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Full text: Heimathskunde von Berlin und Umgegend / Merget, August (Public Domain)

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versammelt sich monatlich ein Mal, um sich merkwürdige Münzen, Medaillen, 
Siegel und geschnittene Steine vorzulegen und Vorträge darüber zu halten, 
8) Die physikalische. Gesellschaft. Sie ist zu Anfang des 
Jahres 1845 gestiftet, versammelt sich alle 14 Tage im Haufe ver natur- 
forschenden Freunde und will vas Studium der Physik im weiteren Sinne 
befördern. 
9) Seit Ostern 1856 die hymnologische Gesellschaft, an deren 
Spitze der Consistorial = Nath Bachmann steht. 
17) Die Gesellschaft für deutsche Sprache besteht seit vem 
Jahre 1814, wo sie durc; den Professor Jahn, ven Sprachgelehrten 
Wol "e und den Nhilosophen Krause gestiftetet wurde. Ihr Zweck ist: 
„Wissenschaftliche Erforschung der deutschen Sprache in ihrem ganzen Um- 
fange." Sie beschäftigt sich daher sowohl mit ver Grammatik als mit der 
Literatur und der Geschichte der Sprache, so wie mit deutschen Alter- 
thümern, insofern sie die Sprache erläutern. Monatlich kommen die Mit- 
glieder, deren jetzt etwa 50 sind, am dritten Donnerstag Abends zusammen, 
halten und hören Vorträge und bleiben dann zum Essen bei einander. Ihre 
Arbeiten sind eine Zeit lang in einem Jahrbuche unter dem Titel „Ger- 
mania“ veröffentlicht worden. Viele auswärtige Mitglieder bezeugen ihre 
Theilnahme durch Briefe und sprachliche Werke, die ste als Geschenke ein- 
senden. Eigenthümlich ist dieser Gesellschaft, daß 12 ihrer Mitglieder einen 
engeren Kreis bilden, dem die Verwaltungsangelegenheiten anvertraut sind. 
Dieser kommt alle Vierteljahr als ein Kränzchen zusammen und wird von 
dem einladenden Mitgliede bewirthet. Der Verein hat stet8 einige Nota- 
bilitäten auf dem Gebiete der deutschen Sprachforschung zu seinen Mit- 
gliedern gezählt. Ordner ist jezt der Prof. Dr. Kuhn. 
11) Drei griechis<e Gefellschaften. Friedrich ver Große ließ, 
als er während des siebenjuyrigen Krieges in Leipzig war, ven Universitäts- 
Professor der griechischen Sprache zu sich rufen und fragte ihn: „Kann Er 
grie<n*h sprechen ?* Die Intwort war: „Nein , Ew. Majestät.“ = „Aber 
Reiske und seine Frau sprechen es doch mit einander.“ == „Es wird auch 
danach sein“ antwortete der Gelehrte, woraus hervorgeht, daß die voll- 
kommene Kenntniß des Griechischen eine seltene Sache ist und also auch 
nur wenige Mitglieder zu unseren griechischen Gesellschaften gehören. 
12) Die italienische Gesellschaft. Sie besteht seit 1836 und 
darf sich nach ven Statuten nicht über 40 Mitglieder ausvehnen, versammelt 
sic alle 4 Wochen, bespricht sich über italienische Sprache, Literatur, Kunst 
und Leben, hält und hört derartige Vorträge. Zeitiger Ordner ist der Pro- 
fessor Dr. Schnakenburg.
	        
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