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berücksichtigt. Man spricht von den großen Kosten als einem absoluten
Hindernisse, statt Hand anzulegen, um dieses Hinderniß aus
dem Wege zu schaffen, die Kosten durch angemessene Einschränkung
des Projektes zu vermindern. Die übermäßige Ausdehnung der
Weltausstellungen, ihre Beschickung mit ungeheuren Massen von
Rohprodukten und ordinären Erzeugnissen (welche ans Lokalausstellungen
zu verweisen sind) ist oft genug beklagt worden. Das
Deutsche Reich sollte die Reform in die Hand nehmen und die
internationalen Alisstellungen auf diejenigen Fächer beschränken,
welche eines Völker-Conventes verlohileir und von demselben einen
entsprechenden Aufschwung erwarten sönnen- Wenn Deutschland
und Oesterreich proklamiren: „Wir werden unter den bestimmten
Maßgaben 1885 in Berlin eine Ausstellung machen; jede andere
Nation, die sich unter gleichen Bedingungen uns anschließen mag,
ist willkommen" — dann wird keine ausbleiben. Kein anderes
Laild wird zuvorzukoinmen suchen, da es auf das Erscheinen Deutschlands
und Oesterreichs von vorn herein verzichteil müßte-Was
Herr Lüders über die Möglichkeit, das Absatzgebiet der
Deutschen Industrie zu erweitern, denkt, ist nicht festzustellen, da er
auf Seite 9 das gerade Gegentheil von dem sagt, was er Seite 8
geäußert hat. Hier heißt es:
„Man wende nicht ein: der Absatz lvird zunehmen. An wen
und wohin? in Delltschland doch ilicht, für welches die Weltausstelluilg
eine kunstgewerbliche Ueberproduktion bedeuten würde. Jn's
Ausland? Nach Frankreich gewiß nicht, ans vielen Gründen,
nach Oesterreich ebensoweilig, da es seine eigeile ältere Kilnstindllstrie
hat, in der kein Zweig unvertreten ist, und eildlich nicht ilach
England, dessen Bedürfnissen unser Mobiliar und Geräth überhaupt
noch weniger als beiten der Franzosen entspricht".
Dagegen wird Seite 9 gesagt:
„Wir haben viele Beweise dafür, daß iinsere kunstgewerblichen
Erzeugilisse, wenn sie gut und geschmackvoll sind, ihren Markt in
Paris und London finden oder finden könnten".
Ohile Zweifel ist der letzte Passus dem Verfasser ivider Willen
aus der Feder geflossen, beim der erste paßt besser in sein „System".
Bezüglich der Leistungsfähigkeit unserer Gewerbtreibenden scheint
Herr Liiders der Ansicht zu sein, daß dieselben auf einer Meltaus-