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Gruppe XX. Fischerei

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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wirren liess. Wenn dabei die Nordsee besonders 
berücksichtigt ist, so hat das seinen Grund darin, 
dass ihre Fischerei augenblicklich einen ausserordentlich 
kräftigen Aufschwung genommen hat. 
Die Seefischerei lässt sich ohne grossen Zwang in 
zwei scharf voneinander gesonderte Abteilungen zer 
legen, nämlich in die Küstenfischerei und die Hochsee 
fischerei. 
Die Küstenfischerei wird im allgemeinen im Bereiche 
Zur Küstenfischerei rechnet man ferner noch die 
Flussmündungen, in der Nordsee etwa soweit, als die 
Wirkung von Ebbe und Flut sich bemerkbar macht. 
In der Elbe liegt die obere Grenze der Küstenfischerei 
bei der Mündung der Ilmenau, also noch oberhalb 
Harburgs, in der Weser etwa bei Vegesack, in der 
Ems etwas oberhalb von Leerort. 
In den oberen Teilen dieser Flussmündungen werden 
noch manche Fische gefangen, welche weiter nach See 
Grosse Seefischhalle. 
der Territorialgrenzen, d. h. in jenem Bezirke betrieben, 
welcher innerhalb einer Zone von drei Seemeilen von 
der Niedrigwassergrenze gelegen ist. Nach inter 
nationalem Abkommen wird nämlich dieser schmale 
Meeresstreifen als Eigentum des angrenzenden Landes 
betrachtet und wenn dabei derWasserstand bei niedrigster 
Ebbe als Ausgangspunkt betrachtet wird, so ist das 
bei flachen Küsten, an deren Gestade bei ablaufendem 
Wasser weite Schlickflächen oder Sandrücken sich er 
heben, nicht ohne Bedeutung. 
zu verschwinden, wie die Nasen, Aland, Brassen, 
Zärthen, Plötzen und Quappen. Buttgarne, Saide, 
Schernetze (Sperrladen), auch Wurfnetze (Fallnetze), 
wie sie von der Elbinsel Altenwerder und von Grohn 
an der Weser ausgestellt waren, bringen diese weniger 
wertvollen Fische in die Gewalt des Menschen. 
Erheblich höher wird der Schnäpel geschätzt, 
welcher aber auch im Wattenmeere gelegentlich noch 
in grösseren Mengen gefangen wird. Selten ist dagegen 
der echte Maifisch, die Alose, gegen welchen die häufig
	        
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