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Full text: Stadtumbaugebiet Marzahn-Hellersdorf (Rights reserved)

Babelwald (hinten) und wacklige Wolkenstadt sind im Rahmen der Chilling Dreams entstanden © Anka Stahl Ansprechpartner: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Referat IV B - Soziale Stadt, Stadtumbau, Zukunftsinitiative Stadtteil Margitta Dahlem IV B 43 Telefon (030) 90139 4863 margitta.dahlem@SenSW.berlin.de Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin Stadtentwicklungsamt/ Städtebauförderung Sabine Antony StF L Telefon (030) 90293 5210 sabine.antony@ba-mh.berlin.de Sven Hanczuch StF 2 Telefon (030) 90293 5214 sven.hanczuch@ba-mh.berlin.de www.stadtumbau-berlin.de Stand: September 2018 Titelbild: © Julia Kunze, L.I.S.T. Stadtentwicklungsgesellschaft mbH Beteiligung Für die Umsetzung von Stadtumbauprojekten wurden spezifische Beteiligungsformate entwickelt und die Instrumente und Netzwerke der im Gebiet vorhandenen Quartiersmanagements genutzt. Neben der Bewohnerschaft engagierten sich von Beginn an auch die am Rückbau beteiligten Wohnungsbaugesellschaften. Eine besondere Form der Partizipation bot der Bezirk verschiedenen Kinder- und Jugendprojekten, die die in einem Wettbewerb ausgewählten Projektideen baulich umsetzen durften. Unter dem Namen „Chilling Dreams“ wurden die in Zusammenarbeit mit Künstlern entstandenen ChillObjekte auf dem Gelände der IGA 2017 ausgestellt. Die Ergebnisse innovativer Beteiligungsverfahren zur Neugestaltung von Rückbauflächen im Schorfheide-Viertel und im kiezPARK durch die FORTUNA-Wohnungsgenossenschaft, erhielten 2011 und 2013 den deutschen Landschaftsarchitekturpreis. Stand des Verfahrens und Ausblick Nachdem zunächst der Rückbau von Gebäuden und die Anlage von Freiflächen auf den dadurch entstandenen Brachen im Fokus standen, steigt seit einigen Jahren die Nachfrage nach Wohnraum in der Großsiedlung und ihrem Umfeld. Einhergehend mit dem Bevölkerungswachstum werden in den nächsten Jahren vor allem Projekte zum Ausbau der sozialen Infrastruktur gefördert. Damit sollen auch zusätzliche Angebote für die Integration von Geflüchtete geschaffen werden, einschließlich weiterer Kindergarten- und Grundschulplätze sowie Sportprojekte. Stadtumbau Stadtumbaugebiet Marzahn-Hellersdorf Bezirk Marzahn-Hellersdorf b Rosen Entwicklungsziele, Leitbild Mit den seit 2002 eingesetzten Fördermitteln des Stadtumbau Ost konnte das Leitbild eines für alle Bevölkerungsgruppen attraktiven und grünen Wohn- und Lebensortes mit identifizierbaren Stadtteilen und Quartieren weitestgehend umgesetzt werden. Die Anpassung der Großsiedlungen an die Anforderungen des demografischen Wandels und des zunehmenden Wachstumsdruck, die energetische Erneuerung der öffentlichen Gebäude, der quantitative und qualitative Ausbau der Kindergarten- und Grundschulplätze sowie die Profilierung der Schulen als Quartiersschulen zur Förderung der sozialen Integration werden weiter verfolgt. Mit der besseren Vernetzung der umliegenden Natur- und Landschaftsräume mit den beiden Großsiedlungen erhöht sich auch die Wohn- und Lebensqualität der Bewohner*innen. ecker e Straß Ha vem an nst raß e Seelgrabenpark llee Eichepark he A Mehrow Ahrensfelder Berge Mä rk isc er Allee Parkfriedhof Marzahn -St raß e ds er berg Lan e Alle Bran denb urg Kastanienallee ger sber Land HochzeitsRao park ulWa llen ber g Allee Leuchtturm- und Schlüsselprojekte Stadtplatz Kurt-Weill Wuhle Gärten der Welt fer dor ers Hell ße Stra Allee der Kosmonauten g ur nb de an Br Das Stadtumbaugebiet Marzahn-Hellersdorf am östlichen Rand Berlins umfasst im Wesentlichen die beiden Großwohnsiedlungen Marzahn und Hellersdorf sowie die angrenzenden Landschaftsräume des Seelgrabens und der Ahrensfelder Berge. Das in Nord-Süd-Richtung verlaufende Wuhletal verbindet die beiden Ortsteile, die von ihrer Ausdehnung und Bevölkerungszahl deutschen Großstädten entsprechen. Marzahn und Hellersdorf bilden zusammen die größte Siedlung im industriell gefertigten Wohnungsbau Deutschlands. Bis auf wenige Ausnahmen wurde die gesamte Bausubstanz zwischen 1977 und 1990 errichtet. Bezirk: Marzahn-Hellersdorf von Berlin Gebietsfestlegung: 20.08.2002 gemäß § 171b BauGB Gebietsgröße: 1.897 ha Einwohner: 186.427 (Stand 12/2017) Bewilligte Programmmittel seit Gebietsfestlegung: 143,2 Mio. Euro (Stand 12/2017) Gebietscharakteristik HELLEUM - Kinderforscherzentrum © Anka Stahl Die rund 100.000 Wohnungen der Großsiedlungen, überwiegend in sechs bis elfgeschossigen Zeilen sowie als Punkthochhäuser mit bis zu 22 Geschossen errichtet, sind heute weitgehend energetisch saniert und modernisiert. An einigen Standorten konnte die Bebauung durch Rückbau aufgelockert werden, bekanntestes Beispiel sind die Ahrensfelder Terrassen. Freigewordene Flächen wurden in bestehende Grünanlagen integriert. Parks, Spiel und Erholungsflächen sind entstanden. Im Umfeld wichtiger sozialer Einrichtungen gibt es neue attraktive Stadtplätze. Durch die Aufwertung von Schulen, Kitas und Jugendfreizeiteinrichtungen im Rahmen des Stadtumbaus ist das Wohnen in der Großsiedlung wieder attraktiv, vor allem für junge Familien. Die Bevölkerungszahl steigt seit einigen Jahren an. Dazu trägt auch die gute Verkehrsanbindung mit U- und S-Bahn sowie Straßenbahn bei. Das Brandenburger Umland und die Innenstadt sind gut zu erreichen. Marzahn-Hellersdorf verfügt auch über touristische Anziehungspunkte. Am bekanntesten sind die in der Mitte des Stadtumbaugebiets liegenden „Gärten der Welt“, der Ort der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017. „„ HELLEUM – Kinderforscherzentrum Das Kinderforscherzentrum HELLEUM in der Kastanienallee 59 ist seit seiner Eröffnung 2012 ein Ort des forschenden Lernens und der Verbreitung von Lernwerkstattmethoden. Die aus dem Stadtumbau Ost finanzierten Außenanlagen bieten Raum für spielerische Erfahrungen mit den Naturgesetzen. Ein zweiter Bauabschnitt (ab 2018) ermöglicht eine Angebotserweiterung auch für Jugendliche. Ahrensfelder Terrassen © Regina Friedrich „„ Ahrensfelder Terrassen In Marzahn-Nord zwischen Havemannstraße 7-22, Eichhorster und Rosenbecker Straße ist durch Rück- und Umbau von Wohnungen und die Aufwertung des Wohnumfeldes ein attraktives Stadtquartier entstanden. Der Name beruht auf der abgestuften Bauform der verbliebenen Drei- bis Sechsgeschosser mit großen Dachterrassen. Das völlig umgestaltete Wohnquartier ist bis heute das größte Stadtumbau-Projekt Berlins. „„ Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule Die Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule wurde entsprechend dem hohen Bedarf an Grundschulplätzen im Quartier rund um die Mehrower Allee als Quartiersschule barrierefrei ausgebaut und erweitert. Entstanden sind ein moderner Anbau und zwei Pavillons. Das Hauptgebäude wurde saniert und die Freiflächen erneuert. Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule © Stæhr Architekten „„ Stadtplatz Kurt-Weill 2013 wurde die Brachfläche in der Nähe des Hellersdorfer Stadtteilzentrums in einen grünen Stadtplatz verwandelt. Der Platz ist dem Leben und Werk des Komponisten Kurt Weill und seiner Frau Lotte Lenya gewidmet. Im Umkreis erinnern weitere Straßen und Plätze an Künstler*innen, die während der Zeit des Nationalsozialismus ins Ausland emigrieren mussten. Der neue Stadtplatz Kurt-Weill © BSM mbH
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