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Geographie

Full text: Heimathskunde von Berlin und Umgegend / Merget, August

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bepflanzt, "ven bald eine Statue des Geheimen Raths Beuth schmücken soll. 
Der Plaß am Zeughause ist uns schon bekannt. Zu erwähnen aber ist noch 
der Hausvoigteiplatz, von unregelmäßiger Gestalt, aber mit schönen Häusern 
umgeben. Es führen zu ihm von Norden die Ober-Wallstraße, von Süden 
die Jerusalemerstraße, von Westen die Mohrenstraße; hinter den Häusern 
der Westseite läuft ver Festungs8graben hin, über welchen von der Tauben- 
straße her eine Laufbrüce führt. Man kommt" von dieser durch einen ge- 
wölbten Gang unter dem Haufe Nr. 4 auf unsern Plat. An ver Süvostseite 
desselben liegt das Hausvoigtei-Gebäude: für Gefangene des Beamtenstandes. 
Von diesem hat ver Plaz ven- Namen; im Munde des Volkes heißt er noch 
der Schinkenplaß, wie er früher auch“ amtlich genannt wurde. In ver 
Stralauer Vorstadt liegt ver Stralauer Plat, mit Baumreihen bepflanzt; am 
westlichen Ende desselben ist der Bau ver Andreas-Kirche so eben vollendet. 
In ver Königs-Vorstadt merken wir im Laufe der Landsberger Straße ven 
Büschingsplatz „+ ver seinen Namen zu Ehren eines im Jahre 1793 verstor- 
benen Directors am Grauen Kloster, Büs hing fübrt, von welchem wir ein 
sehr bändereiches geographisches Werk besizen. Die Straße selbst mündet, 
wie wir wissen, nebst dor neuen Königsstraße in den Alexanderplatz. Dieser 
dehnt sich von ver Königsbrücke bis zu vem E>hause der genannten beiden 
Straßen von Südwest nach Nordost, und vom Arbeitshause bis zur Mün- 
dung ves westlichen Theiles ver Alexanderstraße von Südost nach Nordwest 
aus; vor dem Arbeitshause bildet er zunächst ein ziemlich großes regelmäßiges 
Viere>, das auf der Ost- und Nordseite mit Bäumen umgeben ist. Der 
Übrige noch große Theil des Platzes ist von unregelmäßiger Gestalt. Nord- 
östlich vom Alexanderplatze befindet sich ver Weorgen-Kirc<hof, jetzt ein san» 
diger Plaz mit einigen Bäumen. 
In der Spandauer Vorstadt kennen wir bereits ven Haakeschen Markt 
am Ende der Rosenthalerstraße, er führt seinen Namen zu Ehren eines Com- 
mandanten von Berlin, des General-Lieutenants Grafen von Haake, wel- 
<er/ 1751 ven Anbau vieser Gegend leitete. 
Der König Friedrich der Große« ließ im Jahre 1735 acht Häufer dort 
erbauen, die noch vem Markte und seiner-Umgebung ein stattliches Ansehen 
verleihen ; ox selbst ist klein» und unregelmäßig. An seiner Westseite stehen 
einige Buden. Schöner ist ver Monbijouplat, nach welchem man vom 
Haakeschen Markte aus durch die große Präsiventenstraße in südwestlicher 
Richtung kommt. Seinen Namen, „mein Kleinod“, verdankt er ver Ge- 
mahlin ves ersten Königs, welche ein Schlößchen und einen Garten an 
seiner Westseite 59 benannte. Der. Garten dehnt sich am rechten Ufer ver 
Spree in ziemlicher Länge zwischen dieser und ver Oranienburgerstraße von 
Westen nac< Osten aus. Der nörbliche Flügel ver Vordergebäude tritt sehr 
nähe an die gegenüberliegenden Häuser des Platzes heran und wurde dadurch 
eine nur sehr enge Straße für Wagen und Fußgänger gebildet, die dennoch-
	        
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