährleisten,
dürfen vorhandene Nachbarschaften
nicht überfordert werden.
Besonderer Dank gilt der Unterstützung des Wettbewerbs durch das
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), das den Wettbewerb
nicht nur finanziell unterstützte, sondern inhaltlich bereichert hat.

Brigitte Döcker
Vorstandsmitglied AWO Bundesverband e. V.
Dr. Franz-Georg Rips
Präsident Deutscher Mieterbund e. V.
Dr. Eva Lohse
Präsidentin Deutscher Städtetag
Axel Gedaschko
Präsident GdW Bundesverband
deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen e. V.
Prof. Dr. Jürgen Aring
Vorstand vhw Bundesverband für
Wohnen und Stadtentwicklung e.V.

Die auf einer eindrucksvollen Preisverleihung am 13. Juni 2017 im Rahmen
des Bundeskongresses zur Nationalen
Stadtentwicklungspolitik in Hamburg
ausgezeichneten Initiativen veranschaulichen konkret, wie Kommunen,
Wohnungseigentümer, soziale Träger
und bürgerschaftliche Initiativen
gemeinsam solche Bedingungen
schaffen können, dass Ausgrenzung
vermieden und Integration unterstützt wird. Eine Erfahrung aus den

5

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 7

Grußwort des
Parlamentarischen Staatssekretärs
im Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

„Zusammenleben mit neuen Nachbarn“ – das war das Motto des Integrationspreises 2017, den Deutscher
Mieterbund, Arbeiterwohlfahrt, GdW,
vhw und Deutscher Städtetag aus
aktuellem Anlass als Sonderausgabe
des bewährten „Preis Soziale Stadt“
ausgelobt hatten.
Mit dem Zuzug geflüchteter Menschen standen Kommunen, Quartiere,
Nachbarschaften 2015 ganz kurzfristig vor zusätzlichen enormen Herausforderungen. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich
der Aufgabe in den vergangenen
zwei Jahren mit überaus großem und
bemerkenswertem Engagement, mit
viel Kreativität und Herzblut gestellt
haben, wäre die Aufnahme so vieler
Menschen nicht gelungen. Ihnen gilt
unsere Anerkennung, und wir möchten, dass ihr gutes Beispiel Schule
macht. Denn es bleibt auch weiterhin
eine große Aufgabe, geflüchtete
Menschen dabei zu unterstützen, sich
im Alltag zurechtzufinden, Bildungsangebote wahrzunehmen, Wohnung
und Arbeit zu finden. Deshalb hat
das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Integrationspreis
2017 sehr gerne unterstützt und wir
haben uns gefreut, dass Bundespräsident Dr. Frank Walter Steinmeier
bereit war, die Schirmherrschaft zu
übernehmen.

Die Preisträger und Nominierten verdeutlichen Engagement und gelebte
Willkommenskultur auf lokaler Ebene
und in den Nachbarschaften. Sie und
die 128 weiteren eingereichten
Projekte stehen stellvertretend für das
vielfache ehrenamtliche Engagement
in den Städten und Gemeinden
deutschlandweit. Ihnen allen gilt mein
besonderer Dank!
So unverzichtbar ehrenamtliches
Engagement für den Zusammenhalt
in der Nachbarschaft ist, so sehr
braucht dieses Engagement professionelle Unterstützung und Orte, an
denen es stattfinden kann, an denen
sich Menschen kennenlernen, miteinander sprechen und Freundschaften
schließen können; Orte, an denen der
gesellschaftliche Zusammenhalt
wächst.
Daher hat die Bundesregierung die
Mittel für das Programm Soziale Stadt
in dieser Legislaturperiode fast verfünffacht. Mit 190 Mio. Euro stehen
so viel Mittel wie nie zuvor zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir
2017 den neuen „Investitionspakt
Soziale Integration im Quartier“ aufgelegt. Dafür stehen jährlich 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 bereit.
Ziel des Investitionspakts es, Schulen,
Bibliotheken und Kindergärten oder
auch Quartierstreffs zu Orten der
Integration in Städten und Gemeinden weiterzuentwickeln. Dem bewährten Vorbild des Quartiermanagements im Programm Soziale Stadt
folgend, kann dies durch „Integrationsmanager“ unterstützt werden.
Damit haben die Kommunen ein weiteres Werkzeug an der Hand, um
gemeinsam mit der Zivilgesellschaft,
Initiativen, Vereinen und den Unternehmen vor Ort sozialen Zusammenhalt in unserem Land zu sichern.

Integration und soziale Stadtentwicklung sind Querschnittsthemen:
Gesundheits- und Bildungspolitik,
Arbeitsmarktpolitik, Wohnungs- und
Stadtentwicklungspolitik müssen
zusammenwirken, um die Lebenschancen in den Quartieren zu verbessern, die besondere Integrationsleistungen erbringen.
Mit der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaften
stärken – Miteinander im Quartier“
haben wir auf Bundesebene einen
großen Schritt in Richtung einer stärkeren Zusammenarbeit gemacht, mit
dem wir Förderung bündeln und den
Aktiven vor Ort die Umsetzung
erleichtern wollen.
Integration und Zusammenhalt gelingen nur durch Menschen vor Ort –
dies zeigt sich eindrucksvoll in den
eingereichten und ausgezeichneten
Projekten. Dieses Engagement der
Menschen ist der Kitt für das Zusammenleben im Quartier, für die Nachbarschaft und für die gesamte Gesellschaft.
Ich danke den Auslobern des Integrationspreises herzlich für diese Initiative. Die Bundesregierung wird den
Preis Soziale Stadt auch künftig gerne
unterstützen.

Florian Pronold
Parlamentarischer Staatssekretär
im Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit

7

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 8

Auslobung

Integrationspreis 2017
Zum ersten Mal loben der Deutsche
Städtetag, der AWO Arbeiterwohlfahrt
Bundesverband, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen, der vhw –
Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung und der Deutsche Mieterbund gemeinsam den bundesweiten
Wettbewerb zum "Integrationspreis
2017" aus.
Er findet unter dem Motto
"Zusammenleben mit neuen Nachbarn" mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit statt.
Der Wettbewerb wird anhand guter
Beispiele öffentlichkeitswirksam aufzeigen, dass erfolgreiche Integration im
Quartier beginnt. Gemeinsam müssen
Kommunen, Wohnungseigentümer,
soziale Träger und bürgerschaftliche
Initiativen in den Wohnquartieren die
Voraussetzungen dafür schaffen, dass
Ausgrenzung vermieden und Integration unterstützt wird. Dabei dürfen
vorhandene Nachbarschaften nicht
überfordert werden.

Für jeden Preis können bis zu fünf
Projekte nominiert werden. Auszeichnungswürdig sind Aktivitäten und
Projekte, die
- Unterkunft mit Lösungen schaffen,
die nachhaltig sind und die Integration von Zuwanderern in vorhandene
Wohnquartiere unterstützen,
- im Wohnumfeld Möglichkeiten der
Begegnung verbessern,
- bürgerschaftliches Engagement bei
der Integration von Zuwanderern im
Quartier unterstützen,
- das Zusammenleben von neuen
und alten Nachbarn fördern,
- den Zugang zu Bildung und
Betreuung im Quartier für Zuwanderer verbessern,

Der Integrationspreis 2017 wird am
Dienstag, den 13. Juni 2017, verliehen.

- Arbeit im Quartier für Zuwanderer
schaffen.
Wer kann teilnehmen?

Eine unabhängige Jury vergibt zwei
Preise in den Kategorien:
Netzwerke:
Innovative Projekte der Kooperation
von Kommunen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen, bürgerschaftlichen Initiativen und Wohnungswirtschaft – Vorhaben mit ausgeprägtem
Netzwerkcharakter.
Nachbarschaften:
Innovative Projekte von Wohnungsunternehmen, Einzeleigentümern, Mieterinnen und Mietern sowie anderen
Engagierten, die das Zusammenleben
von neuen und vorhandenen Nachbarn unterstützen.

8

1Die Begriffe Zuwanderer, Einwanderer,
Migranten, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge verwenden wir
synonym.

Einsendung der Bewerbungsunterlagen bis 23. Januar 2017 auf dem
Postweg an die Geschäftsstelle des
Wettbewerbs (Kontakt rechts).

Um welche Inhalte geht es?
Der Wettbewerb richtet sich an Projekte, die das Thema "Wohnquartier
und Nachbarschaft" mit dem Thema
"Zuwanderung" verbinden.

Bewerben können sich Projekte jeder
Art, kleinteilige Initiativen sozialen
und nachbarschaftlichen Engagements genauso wie große, komplexe
Quartiersprojekte, Projekte aus kleineren Gemeinden wie auch aus Städten jeder Größe.

Um den Preis können sich Projekte
bewerben, deren Anliegen die Integration von Zuwanderern1 in vorhandene Nachbarschaften, Stadtteile und
Wohnquartiere ist. Sie müssen die
Planungsphase überwunden haben.
Der Integrationspreis ist offen für alle
Projekte und Akteure. Er richtet sich
sowohl an Bürger- und Bewohnergruppen im Quartier, z. B. Gewerbetreibende, Schulklassen, Organisatoren von Begegnungsstätten, als auch
an die klassischen Handlungsträger
der Stadtentwicklung wie Kommunen, Wohnungsunternehmen, Sanierungsträger, private Investoren oder
freie Wohlfahrtspflege.
Der Wettbewerb ist nicht auf die
Gebiete des Programms „Soziale
Stadt“ beschränkt. Initiativen außerhalb der Fördergebiete werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt.

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 9

Die Auswahlgremien

Mitglieder der Vor-Jury
16./17. Februar 2017

Mitglieder der Haupt-Jury
16./17. März 2017

Katharina Burkardt
GdW – Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunter nehmen e.V., Berlin

Dieter Cordes
Bremen

Dieter Eckert
AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Berlin
Jenny Fabig
AWO Aktiv in Hamburg gGmbH
Axel Fietzek
LebensRäume Hoyerswerda eG
Dr. Stephanie Grüger
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin
Dr. Frank Jost
vhw – Bundesverband für Wohnen
und Stadtentwicklung e.V., Berlin
Jutta Kalepky
Architektin, Berlin
Ute Krüger
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Dr. Timo Munzinger
Deutscher Städtetag, Köln
Ulrich Ropertz
Deutscher Mieterbund e.V., Berlin

Thomas Dienberg
Stadt Göttingen
Bärbel Fox
AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Berlin
Axel Gedaschko
GdW – Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Berlin
Dr. Armin Hentschel
IfsS – Institut für soziale Stadtentwicklung, Potsdam
Jürgen Otto
AWO Bezirksverband Niederrhein,
Essen
Martina Pirch
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin
Staatssekretär Florian Pronold
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin
Mitri Sirin
ZDF, Berlin
Prof. Dr. hc Christiane Thalgott
München
Marietta Tzschoppe
Stadt Cottbus

Heike Zuhse
Deutscher Mieterbund e.V., Berlin

Prof. Klaus Wermker
Essen

Trophäe für die Preisträger

Mitglieder der Haupt-Jury

Tina Merkau

Patrick Senkel
vhw – Bundesverband für Wohnen
und Stadtentwicklung e.V., Berlin

9

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 00:56 Seite 10

Ergebnisse: Preise und Nominierungen

Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
zeichnet der "Integrationspreis 2017"
hervorragende Projekte aus, die dazu
beitragen, in den Wohnquartieren
lebendige Nachbarschaften zu erhalten, Ausgrenzung zu vermeiden und

Integration zu unterstützen. Eine elfköpfige Fachjury hat unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri
Sirin aus dem großen Feld der qualitätsvollen Bewerbungen die besten
Projekte ausgewählt. Zwei von ihnen
wurden am 13. Juni in Hamburg mit

dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert. Insgesamt hatten es
zwölf Projekte auf die Nominierungsliste geschafft.

Kategorie: Nachbarschaften

PREIS

Projekt: Flüchtlingen ein Gesicht geben
‚Migranten mischen mit’ (MMM) in Lippstadt – Ein Projekt von jungen Flüchtlingen für
junge Flüchtlinge
Projekteinreicher: AWO – Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland / Soest

Nominierung

Projekt: Der Frankfurter Weg
Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft –
Ressortübergreifende Kooperation in Frankfurt (Oder)
Projekteinreicher: WOWI Wohnungswirtschaft Frankfurt (Oder) GmbH

Nominierung

Projekt: Offene Nachbarschaftswerkstatt
Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen –
Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches Engagement
Projekteinreicher: Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit e.V., Marburg

Nominierung

Projekt: Haus der Zukunft e.V.
Von der Willkommenskultur zur Teilhabe von Flüchtlingen in Bremen-Lüssum
Projekteinreicher: Haus der Zukunft e.V. Bremen-Lüssum und
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen, Bremen

Nominierung

Projekt: Tauchen auf dem Stundenplan
Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen – Vermittlung von sozialen
Kompetenzen an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln
Projekteinreicher: Viola Sperling, Lehrerin an der Kepler-Schule und
Joachim Sperling, Lehrer an der Kepler-Schule in Berlin-Neukölln

Nominierung

Projekt: Dezentrale Unterbringung
Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) –
Integration von Asylbewerbern in neue sowie bestehende Nachbarschaften
Projekteinreicher: BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG,
Kempten-Sankt Mang

10

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 01:10 Seite 11

Ergebnisse

Kategorie: Netzwerke

Projekt: Rheinsberger Modell: Dezentraler Wohnverbund
‘Rheinsberger Initiative’ – Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher Bürger unterstützt
die Integration von Flüchtlingsfamilien
Projekteinreicher: Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH (REWOGE)

PREIS

Projekt: Runder Tisch für Willkommenskultur
Engagement örtlicher Akteure in Berkenthin und Umgebung – Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur
Projekteinreicher: Runder Tisch für Willkommenskultur in und um Berkenthin und Gemeinde /
Amt Berkenthin

Nominierung

Projekt: Pro Humanitate e.V.
Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger Deutscher, Migranten und
Flüchtlinge bei der Integration in Schule und Berufsleben in Köln
Projekteinreicher: Internationaler Verein für Frieden und Gerechtigkeit – Pro Humanitate e.V.

Nominierung

Projekt: ABCami
Alphabetisierung und Grundbildung an Moscheen – Ein Projekt der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V.
Projekteinreicher: Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V.

Nominierung

Projekt: OFFEN . BUNT . ANDERS
Eine Initiative der Volkssolidarität – Für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen und ein
vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen
Projekteinreicher: Initiative ‚offen.bunt.anders’ – Interessengemeinschaft der Volkssolidarität,
Gräfenhainichen

Nominierung

Projekt: Wohnbrücke Hamburg
So gelingt Integration! – Integrative Wohnraumversorgung für Geflüchtete im
privaten Wohnungsbestand
Projekteinreicher: Stiftung Wohnbrücke Hamburg

Nominierung

11

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 12

Preisträger
Flüchtlingen ein Gesicht geben
‚Migranten mischen mit’ (MMM) in
Lippstadt –
Ein Projekt von jungen Flüchtlingen
für junge Flüchtlinge
Projekteinreicher:
AWO
Arbeiterwohlfahrt Hochsauerland /
Soest
Projektbeteiligte:
Stadt Lippstadt,
Bürgermeister Christof Sommer
(Schirmherr);
Theaterpädagogin Dagmar C. Weinert;
Mediendesigner Holger Künemund;
Stadtmuseum; Stadttheater;
Conrad-Hansen-Musikschule;
Lippstädter Schulen;
Gymnasium Schloß Overhagen

Hinter jedem geflüchteten Menschen
steht ein Schicksal, eine Geschichte.
Jeder Einzelne von ihnen hat Talente,
die unsere Gesellschaft bereichern
können. Diese Botschaft vermittelt
das Projekt "Flüchtlingen ein Gesicht
geben".
Im Jugendmigrationsdienst der
AWO trifft sich einmal wöchentlich
die Gruppe „Migranten mischen mit”
(MMM). Die Jugendlichen im Alter
von 15 bis 24 Jahren sind fast alle
auch als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen und kennen sehr
genau die Situation der neueingewanderten Jugendlichen. Sie hatten
die Idee ein Projekt durchzuführen,
in dem junge Geflüchtete selbst zu
Wort kommen und die einheimische
Bevölkerung von ihnen erfährt.
Mit professioneller Unterstützung
durch die Arbeiterwohlfahrt erarbeitete die Gruppe ein Konzept für die
Durchführung von Interviews mit den
Zuwanderern. Die Antworten auf Fragen wie: Warum hast du dein Land

verlassen? Wie hast du die Flucht
erlebt? Was sind deine Stärken? Was
sind deine Wünsche und Träume für
die Zukunft? setzen bereits kleine
Geschichten zusammen.
Sie trafen dabei auf eine unglaublich
große Hilfsbereitschaft hauptamtlicher AWO-Mitarbeiter, der Stadtverwaltung und vieler ehrenamtlicher
Helfern aus allen Bereichen des Stadtlebens, von denen selbst viele einen
Migrationshintergrund haben.
Die Resonanz war unter der Bevölkerung so groß, dass das Projekt nicht
nur in regionalen Schulen gezeigt
wurde, sondern auch auf Einladung
in Ungarn.
Die Jugendlichen mischen so in der
Stadt kräftig mit. Sie fördern Begegnungen und friedliches Zusammenleben zwischen alten und neuen Nachbarn. Auf diese Weise gestalten sie
auch mutig ihre Zukunft in Deutschland mit.

Gebietstyp:
Lippstadt ist eine mittelständische
Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern.

Mitglieder der Gruppe ‘Migranten mischen mit’

12

Das Projekt zeigt, dass Lippstadt eine
wache, starke und aktive Stadt ist, in
der Zugewanderte und Einheimische
aktiv bereit sind, für einen gegenseitigen Kulturaustausch zu leben. Die
Stärken, Bedürfnisse und Talente junger Flüchtlinge werden respektiert
und als erneute Bereicherung für die
Stadt empfunden. Denn von den
70.000 Einwohnern besitzt jeder
fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund.

und die folgenden Veranstaltungen
waren beispiellos erfolgreich. Die
Gruppe hatte es geschafft die Besucher emotional unmittelbar zu erreichen und dadurch den Flüchtlingen
ein Gesicht zu geben.
Die Jugendlichen haben sehr viel
Wertschätzung und Lob für ihr Projekt erfahren. Alle Besucher bzw.
Zuschauer treten so selbst als Multiplikatoren für ein positives “aufeinander zugehen” und für Respekt ein.

Des Weiteren entstanden ausdrucksstarke Ausstellungstafeln mit sorgfältig zusammengestellten Texten und
den dazugehörigen Porträtfotos der
interviewten Gesprächspartner.
Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung mit einem Bühnenprogramm. Die Jugendlichen wollten
keine großen Reden halten – sondern
sich durch ihre eigenen kreativen und
künstlerischen Kompetenzen vorstellen.
Die Stadt Lippstadt stellte dafür die
Studiobühne des Stadttheaters zur
Verfügung. Der erste Bühnenauftritt

Die Jury war beeindruckt und vergibt
den Integrationspreis 2017 in der
Kategorie ‘Nachbarschaften’ an die
Projektbeteiligten. Das Projekt schafft
Gelegenheiten zur Begegnung und
führt junge Geflüchtete, über den
durch die Porträts gelingenden
Perspektivenwechsel, auf neue Weise
mit der einheimischen Bevölkerung
zusammen.

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 13

In regelmäßigen Gruppentreffen wurde das
Konzept erarbeitet.

Durchführung der Interviews mit den neuzugewanderten jungen Menschen. Es wurden Fragen
entwickelt zu verschiedenen Aspekten ihres Lebens, zu ihrer Heimat, zu ihrer Flucht, zu ihrem
Leben in Deutschland u.a.

Dokumentation der durchgeführten Interviews

13

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 14

Eröffnung der Foto-Ausstellung ‘Flüchtlingen ein Gesicht geben’: Die Gruppe ‘Migranten mischen mit’
führte zahlreiche Interviews mit jungen Flüchtlingen durch. Die Ausstellung zeigt die fotografische
Dokumentation dieser Gespräche.

In den kommunalen Zeitungen gab es eine Vielzahl von Berichten über das Projekt.
Viele Schulklassen, aber auch interessierte Bürger haben die Foto-Ausstellung besucht.

Das Logo für das Projekt haben
die Jugendlichen selbst entworfen

... aus dem Gästebuch zur Foto-Ausstellung:
“Die Ausstellung wird sicherlich dazu beitragen, dass das Verhältnis zwischen den „Lippstädtern“ und den Flüchtlingen noch besser
wird, als es ohnehin bereits ist. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung bis hin zum Bürgermeister äußerten, dass es für sie, für die
Flüchtlinge bisher nur Zahlen waren, wichtig
war, auch einmal Gesichter hinter diesen
Zahlen zu sehen und ihre Geschichten zu
hören. Die Mitglieder der MMM Gruppe sind
selbst die besten Beispiele für gelungene
Integration”.

Die Foto-Ausstellung präsentiert Menschen und Geschichten hinter den Zahlen!

14

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 15

Fragen an die Zuwanderer in
den Interviews:

Sowohl bewegend und nachdenklich stimmend als auch lebensfroh und mitreißend gestaltete sich
die Eröffnungsveranstaltung zur Foto-Ausstellung ‘Flüchtlingen ein Gesicht geben’.
Wie hast du dir Deutschland vorgestellt?

Wie hast du in deiner Heimat gelebt?

Persönliches
- Wie heißt du?
- Wie alt bist du?
- Aus welchem Land kommst
du?
- Welche Sprache sprichst Du?
- Wo in Lippstadt wohnst du?
- Wie fühlst du dich hier?
Das Leben in der Heimat
- Wie hast du in deiner Heimat
gelebt?
- Was musstest du aufgeben?
- Konntest du Abschied nehmen
von deinem Heimatland?
- Warum hast du Dein Land verlassen?
- Hast du Schwierigkeiten
während der Flucht gehabt?Hast du Hilfe dabei bekommen?
- Wie hast du dir Deutschland
vorgestellt?

Einübung und Gestaltung eines Bühnenprogrammes mit schauspielerischen, musikalischen,
tänzerischen und medialen Beiträgen unter Einbindung von professioneller Anleitung.

-

-

Aktuelle Situation in
Deutschland
Seit wann bist du in Deutschland?
Was machst du zurzeit in
Deutschland?
Fühlst du dich in Deutschland
willkommen?
Musstest du deine
Träume/Pläne verändern?
Glaubst du, dass du in
Deutschland die gleichen
Chancen hast wie in deinem
Heimatland?
Was vermisst du?
Was brauchst du? Welche
Schwierigkeiten hast du?

Perspektiven für die Zukunft
- Was sind deine Wünsche und
Träume für die Zukunft? Was
möchtest du in Deutschland
erreichen?
- Möchtest du in Deutschland
bleiben?
- Was sind deine Stärken? Was
sind deine Hobbys?
- Welche besondere Situation
hast du in Deutschland erlebt,
die du nicht mehr vergisst?
Ein Projekt, dass eine ganze Region aktivierte. Auch in Ungan wurde das Bühnenprogramm erfolgreich vorgeführt.

15

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 16

Nominierung
Der Frankfurter Weg
Dezentrale Unterbringung & Integration in der Nachbarschaft –
Ressortübergreifende Kooperation in
Frankfurt (Oder)
Projekteinreicher:
WOWI Wohnungswirtschaft Frankfurt
(Oder) GmbH
Projektbeteiligte:
Stadtverwaltung Frankfurt (Oder);
Stadtverordnete; Miteinander Wohnen e.V.; Migrationsnetzwerk THINK
v.a. Caritasverband für das Erzbistum;
Słubfurt e.V.; bbw Bildungszentrum
Ostbrandenburg GmbH; Integrationsbeauftragte der Stadt Frankfurt
(Oder); Internationaler Bund (GU);
intertreff e.V.; RAA Frankfurt (Oder)
Demokratie und Integration Brandenburg e.V.; Lebenshilfe Frankfurt
(Oder) e.V.; Vielfalt statt Einfalt für
ein freundliches Frankfurt (Oder) e.V.;
Stiftung SPI; Kunstgriff e.V.

Frankfurt (Oder) stand wie viele
andere Städte 2015 vor der Aufgabe,
Geflüchtete ohne Kenntnisse über
das Land und seine Kultur aufzunehmen.
Eine Kooperationsvereinbarung und
ein Generalmietvertrag zwischen der
Stadt, dem kommunalen Wohnungsunternehmen sowie Initiativen aus der
Bürgergesellschaft sind die Basis für
ein Konzept, das die Wohnraumversorgung mit Integrationsmaßnahmen
in den Nachbarschaften verbindet.
Über diese Grundlagen werden die
Zugewanderten mit Wohnraum im
Bestand der Wohnungswirtschaft
Frankfurt (Oder) GmbH versorgt,
und zwar über alle Stadtteile verteilt.
Für die Integration in die Nachbarschaft stehen in einem Lotsenprogramm zahlreiche Paten den neuen
Bewohnern bei ihren ersten Schritten
zu einer eigenen Wohnung unterstützend zur Seite. In einem Schulungsprogramm werden die Angekommenen mit Mietvertrag, Hausordnung
und dem Zusammenwohnen vertraut
gemacht.

Den Wegweiser ‘Auf gute Nachbarschaft’ – von Geflüchteten mit erarbeitet – gibt es in sieben Sprachen.
Nicht nur die Zuwanderer werden
geschult – auch die Mitarbeiter der
Wohnungswirtschaft eignen sich
Kenntnisse über fremde Kulturen an
und werden auf kulturelle Unterschiede bei den Anforderungen an
eine Wohnung bzw. bei Wohngewohnheiten vorbereitet. Bei allen
Maßnahmen steht die Bedarfsorientierung durch Beteiligung im Mittelpunkt. Die Bedarfe, Ideen und Wünsche werden empirisch durch die
Zielgruppen in einem Netzwerk von
Integrationsakteuren aufgenommen.
Daraus werden gemeinsam Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt.
Die Jury würdigt das Zusammenwirken von Stadt, Politik, Bürgern und
Wohnungswirtschaft. Es ist ein Netzwerk entstanden, das Integrationsaufgaben weit über das Wohnen hinaus
wahrnimmt.

Foto: Winfried Mausolf

Gebietstyp:
Großsiedlung mit überwiegend teilsanierten Wohnungen

Die WOWI bietet den Neu-Frankfurtern nicht nur ein Dach über den Kopf, sondern setzt sich das Ziel,
gemeinsam mit vielen Akteuren, eine bestmögliche Integration zu ermöglichen.

Foto: Mathias Klenke

Foto: Claudia Ticar

Flyer ‘Lotsen für Wohnen und Nachbarschaft’
des WOWI-Vereins ‘Miteinander Wohnen’

16

Ausbildung der Projekt-Lotsen

Herzliche Begrüßung in der neuen Wohnung

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 17

Foto: Mathias Klenke

Internationales Straßenwörterbuch – Vokabeln im Vorbeigehen lernen,
das Wohnumfeld verschönern und interkulturelle Bürgerschaft leben.

Maßnahmen, die u.a. eine solide Ausgangsbasis für ein
gutes Zusammenleben mit den Geflüchteten schaffen:

Foto: Mathias Klenke

- Die Geflüchteten werden in einem interkulturellen
Schulungsprogramm auf die Rechte und Pflichten eines
Mieters vorbereitet.
- Die Wohnungen sind im gesamten Stadtgebiet verteilt.
- Die Wohnungsbelegung und die Anzahl der Wohnungen
(hausaufgangsweise) sind vor dem Hintergrund einer
sozialen Durchmischung mit besonderer Sorgfalt definiert.
- Eine soziale Betreuung wird durch die Stadt Frankfurt
(Oder) mit Fachkräften abgesichert. Bei Bedarf steht den
Geflüchteten ein ‘Lotse für Wohnen und Nachbarschaft’
zur Seite, darüber hinaus unterstützen ehrenamtliche Paten
beim Einleben.
- Den Bewohnern von Wohnungen aus dem Generalmietvertrag bietet die WOWI ein direktes Mietverhältnis an,
sobald ihr Aufenthaltsstatus und persönlicher Wunsch ein
dauerhaftes Bleiben in Frankfurt (Oder) aussichtsreich
machen.

Foto: Mathias Klenke

Alle haben ihren Platz

Helfende Hände im Nachbarschaftstreff: Künstler und Bewohner
gestalten Nachbarschaftshilfe.

17

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 18

Nominierung
Offene Nachbarschaftswerkstatt
Kreativer Qualifikations- und Bewegungsraum in Marburg-Ockershausen – Neue Angebote für das Quartier durch bürgerschaftliches
Engagement
Projekteinreicher:
Initiative für Kinder-, Jugend- und
Gemeinwesenarbeit e.V., Marburg
Projektbeteiligte:
TSV-Ockershausen, Volkshochschule,
Qualifizierungsträger Praxis gGmbH.
Initiativen bürgerschaftlichen Engagements: ‚Gut älterwerden’, Europäische Pfadfinder, Interkultureller Garten, ‘Über den Tellerrand kochen’,
Elterninitiativen aus Kita und Krippe;
Schulen und Betreuungseinrichtungen
im Quartier: Sophie-von-BrabantSchule, Freie Schule, Bettina-vonArnim-Schule, evang. Kindertagesstätte

Zuwanderer wenden ganz nebenbei
ihre erworbenen Sprachkenntnisse
an.
So bringt die Nachbarschaftswerkstatt
unterschiedlichste Menschen zusammen, die sich gegenseitig befähigen.
Eltern und Kinder, Senioren und
junge Menschen tauschen Erfahrungen aus; verschiedene Perspektiven
und Professionen ergänzen sich. Beispielsweise erhalten alte Dinge einen
neuen Wert, indem man sie reparieren lernt.
Bildungsträger bieten Möglichkeiten
zur Qualifizierung an, die für die
Beteiligten berufliche Perspektiven
eröffnen.
Die Jury würdigt, wie gemeinsame
Arbeit zum Integrationsmotor wird.
Küche, Werkstattraum und Aufenthaltsmöglichkeiten haben Leben ins
Stadtteilzentrum gebracht.

Foto: Helga Pukall

Gebietstyp:
Konversionsgebiet der 1990er Jahre

In einem peripher gelegenen Stadtteil
Marburgs, in dem Bewohner aus 35
Nationen leben, wurde eine kostenlos
nutzbare Nachbarschaftswerkstatt eingerichtet.
Ein breites Bündnis – von Qualifizierungsträgern über Sportvereine und
Schulen bis hin zu Elterninitiativen –
trägt die Einrichtung, in der Einheimische wie Migranten unter professioneller Anleitung handwerkliche
Grundfertigkeiten erlernen. Dazu
gehört das Arbeiten mit Papier, Holz,
Metall und Ton, mit Wolle und Stoffen. Ehemalige Handwerker sichern
regelmäßige Öffnungszeiten als
Werkstattpaten.
Der gemeinschaftliche Bedarf an
Material wird über einen kleinen
“Werkstatttopf” realisiert.
Höhepunkt ist der jährlich stattfindende Herbstmarkt, auf dem die entstandenen Produkte gezeigt oder verkauft werden.
Über Sprachbarrieren hinweg arbeiten
hier Menschen interkulturell und
intergenerativ gemeinsam: bei Kochund Nähkursen, bei der Umsetzung
von Gestaltungsideen für Wege, oder
bei der Bepflanzung von Beeten. Die

Quelle: FD 61 Marburg, Januar 2017

18

Foto: IKJG

Nachbarschaftswerkstatt

Foto: Helga Pukall

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 19

Die Begegnungsräume sind offen für alle gestaltet. Die Werkstatt bringt unterschiedlichste Menschen zusammen.
Einheimische und Zugewanderte nutzen die Räumlichkeiten, um etwas herzustellen oder zu reparieren.

Statement
Dr. Stefan Heck, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf

Foto: IKJG

"Der Integrationspreis unter dem
Motto ‚Zusammenleben mit neuen
Nachbarn‘ macht deutlich, wie
wichtig es in der heutigen Zeit ist,
offene Angebote zu schaffen, um
eine positive Stadtidentität zu fördern. Hinter dieser Nominierung
steht ein engagierter Verein, dem
ich gerne auf diesem Weg für seinen täglichen Einsatz danken
möchte. Eine lebendige Vereinskultur ist unverzichtbar für unser
Gemeinwesen. Das Projekt
‚Offene Nachbarschaftswerkstatt‘
unterstützt diese Kultur mit seinen
vielseitigen Angeboten für Jung
und Alt. Als beliebter Treffpunkt
schafft die Nachbarschaftswerkstatt Orte der Begegnung und des
Austauschs, bei der die individuellen Fähigkeiten eingebracht werden können und Zusammengehörigkeit gelebt wird.”

Foto: Helga Pukall

Nähkurs

Foto: Helga Pukall

Kräuterworkshop

Vater und Sohn beim Schrauben

19

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 20

Nominierung
Haus der Zukunft e.V.
Von der Willkommenskultur zur
Teilhabe von Flüchtlingen in BremenLüssum
Projekteinreicher:
Haus der Zukunft e.V. Bremen-Lüssum
und
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen
und Bauen, Bremen
Projektbeteiligte:
Beratungsstelle ‚Ankommen im Quartier’; Einrichtung ‚Haus der Familie
Lüssum’ (Amt für Soziale Dienste);
AWO-Fachdienst Migration & Integration; GEBEKO, Gesellschaft für Begleitung und Kommunikation GbR;
Quartiermanagement Lüssum-Bock
horn, Beratungsstelle ‚Wegweisende
Freundlichkeit’, u. v. a.

Lüssum ist ein Bremer Stadtteil mit
vielen Empfängern von Transferleistungen und hohem Migranten-Anteil. Durch den Zuzug von 110 Flüchtlingsfamilien und ein neues Übergangswohnheim für 260 Menschen
hatte die Integrationsarbeit seit 2014
eine zusätzliche Dringlichkeit erlangt.
Dabei konnte die Stadt auf die langjährige erfolgreiche Arbeit zurückgreifen.
Im Quartierszentrum ‘Haus der
Zukunft’ wird das Zusammenwirken
der verschiedenen Akteure vor Ort
vorbildlich gelebt. Zahlreiche Initiativen unterschiedlicher Träger und des
kommunalen Wohnungsunternehmens GEWOBA arbeiten hier eng
zusammen. Beispiele sind: Einrichtung
einer Anlaufstelle für Geflüchtete für
die Beratung in Behördenangelegenheiten im Hochhaus der GEWOBA,
Organisation von Willkommenstreffen
und großen Mieterfesten, Durchführung von Deutschkursen, Aufbau

einer Eltern-Kind-Gruppe für Flüchtlingsfamilien, gemeinsame Sportveranstaltungen, Anlage eines Gemeinschaftsgartens mit Beteiligung syrischer Bewohner, gemeinsame Backnachmittage im Lüssumer Backhaus;
Müllsammelaktion bei einer Fahrradwerkstatt mit jungen Flüchtlingen
und vieles mehr.
Das ,Haus der Zukunft’ wird auch als
‘Mehrgenerationenhaus’ vom Bundesfamilienministerium gefördert. Mit
dieser langfristigen und kontinuierlichen Arbeit ist es möglich, in und
für Lüssum soziales Kapital zu bilden.
Aus Sicht der Jury gelingt so mit langem Atem der Übergang von der
Erstintegration zur sozialen Teilhabe.

Fotos zum Projekt: Haus der Zukunft e.V.

Gebietstyp:
Großwohnsiedlung des sozialen Wohnungsbaus der 1960er und 1970er
Jahre

Quartierzentrum – Haus der Zukunft – Mehrgenerationenhaus

Kennenlernentreffen

Mitarbeiterinnen im Haus der Zukunft

20

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 01:30 Seite 21

Statement
Uwe Beckmeyer, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Bremen II und Bremerhaven
und Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin
für Wirtschaft und Energie

Start der Bepflanzung im Gemeinschaftgarten. Nachbarn aller Altersgruppen und unterschiedlicher
Nationalität werden aktiv.

"Bremen-Lüssum gilt als sozialer
Brennpunkt und wird seit Jahren
aus dem Programm ‘Soziale Stadt’
gefördert. Dabei werden bauliche
Investitionen der Stadterneuerung
mit integrativen und sozialen
Maßnahmen gekoppelt.
Die GEWOBA und das Quartierzentrum ‘Haus der Zukunft’ engagieren sich beispielgebend, um
den sozialen Zusammenhalt in
Lüssum nachhaltig zu verbessern.
Hier weiß man, dass Integration
mehr bedeutet, als Wohnraum zu
schaffen; es gilt, das Ankommen
zu erleichtern, Hilfe im Umgang
mit Ämtern anzubieten und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
zu ermöglichen. Die Integrationsmaßnahmen werden zusammen
entwickelt, ausprobiert und ggf.
angepasst, bis aus den Flüchtlingen Nachbarn werden. Ein beeindruckendes Projekt, das meine
große Anerkennung hat und dem
mein Dank gilt."

Mieterfest der GEWOBA: Gemeinsame Feste bieten immer eine gute Möglichkeit,
sehr viel unkomplizierter miteinander in Kontakt zu kommen.

“Zusammenleben ist machbar – Herr Nachbar”:
Integrationsmaßnahmen werden gemeinsam
entwickelt, ausprobiert und gegebenenfalls
angepasst, bis eine gute Lösung da ist –
und das im ständigen Fluss.

Eröffnung der Ausstellung ‘Lüssum – ein Stadtteil zeigt sein Gesicht’. Die Menschen aus dem
Quartier werden sichtbar, neue Kontakte entstehen.

21

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 02:19 Seite 22

Nominierung
Tauchen auf dem Stundenplan
Wie Teamwork und Sport die Integration unterstützen – Vermittlung von
sozialen Kompetenzen an der KeplerSchule in Berlin-Neukölln
Projekteinreicher:
Joachim Sperling, Lehrer an der
Kepler-Schule und
Viola Sperling, Lehrerin an der KeplerSchule, Berlin-Neukölln
Projektbeteiligte:
Tauchlehrer und Tauchlehrerassistenten; Tauch-Assistenten;
Institut für Sportmedizin Berlin
(Tauchtauglichkeitsuntersuchungen);
Schulleitung, Schulverein, Tauchschulen Aqua & Aero und Atlantis
Gebietstyp:
Siedlung mit hohem Zuwandereranteil; an der Kepler-Schule 90 %

Joachim und Viola Sperling

Tauchcamp der Kepler-Schule

22

In der Neuköllner Kepler-Schule
haben über 90 Prozent der Schüler
eine nicht-deutsche Herkunftssprache. Hier wird Schulsozialarbeit mit
einem ungewöhnlichen Projekt praktiziert. Bereits seit 1993 ist Tauchen ein
besonderes Wahlpflichtfach an der
Kepler-Schule.
Schüler der 7. bis 10. Klasse können
hier international gültige Tauchscheine erwerben.
Über das Tauchen hinaus werden den
Jugendlichen soziale Kompetenzen
vermittelt, die sie befähigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Jedes Team hat unter Wasser eine klare Aufgabenteilung und
klare Verantwortlichkeiten.
Das dem Tauchen immanente PartnerSystem unterscheidet nicht zwischen
Mann und Frau, zwischen Religion
oder Herkunft. So werden Werte wie
Hilfsbereitschaft, Kooperation,
Respekt und Toleranz lebenspraktisch
und existenziell vermittelt.
Die Schüler lernen Probleme gemein-

sam zu lösen, sich gegenseitig zu helfen sowie über und unter Wasser aufeinander zu achten.
Das von Sportlehrern der Schule initiierte und gemeinsam mit unbezahlten
ehrenamtlichen (Tauch-)Lehrern
durchgeführte Projekt kann langjährige Erfolge aufweisen.
Die Jury würdigt den ungewöhnlichen und so erfolgreichen pädagogischen Ansatz. Die positiven Auswirkungen des Tauchsports auf die
Entwicklung der jungen Schüler sind
im realen Schulalltag spürbar.

Ein wichtiges Schulprojekt, um Verantwortung, Respekt und Gruppengeist zu entwickeln.

Erlernen von sozialen Kompetenzen:
Gegenseitige Hilfe über und unter Wasser.

Statement
Christina Schwarzer, CDU-Bundestagsabgeordnete für den
Wahlkreis Berlin-Neukölln
"12 herausragende Projekte, die
sich für Integration, Zusammenhalt und die Menschen in ihrer
Umgebung einsetzen. Ich bin
stolz, dass das Projekt "Tauchen
im Schulsportunterricht" der
Neuköllner Kepler-Schule dabei
ist. Seit 1993 bildet die Schule in
der Köllnischen Heide Schüler ab
der 7.Klasse nach den Richtlinien
des Verbandes Europäischer
Sporttaucher (VEST) und der
CMAS Germany aus. Sie erhalten
einen spannenden Einblick in die
Unterwasserwelt. Dabei ist für die
allermeisten die Grundvoraussetzung gleich: Das Tauchen ist für
sie eine neue Erfahrung. Egal ob
Jungen oder Mädchen, bessere
oder schwächere Schüler, Jugendliche mit oder ohne Migrationshintergrund: Beim Tauchen
machen alle dieselben Erfahrungen und teilen spannende Erlebnisse."

Das unterrichtlich eingebundene Tauchangebot
entwickelte sich zu einem Markenzeichen
der Schule.

Statement
Dr. Fritz Felgentreu, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Berlin-Neukölln
"Der ‚Integrationspreis 2017 –
Zusammenleben mit neuen Nachbarn‘ wird erstmalig vergeben und
das Neuköllner Projekt ‚Tauchen im
Schulsportunterricht‘ ist unter den
Nominierten – das freut mich sehr!
Seit 1993 haben die Schülerinnen
und Schüler der Kepler-Schule die
großartige Möglichkeit, das Tauchen zu erlernen. Dabei eignen sie
sich nicht nur eine neue Sportart
an. Fast genauso wichtig sind die
sozialen Kompetenzen, welche für
das Tauchen unumgänglich sind
und so fast nebenbei gelernt und
trainiert werden: Teamgeist, Regeln
einhalten, Zuverlässigkeit, füreinander einstehen. Das nützt dem
Zusammenleben in der Schule und
im nachbarschaftlichen Wohnumfeld gleichermaßen. Die härtesten
Kieze brauchen die besten Schulen
– die Kepler-Schule hat den Preis
mehr als verdient. Ich drücke die
Daumen!"

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 23

Trockentraining Wechselatmung

Partnercheck

Schriftliche Prüfung

Tauchsicherheit & Rettung-Prüfung
bestanden !!!

23

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:11 Seite 24

Nominierung
Dezentrale Unterbringung
Kooperationsvertrag der BSG-Allgäu
eG mit der Stadt Kempten (Allgäu) –
Integration von Asylbewerbern in
neue sowie bestehende Nachbarschaften
Projekteinreicher:
BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG, Kempten-Sankt Mang
Projektbeteiligte:
Stadt Kempten, Referat für Jugend,
Schule und Soziales;
Diakonie Kempten Allgäu
Gebietstyp:
Wohngebiete aus den 1950 bis
1970er Jahren

Auch in der Stadt Kempten ist der
Wohnungsmarkt in den letzten Jahren sehr angespannt und die Wohnungsunternehmen haben lange Wartezeiten für eine Wohnung. Dennoch
muss zusätzlicher Wohnraum, auch
für anerkannte Asylbewerber, geschaffen werden – das hat sich die
BSG-Allgäu entsprechend ihrem
satzungsmäßigen Auftrag, der seit
mehr als 110 Jahren Bestand hat,
zur Aufgabe gemacht.
Die Allgäuer Bau- und Siedlungsgenossenschaft sorgt dafür, dass
Geflüchtete schon während des Asylverfahrens so schnell wie möglich
dezentral untergebracht werden.
Nach der Anerkennung des Verfahrens wird die Umwandlung von Übergangslösungen in "normale“, d. h.
dauerhafte Mietverhältnisse angestrebt.
Die Genossenschaft übernimmt diese
Aufgabe in Kooperation mit der Stadt
Kempten und der Diakonie auf Basis
eines Betreuungsvertrages für dezentral belegte Asylbewerberunterkünfte.
Beeindruckend ist die lückenlose
Betreuung: Vier Vollzeitstellen wurden eingerichtet, um die Betreuung
zu sichern.

Beim Einzug von Asylbewerbern wird
die Nachbarschaft im Vorfeld darüber
informiert, um diese zu Offenheit und
Integration zu motivieren und einen
Ansprechpartner zu benennen, der
bei Fragen zu Verfügung steht.
Dadurch wird den Nachbarn auch
signalisiert, dass diese mit ihren teilweise vorherrschenden Sorgen und
Ängsten ernst genommen werden.
Außerdem wird die Arbeit der Helferkreise durch die BSG-Allgäu unterstützt.
Inzwischen wurden zahlreiche anerkannte Asylbewerber erfolgreich in
bestehende Wohngemeinschaften
integriert und werden von den anderen Mietern akzeptiert und geschätzt.
Durch die dauerhafte Überlassung
des genossenschaftlichen Wohnraums
in Form eines Dauernutzungsvertrages wird ein stabiles Umfeld gewährleistet und damit der Grundstein für
eine erfolgreiche Integration gelegt.
Die Jury würdigt das Engagement der
BSG-Allgäu Bau- und Siedlungsgenossenschaft für eine keineswegs selbstverständliche, freiwillige Aufgabe.

Zusammenarbeit Stadt Kempten und
BSG-Allgäu – Welche Aufgaben fallen an?
- Finden von neuen Objekten und
Anmietung / Ausstattung
- Einrichten der Wohnungen, Aufstellen
von Möbeln, Durchführen von lnstandhaltungsmaßnahmen
Foto: Ralf Lienert, Allgäuer Zeitung

Foto: lizenzfreie Bilder von Plattform Thinkstock

Der Kooperationsvertrag mit der Stadt Kempten
und der BSG Allgäu wird unterzeichnet: (v.l.n.r.):
Vorstand Tanja Thalmeier, Oberbürgermeister
Thomas Kiechle, Vorstand Mario Dalla Torre

- Unterbringen der ankommenden Asylbewerber (Begleitung zu den Wohnungen)
- Rufbereitschaft gegenüber der Bundespolizei
- Betreuung der Asylbewerber in den
Wohnungen (Wohnverhalten, wie z.B.
Lüften, Mülltrennung, etc.)

Foto: Ralf Lienert, Allgäuer Zeitung

- Schlichten von Streitigkeiten / Nachbarschaftsbeschwerden-Management
- Ansprechpartner für Ehrenamtliche /
Vermieter etc.
- Koordination von Umzügen / Abschiebungen
- Abwicklung der mietvertraglichen
Bestimmungen

Betreuung der Asylbewerber in den Wohnungen

24

Foto: BSG_Allgäu

‘Kultur-Café’ sind Veranstaltungen, die die Integration unterstützen.

Kategorie: Nachbarschaften

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 25

Statement
Dr. Gerd Müller, Bundesminister
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und CSUBundestagsabgeordneter für
den Wahlkreis Kempten, Lindau,
Oberallgäu
"Die Bewältigung der Migrationsund Flüchtlingskrise ist eine
Generationenaufgabe, bei der
jeder Einzelne beitragen kann.
Ich freue mich deshalb, dass die
BSG Allgäu mit ihrem Konzept
der dezentralen Unterbringung
und Betreuung von Asylbewerbern für den erstmals vergebenen
Integrationspreis 2017 nominiert
ist.
Die Baugenossenschaft hat Aufgaben der Stadtverwaltung in
der Betreuung und Verwaltung
aller dezentralen Wohneinheiten
für Asylbewerber übernommen.
Dieser Einsatz, der neben der
Einrichtung geeigneter Wohnungen auch den Transport zu den
Liegenschaften sowie die Abwicklung aller mietrechtlicher Bestimmungen vorsieht, gebührt höchste Anerkennung und Lob. Die
BSG Allgäu handelt nach dem
Motto ‚Menschlichkeit statt
Gewinnmaximierung‘, wofür sie
zu Recht in den Kreis der Nominierten aufgenommen worden
ist."

Foto: lizenzfreie Bilder von Plattform Thinkstock

110 Jahre nach der Gründung bewirtschaftet die BSG-Allgäu insgesamt 6.275 Wohnungen.
“Wir stellen weiterhin den Menschen und nicht das Kapital in den Mittelpunkt unseres täglichen
Handelns” (Aufsichtsratsvorsitzender der BSG Allgäu).

Foto: BSG_Allgäu

‘Kulinarisches‘ Kultur-Café Sankt Mang

Foto: BSG_Allgäu

BSG Allgäu: ”Familien, die Asyl suchen,
zu helfen, ist für uns eine humanitäre Frage”.

25

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 03:59 Seite 26

Preisträger
Rheinsberger Modell:
Dezentraler Wohnverbund
‘Rheinsberger Initiative’ –
Ein starkes Netzwerk ehrenamtlicher
Bürger unterstützt die Integration von
Flüchtlingsfamilien
Projekteinreicher:
Rheinsberger Wohnungsgesellschaft
mbH (REWOGE)
Projektbeteiligte:
Stadtverwaltung Rheinsberg; Bürgermeister der Stadt Rheinsberg;
Soziale Träger der Gemeinde und des
Landkreises; Grund-und Oberschule
der Stadt Rheinsberg

Finanziert wird die Wohnungsnutzung als Anmietung durch den Landkreis.
Eine ‘Lebensfibel’ wurde gemeinsam
erarbeitet und informiert über Regeln
im nachbarschaftlichen Zusammenleben. Die neuen Einwohner besuchen
Sprachkurse, Schulen, arbeiten in einheimischen Betrieben oder absolvieren erste Praktika, bringen sich aktiv
im öffentlichen Leben ein.
Insgesamt wird als wichtiges Ergebnis
der geleisteten Arbeit die große
Akzeptanz bei den Rheinsberger Bürgern angesehen. Größtenteils sind
unkomplizierte Nachbarschaften in
den Wohngebieten entstanden, es
gibt keine Übergriffe und keine nennenswerten Probleme bei der Betreuung der Flüchtlinge.
Mittlerweile wählten 22 Familien
ihren Wohnsitz in Rheinsberg. Diese
Familien haben beim kommunalen
Wohnungsunternehmen selbst Wohnungen angemietet. Die Kinder der
Familien sind in das Schul- und Freizeitleben der Stadt bisher gut integriert.
Die Stadtverwaltung und der Bürgermeister haben zusammen mit der
Geschäftsführung der Rheinsberger
Wohnungsgesellschaft mit einer Vielzahl von Unternehmen vor Ort Gespräche geführt und deren Arbeitsund Ausbildungsangebote über die
Betreuungsstützpunkte publiziert.
So ist es gelungen auch mehrere
Anstellungen für die neuen Rheinsberger zu finden.
Die Jury würdigt, wie die Integration
Geflüchteter in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wohnungsgesellschaft und Bürgerschaft gelungen ist
mit dem Integrationspreis 2017.

Ch. Schmettow

Gebietstyp:
Das Gebiet umfasst zwei große
Wohngebiete mit ca. 1.000 Wohnungen, vorrangig Mehrfamilienhäuser

Im Oktober 2014 stand die kleine
Stadt Rheinsberg erstmals vor der
Aufgabe, Geflüchtete aufzunehmen.
Die Stadtverwaltung und die Wohnungsgesellschaft REWOGE setzten
von Anfang an auf eine dezentrale
Unterbringung, damit der unmittelbare Kontakt zu den Einheimischen
das Ankommen erleichtert.
In relativ kurzer Zeit wurden 40 Wohnungen seitens der Wohnungsgesellschaft über Einzelmietverträge bereitgestellt.
Parallel dazu übernahm die ‘Rheinsberger Initiative’, als neues Netzwerk
von Ehrenamtlichen, Wohnungsgesellschaft, Schulen, sozialen Trägern und
Stadtverwaltung entstanden, die
Koordination von Hilfsangeboten
nach dem Grundsatz: Hilfe anbieten,
wo sie erwünscht und abgefragt
wird. Statt Bevormundung wurde die
Selbstständigkeit der neuen Rheinsberger gefördert.
Lag der Arbeitsschwerpunkt in den
ersten Monaten eher in der Herrichtung einzelner Wohnungen im Wohnverbund (Renovierung, Möblierung,
Beschaffung von Alltagsmitteln) u.a.,
so wandelte sich das Augenmerk
dann vollständig auf die Betreuung
und Begleitung der Flüchtlinge und
ihren Familienmitgliedern im Alltagsleben. Begleitet wurde die Arbeit
durch regelmäßige Treffen der Netzwerker, gemeinsam mit Mitarbeitern
des Bereiches Asyl des Landkreises
und der Stadtverwaltung Rheinsberg.
Die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH übernahm die Öffentlichkeitsarbeit über das Magazin "Stadtleben", informierte so transparent
über aktuelle Entwicklungen und
nutzte das Magazin, um Bürgerfragen
aufzugreifen.

Der Sprachunterricht bleibt auch nach Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung wichtiger
Bestandteil der Integration.

26

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 03:47 Seite 27

Statement
Dagmar Ziegler, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I,
"Pragmatisch, zupackend, unaufgeregt – die Verantwortlichen in
Rheinsberg sind einen bemerkenswerten Weg gegangen, um die
Integration von Flüchtlingen erfolgreich zu gestalten und dabei die
Bevölkerung mitzunehmen. Ganz
in der Tradition der Toleranz Friedrichs des Großen, der hier die
schönsten Jahre seiner Kronprinzenzeit verbrachte, haben die Bürger der Stadt Probleme als lösbar
und die Neuankömmlinge als
Bereicherung begriffen.
Der Ansatz, nicht mit einem vorgefertigten Schema, sondern mit
Augenmaß und Dialog auf die
neue Situation einzugehen, hat
zu einer hohen gegenseitigen
Akzeptanz von Flüchtlingen und
Alteingesessenen geführt.
Ohne zentrale Steuerung von
"oben" sollte jeder die Chance
erhalten, sich einzubringen und
Unterstützung in Anspruch zu
nehmen, wenn sie nötig war."

Gegenseitiges Kennenlernen baut Vorurteile ab.

Die KInder sind in das Schule- und Freizeitleben
der Stadt integriert.

Ch. Schmettow

Ch. Schmettow

Für die Musiker aus Syrien organisierte die
‘Rheinsberger Initiative’ neue Musikinstrumente.

Ein Tschadter lernt in einer Tischlerei

“Feuerwehr Ali”– Verstärkung bei der
Freiwilligen Feuerwehr

“Vielfalt ist unsere Zukunft” – Die “alten” und neuen Bürger tauschen bei regelmäßigen Treffen Erfahrungen aus und “verzahnen” so die
unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Bewohner.

27

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 28

HERZLICH WILLKOMMEN IN IHRER NEUEN WOHNUNG!

ΓΩϳΩΟϟ΍ϙΗϘ˰˰˰ηϲϓΎΑΣέϣϭϼϫ΃

Wir freuen uns, dass Sie bei uns wohnen und hoffen, dass Sie und Ihre Familie sich schnell
in Ihrer neuen Nachbarschaft einleben! Wir wünschen uns, dass Sie sich in Ihrem neuen
Zuhause wohl fühlen und dass der Kontakt mit Ihren Nachbarn angenehm und respektvoll ist.
In diesem Leitfaden haben wir als Ihr Vermieter Informationen für Sie zusammengestellt,
die Ihnen das Ankommen in Ihrer neuen Nachbarschaft noch weiter erleichtern sollen.

ϙΗέ˰˰˰γ΃ϭΕϧ΃ϡϠϗ΄ΗΗϥ΃ϲ˰˰˰ϓϝ˰˰˰ϣ΄ϧϭˬέΎ˰˰˰Ϙόϟ΍΍Ϋ˰˰˰ϫϲϓΎϧϳΩϟϥϛ˰˰˰γΗϥ΃Ύϧέϭέ˰˰˰γϲ˰˰˰ϋ΍ϭΩϥ˰˰˰ϣϪ˰˰˰ϧ·
ΓΩϳΟΕΎϗϼόΑϊ˰˰˰ΗϣΗΗϥ΃ϭΩ˰˰˰ϳΩΟϟ΍ϙϟίϧϣϲ˰˰˰ϓΔΣ΍έϟΎΑέό˰˰˰ηΗϥ΃ϰϧϣΗϧΩ˰˰˰ϳΩΟϟ΍ϥΎϛ˰˰˰ϣϟ΍ϊ˰˰˰ϣΎόϳέ˰˰˰γ
ΕΎϣϭϠόϣϊ˰˰˰ϣΟΑΕ΍ΩΎ˰˰˰ηέϹ΍ϩΫϫϲϓΎ˰˰˰ϧϣϗέΟ΅ϣϑέ˰˰˰ρϛϝΩΎΑΗϣϟ΍ϡ΍έ˰˰˰ΗΣϻΎΑϡ˰˰˰γΗΗϙ˰˰˰ϧ΍έϳΟϊ˰˰˰ϣ
ΩϳΩΟϟ΍ϙϧϛ˰˰˰γϲϓϙ˰˰˰ΗϣΎϗ·ϝϳϬ˰˰˰γΗϑΩϬΑϙ˰˰˰ϠΟ΃ϥ˰˰˰ϣ

Allgemeines

Mietvertrag
Der Mietvertrag regelt alles Wichtige zwischen Ihnen und uns –
beispielsweise die Höhe der Miete und die Zahlung der Betriebskosten
(z.B. für Heizung und Wasser). Bitte bewahren Sie ihn sorgfältig auf!

Verhalten in der Wohnung

3
20 C

0

4 x 5 – 10 Min.

ΔϣΎϋ ρΎϘϧ
έΎΟϳϹ΍ ΩϘϋ
ϝϳϐ˰˰˰ηΗϟ΍ϑϳϟΎϛΗϊϓΩϭέΎ˰˰˰ΟϳϹ΍ϝΛϣΎ˰˰˰ϧϧϳΑϭϙϧϳΑΔ˰˰˰ϣΎϬϟ΍ρΎ˰˰˰Ϙϧϟ΍έΎΟϳϹ΍Ω˰˰˰Ϙϋϡ˰˰˰υϧϳ
ΔϳΎϧόΑϪ˰˰˰ΑυΎϔΗΣϻ΍ϰ˰˰˰Οέϳ ϩΎϳϣϟ΍ϭΔ˰˰˰΋ϓΩΗϟ΍

Hausordnung
In der Hausordnung stehen die wichtigsten Regeln für das gute Zusammenleben mit Ihren neuen Nachbarn – z.B. auch, wann es im Haus
ruhig sein sollte oder was sonst noch für ein gutes Zusammenleben
wichtig ist.

ϥϛγϟ΍ ΔΣ΋ϻ
ϝϳΑ˰˰˰γϰϠϋˬΩΩΟϟ΍ϙ˰˰˰ϧ΍έϳΟϊ˰˰˰ϣ˯Ύ˷ϧΑϟ΍ε˰˰˰ϳΎόΗϠϟΩ˰˰˰ϋ΍ϭϘϟ΍ϡ˰˰˰ϫ΃ϥϛ˰˰˰γϟ΍ΔΣ΋ϻϡ˰˰˰οΗ
εϳΎόΗϟ΍ϝϳϬ˰˰˰γΗϪϧ΄˰˰˰ηϥϣϭϫΎϣϝϛϭέΎ˰˰˰Ϙόϟ΍ϲ˰˰˰ϓΔΣ΍έϟ΍ϭ˯ϭΩ˰˰˰Ϭϟ΍ΕΎ˰˰˰ϗϭ΃ˬϝΎ˰˰˰Λϣϟ΍
ϥ΍έϳΟϟ΍ϊ˰˰˰ϣ

Heizen
Wenn es kalt ist, können Sie mit Hilfe der Heizkörper in Ihrer Wohnung
für Wärme sorgen. Regulieren können Sie die Heizkörper über die Thermostate. Bitte denken Sie dabei daran, dass Sie die verbrauchte Energie zusätzlich zu Ihrer Miete bezahlen müssen (Betriebskosten).

Δ΋ϓΩΗϟ΍
ϲϓϡϛΣΗϟ΍ϥ˰˰˰ϛϣϳΎϬΗ΋ϓΩΗϟΔϘ˰˰˰ηϟ΍ϲϓΔ˰˰˰΋ϓΩΗϟ΍ίΎϬΟϝϳϐ˰˰˰ηΗϙϧϛϣϳΓΩϭέ˰˰˰Αϟ΍ΔϟΎΣϲ˰˰˰ϓ
ϲϓΎο·ώ˰˰˰ϠΑϣϊϓΩΗ˰˰˰γϙϧ΃έϛΫΗΗϥ΃ϰ˰˰˰ΟέϳΕΎΗ˰˰˰γϭϣέΛϟ΍ϖϳέρϥϋΔ˰˰˰΋ϓΩΗϟ΍ίΎ˰˰˰ϬΟ
 ϝϳϐ˰˰˰ηΗϟ΍ϑϳϟΎϛΗ ΔϗΎρϟ΍ϙϼϬΗ˰˰˰γ΍ϝΑΎϘϣέΎ˰˰˰ΟϳϹ΍ϰϠϋ

Lüften
Kochen, Wäsche waschen, Duschen oder Baden verursachen feuchte Luft
in der Wohnung. Damit kein Schimmel entsteht, sollten Sie bitte regelmäßig
lüften. Wir bitten Sie, mindestens drei- oder viermal am Tag die Fenster
5-10 Minuten weit zu öffnen. Bitte heizen und lüften Sie nicht gleichzeitig.
Drehen Sie vor dem Öffnen der Fenster die Heizung auf NULL (0).
Sind die Fenster wieder zu, können Sie die Heizkörper wieder aufdrehen.

ΔϳϭϬΗϟ΍
Ώρέϟ΍˯΍ϭϬϟ΍έΎ˰˰˰ηΗϧ΍ϲϓϡΎϣΣΗ˰˰˰γϻ΍ϭϝΎ˰˰˰γΗϏϻ΍ϭαΑϼϣϟ΍ϝϳ˰˰˰γϏϭϲϬρϟ΍ΏΑ˰˰˰γΗϳ
΢Ηϓϙϧϣϭ˰˰˰ΟέϧϡΎυΗϧΎΑΔϘ˰˰˰ηϟ΍ΔϳϭϬΗϰΟέϳϥ˰˰˰ϔόΗέΎΛ΁ΙϭΩ˰˰˰ΣΏϧΟΗϟϭΔϘ˰˰˰ηϟ΍ϲ˰˰˰ϓ
ϖ΋ΎϗΩ10–5ϩΩ˰˰˰ϣϟϝ˰˰˰ϗϷ΍ϰϠϋΎ˰˰˰ϳϣϭϳΕ΍έϣϊ˰˰˰Αέ΃ϭ΃ΙϼΛϝ˰˰˰ϣΎϛϝϛ˰˰˰ηΑΫ˰˰˰ϓ΍ϭϧϟ΍
Δ΋ϓΩΗϟ΍ϲ˰˰˰ϓϡϛΣΗϟ΍ΓέΎ˰˰˰ρέΩ΃ΔϳϭϬΗϟ΍Δ˰˰˰ϳϠϣϋ˯ΎϧΛ΃Δ˰˰˰΋ϓΩΗϟ΍ϝϳϐ˰˰˰ηΗΑϡϭϘΗϻ΃ϰ˰˰˰Οέϳ
ϙϧϛϣϳϯέΧ΃Γέ˰˰˰ϣΫϓ΍ϭϧϟ΍ϖϠϏΩέ˰˰˰ΟϣΑΫϓ΍ϭϧϟ΍΢ΗϔΗϥ΃ϝ˰˰˰Αϗ 0 έϔλΔΟέΩϟ΍ϰ˰˰˰Ϡϋ
Δ΋ϓΩΗϟ΍ ίΎϬΟ ϝϳϐ˰˰˰ηΗ

ΔϘηϟ΍ ϝΧ΍Ω ΕΎϳϛϭϠγϟ΍

Wäsche waschen und trocknen
Bitte achten Sie darauf, dass durch das Waschen und Trocknen Ihrer
Wäsche keine Schäden an der Wohnung entstehen – wie beispielsweise
Schimmel oder Wasserschäden auf Fußböden oder an Wänden. In Ihrem
@\XgiXegeTZbWXe<[eXe;ThfbeWahaZàaWXaF\X;\ajX\fXjbF\X<[eX
Wäsche trocknen können.

Bäder
Bitte benutzen Sie zum Baden und Duschen ausschließlich die Dusche
bzw. die Badewanne. Bitte werfen Sie – außer Toilettenpapier –
nie Gegenstände in die Toilettenschüssel. Bitte stellen Sie sich auch nie
auf die Toilettenschüssel.

3
20 C

0

4 x 5 – 10 min

ΎϬϔϳϔΟΗϭ αΑϼϣϟ΍ ϝγϏ
ϰϠϋˬΔϘ˰˰˰ηϟΎΑέ΍έο΃ΙϭΩΣϲϓϑ˰˰˰ϳϔΟΗϟ΍ϭϝϳ˰˰˰γϐϟ΍ΔϳϠϣϋΏΑ˰˰˰γΗΗϻ΃ΓΎϋ΍έϣϰ˰˰˰Οέϳ
ϥ΍έΩΟϟ΍ϭ΃ΕΎ˰˰˰ϳοέϷ΍ϰ˰˰˰ϠϋϩΎϳϣϠϟέΎ˰˰˰Λ΁έϭϬυϭ΃ϥϔόΗέΎ˰˰˰Λ΁ϥϭϛΗϝΎ˰˰˰Λϣϟ΍ϝϳΑ˰˰˰γ
˷
ϝϳ˰˰˰γϐϟ΍ϑϳϔΟΗΔϳϔϳϛϝϭ˰˰˰ΣΕ΍ΩΎ˰˰˰ηέ·ϥϛ˰˰˰γϟ΍ΔΣ΋ϻϭ΃έΎΟϳϹ΍ΩϘϋϲ˰˰˰ϓΩΟΗ˰˰˰γ

ΕΎϣΎϣΣϟ΍
ϡΎϣΣΗ˰˰˰γϻ΍νϭΣϭ΃ε˵Ωϟ΍ϡ΍ΩΧΗ˰˰˰γ΍ϰϠϋέΎλΗϗϻ΍ϰ˰˰˰ΟέϳϡΎϣΣΗ˰˰˰γϻ΍ϭ΃ϝΎ˰˰˰γΗϏϼϟ
Εϳϟ΍ϭΗϟ΍ϕ΍έϭ΃˯ΎϧΛΗ˰˰˰γΎΑνΎΣέϣϟ΍ΓΩ˰˰˰ϋΎϗϲϓ˯Ύϳ˰˰˰η΃Δϳ΃˯ΎϘϟ·ϡΩϋϰΟέϳ ϭ˰˰˰ϳϧΎΑϟ΍
νΎΣέϣϟ΍ΓΩ˰˰˰ϋΎϗϰϠϋ΍ΩΑ΃ϑ˰˰˰ϘΗϻ

Wohnleitfaden für Geflüchtete in deutsch

Wohnleitfaden für Geflüchtete in arabisch

Junge Zuwanderer helfen
bei der Renovierung von Wohnungen.

Bärbel Rechenbach

Die REWOGE koordiniert die dezentrale Herrichtung von Wohnungen, die
über das Stadtgebiet verteilt liegen.

Durch die gute strategische Vorbereitung der dezentralen Unterbringung der neuen Bewohner sind größtenteils unkomplizierte
Nachbarschaften in den Wohngebieten zu verzeichnen.

28

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 29

Statement
Sebastian Steineke, CDU-Bundestagsabgeordneter für den
Wahlkreis Prignitz – OstprignitzRuppin – Havelland I

Prof. Dr. Liedtke

Das deutsch-arabische Kindermusiktheaterstück “Wunderlampe” weckte das Interesse für fremde
Länder. Die deutschen, syrischen, afghanischen und tschetschenischen Kinder aus den Grundschulen
in Rheinsberg und Umgebung spielten in bisher zehn Vorstellungen vor jeweils bis zu 250 Grundschülern und Kitakindern in Turnhallen von Grundschulen. Märchenfiguren aus dem Orient und
Okzident begegneten einander und erzählten ganz neue Märchen...

"Ich freue mich, dass für die Verleihung des Integrationspreises
2017 für die Kategorie Netzwerke das Projekt "Zusammenleben mit neuen Nachbarn in
Rheinsberg" aus meinem Wahlkreis nominiert wurde. Der Integrationspreis ist eine tolle Anerkennung für viele haupt- und
ehrenamtliche Akteure, die sich
tagtäglich für ein friedliches
Zusammenleben von Menschen
unterschiedlicher Kulturen und
Herkunft engagieren. Hierzu zählt
ohne Zweifel das Rheinsberger
Projekt, dem ich natürlich alle
Daumen drücke. Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt
unterstützt der Bund seit vielen
Jahren die Aufwertung von Städten in strukturschwachen Regionen. Insbesondere in meiner
Region im Nordwesten Brandenburgs sind die guten Ergebnisse
dieser Förderung eindrucksvoll zu
beobachten."

Statement
Dr. Kirsten Tackmann, Bundestagsabgeordnete von DIE LINKE
für den Wahlkreis Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I

Das Projekt ‘Die essbare Schule’, ausgezeichnet
mit dem BBU-ZukunftsAward 2017, trägt zur
sozialen Stärkung des gesamten Wohnviertels
bei

Menschlichkeit kennt keine Obergrenze
"Jede Initiative, die vor Krieg und
Gewalt Flüchtende willkommen
heißt, hat meinen großen
Respekt und Unterstützung. Erst
Recht, wenn sie in meinem Heimatwahlkreis kommt, wie das für
den Integrationspreis 2017 nominierte Projekt ‚Zusammenleben
mit neuen Nachbarn in Rheinsberg‘. Das Rheinsberger Netzwerk unterstützt die neuen
Mitbürger_innen mit einem friedlichen Zuhause, also Wohnungen,
Hilfe und Respekt. Gleichzeitig
bleibt es politisch wichtig, die
Fluchtursachen zu bekämpfen, zu
denen auch deutsche Rüstungsexporte beitragen."

Willkommen im Landkreis der Vielfalt

Fotos zum Projekt, wenn nicht anders gekennzeichnet, von: J.Rammelt

29

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 30

Nominierung
Runder Tisch für
Willkommenskultur
Engagement örtlicher Akteure in
Berkenthin und Umgebung –
Ergänzung des lokalen Wohnungsangebotes und Ausbau der Infrastruktur
Projekteinreicher:
Runder Tisch für Willkommenskultur
in und um Berkenthin und Gemeinde/
Amt Berkenthin
Projektbeteiligte:
Hauptkoordinatoren und Projektkoordinatoren Runder Tisch;
über 50 weitere ehrenamtliche Mitarbeiter; Amt Berkenthin;
Evang. Kirchengemeinde Berkenthin;
Grund- und Gemeinschaftsschule
Gebietstyp:
Ländlicher Zentralort mit Bezug zum
Oberzentrum Lübeck

Berkenthin ist ein ländlicher Zentralort mit zehn umliegenden Gemeinden
und ca. 8.500 Einwohnern in der
Nähe von Lübeck.
Was das als Runder Tisch gegründete
Netzwerk von Verwaltung und Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt hat,
ist großartig. 2014 und 2015 wurden
ca. 180 Flüchtlinge aufgenommen,
und das unter schwierigen Bedingungen: Wohnraum war aufgrund des
geringen Leerstands schwer zu finden, Bauland fehlte, der öffentliche
Verkehr war unzureichend.
Beeindruckend ist die Vielzahl der
Akteure, die sich in die ‘Willkommenskultur’ eingebracht haben:
Amtsverwaltung und Gemeindevertretungen, evangelische Kirchengemeinde, Schulen, Vereine und über
50 ehrenamtlich Tätige.
Um den Ankommenden die Integration zu erleichtern, wurde eine vielfältige Nachbarschaftshilfe ins Leben
gerufen: eingerichtet wurde u.a. eine
Kleiderkammer, eine Fahrradwerkstatt
und ein Sprach-Café.

Statement
Alexandra Dinges-Dierig,
CDU-Bundestagsabgeordnete für
den Wahlkreis Lübeck
"Je häufiger Begriffe wie ‚Integration‘
im politischen Diskurs fallen, desto
mehr wächst die Gefahr, dass sie zur
Phrase werden. Das gilt insbesondere
hier, wo ein so großer Themenbereich
mitspielt: Bildung, Arbeitsmarkt,
Sicherheit, Gesellschaft. Integration
ist vor allem Querschnitt, spielt sich
in allen Bereichen des öffentlichen
Lebens ab, in der Stadt wie auf dem
Dorf, in der Kita wie im Pflegeheim.
Für fast alle Bereiche des Lebens
haben die Ehrenamtler des Runden
Tisches in Berkenthin Initiative entwickelt. Sie haben dadurch die Phrasenbildung bekämpft, den Begriff
stattdessen mit Inhalt gefüllt. Nicht
von oben verordnet, sondern von
unten gelebt.
Den Verantwortlichen gilt mein
großer Respekt, mein herzlicher Dank
und ein Glückwunsch zur Nominierung für den Integrationspreis 2017."

Einmal im Monat treffen sich Einheimische und neue Nachbarn zum
gemeinsamen Essen nach dem Motto
„Berkenthin is(s)t international“.
Um Wohnraum zu schaffen, wurde
Bauland aufgekauft und mit zehn
Doppelhaushälften bebaut. Der neu
angeschaffte Bürgerbus kommt nicht
nur Geflüchteten, sondern allen Einwohnern zugute.
Die Jury meint: Hut ab vor dem
großen Kraftakt einer kleinen Gemeinde.
Amt Berkenthin

Joachim Strunk

Amt Berkenthin, 15 km entfernt von Lübeck

Marc Hamdorf

30

Gründung Runder Tisch für Willkommenskultur: Zielgerichtete Anleitung von ehrenamtlichen Helfern
– Region stärken, Zukunft sichern durch bürgerschaftliches Engagement!

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 31

Lea Hamdorf

Statement
Gabriele Hiller-Ohm,
SPD-Bundestagsabgeordnete für
den Wahlkreis Lübeck

‘Berkenthin is(s)t international ‘- Kennenlernen beim gemeinsamen Kochen und Essen

Marc Hamdorf

Grafik: Marc Hamdorf

Jürgen Drews

Bau von 10 Doppelhaushälften als Ergänzung
des lokalen Wohnungsangebotes

Fahrradwerkstatt

Bereits 2013 hat sich in Berkenthin
eine Gruppe von ehrenamtlich
Engagierten zusammengefunden,
die früh erkannt hat, wie groß und
wichtig die Aufgabe ist, Menschen,
die in großer Not zu uns geflüchtet
sind, zu integrieren. Der ‚Runde
Tisch Berkenthin‘ sorgt in großem
Maße mit dafür, den bei uns
ankommenden Menschen den Start
in unsere Gesellschaft zu vereinfachen, u. a. mit direkten Hilfestellungen für Geflüchtete im Alltag.
Beeindruckend ist, wie es der Initiative gelungen ist, Mitbürgerinnen
und Mitbürger für die ehrenamtliche Arbeit zu begeistern.
In ganz besonderem Maße wird in
Berkenthin das gegenseitige Kennerlernen von Einheimischen und
Geflüchteten gefördert und damit
eine einzigartige positive Willkommenskultur geschaffen. Im Frühjahr
habe ich gerne beim monatlichen
gemeinsamen Kochen “Berkenthin
isst international” mit Geflüchteten
und Einheimischen mitgemacht –
ein tolles Angebot, das Menschen
zusammenbringt. Ich danke allen
Engagierten von Herzen für die vorbildliche Arbeit, die in Berkenthin
ehrenamtlich geleistet wird und
freue mich sehr über die Nominierung für den Integrationspreis
2017 – ich drücke fest die Daumen!"

Michael Grönheim

Organisationsteam Bürgerbus

31

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 32

Nominierung
Pro Humanitate e.V.
Brücke zwischen Menschen und Kulturen – Unterstützung junger Deutscher, Migranten und Flüchtlinge bei
der Integration in Schule und Berufsleben in Köln
Projekteinreicher:
Internationaler Verein für Frieden und
Gerechtigkeit – Pro Humanitate e.V.
Projektbeteiligte:
GAG Immobilien AG, Köln
Gebietstyp:
Gebiete mit besonderem Handlungsbedarf; hohe Migrationsquote; einkommensschwache Bewohner

Die offene Kinder- und Jugendarbeit bietet jungen Menschen Räume zur selbstbestimmten und
sinnvollen Freizeitgestaltung.

Pro Humanitate e.V. ist ein sozialhumanitärer und gemeinnütziger
Verein, der bereits seit 1996 Sozialund Jugendarbeit mit und für sozialschwache Deutsche, Migranten und
Geflüchtete leistet. In den drei Stadtteilen Höhenberg, Vingst und Porz
von Köln bringt er Kinder und Jugendliche aus verschiedenen
Kulturen zusammen. Durch Sport,
Turniere, Angebote zur Hausaufgabenhilfe und Offenen Freizeitgestaltung sowie Studienreisen wird
präventiv daran gearbeitet, dass die
Jugendlichen nicht auf der Straße
landen.
Fast alle Mitarbeiter haben selbst
einen Migrationshintergrund, was
für die Nähe zu den Jugendlichen
von Vorteil ist. So ist es beispielsweise gelungen, dass viele Schüler
der Hausaufgabengruppen einen
Realschul- und Gymnasialabschluss
geschafft haben.
Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft
GAG, als langjähriger Kooperationspartner, unterstützt Pro Humanitate
e.V. u.a. durch die Bereitstellung von
Räumlichkeiten für den Aufbau eines

Gemeinsame Freizeitgestaltung

Betreuung der Wohngemeinschaft von unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen

32

Betreuungs- und Begleitzentrums für
Jugendliche. In diesem ehemaligen
leerstehenden Ladenlokal betreuen
die Mitarbeiter von Pro Humanitate
vielfältige Angebote für Flüchtlinge
aus umliegenden Unterkünften.
Deutschunterricht, eine Mutter-KindGruppe, eine Jugendgruppe oder die
Begleitung und sprachliche Unterstützung der Flüchtlinge bei Behördengängen werden in dem Zentrum
angeboten.
Die Jury war überzeugt von der
Nachhaltigkeit des Ansatzes mit seiner Vielfalt aufeinander abgestimmter
Projektbausteine. Basis ist die langjährige Zusammenarbeit von Stadt,
Jugendeinrichtungen, Kirchen, der
Wohnungsbaugesellschaft GAG und
vielen ehrenamtlichen Kreisen.

Die Angebote sind eine wichtige Abwechslung
und dienen der Bewältigung der Alltagsprobleme

Selbstbewusste Mädchengruppe: Die kontinuierliche Jugendarbeit hilft
vielen Kindern und Jugendlichen aus sozialschwachen Familien bei der
Eingliederug in Schule und Berufsleben.

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:04 Seite 33

Hilfe zur Selbsthilfe für Migranten und Flüchtlinge – Integration und Schaffung von Zukunftschancen: Pro Humanitate e.V. eröffnet den
Jugendlichen Perspektiven. Eine wesentliche Aufgabe ist die Begleitung der 15- bis 18-Jährigen. Diese 10 jungen Flüchtlinge kommen aus
Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Indien und Albanien.

Statement
Karsten Möring, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Köln I

Durch die Hausaufgabenhilfe werden die Schülerinnen fit für die
Schule gemacht.

"Staat und Kommunen können
Vieles leisten, das man für Geld
kaufen kann. Sie können die Hülle
bereitstellen für Unterkunft, für
Verpflegung, für Gesundheitsdienste, für Sprachkurse. Aber ohne
Inhalt bleibt die Hülle eine tote
Hülle. Für das Leben drinnen, für
die Kontakte in die Nachbarschaft,
für die Orientierung im neuen
Lebensraum, für das Heimisch
werden, kurz für alles das, was
man mit dem Begriff ‚Integration‘
verbinden kann, dafür braucht es
mehr. Für dieses ‚Mehr‘ arbeitet
der Verein Pro Humanitate mit seinem Projekt ‚Pro Wohnen international‘. Es ist nur eine von zahlreichen Aktivitäten, die der Verein
seit vielen Jahren mit ausdauerndem Engagement betreibt. Eine
neue Heimat schaffen für Kinder
und Jugendliche, die ihre alte Heimat verloren haben, ihnen beim
Finden der neuen Heimat zu helfen, das ist wahrlich eine lohnende und lobenswerte Arbeit,
für die wir alle nur dankbar sein
können."

Menschen aus unterschiedlichen Nationen haben bei der Wohnungsbaugesellschaft GAG schon immer ein Zuhause gefunden. Das gilt auch heute für die
zahlreichen Flüchtlinge, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit nach
Köln gekommen sind.

33

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 34

ABCami
Alphabetisierung und Grundbildung
an Moscheen – Ein Projekt der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V.
Projekteinreicher:
Gesellschaft für interkulturelles
Zusammenleben (GIZ) e.V.
Projektbeteiligte:
Moscheen von unterschiedlichen
Dachverbänden; Kirchen; Volkshochschule Gelsenkirchen;
wissenschaftliche Begleitung durch
SYSPONS und
Prof. Haci Halil Uslucan
Das Projekt wird gefördert vom
Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF)
Gebietstyp:
Sozialer Wohnungsbau

ABCami ist ein Projekt von der Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben (GIZ) e.V., welche seit dem Jahr
2000 als eingetragener, gemeinnütziger Verein arbeitet.
Der Name ABCami steht für das Programm: ‘Cami’ bedeutet im Türkischen ‘Moschee’.
Über Alphabetisierungskurse an
Moscheen erlernen Zugewanderte
über zwei Jahre hinweg das Lesen
und Schreiben.
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2012 finanzierte Projekt hat momentan über
1.000 Teilnehmer in 25 Städten in
acht Bundesländern. Es erreicht größtenteils Frauen, die oft seit mehreren
Jahren in Deutschland leben und
trotzdem kaum Deutsch sprechen.
Die Arbeit im Projekt ist aufsuchend.
Der Unterricht wird in deutscher
Sprache durchgeführt und findet an
konfessionellen und überkonfessionellen Lernorten statt. Geübt wird
der praktische Einsatz des Gelernten
im Lebensalltag, wie beispielsweise
das Schreiben von Einkaufszetteln,
das Ausfüllen von Formularen sowie
die Orientierung im eigenen Wohn-

quartier. Angeboten werden auch
Erste-Hilfe-Kurse oder Computerkurse.
Das ABCami-Team sucht in Eigenverantwortung die Moscheen aus und
vereinbart entsprechende Kooperationen – und zwar mit den einzelnen
Einrichtungen, nicht mit deren Dachverbänden. Das Projekt ermöglicht
so einerseits Migrant*innen und geflüchteten Menschen ein aufsuchendes Angebot zum Lesen und Schreiben lernen und andererseits öffnen
sich die Moscheegemeinden dem
Sozialraum. Voraussetzung für eine
erfolgreiche Arbeit vor Ort ist ein progressives Verständnis von Integration
und Teilhabe der am Projekt beteiligten Moscheegemeinden.
Die Jury war beeindruckt, welche
Ausstrahlung das mittlerweile über
Berlin hinausgehende Projekt hat.

Fotos zum Projekt: GIZ e.V.

Nominierung

Zum Repertoire breitgefächerter Übungstypologien gehören u.a. Leseübungen, Fotogeschichten, Rechenaufgaben und Textpuzzle.

ABCami-Team

ABCami-Beiratstreffen im Bundestag (Jahr 2015)

34

Bildung ist der Schlüssel zur Integration

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 35

Angestrebtes Ziel ist, dass der Unterricht nach Beendigung des Alphabetisierungskurses in anderen Bildungseinrichtungen,
z.B.in den Volkshochschulen weitergeführt wird.

ABCami-Kurs im Lerncafé Hamburg

Alphabetisierungskurs in Kaiserslautern

Alphabetisierungskurs in Berlin-Spandau

Alphabetisierungskurs in Wiesbaden
Im März 2017 fand die zweite bundesweite Berlinkonferenz von ABCami statt. Neben den Koordinatorinnen und Lernenden aus den Alphabetisierungskursen waren zahlreiche Gäste aus Politik, Bildung
und Soziales vertreten. Auch Vertreter des Bundesminsteriums für Bildung und Forschung (BMBF)
waren anwesend.

35

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:26 Seite 36

Nominierung
OFFEN . BUNT . ANDERS
Eine Initiative der Volkssolidarität –
Für eine erfolgreiche Integration von
Flüchtlingen und ein vielfältiges und
weltoffenes Gräfenhainichen
Projekteinreicher:
Initiative ‚offen.bunt.anders’ - Interessengemeinschaft der Volkssolidarität,
Gräfenhainichen
Projektbeteiligte:
Volkssolidarität LV Sachsen-Anhalt
e.V.

ebenso wie bei Weihnachtsfeiern,
Floh- und Adventsmärkten und
Straßenfesten.
Das wöchentlich stattfindende ‚Integrations-Café’ unter dem Dach der
Volkssolidarität ist jeden Donnerstag
mit 30 bis 70 Personen gut besucht.
Die Jury war beeindruckt von der
umfangreichen Aktivierung der
Bewohnerschaft. Der Erfolg ist greifbar: Viele Flüchtlinge wollen auf
Dauer in Gräfenhainichen bleiben.

Fotos zum Projekt: Fotosammlng von Mitgliedern der Interessengemeinschaft
Rechte: IG offen . bunt . anders .

Gebietstyp:
Kleinstadt am Rande der Dübener
Heide

Gräfenhainichen, eine Kleinstadt in
Sachsen-Anhalt , 25 km von der
Lutherstadt Wittenberg entfernt, war
aufgrund von Anschlägen auf eine
Sammelunterkunft negativ in die
Schlagzeilen geraten. Eine Gruppe
von Bürgern hat daraufhin mit Unterstützung der Volkssolidarität die
Initiative ‚offen.bunt.anders’ gegründet.
Um Vorurteile zu beseitigen, wurden
mit neuen Ideen und einem Bündel
von Aktionen, vielfältige Kontakte
zwischen Geflüchteten und Einheimischen geknüpft.
Integrationslotsen und Paten kümmern sich persönlich um die Flüchtlinge. Es werden insbesondere für
Familien Paten gefunden, die nicht
nur Kinder betreuen, sondern auch
bei den alltäglichen Dingen und der
Anwendung der deutschen Sprache
helfen.
Flüchtlinge sind beteiligt bei Aufräumaktionen im Wohnumfeld, beim Einrichten von Wohnungen und handwerklichen Arbeiten.
Bei Ausflügen in die Umgebung und
gemeinsamen Sportfesten lernen sich
alte und neue Nachbarn kennen,

Zu vielen Migranten ist nicht nur ein freundschaftliches Verhältnis entstanden, sondern mehr ein familiäres.
Die Familien-Paten betreuen nicht nur die Kinder, sondern helfen auch bei alltäglichen Dingen und bei der Anwendung der deutschen Sprache.

36

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 37

Interkulturelles Straßenfest

Statement
Steffi Lemke,
Bundestagsabgeordnete von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für
den Wahlkreis Dessau-Wittenberg

Abbau von Integrationshemmnissen auf lokaler Ebene: Über kulturelle Angebote im öffentlichen
Raum, wie Kinder- und Straßenfeste, Adventsmärkte, Freiwilligentage, werden Kulturangebote für
die Geflüchteten geschaffen und Kontakte zur deutschen Bevölkerung ermöglicht.

Gemeinsame Vorbereitungen für den Kindertag.

"Bürgerschaftliches Engagement
ist für unser Land enorm wichtig.
So auch bei der Unterbringung
und Betreuung von Flüchtlingen,
die vor Krieg und Verfolgung in
ihrer Heimat zu uns nach
Deutschland, nach SachsenAnhalt gekommen sind. Die Bürgerinitiative ‚Offen. bunt. anders.
– Für ein vielfältiges und weltoffenes Gräfenhainichen‘ ist dazu
bereit, ohne zu zögern. Darüber
freue ich mich sehr und dafür bin
ich dankbar. Sie helfen Geflüchteten, die dem Grauen in ihrer Heimat gerade noch entkommen
sind, bei uns anzukommen. Sie
setzt sich ein für ein weltoffenes
Gräfenhainichen und steht für
eine gelebte Willkommenskultur.
Die Kommune ist der Ort, wo
Integration und Teilhabe tatsächlich stattfindet und gelingen
muss. Mit dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt können
Kommunen wirksame Hilfe leisten
und wertvolle Strukturen für Integration aufbauen."

Besuch im Leipziger Zoo: gemeinsame Erlebnisse
bauen kulturelle Barrieren ab.

37

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 38

Nominierung
Wohnbrücke Hamburg
So gelingt Integration! – Integrative
Wohnraumversorgung für Geflüchtete im privaten Wohnungsbestand
Projekteinreicher:
Stiftung Wohnbrücke Hamburg
Projektbeteiligte:
Lawaetz - wohnen & leben gGmbH;
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband
Hamburg e.V.;
Stiftungsgremien: Vertreter von Willkommens-Initiativen, sozialen Einrichtungen, Wirtschaft und Diakonie;
Netzwerkpartner: Patenorganisationen, Kirchengemeinden, Wohnungswirtschaft, Immobilienverbände, Mieterverein
Gebietstyp:
gesamtstädtischer Aktionsbereich

Mit dem Zuzug vieler Geflüchteter ist
der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen auch in Hamburg erheblich
gewachsen. Hauptanliegen der Stiftung Wohnbrücke Hamburg ist die
Suche nach Lösungen, die Geflüchteten mit angemessenem Wohnraum
in normale Nachbarschaften zu versorgen. Ziel ist eine schnelle und
unbürokratische Hilfe zur Integration
in die Gesellschaft. Insbesondere werden private Vermieter motiviert,
Wohnraum mit unbefristeten, regulären Mietverträgen zur Verfügung
zu stellen.
Ehrenamtliche Helfer werden eingesetzt, die die Familien und Einzelpersonen dabei unterstützen. In kurzen
Lehrgängen erhalten die Ehrenamtlichen eine obligatorische Ausbildung
zu “Wohnungslotsen”. Den Geflüchteten wird in freiwilligen Schulungen,
die der Paritätische Wohlfahrtsverband im Auftrag der Wohnbrücke
durchführt, vermittelt, was sie als
künftige Mieter zu beachten haben.
Hierbei geht es um Themen wie Mülltrennung, richtiges Lüften und Heizen, Hausordnung sowie Rechte und
Pflichten des Mieters. Die Wohnungslotsen “bauen” so wichtige “Brücken”
in die neue Nachbarschaft und sind
zusätzliche Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn.
Eine Koordinierungsstelle – angesiedelt bei der ‘Lawaetz-wohnen &
leben gGmbH’ – unterstützt die Ver-

mieter bei der Auswahl passender
Mieter.
Da nur unbefristete Mietverträge vermittelt werden, ist der integrative
Ansatz über einen langen Zeitraum
wirksam.
Die Arbeit der ‘Wohnbrücke’ wird
ausschließlich mit Fördergeldern und
Spenden finanziert. Der organisatorische Aufwand ist aufgrund des vielschichtigen Netzwerks zwar erheblich, gewährleistet aber den Erfolg.
Größtenteils wird die Arbeit ehrenamtlich geleistet.
Die Jury würdigt diese beispielhafte
private Initiative. Gerade das ehrenamtliche Engagement der Hamburger
Bürger zeigt, Integration bedarf der
Begegnung beider Seiten und des
Abbaus gegenseitiger Hemmnisse,
um geflüchtete Menschen verteilt
über die ganze Stadt in gewachsene
Nachbarschaften einzubinden.
Mit einem vielschichtigen Netzwerk
gelingt es der ‘Wohnbrücke’ dauerhaft Wohnraum für Geflüchtete zur
Verfügung zu stellen.

Erfolge

Über 350 geflüchtete
Menschen in unbefristet
vermietete Wohnungen
im gesamten Hamburger
Stadtgebiet vermittelt.

Über 320 ehrenamtlich
Engagierte aus ca. 40
Hamburger Willkommensinitiativen zu Wohnungslotsen geschult.

>

38

75 Prozent der vermittelten Wohnungen haben
private Vermieter.

>

10 Prozent der Lotsen
sind dank der Schulung
erfolgreich auf dem freien
Wohnungsmarkt.

Die Stiftung Wohnbrücke Hamburg wurde im
November 2015 gegründet. Sie entstand aus
dem Runden Tisch “Integrative Flüchtlingsunterbringung” auf Initiative von Anne Woywod
(rechts im Bild) und Ute Groll (links).
Das Bild zeigt Musiker aus Syrien, die über die
Wohnbrücke eine Wohnung gefunden haben.

Kategorie: Netzwerke

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 39

Informationsmaterial

Wiebke Krause

weitere Informationen unter
www.wohnbrücke.de

Anne Woywod

Erfolgreiche Teilnehmer an der freiwilligen Mieterschulung ’Miete und Wohnen’.

Kirchengemeinden, Willkommensinitiativen und Patenorganisationen,
deren Ehrenamtliche von der ‘Wohnbrücke’ geschult wurden.

Erfahrungsaustausch beim ‘Lotsentreffen’:
Neuer Mieter im Gespräch mit einer Wohnungslotsin

Neuer Mieter mit seinen Vermietern

vermittelte Wohnungen in Hamburg
durch die ‘Wohnbrücke’

39

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 40

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Hauptamtliches Netzwerk in der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleitung im
Landkreis Karlsruhe / Karlsruhe

Projekteinreicher

Landratsamt Karlsruhe - Dezernat III - Amt für Integration - Ehrenamtskoordination

Projektkurzbeschreibung

Ausgangslage: Durch die Vielzahl der in Karlsruhe und Umgebung ankommenden Geflüchteten stieg in kurzer Zeit auch das ehrenamtliche Engagement an;
für die vielen Flüchtlingsinitiativen wurde im Anschluss an ein Treffen von drei
Sozialverbänden eine Ehrenamtskoordination eingerichtet mit dem Ziel, die
Entwicklung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit
gemeinsam abgestimmt, beratend und begleitend zu unterstützen
Bausteine: Regelmäßige Arbeitstreffen der VertreterInnen des hauptamtlichen
Netzwerks; das Know-How der verschiedenen PartnerInnen wird genutzt, um
Synergien zu schaffen; dazu Aufbau und Neugründung von Initiativen im Landkreis sowie Unterstützung bei deren langfristiger Weiterentwicklung; monatlicher Newsletter und ein Ehrenamtsleitfaden; landkreisweite Fortbildungen für
Ehrenamtliche im Bereich Asylrecht; Deutschunterricht, Spezialarbeit mit Seelsorge und Kirchenbeautragten; Finanzierung durch eigene Mittel.
Zwischenergebnisse: Prozessbegleitung und Aufbau von 35 Ehrenamtsinitiativen; Vernetzung der Initiativen untereinander; umfangreiches Fortbildungsprogramm im Jahr 2015 für Ehrenamtliche; Supervision und Casa Management
vor Ort; regelmäßiger Newsletter mit wichtigen landesweiten Informationen;
Eine sehr gute Zusammenarbeit auf freiwilliger Ebene zwischen den Landkreisen und freien Wohlfahrtsverbänden mit einem gemeinsamen Ziel und bislang
guten Ergebnisse,

Projekt

"Unter einem Dach" in Pforzheim-Sonnenhof

Projekteinreicher

Familienheim Pforzheim Baugenossenschaft eG

Projektkurzbeschreibung

Ein für den Abriss vorgesehenes Gebäude mit 70 Wohnungen wurde stattdessen der Stadt Pforzheim zur Verfügung gestellt, um Geflüchtete aus Syrien,
Afghanistan und dem Irak unterzubringen.
Bausteine: Da die Wohnungen schon leer standen, hat das Familienheim diese
ertüchtigt und Sanitärinstandhaltungen durchgeführt; ein Heimleiter der Stadt
und zwei Kräfte der Diakonie betreuen das Projekt vor Ort; 20-25 ehrenamtliche Helfer*innen bringen sich zusätzlich ein, betreuen das Café, machen Hausaufgabenbetreuung oder bieten eine Patenschaft an; es gibt einen regelmäßigen Sprachworkshop und zweimal pro Woche eine Asylsprechstunde; Projekt
ist auf drei Jahre ausgelegt
Zwischenergebnisse: Projekt ist gut angelaufen und es leben 114 Geflüchtete
im Haus. Angebote sollen weiter ausgebaut werden; die Kinder und Jugendlichen sind bereits gut im Stadtteil vernetzt, haben Freundschaften geschlossen
und Anschluss in die Sportvereine gefunden, die Ehrenamtlichen sind stark in
die Gemeinschaft integriert und im Quartier wachsen Zusammenhalt und
Unterstützung.

40

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 41

Projekte der engeren Wahl

Projekt:

Nähprojekt "für jedes Bett ein Quilt" in Weinheim-Lützelsachsen

Projekteinreicher

Pilgerhaus Weinheim, Evangelische Jugend & Behindertenhilfe

Projektkurzbeschreibung

Geschaffen wurde ein Angebot für Frauen aus den Weinheimer Gemeinschaftsunterkünften und den Bewohnerinnen aus dem Wohnbereich der Behindertenhilfe.
Das Pilgerhaus Weinheim stellt kostenlos Räumlichkeiten zur Verfügung; Nähmaschinen, Materialien und Stoffe erhielt das Projekt über einen Spendenaufruf; unter Anleitung von qualifizierten Näherinnen wird der Umgang mit den
Maschinen erlernt.
Im wöchentlichen Turnus werkeln die Frauen in zwei verschiedenen Nachmittagsgruppen an Heimtextilien und Kleidungsstücken für Kinder oder Erwachsene; inzwischen soll ein Teil der fertigen Produkte verkauft werden; trotz
hoher Fluktuation in den Unterkünften hat sich eine feste Gruppe von Frauen
gebildet, neue Teilnehmerinnen werden schnell in die Gruppe integriert.

Projekt:

Elterninformationsformulare mehrsprachig "Willkommen in unserer Kita in
Potsdam

Projekteinreicher

AWO Landesverband Brandenburg e. V.

Projektkurzbeschreibung

Große Sprachbarrieren für 5.600 Kinder bis 12 Jahre und ihre Eltern
im Land Brandenburg, die als Hemmnis für Wohlbefinden in Kitas bewertet
wurde. Informationen und Angebote sollen gezielt für diese Zielgruppe zusam
mengestellt werden.
Bausteine: AWO Brandenburg und die Plattform Mehrsprachigkeit entwickelten
zusammen Ideen, Expertise und personelle Ressourcen weiterer Akteure wurde
eingebunden und mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums in ein Kon
zept umgesetzt; alle Flyer und ausfüllbare Formulare wurde in sieben Sprachen
übersetzt und stehen als Druckexemplare oder zum Download zur Verfügung
Zwischenergebnisse: inzwischen besteht eine umfangreiche Begrüßungsmappe
mit allgemeinen bis vertiefenden Fragen und Aspekten der Kinderbetreuung.
Erstmalig wird ein Arbeits- und Kommunikationsinstrument zur besseren Int-e
gration von fremdsprachigen Kindern und deren Familien für die Kindertagesbe
treuung vorgehalten, welches zudem bislang in Brandenburg erstmals in einem
gemeinsamen Projekt eines Wohlfahrtsverbandes mit einem Landkreis entstan
den ist und landesweit sowie trägerübergreifend zur Verfügung gestellt wird.

41

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 42

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Coswig – Ort der Vielfalt

Projekteinreicher

Verein Coswig - Ort der Vielfalt e. V.

Projektkurzbeschreibung

In Nähe der Stadt Dresden und somit im Umfeld der Pegida ist die Integration
von Geflüchteten nicht einfach. Dezentrale Unterbringung der Geflüchteten in
der Stadt: für alle Wohnungen gibt es mindestens einen Paten für Begleitung
zu Ämtern, dem BAMF oder Besuchen in Schule und Kindergarten
Bausteine: Dezember 2014 Gründung der Initiative in Coswig; bisher sind ca.
170 Ehrenamtliche in 6 Arbeitsgruppen (Patenschaften, Unterricht, Mobilität,
Jobs & Ausbildung, Begegnungen und Öffentlichkeitsarbeit) tätig, die täglich
Wissen und Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen anbieten; Website und
Facebook zur Öffentlichkeitsarbeit für Werbung neuer Ehrenamtlicher, alle vierzehn Tage Café der Vielfalt zum Austausch; zukünftig geht es um Unterstützung zur Wohnungs- und Arbeitssuche
Zwischenergebnisse: Erstellung eines Paten-Handouts und Weitergabe an ähnliche Vereine; seit Dezember 2015 verfügt der Verein über zwei Bufdis; 2016
wurden drei Benefiz-Konzerte mit über 1.000 Teilnehmenden durchgeführt; es
wurden bereits acht Länderabend durchgeführt, außerdem Schulungen in den
Bereichen Asyl, Interkultur, Kompetenz und Konfliktmanagement; Einrichtung
eines schnellen Notfallfonds, eingerichtet aus Spenden.
Das Besondere an unserem Projekt ist die Gesamtheit von verschiedenen Projektpartnern, Aufgaben und Angeboten aus einer Hand.

Projekt

Spielend Deutsch lernen in Schwerin - Mueßer Holz

Projekteinreicher

Die Platte lebt e. V.

Projektkurzbeschreibung

Für zahlreiche Flüchtlingsfamilien konnten lange Zeit keine Kita-Plätze bereitgestellt werden, weshalb Sprach- und Integrationskurse nicht besucht werden
konnten; Kommune konnte vor 2017/2018 keine neue Kita fertigstellen
Bausteine: Über die Flüchtlingshilfe Schwerin mussten ca. 20 ehrenamtliche
Helfer*innen gefunden worden, dabei Schwerpunkt auf ehemalige Erzieherinnen oder Rentnerinnen mit beruflicher Erfahrung.
Die Katholische Kirche bot die Räumlichkeiten für das Angebot an; weiterhin
wurden Geld- und Sachspenden gesammelt; Einrichtung mit Möbeln und Spielsachen; gemeinsames Frühstück dank Spende eines Supermarktes
Zwischenergebnisse: das erste Jahr konnte erfolgreich und ohne große Probleme abgeschlossen werden, die meisten Kinder haben inzwischen einen Kitaoder Schulplatz erhalten; nach der Sommerpause gab es einen weiteren Anlauf
mit neuen Kindern; außerdem konnte inzwischen eine Syrerin eingestellt werden, die mit den Eltern auf arabisch kommunizieren kann und bei Übersetzungen helfen kann.
Ein ehrenamtliches Projektist entstanden, das unkompliziert über die Flüchtlingshilfe gestartet wurde, um Kindern aus Flüchtlingsfamilien einen Ersatz für
einen Kita-Platz zu schaffen.

42

INNENSEITEN 12_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 12.10.17 04:35 Seite 43

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Bauen mit Lehm für Groß und Klein in Hamburg-Altona, St. Pauli und
Hamburg-Wilhelmsburg

Projekteinreicher

Bunte Kuh e.V.

Projektkurzbeschreibung

Es gibt zahlreiche soziale Problemlagen (Armut und hohe Abhängigkeit von
Transferleistungen) sowie schwere bildungspolitische Versäumnisse in den drei
Stadtteilen, stark von Migrant*innen und vielen Geflüchteten geprägt.
Bausteine: Zweimal jährlich (Mai-Juli/September-Oktober) geht eine afrikanische Lehmbaustelle für 3-6 Wochen im öffentlichen Raum in Betrieb. Gestaltung von begeh- und bespielbarer Skulpturen bis zu 4 m Höhe nach eigenen
Entwürfen unter fachlicher Betreuung/Anleitung von Künstler*innen und
Pädagog*innen; 2-3 wöchige Ausstellung der Ergebnisse und abschließende
Feier mit den Macher*innen.
Zwischenergebnisse: Kontinuierliches Wachstum von Besucherzahlen auf
13.000 (2016). Aufbau eines stabilen (Förder-)Netzwerks mit institutioneller
Verankerung; kontinuierliche Ausbildung von neuen Anleiter*innen ; öffentliche Anerkennung der Leistungen benachteiligter Bewohner*innen, bundesweite Auszeichnungen und hohe Wertschätzung in unterschiedlichen Fachwelten

Projekt

EULE (Europa leben) in Saarbrücken-Malstatt und -Burbach

Projekteinreicher

AWO Landesverband Saarland e. V.

Projektkurzbeschreibung

Konfliktbewältigung mit stark steigender Anzahl bulgarischer und rumänischer
ZuwanderInnen in beiden Stadtteilen.Die sozial sehr heterogene Gruppe, darunter auch viele Angehörige der Roma-Minderheit lebt in prekären Arbeitsund Wohnverhältnissen.
Bausteine: Einrichtung eines Behörden- und Institutionen übergreifenden
Arbeitskreises EU-Zuwanderung und einer Koordinierungsstelle; angeschlossen
wurde das Mikro-Projekt ‚Quartiersbezogene Hilfen‘ an vier Schulen, z.T.Einzelfallbegleitung von Erwachsenen und deren Kinder.
Aufbau eines mobilen Beratungsdienstes zur Unterstützung im Kampf gegen
Rassismus. Aufdecken von Ausbeutungsverhältnisse auf dem Wohnungs- und
Arbeitsmarkt.
Zwischenergebnisse: Zugang zur Zielgruppe ist sehr gut gelungen, bis heute
wurden 700 Erwachsene und ebenso viele Kinder beraten oder begleitet, darunter Übergänge in Berufe oder Frauensprachkurse und Kinderbetreuung; Vernetzung von 120 Ämtern, Behörden und Institutionen.

43

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 44

Projekte der engeren Wahl

Projekt

"Familien für Hofheim" | Familie Nord (FN) und Familie Marxheim (FM) / Hofheim-Nord und -Marxheim

Projekteinreicher

Hofheimer Wohnungsbau GmbH

Projektkurzbeschreibung

Stadtteil mit hohem Anteil von MigrantInnen und Arbeitslosen. Durch den
Zuzug von anerkannten Asylbewerbern erhöhte sich die Zahl der Empfänger
von staatlichen Transferleistungen.
Bausteine: 2009 Aufnahme von Hofheim-Nord ins Programm ‚Soziale Stadt‘;
2010 erster Fördermitteleinsatz für Projekt ‚Familie Nord‘. Caritas Main-Taunus
übernimmt die Trägerschaft und Koordination.
Maßnahmen: Auswahl und Schulung der ‚Familien‘-Mitglieder; wöchentliche
Planungstreffen mit hauptamtlicher Leitung; Suche und Einbindung von weiteren Ehrenamtlichen.
Zwischenergebnisse: Erfolgreiches Finanzierungskonzept bis 2019. Das Projekt
fand Beachtung über Stadtteilgrenze hinaus. Erfolgreiche Etablierung von zwei
Familien. Personen aus dem Kreis sind zu AnsprechpartnerInnen und MultiplikatorInnen für andere Initiativen geworden. Aufbau von umfangreichen und
regelmäßigen Angeboten für verschiedene Zielgruppen. Im Jahr 2015 fanden
mehr als 200 Veranstaltungen mit über 3.000 TeilnehmerInnen statt.

Projekt

Nachbarschaftsprojekt Dorotheenstraße, Hannover-Herrenhausen

Projekteinreicher

Studentenwerk Hannover

Projektkurzbeschreibung

In unmittelbarer Nachbarschaft eines Studentenwohnheims wurde eine Unterkunft für 150 Geflüchtete eingerichtet. Um von Beginn an Ängste oder Vorbehalte abzubauen gingen die Bemühungen dahin, die sprachliche Kompetenzen
wie auch das fachliche Wissen der Studierenden zu nutzen.
Bausteine: Einsatz einer studentischen Projekt-Koordinatorin, die Unterstützungsangebote akquiriert und koordiniert (Sport, Musik, Sprachangebote, Dolmetscherarbeiten und Angebote für Kinder) sowie die Kooperation zum ‚Nachbarschaftshaus Schützenhaus‘ pflegt
Zwischenergebnisse: Nachbarschaftliche Beziehungen konnten hergestellt und
hergestellt und vertieft werden. Konflikte zwischen den Bewohner*innen werden beispielsweise unter Vermittlung der studentischen Koordinatorin gelöst.
Es besteht inzwischen ein sehr aktiver Unterstützerkreis. Das Projekt konnte
sich bereits auf der Integrationskonferenz ‚Werkstatt Wohnen und Leben‘ vom
‚Bündnis Niedersachsen packt an‘ vorstellen.

44

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 45

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Begegnungsraum für Geflüchtete und Stuttgarter Bürgerinnen, Stuttgart

Projekteinreicher

Universität Stuttgart - Institut für Baukonstruktion

Projektkurzbeschreibung

Ein neuer Begegnungsraum wird auf dem Grundstück von zwei sogenannten
Systemunterkünften gebaut. Die Räumlichkeiten der Unterkunft bieten jedoch
keine Privatsphären oder Rückzugsräume.
Oktober 2015 - April 2016: Analyse der Ist-Situation und Konzept des Begegnungsraums; April - August 2016: Genehmigungs-, Ausführungs- und Detailplanung mit einer Studierendengruppe; Baugenehmigung, Akquise von Baumaterial und Spendengeldern, Anträge bei Stiftungen; seit September 2016:
Selbstbau des Begegnungsraums mit Geflüchteten, Studierenden, Experten und
Ehrenamtlichen
Zwischenergebnisse: Ende Dezember 2016 konnte das Dach abgedichtet und
der Rohbau fertiggestellt werden. Das Projekt wurde bei der Architektur-Biennale in Venedig in einem Workshop präsentiert.
“Das Besondere an unserem Projekt ist die Beobachtung, dass alte und neue
Nachbarn durch außerordentliches Engagement und gemeinsames Planen und
Bauen des Begegnungsraumes Freundschaften entwicklen”.

Projekt

"Fremde werden Nachbarn - Herzlich willkommen bei der KoWo mbH
Erfurt", Erfurt

Projekteinreicher

Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt

Projektkurzbeschreibung

Seit 2010 erfolgte ein starker Anstieg des Anteils von Personen mit Migrationshintergrund. Insbesondere seit 2015 leben zusätzlich viele Geflüchtete in den
Stadtteilen
Bausteine: Wahrung und Schaffung von Voraussetzungen für verständnisvollen
Umgang mit anderen Kulturen sowie für sozialen Frieden in den Wohngebieten; Maßnahmen zum Kennenlernen wie Sport und Spiel, Graffiti-Projekte, Breakdance, Anlegen eines Interkulturellen Gartens sowie eine Stellenbörse.
Beabsichtigt ist, die neuen MieterInnen nicht als ‚Ausnahme-MieterInnen‘ zu
behandeln. Angebote sind daher immer offen für alle; Projekt wird zentral von
KoWo gesteuert.
Zwischenergebnisse: Die MieterInnen spüren nach Eigenaussage das Engagement der KoWo. Durch die Teilprojekte konnten sich neue und alte BewohnerInnen innerhalb einer positiven Atmosphäre begegnen und kennenlernen; In
vielen Wohnquartieren hat sich inzwischen eine gute Nachbarschaft entwickelt;
Beschwerdemeldungen nehmen ab .
Das Projekt mit einem ‚Blumenstrauß‘ von ineinandergreifenden und sich
ergänzenden Teilprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, hat in kürzester Zeit für eine hohe Schlagkraft gesorgt und Voraussetzungen geschaffen,
dass Fremde Nachbarn geworden sind.

45

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 46

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Beyt Beytak - Fühl dich wie zu Hause, Wessling

Projekteinreicher

Malteser Hilfsdienst e. V.

Projektkurzbeschreibung

Von August 2015 bis April 2016 haben Malteser eine Notunterkunft (210
Plätze) betrieben. Nach Auflösung ist gemeinsam mit der Stadt ein Konzept
erarbeitet worden, um einerseits mit einer ähnlichen Situation in Zukunft auf
Erfahrungswerte zurückgreifen zu können und andererseits die über 400 zugewiesenen Geflüchteten vor Ort betreuen zu können. Die Koordination und
Betreuung des Ehrenamts in der Stadt sollte außerdem verbessert werden
Bausteine: Zwei ehemalige Mitarbeiterinnen aus dem Betrieb der Unterkunft
haben das Konzept erarbeitet. Umgesetzt wurden ein Raum (Haus Beyt Beytak)
für Begegnung auf Augenhöhe sowie ein Integrationslotsenprojekt.
Zwischenergebnisse: Mittlerweile gibt es in Wessling 47 (darunter 10 Geflüchtete) Integrationslotsen und 16 Patenschaften. Es besteht ein friedliches Miteinander in den Unterkünften vor Ort und in der Umgebung. Beispielhaftes
Projekt, wie sich Ehrenamt und Hilfe für Geflüchtete miteinander verknüpfen
lassen.

Projekt

Networking Duisburg: Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen,
Duisburg-Dichterviertel und -Vierlinden

Projekteinreicher

Vivawest Wohnen GmbH

Projektkurzbeschreibung

In beiden Quartieren leben viele Menschen mit Migrationshintergrund; darunter auch 230 Geflüchtete in 92 Wohnungen. Im Stadtteilbefindet sich eine
zentrale Erstunterbringung.
Bausteine: Seit 2015 spendet die Vivawest Wohnen für die verschiedenen Integrationsprojekte in der Stadt; darunter Intensivförderung für Kinder mit erhöhtem Lernbedarf, Sprachkurse, Welcome-Touren, Übernahme von Busfahrten für
Ausflüge, Nähkurse, Grillfeste, Spielmobil-Einsätze vor Unterkünften und Ferienfreizeit; Herbst 2016: Projekt ‚Glückauf Nachbarn-Modellquartier Integration‘
Zwischenergebnisse: Stärkung der Nachbarschaften und weniger Konflikte.
Maßnahmen zur Vernetzung mitder Erstunterbringung. Schaffung von Transparenz innerhalb der Quartiersgemeinschaft durch Informationsveranstaltungen
zur Unterbringung. Es zeigt sich eine hohe Bereitschaft zur Integration von
Geflüchteten und ZuwanderInnen. Schrittweiser erfolgreicher Übergang von
Massenunterbringung in eigene Wohnungen.

46

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 47

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Gelungene Integration im Quartier Franz-Schubert-Straße, Duisburg

Projekteinreicher

GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH

Projektkurzbeschreibung

Im Jahr 2015 kamen ca. 4.000 Geflüchtete nach Duisburg, von denen 50%
zunächst in Turnhallen, Schulen und Containern untergebracht werden mussten. Die GEBAG ist eine kommunale Tochter der Stadt und zuständig für die
Wohnraumversorgung von sozial Benachteiligten.
Bausteine:
1) Standortauswahl, Wohnsiedlung mit hohem Leerstand wegen geplantem
Rück- oder Neubau;
2) neues Konzept für Wiederbelebung der Wohnsiedlung mit geflüchteten
Menschen;
3) Aufbau von Netzwerkstrukturen;
4) Lösung von nachbarschaftlichen Problemen und Erfahrungsaustausch in
monatlichem Arbeitskreis;
5) Übernahme der Geflüchteten in ein eigenes Mietverhältnis
Zwischenergebnisse: Herstellung einer funktionierenden Nachbarschaft. Viele
unterschiedliche, sogar konkurrierende Akteure ziehen erfolgreich an einem
Strang.

Projekt

Zuhause in Freidrichshafen: Guten Tag - Merhaba - Dobardan in Ravensburg

Projekteinreicher

Caritas Bodensee-Oberschwaben

Projektkurzbeschreibung

Kinder mit Migrationshintergrund sind verstärkt in Werkrealschulen und Förderschulen vertreten und haben eine unterdurchschnittliche Abitur-Quote und sind
doppelt so häufig übergewichtig. Jugendliche mit Migrationshintergrund
haben niedrige Ausbildungs- und Berufsquoten; Erwachsene mit Migrationshintergrund sind am wenigsten gut in den Arbeitsmarkt integriert und stärker von
sozialen Transferleistungen abhängig;
Bausteine: Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund - Stadtteilnetzwerker*innen erhalten eine Grundschulung; Aufbau von Angeboten für
Geflüchtete. Das erfolgt überwiegend durch persönliche Ansprache.Das Projekt
ist hochgradig dialogorientiert.
Zwischenergebnisse: Jahr 2013: Angebote für 58 Familien mit 110 Kindern;
2014: elf Ehrenamtliche und 200 Familien mit rund 400 Kindern; 2015: 137
neue Familien mit Kindern; 2016: 99 neue Familien mit 218 Kindern; insgesamt 529 Familien mit 933 Kindern.

47

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 48

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Zusammen weiter - Mit vielen Stimmen mehr erreichen , Hamburg

Projekteinreicher

Chris Meloni / Kathrin Schlass

Projektkurzbeschreibung

Die Bereitschaft zu helfen war groß, als plötzlich viele Geflüchtete in Hamburg
ankamen. Aufgrund der vielen Aktivitäten konnten Vorbehalte und Konflikte
mancherorts stetig abgebaut werden und sind an anderen Stellen wieder
größer geworden. Es bleibt viel zu tun und für die Zukunft müssen Geflüchtete
und Einheimische besser aufeinander vorbereitet und aufeinander eingestimmt
sein
Bausteine: Planung des Projekts, Suche nach Kontakten und einem organisatorischen Rahmen für das Projekt. Aufnahme von Geflüchteten in den bereits
bestehenden Chor. Gemeinsame Produktion eines Mitmach-Videos; kostenlose
Mitmach-Konzerte an verschiedenen Orten in Hamburg.
Zwischenergebnisse: auf verschiedenen Ebenen wurde ein Rahmen für Begegnung geschaffen und Interesse für Herkunft bzw. Sprache geweckt. Der interkulturelle Dialog beim Singen im Chor bereichert alle Beteiligte. Neben der
Inanspruchnahme von kostenlosem Musikunterricht sind auch erfolgreiche Vermittlungen zu potenziellen Arbeitgebern zustande gekommen.

Projekt

"Gemeinsam wohnen und leben im Korellengarten" / Kreuznach-Süd-Ost

Projekteinreicher

Gewobau Bad Kreuznach Wohnungsbaugesellschaft

Projektkurzbeschreibung

Ausgangslage: 13.000 Bewohner*innen mit 72 Nationalitäten im Stadtteil;
soziale Struktur ist durchmischt, ein lebendiger Stadtteil mit gutem ÖPNV; gute
soziale Infrastruktur;
Bausteine: März - Mai 2015 Bedarfsanalyse und Suche nach Standort nach
bestimmten Kriterien; Mitte März 2015 erste Gespräche über Fördermöglichkeiten; Festlegung auf die Dachgeschoss-Variante, Erstellung von Entwurf-Skizzen und Kostenrahmen
Zwischenergebnisse: 2015 Gespräch zwischen Mieter*innen und Verantwortlichen; 2015 Gründung eines Stadtteilbüros; 2016 Spatenstich für Kindergartenneubau;
Durch die gute Betreuung dank unterschiedlicher Partner und sozialer Träger in
den Bereichen Bildung, Ehrenamt, Quartiersmanagement und Vermietung ist
im Korallengarten ein Miteinander und damit Integration von Anfang an möglich.

48

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 49

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Welcome In Wohnzimmer, Fulda

Projekteinreicher

Förderverein Kultur und Umweltbildung e. V.

Projektkurzbeschreibung

Die räumliche Trennung von Geflüchteten und Nachbarschaft in unterschiedliche soziale Sphären aufgrund der zentralen Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften erzeugt Frust und soziale Isolation. Ehrenamt war noch nicht
optimal aufgestellt, um die Hürden beim Knüpfen von Kontakten zu überwinden.
Bausteine: Nach einer Planungsphase konnte das Projekt auf eine stabile Finanzierung gestellt werden. Seitdem erfolgt auch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten Nutzung für verschiedenste Veranstaltungen.
Zwischenergebnisse:
Das WZ ist Stipendiat des bundesweiten Vereins ‚Startsocial‘. Eine große und
positive Sensibilisierung für das Thema ’Flüchtlinge’ ist gelungen. Durch soziale
Kontakte entstehen niedrigschwellige Beratungsmöglichkeiten in Alltagsfragen.
Innerhalb kürzester Zeit sind im Wohnzimmer aus ‚Fremden‘ Freunde geworden und das vielerorts beobachtbare ‚Nebeneinander-Leben‘ hat sich zu einem
echten Miteinander entwickelt.

Projekt

"Im Waldtal ankommen und sich zu Hause fühlen", Marburg

Projekteinreicher

Der Arbeitskreis Soziale Brennpunkte Marburg e. V.

Projektkurzbeschreibung

Verstärkter Zuzug von Geflüchteten nach Marburg, darunter viele Familien mit
Kindern. Die Integration soll in bestehende sozialen Strukturen erfolgen. Neue
Angebote müssen für die einheimische Bevölkerung und Geflüchteten offen
sein.
Bausteine: Anfang 2015 Begrüßungscafé, inzwischen auch ein Frauen-Café;
Begrüßungsbesuche mit Dolmetscher*innen zum Aufbau erster Kontakte; aktivierende Migrant*innen-Befragung durch Studenten der Uni; aufsuchende
Arbeit und Gruppenbildung.
Zwischenergebnisse: Ende 2015 konnte davon gesprochen werden, dass die
Menschen wirklich angekommen sind; in 2016 hat sich das Engagement der
Geflüchteten selbst verstärkt, Arbeit als Sprach- oder Familien-Pat*innen oder
im Repair-Café.

49

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 50

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Willkommen in unserer Stadt, Homburg

Projekteinreicher

Stadtbibliothek der Kreisstadt Homburg

Projektkurzbeschreibung

Zwischen 2015 und 2016 kamen viele Geflüchtete nach Homburg.
Es fehlen Angebote für Begegnungen im außerschulischen Bereich.
Bausteine: Projektentwicklung, Einreichung des Förderantrages und Bewilligung; Aufstellung eines Teams und Suche nach jeweils 20 teilnehmenden Kindern pro Standort; gemeinsame Lesungen in der Bibliothek; Veranstaltung von
Interkulturellen Workshops
Zwischenergebnisse: Kennenlernen der Bibliothek als Bildungsort; Schnitzeljagd
durch die Innenstadt; öffentliche Präsentation des Projekts.
Während der Projektlaufzeit erarbeiten insgesamt 60 Kinder (jeweils zur Hälfte
aus Deutschland und aus Syrien geflüchtet) digitale Schnitzeljagden in ihrer
Umgebung - sie erleben interkulturelle Workshops mit Autoren in der Bibliothek, lernen den Umgang mit digitalen Medien kennen und setzen diese zielorientiert ein. Im Ergebnis entstehen in diesem Integrationsprojekt gemeinsam
erarbeitete Produkte, die von allen Bewohnern und Besuchern der Stadt
genutzt werden können. Darauf sind die teilnehmenden Kinder sehr stolz!

Projekt

Flüchtlingshilfe Stemwede, Stemwede

Projekteinreicher

Flüchtlingshilfe Stemwede c/o Verein für Jugend, Freizeit, Kultur in Stemwede
e. V.

Projektkurzbeschreibung

Die Flüchtlingshilfe Stemwede unterstützt Geflüchtete, möchte willkommen
heißen, begleiten und das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen. Drei hauptamtliche Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche werden dabei eingesetzt.
Bausteine: monatliche Treffen, um Angebote zu koordinieren; konkret: Begleitung zu Ämtern, Behörden oder Arztbesuche; Kontakte zu Vereinen oder
Gruppen; Deutschkurse für Frauen mit Kinderbetreuung; Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt; Koch- und Back-Aktionen; Einzelsprachhilfe; internationale Sportgruppen; jährliche Feste; und vieles mehr!

50

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 51

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Dortmund all inclusive - Ein Projekt zur Förderung des innerstädtischen
Grenzverkehrs, Dortmund-Nordstadt

Projekteinreicher

Planerladen – Verein zur Förderung demokratischer stadtplanung und stadtteilbezogener Gemeinwesenarbeit e. V.

Projektkurzbeschreibung

Deutliches Nord-Süd-Gefälle mit eindeutigen sozialräumlichen Indikatoren;
damit verbundene Stigmatisierung machen persönliche Kontakte zwischen
Nord und Süd eher unwahrscheinlich. Eine sozialräumlichen Polarisierung muss
verhindert werden:
Bausteine:
1) Fortsetzung der Dialogveranstaltungsreihe ‚Bürgerforum Nord trifft Süd‘;
2) Durchführung von ‚Nord xport‘, Gruppen aus der Nordstadt sind in anderen
Bezirken zu Gast;
3) Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne mit 12 Events in
2017.
Zwischenergebnisse: Seit 2015 wurden sechs Bürgerforen fünf Veranstaltungen
von ‚Nord xport‘ durchgeführt; mittlerweile sind Bürgerforen etabliertes Format
für Aktive und Engagierte; große Resonanz der Veranstaltung bei Teilnehmenden und Presse; Teile der Bezirkspolitik zeigen sich für die Projektziele mehr
und mehr aufgeschlossen.

Projekt

Meine Zukunft - ein Leben mit euch, Bremen-Neue Vahr

Projekteinreicher

Bürgerzentrum Neue Vahr

Projektkurzbeschreibung

Die ‘Neue Vahr’ gilt als sozialer Brennpunkt mit überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit, vielen Menschen mit Migrationshintergrund, hohe Kinderarmut und
geringe Bildungschancen; hoher Anteil an geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Bausteine: Das Jugendtheater besteht seit ca. 7 Jahren, seit 2015 bestehen
Kontakte zu Unterkünften für Geflüchtete. Schnell konnten geflüchtete
Jugendliche in die Gruppe aufgenommen werden (heute 50%); unter professioneller Anleitung werden eigene Tanz-, Theater- oder Musikstücke entwickelt
und zum Teil aufgeführt; seit Anfang 2017 sind auch Kooperationen mit Schulen entstanden; weitere Aktionsformen werden ständig entwickelt und erprobt;
dazu viermal wöchentlich offene Werkstätten, Einzelcoachings, Maßnahmen
zur Förderung der Gruppenbildung, Sprachförderung und Einüben gewaltfreier
Kommunikation
Zwischenergebnisse: das erste Theaterstück wurde im Oktober 2015 mehrfach
aufgeführt für ca. 700 Zuschauer*innen und wurde für den Kulturpreis 2016
vorgeschlagen. Das zweite Stück wurde im Herbst 2016 aufgeführt für ca.
600 Zuschauer*innen; drittes Stück zu den Themen ‘religiöse Vielfalt und Toleranz’ am Heiligabend für ca. 1.000 Zuschauer*innen.
Das Gruppenverhalten der Jugendlichen untereinander hat sich inzwischen
spürbar verändert.

51

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 52

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Bürgernetzwerk Staßfurt initiativ e. V. – Wir sind die Gestalter unserer
Zukunft!, Staßfurt-Leopoldshall

Projekteinreicher

Staßfurt initiativ e. V.

Projektkurzbeschreibung

Überforderung der Nachbarschaft mit ankommenden Geflüchteten, geringes
Verantwortlichkeitsgefühl in der Stadtverwaltung, nicht vorhandene Organisationsstrukturen; notwendiger Dialog mit der stark xenophoben Bevölkerung –
diese Ausgangssituation macht die Wichtigkeit der Arbeit des Staßfurt initiativ
e.V. deutlich.
Bausteine: Organisation einer öffentlichen Veranstaltung "Wo drückt der
Schuh?"Besuch von Deutsch- und Englischkursen, Einrichten einer Kleiderkammer, Organisation von Handarbeits- und Bastelnachmittage; Erarbeitung von
individuellen Kommunikationsstrategien, Entwicklung von Kompetenz-Portfolios, Wecken von Lernlust, Anbieten von alternativen Lernmöglichkeiten,
Mentoring und Coaching aller Aktiven, Umsetzung von vertrauensbildenden
Maßnahmen, Begegnung auf Augenhöhe und Gestaltung eines Abenteuerspielplatz für Kinder und Jugendliche.
Zwischenergebnisse: seit September 2015 wurden im Vereinsregister registriert;
mittlerweile etabliert: von der Stadtverwaltung akzeptiert (oder geduldet), aber
vom Landkreis anerkannt und geschätzt; Auszeichnung von der Stiftung Bürgermut mit Transferstipendium; ca. 300 Menschen haben bisher persönlich
von unserem Konzept Profitiert, haben etwas gelernt, neuen Lebenssinn oder
Lebensfreude gefunden, neue Aufgaben und neue Freundschaften.

Projekt

Integrations-WG „Fred“ – Fairness, Respekt, Engagement, degewo, Berlin

Projekteinreicher

degewo AG, Berlin

Projektkurzbeschreibung

Ausgangslage: Die degewo führt pro Jahr ein Azubi-Projekt durch. 2016 war
das Thema die Versorgung mit Wohnraum in Integration junger Ausländer.
Daraus wurde das Projekt FRED: die Schaffung einer WG für Deutsche und
Geflüchtete in Ausbildung / Beschäftigung.
Bausteine: 142 qm Loftfläche in einem Gebäude des sozialen Wohnungsbaus
wurden beplant: Grundrisse, Fußböden, Küche, Aufenthaltsraum. Es entstanden vier nahezu gleich große Räume für vier Personen. Im Netz bewarben sich
100 Interessenten.
Zwischenergebnisse: Die Wohnung wurde am 16. Dezember 2016 an die
Bewohner übergeben. Es wurden die „goldenen Regeln“ und die Schlüssel im
Rahmen einer Einweihungsfeier übergeben. Intern prüft die degewo die Übertragbarkeit des Projektes.

52

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 53

Projekte der engeren Wahl

Projekt

„Ankommen in Mümmelmannsberg“ – 10 Filmportraits, Hamburg

Projekteinreicher

Stadtteilmarketing Mümmelmannsberg c/o ProQuartier Hamburg Gesellschaft
für Sozialmanagement und Projekte mbH

Projektkurzbeschreibung

Das Projekt soll dem schlechten Image der Großsiedlung entgegenwirken und
zeigen, dass Integration auch in Mümmelmannsberg erfolgreich sein kann. Ziel
ist die gelungene Integration im Stadtteil sie soll gewürdigt und nachhaltig
öffentlich sichtbar sein.
Bausteine: Projektierung: März-April 2016; Sichtung der teilnehmenden Personen: Mai-Juni 2016; Produktion: Juli-August 2016; PR u. Öffentlichkeitsarbeit:
Okt. 2016; Premiere: 11.11.2016; seitdem: Vertrieb.
Zwischenergebnisse: 10 Filme mit einer Gesamtlänge von 50 Minuten; Premiere mit 200 Gästen, Homepage, Facebook, Printmedien,TV-Bericht, Postings
u.s.w.
„Unser Projekt macht anschaulich, wie sehr die wertvolle Expertise und die
partnerschaftliche Mitwirkung der erfolgreich in Deutschland angekommenen
Zuwanderer bei der Bewältigung der großen integrativen Herausforderungen in
Nachbarschaft, Stadtteil und Gesellschaft brauchen.“

Projekt

Offener Treff Speelberg, Emmerich am Rhein

Projekteinreicher

Stadt Emmerich

Projektkurzbeschreibung

Seit Herbst 2015 gab es einen sprunghaften Anstieg der Asylsuchenden in der
Kommune; großes ehrenamtliches Engagement – meist 1:1-Patenschaften,
jedoch nicht für alle realisierbar; Bündelung der Kapazitäten u.a. mit einem
„offenen Treff“; räumliche Möglichkeiten dazu im Jugendheim.
Bausteine: Erster “offener Treff” im April 2016. Durch kontinuierlich wachsende Zahl von Besuchern erfolgte die sukzessive Ausweitung des Angebots
vor Ort und Verbesserung der Ausstattung des Treffs. Durchführung von
gemeinsamen Veranstaltungen.
Zwischenergebnisse: Etablierung des Treffpunktes; wöchentliche Begegnungen
in der Anlaufstelle; Freizeitbeschäftigungen, Lernen, Kontakte knüpfen usw.
„In ausschließlich ehrenamtlicher Initiative ist etwas entstanden, das als zentraler Ausgangspunkt für einen gelingenden Integrationsprozess in Emmerich fungiert, da der Weg aus dem Treff hinaus sehr oft weiterführt: in Sprachlernoder hauptamtliche Beratungsangebote, ins Praktikum, in die Bücherei oder
auch in den Fußballverein.“

53

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 54

Projekte der engeren Wahl

Projekt

GemeinsamGarten / Miteinander in Konstanz e.V.

Projekteinreicher

Miteinander in Konstanz e.V. / GemeinsamGarten

Projektkurzbeschreibung

Die zahlreichen Flüchtlichen in den Notunterkünften möchten sich an der
gemeinsamen Gartengestaltung beteiligen.
Bausteine: Frühjahr 2015 – Eröffnung des GemeinsamGarten, Bewerbung der
Projektidee in den Sammelunterkünften, weitere Beete sind an Quartiersbewohner vergeben. Im Winter sind alternative Freizeitangebote sinnvoll.
Zwischenergebnisse: Schöner Garten mit Zaun, Bank und Hütte, der ertragreich
und rein biologisch bewirtschaftet wird. Regelmäßige Treffen im Nachbarschaftsgarten, bei schlechtem Wetter in den Räumen des Vereins. Gemeinsame
Back- und Kochaktionen.
„Geflüchtete gärtnern gemeinsam mit Beheimateten auf Augenhöhe und werden so vorbildlich integriert.“

Projekt

Alt für Jung Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete,
Bremen

Projekteinreicher

Ambulante Versorgungsbrücken e.V. (AVB), Bremen

Projektkurzbeschreibung

12.500 Flüchtlinge allein im Jahr 2015 in Bremen. Auch in der AVB stellt man
sich die Frage, wie zu helfen sei. Mitglieder meist im Alter 60plus. Viele Potenziale, aber auch viele Vorbehalte vorhanden. In der Folge sollten Flüchtlinge
niedrigschwellig durch Paten unterstützt werden.
Bausteine: Kooperations- u. Netzwerkpartner finden, Paten suchen, Öffentlichkeit herstellen u.s.w. , Vernissage und Ausstellung „Hello my name is“
mit Portraits von Geflüchteten.
Zwischenergebnisse: Bislang wurden 53 „1:1-Patenschaften“ angebahnt.
Positive Beziehungspflege wirkt sich auf die individuelle Entwicklung aus.
„Das Projekt befähigt Menschen sich mit gegenseitigen Respekt zu begegnen
und nachhaltig für- und miteinander die Vergangenheit zu verarbeiten, die
Gegenwart und die Zukunft zu gestalten”.

54

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 55

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, Göppingen-Bodenfeld

Projekteinreicher

FLÜWO Bauen Wohnen eG

Projektkurzbeschreibung

Drei Gebäude wurden von der FLÜWO für die Flüchtlingsunterkunft bereitgestellt. Weitere Maßnahmen zur Integration der neuen Bewohner wurden
erforderlich und die Idee der Fahrradwerkstatt entstand.
Bausteine: Herbst 2015: Einsammlung von 250 herrenlosen Fahrrädern in allen
Häusern der FLÜWO. April 2016: Eröffnung der Fahrradwerkstatt. „Pauls Café“
in der Nähe als Bezugspunkt und Anlaufstelle.
Zwischenergebnisse: Bewohner und Nachbarn können an drei Tagen in der
Woche unter Anleitung ihr eigenes oder ein gespendetes Fahrrad wieder verkehrstauglich machen. Begleitet wird die Maßnahme durch Sprachkurse, Fahrradschulungen und Unterricht zu Verkehrsregeln. Die Mobilität der Flüchtlinge
konnte deutlich verbessert werden. Viele weitere Angebote (Kinderbetreuung,
Beschäftigung, Unterricht, Patenschaften) sind entstanden.
„Die Kooperation unterschiedlicher Akteure mit anfangs gegenseitigen Vorbehalten, die durch intensiven Austausch über Werte und Ziele zu einer produktiven und gelingenden Zusammenarbeit führten.“

Projekt

WELCOME Treff – offener Begegnungsort im Herzen von Halle

Projekteinreicher

Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.

Projektkurzbeschreibung

Durch die Flüchtlingssituation entstand ein Bedarf nach Begegnungs- und
Unterstützungsmöglichkeiten in der Innenstadt von Halle, in der Nähe einer
Landesaufnahmeeinrichtung.
Bausteine: Mitte 2015 entstand von vielen Projektpartnern die Idee zum Aufbau eines offenen Begegnungsortes. Im Dezember 2016 wurde der WELCOME
Treff eröffnet und bietet ein regelmäßiges Wochenprogramm sowie viele Mitmachmöglichkeiten für Geflüchtete.
Zwischenergebnisse: Der WELCOME Treff hat sich als Ort der Begegnung etabliert. Täglich besuchen 50 Geflüchtete und Einheimische den Treffpunkt mit
Sprach- und Kulturveranstaltungen, Kochevents, Kinderangeboten, Berufstage
u.v.m.

55

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 56

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Schulzzwanzig, Essen

Projekteinreicher

Gewobau Wohnungsgenossenschaft Essen eG

Projektkurzbeschreibung

Integrationsbedarf von 184 Familien aus 22 Nationen. Bedarf an familienund sozialorientierten Angebote mit dem Ziel, die Integration von
Zuwanderern zu erleichtern.
Bausteine: Umbau eines ebenerdigen Fahrradkellers als Nachbarschaftstreff
durch die Gewobau. Miet- und betriebskostenfreie Bereitstellung.
Notwendige Raumerweiterung aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Anzahl
der Förderer sowie der Honorarkräfte und Helfer wuchs weiter.
Zwischenergebnisse: Der Stadtteiltreff ist aus Huttrop nicht mehr wegzudenken. Gutes Wohnklima bedeutet: weniger soziale Konflikte, weniger
Vandalismus, geringe Fluktuation und weniger Hilfeleistungen in den Familien.

Projekt

WVA – Wohnungsvermittlungsagentur für Menschen aus aktuellen Krisengebieten, Essen

Projekteinreicher

Allbau Managementgesellschaft mbH, Essen

Projektkurzbeschreibung

Die Stadt Essen steht durch die hohen Zuwanderungszahlen vor großen Herausforderungen. Unterbringung in Zeltdörfern belastet den städtischen Haushalt. Die Allbau AG bringt ihre Fachkompetenz zum Thema „Wohnen“ durch
die WVA ein.
Bausteine: Projekt kann auf Erfahrungen aus 2012 mit dem Projekt „Wohnungen für Flüchtlinge“ aufbauen. Personelle Besetzung – Abstimmungstreffen mit
den Kooperationspartnern – Entwicklung von Fragenkatalogen – Entwicklung
einer alltagstauglichen EDV.
Zwischenergebnisse: Alle 10 Zeltdörfer sind inzwischen aufgelöst. Flüchtlinge
haben die Möglichkeit, sich in festen, zum Teil neu errichteten Unterkünften zu
begeben und von dort in Ruhe auf Wohnungssuche zu gehen – unterstützt
u.a. durch die WVA.
„Die Einzigartigkeit! – Wirtschaftsorientierte Konkurrenten, soziale Verbände
und Stadt Essen arbeiten auf Grundlage eines humanen/sozialen Gedankens
zusammen und gehen wirtschaftliche Risiken ein.“

56

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 57

Projekte der engeren Wahl

Projekt

FRIEDA – der mobile Kindergarten, Bochum

Projekteinreicher

AWO Kindergartenwerk, Jana Schlüter

Projektkurzbeschreibung

Eine große Anzahl der Flüchtlinge sind minderjährig. Es gibt nicht genug Kindergartenplätze. Derzeit sind 600 Kinder ohne Kindergartenplatz. Das Projekt
FRIEDA will hier flexibel Abhilfe schaffen
Zwischenergebnisse: Einige Flüchtlingsunterkünfte konnten von der „Tour“
gestrichen werden, da inzwischen genügend Regelplätze existieren. Durch den
Wechsel der Bewohner ist eine ständige Anpassung des Angebots notwendig.
FRIEDA ist inzwischen eine feste Größe in vier Sozialräumen Bochums und Teil
eines engmaschigen Netzwerkes.
„FRIEDA kann eine Lücke für Kinder im Kindergartenalter schließen, in dem auf
ihre Bedürfnisse eingegangen wird und sie so zunächst wieder zu sich selbst
und durch sprachliche und soziale Weiterentwicklung auch eine Anbindung
zum Quartier finden können.“

Projekt

Flüchtlingsunterkunft am Tönniskamp, Münster

Projekteinreicher

Wohn + Stadtbau Wohnungsunternehmen GmbH

Projektkurzbeschreibung

Das Dezentrale Unterbringungskonzept der Stadt Münster ist Grundlage. Durch
die Konzeption von Unterkünften für max. 50 Personen in Mietreihenhäuser ist
die städtebauliche Integration in das Gebiet sowie die Akzeptanz durch die
Bewohner erleichtert. Professionelle Begleitung und ehrenamtliches Engagement sind wichtige Eckpfeiler der Betreuung.
Bausteine: Bereits 2013 wurde die Flüchtlingsunterkunft ‘Am Töniskamp’ durch
die Wohn + Stadtbau errichtet. Durchführung von Informationsveranstaltungen
für die Bewohner. Die Gebäude können nach der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft als ganz normale Wohngebäude weitergenutzt werden.
Zwischenergebnisse: Durch die Errichtung von massiven Wohngebäuden fügen
sich die Unterkünfte baulich ein und erfüllen auch den integrativen Anspruch.

57

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 58

Projekte der engeren Wahl

Projekt

Auf Augenhöhe – Ein Projekt zur Integration von Alteingesessenen und neu
Angekommenen, Ingelheim

Projekteinreicher

Stadt Ingelheim, Integrationsbüro

Projektkurzbeschreibung

Mit Beginn des massiven Flüchtlingszuzugs wurden viele Vorurteile über die
Fluchtursachen in der Bevölkerung spürbar. Stadtverwaltung und Fridtjof-Nansen-Akademie sind dem durch eine Informationskampagne über die Ursachen
der Flucht entgegen getreten. Teil dessen war die Projektwerkstatt
„WerkStadt IngelHeimat“.
Bausteine: Durchführung von fünf Informationsabende „Fluchtursachen kompakt“, Worldcafé, Werkstatt ’IngelHeimat’ zum gemeinsamen Dialog, Vorstellung der Charta des Zusammenlebens.
Zwischenergebnisse: Bessere Einsicht und Verständnis für Flüchtlinge konnte
erreicht werden, sachlichere Diskussionen, greifbares Ergebnis ist die „Charta
des Zusammenlebens“.

58




/DQGUDWVDPW.DUOVUXKH'H]HUQDW,,,$PWIU
,QWHJUDWLRQ(KUHQDPWVNRRUGLQDWLRQ

5KHLQVEHUJHU:RKQXQJVJHVHOOVFKDIWPE+
$PWIU6R]LDOHV :RKQHQ.RRUGLQDWLRQ
)OFKWOLQJVKLOIH

,QQRYDWLRQHQIUIDPLOLHQXQGDOWHQJHUHFKWH6WDGWTXDUWLHUH

3UR]HVVEHJOHLWXQJ,QIRUPDWLRQVEHUHLWVWHOOXQJ9HUQHW]XQJ)RUWELOGXQJ
=XVDPPHQOHEHQPLW=XZDQGHUHUQ%HJOHLWXQJGXUFKHLQ1HW]ZHUNYRQ
(KUHQDPWOLFKHQIU8QWHUVWW]XQJLP$OOWDJ

SURZRKQHQLQWHUQDWLRQDO

+DXSWDPWOLFKHV1HW]ZHUNLQGHUHKUHQDPWOLFKHQ
)OFKWOLQJVEHJOHLWXQJLP/DQGNUHLV.DUOVUXKH

=XVDPPHQOHEHQPLWQHXHQ1DFKEDUQLQ5KHLQVEHUJ

(XUHQHU,QLWLDWLYH6WDGWWHLODUEHLWIU0LJUDWLRQVIDPLOLHQ

8QWHUVWW]XQJLQ)UDJHQ:RKQXQJVVXFKHbPWHUJlQJHQXQGIUEHUIRUGHUWH
.200)OFKWOLQJVLQLWLDWLYH3URMHNW5XQGXPV:RKQHQ 1DFKEDUQXQG9HUPLHWHU
'RURWKHHYDQGHQ%RUUH













.(.6H9

.HSOHU6FKXOH.

.LQGHUQXQG(OWHUQXQDEKlQJLJYRQ+HUNXQIW%FKHUQlKHUEULQJHQ
6R]LDOH.RPSHWHQ]HQEHUGDV7DXFKHQKLQDXV9HUDQWZRUWXQJ
EHUQHKPHQIUVLFKXQG$QGHUH

$%&DPL$OSKDEHWLVLHUXQJXQG*UXQGELOGXQJDQ
0RVFKHHQ

(OWHUQLQIRUPDWLRQVIRUPXODUHPHKUVSUDFKLJ:LOONRPPHQ
XQXQVHUHU.LWD
(UOHLFKWHUXQJGHU.RPPXQLNDWLRQ]ZLVFKHQ0LWDUEHLWHUQXQG(OWHUQ
9HUQHW]WH,QWHJUDWLRQVDUEHLWLP6R]LDOUDXP

8QWHUHLQHP'DFK

.OHLGHU75())

%LOGHUEXFKNLQRLQ6SH\HUHU.LQGHUWDJHVVWlWWHQYRQ
.(.6(9

7DXFKHQLP6FKXOVSRUWXQWHUULFKW























=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$OSKDEHWLVLHUXQJVNXUVH

'5..UHLVYHUEDQG'LOONUHLVH9

$:2/DQGHVYHUEDQG%UDQGHQEXUJH9









*HVHOOVFKDIWIU,QWHUNXOWXUHOOHV=XVDPPHQOHEHQ
H9


,QWHJUDWLRQYRQ)OFKWOLQJHQXQG0LJUDQWHQLQGHQ6SRUWYHUHLQ
$69:HL‰%ODX6WHQGDO

:RKQSURMHNWPLWJHQHUDWLRQVEHUJUHLIHQGHP$QVDW]YRQ)OFKWOLQJHQXQG
6HQLRUHQVFKDIIW:RKQUDXPIU*HIOFKWHWHVFKDIIWGLH0|JOLFKNHLWHQYRQ
%HJHJQXQJHQLP:RKQXPIHOGPRELOLVLHUW(KUHQDPWOLFKHXQGKLOIWGDVJDQ]H
4XDUWLHUZHLWHU]XHQWZLFNOHQ
)DPLOLHQKHLP3IRU]KHLP%DXJHQRVVHQVFKDIWH* 

,QWHJUDWLRQYRQDOOHQ$OWHUVNODVVHQLQV9HUHLQVOHEHQ



(XUR$NDGHPLH%LWWHUIHOG:ROIHQ

:,5



&LWL]HQVKLS ,QNOXVLRQ3URMHNWXQWHUULFKWPLW6FKOHUQ)OFKWOLQJHQXQG
6HQLRUHQ

:LOONRPPHQVNXOWXU:LOONRPPHQVFDIH2UWIU9LHOIDOWXQG7ROHUDQ]

SURZRKQHQLQWHUQDWLRQDOH9

'RUWH+XQHNH1ROOPDQQ



3LOJHUKDXV:HLQKHLP(YDQJ-XJHQG 
%HKLQWHUWHQKLOIH

1HXLQ'HXWVFKODQG=HLWXQJEHU)OXFKWGLH/LHEHXQG
GDV/HEHQ
=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW(UOHEQLVEHULFKWHYRQ)OFKWOLQJHQ

=LHOJUXSSHQRULHQWLHUWH,QWHJUDWLRQVDUEHLW



.UHLVZRKQXQJVEDX2VWHURGHDP+DU]*PE+

1lKSURMHNWIUMHGHV%HWWHLQ4XLOW

3/=



=LHOJUXSSHQRULHQWLHUWH$UEHLWhEHUIRUGHUXQJYRQ1DFKEDUVFKDIWHQ
4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ

3URMHNWHLQUHLFKHU

/HEHQGLJH1DFKEDUVFKDIW,QWHJUDWLRQXQG=XNXQIW
JHPHLQVDPJHVWDOWHQ

6FKZHUSXQNWH=LHOH

3URMHNWHLQUHLFKHU



1U 3URMHNWQDPH

,QWHJUDWLRQVSUHLV

%HUOLQ

6SH\HU

'LOOHQEXUJ

3RWVGDP

%HUOLQ

3IRU]KHLP

6WHQGDO

%LWWHUIHOG:ROIHQ

:XSSHUWDO

7ULHU

5KHLQVEHUJ

.DUOVUXKH

2EHUKDXVHQ

%RFKXP

:HLQKHLP

2VWHURGHDP+DU]

2UW

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 59

Teilnehmer

59

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 60

Teilnehmer





























%H\W%H\WDN)KOGLFKZLH]X+DXVH

=XXQV0LWXQV

SURZRKQHQLQWHUQDWLRQDO

%HJHJQXQJVUDXPIU*HIOFKWHWHXQG6WXWWJDUWHU
%UJHULQQHQ

'H]HQWUDOH(LQULFKWXQJXQG,QWHJUDWLRQYRQ
*HPHLQVFKDIW]VXQWHUNQIWHQLP6WDGWWHLO

(8/( (XURSDOHEHQ

%DXHQPLW/HKPIU*UR‰XQG.OHLQ

6SLHOHQG'HXWVFKOHUQHQ

&RVZLJ2UWGHU9LHOIDOW

QLHGULJVFKZHOOLJH=LHOJUXSSHQDUEHLWPLWMXJHQGOLFKHQ)OFKWOLQJHQXQG
0LJUDQWHQ

%DXNXQVW$NWLRQHQIU.LQGHU
0XWWHUVSUDFKLJH%HUDWHULQQHQZLUNHQPLWWHOV(LQ]HOIDOOEHJOHLWXQJLQGLH
=LHOJUXSSHLP4XDUWLHUVLQGDEHUHEHQVR,PSXOVJHEHUXQG0LWZLUNHQGHEHL
QRWZHQGLJHQ9HUlQGHUXQJHQLQGHUDXIQDKPHJHVHOOVFKDIW

%LOGXQJVSURMHNWIU.LQGHUDXV)OFKWOLQJVIDPLOLHQGLHNHLQHQ.LWD3ODW]
KDEHQ

-HGH)DPLOLHHUKlOWHLQHQ3DWHQ6SUDFKNXUVHPLW.LQGHUEHWUHXXQJ
)DKUUlGHUIU)OFKWOLQJH

+2:2*(:RKQXQJVEDXJHVOOVFKDIWPE+

,QWHUQDWLRQDOHU9HUHLQIU)ULHGHQXQG
*HUHFKWLJNHLW3UR+XPDQLWDWHH9

ZLQH9

6WXGHQWHQZHUN+DQQRYHU

.RRUGLQLHUXQJVVWHOOH+LOIHPD‰QDKPHQIU
$V\OEHZHUEHUXQG)OFKWOLQJH

6\PEROLVFKH6WDGWWHLOIDPLOLHQ1RUGXQG0DU[KHLP4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJXQG
EHUIRUGHUWH1DFKEDUVFKDIWHQ
+RIKHLPHU:RKQXQJVEDX*PE+

(LQULFKWXQJYRQQHXQ*HPHLQVFKDIWVXQWHUNQIWHQ

'HXWVFKHU.LQGHUVFKXW]EXQG2UWVYHUEDQG
'XLVEXUJH9

=XVDPPHQOHEHQPLWQHXHQ1DFKEDUQ%HJHJQXQJVUDXPLQNXOWXUHOOHVXQG
LQWHUGLV]LSOLQlUHV3URMHNWGDVYHUVFKLHGHQVWH$NWHXUHPLWHLQDQGHUYHUELQGHW 8QLYHUVLWlW6WXWWJDUW,QVWLWXWIU%DXNRQVWUXNWLRQ

.RRUGLQLHUXQJVVWHOOH+LOIHPD‰QDKPHQIU$V\OEHZHUEHU
3DWHQHUP|JOLFKHQ,QWHJUDWLRQLQHLQHOlQGOLFKH6WDGWJHPHLQVFKDIW
XQG)OFKWOLQJH

)DPLOLHQIU+RIKHLP)DPLOLH1RUG )1 XQG)DPLOLH
0DU[KHLP )0

.XQVWXQG%LOGXQJVLQLWLDWLYH6R]LDOHV,QWHJUDWLRQVSURJUDPPPLW
NQVWOHULVFKHP6FKZHUSXQNWEHVWHKHQGDXVYHUVFKLHGHQHQ3URMHNWHQ

=XVDPPHQOHEHQLQGHU1DFKEDUVFKDIW7DON&DIH XQG
1HW]ZHUNEHUXIOLFKH,QWHJUDWLRQ
*HPHLQVDPVSLHOHQNRFKHQ$XVIOJHXQGQHEHQEHL'HXWVFKOHUQHQ

1DFKEDUVFKDIWVSURMHNW'RURWKHHQVWUD‰H

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWPLW)OFKWOLQJVNLQGHUQXQGLKUHQ)DPLOLHQ

0DOWHVHU+LOIVGLHQVWH9

)UHPGHZHUGHQ1DFKEDUQ+HU]OLFKZLOONRPPHQEHLGHU 9HUVFKLHGHQH7HLOSURMHNWH$NWLYLWlWHQLQGHQ:RKQTXDUWLHUHQ6WHOOHQE|UVHQ
.RPPXQDOH:RKQXQJVJHVHOOVFKDIWPE+(UIXUW
.R:RPE+(UIXUW
,QIRUPDWLRQVYHUDQVWDOWXQJHQNXOWXUHOOH$QJHERWH

.LH].XOWXU6RPPHUYRQ/2$%HUOLQ /LFKWHQEHUJ
2SHQ$57

(KUHQDPWVNRRUGLQDWLRQIOFKWOLQJVEHWUHXXQJ%HJHJQXQJVVWlWWH
1DFKEDUVFKDIWVKLOIH1HW]ZHUNDUEHLW

JHZREDX5VVHOVKHLP*HVHOOVFKDIWIU:RKQHQ
XQG%DXHQ5VVHOVKHLPPE+

$:2/DQGHVYHUEDQG6DDUODQGH9

%XQWH.XKH9

'LH3ODWWHOHEWH9

9HUHLQ&RVZLJ2UWGHU9LHOIDOWH9































.|OQ

'XLVEXUJ

(UIXUW

%HUOLQ

.|OQ

6WXWWJDUW

/DDW]HQ

+DQQRYHU

5|GHQWDO

+RIKHLP

5VVHOVKHLPDP0DLQ

6DDUEUFNHQ

+DPEXUJ

6FKZHULQ

&RVZLJ

=HLOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW6WXGHQWHQXQGJHIOFKWHWH0HQVFKHQ



60

*RRG+RRG*PE+

'LJLWDOHV1DFKEDUVFKDIWVZHUNXQG4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJV3URMHNWZHOFKHV
5lXPH]XU%HJHJQXQJQHXHUXQGDOWHU1DFKEDUQVFKDIIW

(OWHUQPLW0LJUDWLRQVKLQWHUJUXQGHQJDJLHUHQVLFKIU)DPLOLHQYHUVFKLHGHQHU
+HUNXQIWVNXOWXUHQ
&DULWDV%RGHQVHH2EHUVFKZDEHQ

*UQGXQJ5XQGHU7LVFK]LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWXQWHU%HWHLOLJXQJYRQ
HKUHQDPWOLFKHQ+HOIHUQ$PWYHUZDOWXQJXQG*HPHLQGHYHUWUHWXQJ

QHEHQDQGH

=XKDXVHLQ)UHLGULFKVKDIHQ*XWHQ7DJ0HUKDED
'REDUGDQ«

$XIEDXHLQHU:LOONRPPHQVNXOWXULP$PWGXUFK
9HUQHW]XQJGHU|UWOLFKHQ$NWHXUH

:,//.200(1=8+$86(

=XVDPPHQZHLWHU0LWYLHOHQ6WLPPHQPHKUHUUHLFKHQ

:RKQSURMHNW'DKHLP:RKQHQOHUQHQLQ'HXWVFKODQG

6HLGDEHL)U'LFK)U0LFK)U$OOH

*HPHLQVDPZRKQHQXQGOHEHQLP.RUHOOHQJDUWHQ

















&KULV0HORQL.DWKULQ6FKODVV

%UJHUVHUYLFHJ*PE+

,QWHJUDWLRQVKDXVH9

*HZREDX%DG.UHX]QDFK

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWPLW$V\OEHZHUEHUQGLHYRQGHU6WDGW7ULHU
:RKQUDXP]XJHZLHVHQEHNRPPHQ
(KUHQDPWELHWHW0|JOLFKNHLW0LJUDQWHQLQGDVJHVHOOVFKDIWOLFKH/HEHQLP
XQPLWWHOEDUHQ8PIHOGHLQ]XEH]LHKHQQLFKWDOV+LOIHEHGUIWLJHVRQGHUQDOV
NRPSHWHWH0LWVWUHLWHULP6R]LDOUDXP
$XVEDX'DFKJHVFKRVVZRKQXQJHQ6SUDFKNXUVHDXIYRUKDQGHQHU
VR]LDOHU,QIUDVWUXNWXU

:RKQXQJVEDXJHVHOOVFKDIW9HOEHUWPE+

0XVLN3URMHNW0LWPDFK.RQ]HUWHIU(LQKHLPLVFKHXQG*HIOFKWHWH

%HUHLWVWHOOXQJYRQ:RKQUDXP+HUULFKWXQJLQ(LJHQOHLVWXQJ

*(%$*'XLVEXUJHU%DXJHVHOOVFKDIWPE+

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW,QWHJUDWLRQLQGHQ:RKQXQJVEHVWDQG

*HOXQJHQH,QWHJUDWLRQLP4XDUWLHU)UDQ]6FKXEHUW
6WUD‰H



5XQGHU7LVFKIU:LOONRPPHQVNXOWXU

+HOS7RGDV+LOIH3RUWDOIU)OFKWOLQJH 
%HGUIWLJH1HXHV3RWVGDPHU7ROHUDQ]HGLNWH9 

)UMHGHQWHLOQHKPHQGHQ/DQGNUHLVE]ZVWDGW$QJHERWHXQG*HVXFKH
HUP|JOLFKHQJHJHQVHLWLJH+LOIH9HUQHW]XQJXQG,QIRUPDWLRQVDXVWDXVFK

+HOS7RGDV+LOIH3RUWDOIU)OFKWOLQJHXQG%HGUIWLJH























0HKUJHQHUDWLRQHQKDXV5DYHQVEXUJ*lQVEKO

7HLOKDEHDPJHVHOOVFKDIWOLFKHP/HEHQLVWGHU6FKOVVHO]XU,QWHJUDWLRQ
%UJHUOLFKHV(QJDJHPHQW+LOIHIU0HQVFKHQPLWZHQLJ*HOG

,QWHUNXOWXUHOOHV:RKQHQXQG/HEHQLP4XDUWLHUGHV
0HKUJHQHUDWLRQVKDXVHV







%FKHUHLQLHGHUVFKZHOOLJHV$QJHERW]XU.RQWDNWXQG*HVSUlFKVDXIQDKPH
YRQ*HIOFKWHWHQ0LJUDQWHQXQG(LQKHLPLVFKHQ
%FKHUHL6W/DPEHUWL

9LYDZHVW:RKQHQ*PE+



,QWHUQDWLRQDOHV&DIH



(YgIIHQWO%FKHUHLDQGHU0DWWKlLNLUFKH



*OFNDXI1DFKEDUQ0RGHOOTXDUWLHU,QWHJUDWLRQ9LYDZHVWXQWHUVWW]WLQ
1HWZRUNLQJ'XLVEXUJ,QWHJUDWLRQYRQ=XZDQGHUHUQXQG .RRSHUDWLRQPLWDQGHUHQ3DUWQHUQXQWHUVFKLHGOLFKH+LOIVDQJHERWHXQG
)OFKWOLQJHQ
3URMHNWH]XJXQVWHQYRQIOFKWOLQJHQXQG=XZDQGHUHUQLQ'XLVEXUJ

%HJHJQXQJVFDIH1DFKEDUVFKDIWPLW%FKHUHLDOVIHVWH$QODXIVWHOOH

&DIH1DFKEDUVFKDIW6SUDFKUlXPH%FKHUHLIU
,QWHJUDWLRQ



%DG.UHX]QDFK

.|OQ

7ULHU

+DPEXUJ

9HOEHUW

%HUNHQWKLQ

5DYHQVEXUJ

%HUOLQ

'XLVEXUJ

3RWVGDP

5DYHQVEXUJ

2FKWUXS

*HOVHQNLUFKHQ

%RQQ

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:12 Seite 61

Teilnehmer

61

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 62

Teilnehmer



























:LOONRPPHQLQXQVHUHU6WDGW

:,5,048$57,(5*HPHLQVDPPLW*HIOFKWHWHQ

1HXH1DFKEDUQ7ELQJHQ*PE+ &R.*

,P:DOGWDODQNRPPHQXQGVLFK]X+DXVHIKOHQ

0LW0HQVFKHQ

%H7UHII %HJHJQXQJV7UHII

%UJHULQLWLDWLYHHLQPQGHQ

%HJHJQXQJVWUHII-DFNHZLH+RVH

)OFKWOLQJHQHLQ*HVLFKWJHEHQ

20$GDV.XOXUFDIH IU9HFKWD

:LOONRPPHQLQ/VVXP9RQGHU:LOONRPPHQVNXOWXU
]XU7HLOKDEHYRQ)OFKWOLQJHQ

,QWHJUDWLRQVSURMHNW+DQQLEDO.RRSHUDWLRQGHV
1HW]ZHUNV,1)DPLOLHPLWGHU/(*

.XOWXUXQG6SRUW4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ)|UGHUXQJEUJHUVFKDIWOLFKHQ
(QJDJHPHQWV

*UQGXQJHLQHU%UJHU:RKQEDX*HVHOOVFKDIW

3URMHNWGHU*HPHLQZHVHQDUEHLW8QWHUVWW]XQJLQDOOHQ/HEHQVIUDJHQ

1HW]ZHUNLQLWLDWLYH+LOIHGXUFK6HOEVWKLOIH

6WlUNXQJGHU1DFKEUVFKDIW4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ

)|UGHUXQJGHU,QWHJUDWLRQYRQ)OFKWOLQJHQ=LHOJUXSSHKDXSWVlFKOLFK
XQEHJOHLWHWH-XJHQGOLFKH

7UHIIPLW/HUQ%HJHJQXQJVXQG8QWHUVWW]XQJVDQJHERWHQ

-HGHU$QVFKOXVV]lKOW8QLW\PHGLD:/$1,QLWLDWLYHIU
)OFKWOLQJVHLQULFKWXQJHQ
9HUVRUJXQJYRQ)OFKWOLQJVXQWHUNQIWHQPLW:/$1$QVFKOVVHQ

:HOFRPH,Q:RKQ]LPPHU

*HPHLQVDPHV3URMHNWIU.LQGHUGLHLQ'HXWVFKODQGDXIJHZDFKVHQVLQGXQG
JHIOFKWHWH.LQGHUDXV6\ULHQ
.UHLVVWDGW+RPEXUJ

:RKQ]LPPHUGLHQWDOV0XOWLIXQNWLRQVUDXP5DXPIUHFKWH,QWHJUDWLRQ

%HJHJQXQJVVWlWWH]XP$XIEDXHLQHV6R]LDOOHEHQVXQG,QWHJUDWLRQLQGLH
ORNDOH*HVHOOVFKDIW
(LQ3URMHNWYRQMXQJHQ)OFKWOLQJHQIUMXQJH)OFKWOLQJHXQGZHLWGDUEHU
KLQDXV]XU)|UGHUXQJHLQHVJXWHQ=XVDPPHQOHEHQVYRQQHXHQXQGDOWHQ
1DFKEDUQXP%HJHJQXQJ]XHUP|JOLFKHQXQGIUEUJHUVFKDIWOLFKHV
(QJDJHPHQW

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJLQEHUIRUGHUWHQ1DFKEDUVFKDIWHQ

6WDGWWHLONXOWXU]HQWUXP*ROGEHNKDXVH9

1HXH1DFKEDUQ7ELQJHQ*PE+ &R.*

,PSXOVJ*PE+

%UJHUWUHII

VR]LDOH0LWWHH99HUHLQIU,QWHJUDWLRQX
:LHGHUHLQJOLHGHUXQJEHQDFKWHLOLJWHU0HQVFKHQ

8QLW\PHGLD15:*PE+

)|UGHUYHUHLQ.XOWXUXQG8PZHOWELOGXQJH9

$:28E+RFKVDXHUODQG6RHVW

0DOWHVHU+LOIVGLHQVWH9

+DXVGHU=XNXQIWH9

0HKUGLPHQVLRQDOHV,QWHJUDWLRQVNRQ]HSWDOVHLQHQ%HLWUDJ]XULQWHUNXOWXUHOOHQ
%HJHJQXQJYHUEHVVHUXQJGHU/HEHQVVLWXDWLRQXQG,QWHJUDWLRQ
/(*0DQDJHPHQW*PE+





'HU$UEHLWVNUHLV6R]LDOH%UHQQSXQNWH0DUEXUJH
9


:RKQXQJVJHQRVVHQVFKDIW%UHPHUKDYHQH*























.|OQ

+RPEXUJ

+DPEXUJ

7ELQJHQ

0DUEXUJ

%UHPHUKDYHQ

+DPHOQ

+DQQ0QGHQ

0DJGHEXUJ

.|OQ

+DXQHWDO

/LSSVWDGW

9HFKWD

%UHPHQ

'VVHOGRUI





:LOONRPPHQEHL',((+5(1)(/'(5

6%96WLIWXQJ+HOPXW6FKXPDQQ

$OWPLWJOLHGHUGHU:RKQXQJVJHQRVVHQVFKDIWXQWHUVWW]HQGLHDOV)OFKWOLQJH ',((+5(1)(/'(5*HPHLQQW]LJH
DQJHNRPPHQHQ1HXPLWJOLHGHUEHLGHU,QWHJUDWLRQYRU2UW
:RKQXQJVJHQRVVHQVFKDIWH*


6WDGWZHLWH'LDORJYHUDQVWDOWXQJVUHLKHGHU)OHQVEXUJHU)OFKWOLQJVLQLWLDWLYHQ

)OHQVEXUJ

)RUXP)OFKWOLQJH8QVHUHQHXHQ1DFKEDUQ





62

)OFKWOLQJVKLOIH6WHPZHGH

6FKZDQJHULQGHU)UHPGH

1LFKWNZDNHQDXI Q3DWWPDFKHQLVWRVWZHVWIlOLVFKXQG (LQELQGXQJYRQ*HIOFKWHWHQLQHLQHEHVWHKHQGHXQGJHIHVWLJWH
KHL‰W1LFKWUHGHQDXIGHQZHJPDFKHQ
1DFKEDUVFKDIW







=XVDPPHQKDOWPLWWHOV'LDORJXQG%HJHJQXQJ

'RUWPXQGDOOLQFOXVLYH(LQ3URMHNW]XU)|UGHUXQJGHV
LQQHUVWlGWLVFKHQ*UHQ]YHUNHKUV

:HLKQDFKWHQDQGHUV"

6R]LDOSlGDJRJLVFKH%HJOHLWXQJGHU
,QWHJUDWLRQVNXUVHLOQDKPHELOGXQJVIHUQHU(8=XZDQGHUHU 6SUDFKNXUVH,QWHJUDWLRQVNXUVH%HIlKLJXQJ:RKQXQJVVXFKHXQG
$UEHLWVPDUNWYHUPLWWOXQJ
LQSUHNlUHQ/HEHQVODJHQ







4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ

%HJHJQXQJXQG,QWHUHVVHQJHPHLQVFKDIWHQEULQJHQEUJHUOLFKHV
(QJDJHPHQWKHUYRU

2IIHQH1DFKEDUVFKDIWVZHUNVWDWW



6WDGWWHLO6FKXOH'RUWPXQGH9

6WDGWWHLOEUR6R]LDOH6WDGW6WHLQEDFK

,QLWLDWLYHIU.LQGHU-XJHQGXQG
*HPHLQZHVHQDUEHLWH9
3ODQHUODGHQ9HUHLQ]XU)|UGHUXQJ
GHPRNUDWLVFKHUVWDGWSODQXQJXQG
VWDGWWHLOEH]RJHQHU*HPHLQZHVHQDUEHLWH9

:LOONRPPHQLQ%DUWKH9

=X]JHYRQ)OFKWOLQJHQHUIRUGHUQHLQH:LOONRPPHQVNXOWXUXQG
,QWHJUDWLRQVDUEHLW:RKQXQJVOHHUVWDQGZXUGHQHXJHQXW]W

:,//.200(1,1%$57+



(VVLQJHU:RKQXQJVEDX*PE+

/HEHQLP4XDUWLHU



6FKDIIXQJYRQOHEHQVZHUWHQVR]LDOHQ%HGLQJXQJHQIUDOOH
%HZRKQHUJUXSSHQ

6FK|QKLHU]X+DXVH]XVHLQ



+LOIVZHUN6LHGOXQJ*PE+

.XOWXUXQG)UHL]HLWYHUHLQ6GH9

$UEHLWHUZRKOIDKUW.UHLVYHUEDQG%LHOHIHOGH9

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWLQ.RPELQDWLRQPLWHLQHU4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ
IUGLH,QWHJUDWLRQYRQJHIOFKWHWHQ0HQVFKHQ

1DFKEDUVFKDIWOLFKHV%HJHJQXQJVSURMHNW+RO]YHUELQGHW 6DQGNlVWHQXQG6LW]ElQNHIUGHQ$X‰HQEHUHLFK



4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJDOV3UlYHQWLRQJHJHQHLQHhEHUIRUGHUXQJGHU
1DFKEDUVFKDIW

$:24XDUWLHU=HGHUQVWUD‰H%LHOHIHOG8PPHOQ



*HPHLQGH+LGGHQKDXVHQ2UGQXQJVDPW

0DOWHVHU+LOIVGLHQVWH9

6R]LDOH%HWUHXXQJYRQ6FKZDQJHUHQ)UDXHQELV]XPHUVWHQ/HEHQVMDKU
GHV.LQGHV





















'RUWPXQG

6WHLQEDFK

'RUWPXQG

0DUEXUJ

%DUWK

(VVOLQJHQ

%HUOLQ

*HQWKLQ

%LHOHIHOG

+LGGHQKDXVHQ

6WXWWJDUW

6WHPZHGH

1DFKEDUVFKDIWVKLOIH



'DUPVWDGW



6WRO]HQDX

)UDQNIXUWDP0DLQ

)OFKWOLQJVKLOIH6WHPZHGHFR9HUHLQIU-XJHQG
)UHL]HLW.XOWXULQ6WHPZHGHH9


3DULWlWLVFKHU:RKOIDKUWVYHUEDQG

-XJHQGOLFKHPLW)OFKWOLQJVKLQWHUJUXQGXQGRKQHHUVWHOOHQHLQHQVHOEVW
HUGDFKWHQ7ULFNILOP

7ULFNILOPSURMHNW







.LQGHULP=HQWUXP*DOOXVH9

.RRSHUDWLRQVSURMHNWGHV0HKUJHQHUDWLRQHQKDXVHV9HUQHW]XQJ$XVWDXVFK
%HUDWXQJ
+DXVGHU*HQHUDWLRQHQ6WRO]HQDXH9

1HW]ZHUN:LOONRPPHQVNXOWXU0LWWHOZHVHU



4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ9HUEHVVHUXQJYRQ:RKQXPIHOG
%HJHJQXQJVP|JOLFKNHLWHQXQG1DFKEDUVFKDIWHQ

*DOOXV*DUWHQ



INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 63

Teilnehmer

63

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 64

Teilnehmer



































(LQ4XDUWLHUHQWIDOWHWVLFK

1HXH1DFKEDUQ3RS8S:RKQHQLP
,QWHJUDWLRQVTXDUWLHU1LHGHUUDG

2IIHQHU7UHII6SHHOEHUJ

1HXVWUHOLW]KLOIWJHPHLQVDPXQGXQNRPSOL]LHUW

-XQJHVEXQWHV/HEHQLP(QJOLVFKHQ9LHUWHO

:($6SUDFKFDIH

6FKZLPPHQDOV6SUDFKLQVWUXPHQWLP4XDUWLHU

$QNRPPHQLQ0PPHOPDQQVEHUJ)LOPSRUWUlWV

,QWHJUDWLRQV:*)UHG)DLUQHVV5HVSHNW
(QJDJHPHQW

)|UGHUXQJGHU1DFKEDUVFKDIWLP(VVHQHU(OWLQJYLHUWHO

9DULDEOHV:RKQHQLP6WRUODFK

1RUGVWDGW&XS+HOGHQJHVXFKW

%UJHUQHW]ZHUN6WD‰IXUWLQLWLDWLYH9:LUVLQGGLH
*HVWDOWHUXQVHUHU=XNXQIW

0HLQH=XNXQIWHLQ/HEHQPLWHXFK

%RFKROWHU8QWHUEULQJXQJVVWUDWHJLH

RIIHQEXQWDQGHUV)UHLQYLHOIlOWLJHVXQGZHOWRIIHQHV
*UlIHQKDLQLFKHQ

$QJHERWVXQGQDFKIUDJHRULHQWLHUWH$NWLYLWlWHQ

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWIU*HIOFKWHWH]XP$QNRPPHQLP4XDUWLHU

8QWHUEULQJXQJYRQ)OFKWOLQJHQLP:RKQXQJVEHVWDQG

)RUPYRQLQQRYDWLYHU4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ

$EEDXYRQ6SUDFKKHPPQLVVHQSHUV|QOLFKHV.HQQHQOHUQHQDEEDXYRQ
5HVVHQWLPHQWV6LFKHUKHLWVJHIKOLP:RKQJHELHWGXUFK(LQDQGHU.HQQH
/HUQHQ

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW)UDXHQ-XJHQGOLFKH0LJUDQWHQ

9HUELQGHW1DFKEDUVFKDIWXQG=XZDQGHUXQJ

:*PLWJHPHLQVDPHQVSUDFKI|UGHUQGHQ/HEHQ

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJPLWVR]LDOHP&KDUDNWHU

7UHIISXQNWIU)OFKWOLQJHXQG(LQKHLPLVFKHQ

:RKQTXDUWLHUIU0HQVFKHQPLWWHQLP4XDUWLHUPLWYDULDEOHQ
*UXQGULVVHQIUHLQH)ROJHQXW]XQJ

)X‰EDOOWXUQLHU%HJHJQXQJPLW)UHL]HLWVSLHOHUQXQWHUVFKLHGOLFKHU*UXSSHQ

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJXQGLQWHJUDWLRQVI|UGHUQGH8QWHUEULQJXQJ

6FKDIIXQJ.RQWDNWH]X(LQKHLPLVFKHQXP9RUXUWHLOH]XEHVHLWLJHQ
)UHXQGVFKDIWHQ]XHUP|JOLFKHQ

-XJHQGDUEHLW6WDGWWHLOH

6WDGW(PPHULFK

1HXVWUHOLW]HU:RKQXQJVJHVHOOVFKDIWPE+

/DQGNUHLV+DPHOQ3\UPRQW$PWIU,QNOXVLRQ
XQG%LOGXQJ

1(8:2%$1HXEUDQGHQEXUJHU
:RKQXQJVEDXJHQRVVHQVFKDIWH*

GHJHZR$*.X=1RUG
6WDGWWHLOPDUNHWLQJ0PPHOPDQQVEHUJFR
3UR4XDUWLHU+DPEXUJ

9RQRYLD6(

%6*$OOJlX%DXXQG
6LHGOXQJVJHQRVVHQVFKDIWH*

&DIH ,QWHUQDWLRQDO

*:*:RKQXQJVJHVHOOVFKDIW5HXWOLQJHQPE+



























(QWZLFNOXQJVXQG%HWULHEVJHVHOOVFKDIWGHU6WDGW
%RFKROWPE+


RIIHQEXQWDQGHUV,QWHUHVVHQJHPHLQVFKDIWGHU
9RONVVROLGDULWlW



4XDUWLHUVPDQDJHPHQW1RUGVWDGW,KOHQIHOGHU
9RUVWDGW 0RELOH-XJHQGVR]LDODUEHLWGHU&DULWDV 

%UJHU]HQWUXP1HXH9DKU



6SRUWXQG%LOGXQJVVFKXOH.$+5$0$1/$5'LH
%UKOHU+HOGHQH9


%UJHUQHW]ZHUNGXUFK3RWHQWLDOI|UGHUXQJ7DOHQWHQWGHFNXQJXP*HVWDOWHU
GHU=XNXQIW]XZHUGHQ
6WD‰IXUWLQLWLDWLYH9

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLWMXJHQGOLFKH(LQKHLPLVFKHXQG*HIOFKWHWH

0LWHLQDQGHULQ.RQVWDQ]H9
*HPHLQVDP*DUWHQ

3RS8S:RKQHQIU=XZDQGHUHUXQGHLQNRPPHQVVFKZDFKH=LHOJUXSSHQLP
5DKPHQGHU,QWHJULHUWHQ4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ
1DVVDXLVFKH+HLPVWlWWH

%HWUHXXQJYRQ$V\OEHZHUEHUQ9RQGHU$QNXQIWELV]XU
HUVWHQHLJHQHQ:RKQXQJ
=HQWUDOH8QWHUEULQJXQJXQG%HWUHXXQJYRQ$V\OEHZHUEHUQ

&DIH ,QWHUQDWLRQDO%FKHQEHXUHQ

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH,QWHJUDWLRQVDUEHLWJHPHLQVFKDIWOLFKHV*lUWQHUQ

.RQVWDQ]

3IRU]KHLP

)UDQNIXUWDP0DLQ

(PPHULFKDP5KHLQ

1HXVWUHOLW]

+DPHOQ

1HXEUDQGHQEXUJ

%UKO

+DPEXUJ

%HUOLQ

%RFKXP

.HPSWHQ6DQNW0DQJ

%FKHQEHXUHQ

5HXWOLQJHQ

6WD‰IXUW

%UHPHQ

%RFKROW

*UlIHQKLDQLFKHQ





*HPHLQVDP*DUWHQ0LWHLQDQGHULQ.RQVWDQ]H9

1HXEUDQGHQEXUJ



64

,QWHUNXOWXUHOOHVXQGLQWHUJHQHUDWLYHV$N]HSWDQ]SURMHNW

$/7)h5-81*3$7(16&+$)7(16HQLRUHQEURV
XQWHUVWW]HQ*HIOFKWHWH

*HPHLQVFKDIWVXQWHUNXQIW$VWHUQZHJ









(KUHQDPWOLFKH6SUDFKXQG.XOWXUDQJHERWH/HVHVWXQGHQXQG+DQGDUEHLWHQ )UHLZLOOLJHQ$JHQWXU+DOOH6DDONUHLVH9
1DFKEDUVFKDIWVSURMHNW6SUDFKNXUVH0WWHU.LQGJUXSSHQXQG
+DXVDXIJDEHQKLOIHQ
1DFKEDUVFKDIWVWUHIISXQNWXQG.XQVW:HUNVWDWW

 6FKXO]]ZDQ]LJ

 %LHQHQUHLFK7UHIISXQNWDP+RFKIHOGHU0DUNW

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJ1DFKEDUVFKDIWVWUHII0DOWHVHU6WEFKHQ

:HOFRPH&DIHV VLQG6WDGWWHLOWUHIIVVLQG]LHOJUXSSHQRULHQWLHUW

hEHUIRUGHWH1DFKEDUVFKDIWHQ*HPHLQVDPHV:RKQEORFNJHELHW

3DUWL]LSDWLYHV.XQVWREMHNW

+DOOR1DFKEDU0LWHLQDQGHU)UHLQDQGHULP6WDGWWHLO
 1HXVWlGWHU6HH

 :HOFRPH&DIHV

 $OSKD$UEHLWGHU(Y/XWK3HWUXVJHPHLQGH6FKZHULQ

 :DVEOHLEW)OXFKWJHSlFN





.QVWOHULQ)RWRJUDILQ-RXUQDOLVWLQ
'DJPDU*HVWHU



(9/XWK3HWUXVJHPHLQGH

)OFKWOLQJVKLOIH6FKZHULQH9





$:2.LQGHUJDUWHQZHUN

0RELOHU.LQGHUJDUWHQIU)OFKWOLQJVNLQGHU

 )ULHGD

:RKQXQJVEDXJHVHOOVFKDIW0DJGHEXUJ



)OFKWOLQJVXQWHUNXQIW1RUGEDG $:2

2UWGHU%HJHJQXQJLP4XDUWLHU

 &DIH ,QWHUQDWLRQDO:LOONRPPHQDP5RVHQEHUJ



6R]LDOHV0DQDJHPHQWGHUDOOEDX$*



:9$:RKQXQJVYHUPLWWOXQJVDJHQWXUIU0HQVFKHQDXV
 DNWXHOOHQ.ULVHQJHELHWHQ
:RKQXQJVYHUPLWWOXQJDQ*HIOFKWHWH

:RKQXQJVJHQRVVHQVFKDIW'XLVEXUJ0LWWHH*

*HZREDX:RKQXQJVJHQRVVHQVFKDIW(VVHQH*



:(/&20(7UHIIRIIHQHU%HJHJQXQJVRUWLP+HU]HQ
 YRQ+DOOH

)RONZDQJ8QLYHUVLWlWGHU.QVWH

1XW]XQJHLQHV/DGHQORNDOV

 ,QWHUGLV]LSOLQlUHV/DERU:LUVLQG1DFKEDUQ





)OFKWOLQJHN|QQHQJHVSHQGHWH)DKUUlGHUXQWHU$QOHLWXQJVHOEHUUHSDULHUHQ
XQGQXW]HQ
)/h:2%DXHQ:RKQHQH*



$PEXODQWH9HUVRUJXQJVEUFNHQH9



3IlO]LVFKHU9HUHLQIU6R]LDOH5HFKWVSIOHJH
.DLVHUVODXWHUQH9

3IlO]LVFKHU9HUHLQIU6R]LDOH5HFKWVSIOHJH
.DLVHUVODXWHUQH9



(UOHEQLV&LUFXVH9

 )DKUUDG6HOEVWKLOIHZHUNVWDWW

%HWUHXXQJ*HPHLQVFKDIWVXQWHUNXQIWIU)DPLOLHQ

=LHOJUXSSHQVSH]LILVFKH$UEHLW+DXVGHU%HJHJQXQJHQ

9LOOD-DHQLVFK+DXVGHU%HJHJQXQJ



:HFKVHO]ZLVFKHQ8QWHUULFKWXQG&LUFXV7UDLQLQJ

(UOHEQLVFLUFXVH9&LUFXV6FKXOH



%HUOLQ

6FKZHULQ

6FKZHULQ

0DJGHEXUJ

%RFKXP

%RFKXP

(VVHQ

'XLVEXUJ

(VVHQ

+DOOH

(VVHQ

6WXWWJDUW

.DLVHUVODXWHUQ

%UHPHQ

.DLVHUVODXWHUQ

%HUOLQ

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 65

Teilnehmer

65

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 66

Teilnehmer

 :LHGHUHQWGHFNXQJ]XP1DFKEDUQ

1HW]ZHUNGHU.UHIHOGHU.RRUGLQLHUXQJVNUHLVHIU
 )OFKWOLQJVKLOIHXQG,QWHJUDWLRQ

 gNXPHQLVFKH)OFKWOLQJVKLOIH+DUGWEHUJ

%XQWH'UDFKHQEHU6DQGRZ$NWHXUHYHUQHW]HQ
 ,QWHJUDWLRQJHPHLQVDPJHVWDOWHQ

 ,QWHJUDWLRQEXOJDULVFKHU0LJUDQWLQQHQLQ7ULHU:HVW

'HU)UDQNIXUWHULVFKH:HJ'H]HQWUDOH8QWHUEULQJXQJ 
 ,QWHJUDWLRQLQGHU1DFKEDUVFKDIW

$XI$XJHQK|KH(LQ3URMHNW]XU,QWHJUDWLRQYRQ
 $OWHLQJHVHVVHQHQXQGQHX$QJHNRPPHQHQ

 =XVDPPHQOHEHQPLWQHXHQ1DFKEDUQLQ5KHLQVEHUJ

 4XDUWLHUVKDXVPHLVWHU

 )OFKWOLQJVXQWHUNXQIWDP7|QVNDPS

0LHWVFKXOXQJILWIUGLHHLJHQH:RKQXQJ
 )OFKWOLQJVKLOIH1HXVlVV

,QWHUNXOWXUHOOHgIIQXQJGHV0HKUJHQHUDWLRQHQKDXVHV
 LP'5..96FKZlELVFK*PQG

 .2000,76SUDFKH%LOGXQJ,QWHJUDWLRQ

 :RKQEUFNH

 ,QWHJUDWLRQVSURMHNW3RWHQWLDOH

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW

.XOWXUHOOH$QJHERWH%HJHJQXQJVFDIH (LQELQGXQJ(KUHQDPW

(LQEH]LHKXQJ$NWLYLHUXQJXQG=XVDPPHQIKUXQJGHU%HZRKQHU$XVEDX
EHVWHKHQGHU1HW]ZHUNH

=LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJVWDELOLVLHUXQJ]LHOJUXSSHQEH]RJHQH$UEHLW

,QWHJUDWLRQVI|UGHUXQJGXUFK%HUHLWVWHOOXQYRQ:RKQXQJHQNHLQH
*KHWWRVLHUXQJ

4XDUWLHUVHQWZLFNOXQJEHUIRUGHUWH1DFKEDUVFKDIWHQ$NWLYLHUXQJGHU
%HZRKQHU

'H]HQWUDOH)OFKWOLQJVXQWHUEULQJXQJ

=LHOJUXSSH:RKQXQJVVXFKHQGH)OFKWOLQJHPLW$QHUNHQQXQJ

,QWHJUDWLRQXQG%LOGXQJ$OWHUXQG3IOHJ'HPHQ]XQGKDXVKDOWVQDKH
'LHQVWOHLVWXQJHQ

6SUDFKXQWHUULFKWIUDOOH)OFKWOLQJH

=LHOJUXSSHQEH]RJHQHV3URMHNW

1HW]ZHUN]XU,QWHJUDWLRQYRQ)OFKWOLQJHQ

3RWHQWLDOHXQWHUVWW]WGLH=LHOJUXSSHDOOHLQUHLVHQGHUMXQJH0lQQHU

)HQVWHU]XP/HEHQ

6WDGW.UHIHOG

gNXPHQLVFKH)OFKWOLQJVKLOIH+DUGWEHUJ

6WDGWYHUZDOWXQJ&RWWEXV

4XDUWLHUVPDQDJHPHQW7ULHU:HVW
&DULWDVYHUEDQG7ULHUH9

:RKQXQJVZLUWVFKDIW)UDQNIXUW 2GHU 

3LORWSURMHNWDOV$N]HSWDQ]XQG:DQGHOSURMHNW]XUSROLWLVFKHQ.RPSHWHQ]XQG 0LJUDWLRQVXQG,QWHJUDWLRQV%URGHU
6HOEVWRUJDQLVDWLRQ
6WDGWYHUZDOWXQJ,QJHOKHLP

6WDXGHQKRI3RWVGDP:RKQXQJVYHUEXQGIU)OFKWOLQJH
 XQGQDFKEDUVFKDIWOLFKH$UEHLW
7UDQ7UPLW3RWVGDPHU1DFKEDUQ

 $UEHLWVNUHLV)OFKWOLQJH(KUDQJ4XLQW

+DQGHOWVLFKXPHLQ.RQ]HSW

5KHLQVEHUJHU:RKQXQJVJHVHOOVFKDIWPE+

6R]LDOGLHQVWNDWKROLVFKHU)UDXHQ(VVHQ0LWWHH
9

:RKQ6WDGWEDX:RKQXQJVXQWHUQHKPHQGHU
6WDGW0QVWHU

)OFKWOLQJVKLOIH1HXVlVV

'5..UHLVYHUEDQG6FKZlELVFK*PQGH9

6WDGW%UKO'HU%UJHUPHLVWHU

6WLIWXQJ:RKQEUFNH+DPEXUJ

3UR3RWVGDP*PE+

$UEHLWVNUHLV)OFKWOLQJH(KUDQJ4XLQW

$UEHLWVNUHLV3RWHQWLDOH5RODQG0HUNHO



































2EHU]LVVHQ

.UHIHOG

%RQQ

&RWWEXV

7ULHU

)UDQNIXUW2GHU

,QJHOKHLP

5KHLQVEHUJ

(VVHQ

0QVWHU

1HXVl‰

6FKZlELVFK*PQG

%UKO

+DPEXUJ

3RWVGDP

7ULHU

%HUOLQ

66

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 67

Schirmherr des Wettbewerbs
Integrationspreis 2017 ist
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Preisverleihung

Dagmar Weidemüller

Programm:

67

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite 68

Impressionen von der Preisverleihung 2017 – Die Ausgezeichneten
Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin;
Fotos: Jann Wilken

Brigitte Döcker,
Vorstandsmitglied AWO Arbeiterwohlfahrt
Bundesverband;
Florian Pronold,
Parlamentarischer Staatssekretär,
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit;
Axel Gedaschko,
Präsident GdW Bundesverband deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen

Die Gratulanten, Preisverleihung 2017

Projekt: ABCami

Projekt: Runder Tisch für Willkommenskultur, Berkenthin

Projekt: Tauchen auf dem Stundenplan, Berlin-Neukölln

Projekt: Haus der Zukunft e.V., Bremen-Lüssum

Projekt: Der Frankfurter Weg, Frankfurt (Oder)

Projekt: ‘offen . bunt . anders’, Gräfenhainichen

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U3

Impressionen von der Preisverleihung 2017 – Die Ausgezeichneten
Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin;
Fotos: Jann Wilken

Florian Pronold,
Parlamentarischer Staatssekretär,
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit;
Prof. Dr. Jürgen Aring,
Vorstand vhw Bundesverband
für Wohnen und Stadtentwicklung;
Hilmar von Lojewski,
Beigeordneter der Hauptgeschäftsstelle
Deutscher Städtetag,
Leiter des Dezernats Stadtentwicklung,
Bauen, Wohnen und Verkehr;
Mitri Sirin, Moderator ZDF

Projekt: Wohnbrücke Hamburg

Projekt: Dezentrale Unterbringung, Kempten (Allgäu)

Projekt: Pro Humanitate e.V., Köln

Projekt: Flüchtlingen ein Gesicht geben, Lippstadt

Projekt: Offene Nachbarschaftswerkstatt, Marburg

Projekt: Dezentraler Wohnverbund, Rheinsberg

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U4

Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg,
Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin

fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U5

Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg,
Moderation der Veranstaltung: ZDF-Fernsehmoderator Mitri Sirin
Prof. Aring

fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken

INNENSEITEN 05_10_2017 Integrationspreis Weidem_SozStadt16 Kopie.qxp_1 06.10.17 13:13 Seite U8

Impressionen von der Preisverleihung in Hamburg,
fotografiert haben: Dagmar Weidemüller und Jann Wilken

Die Ausstellung zum Wettbewerb kann ausgeliehen werden. Bitte wenden Sie sich an: E-mail: d.weidemueller@t-online.de
                            
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.