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Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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die Filter der Berliner Feinfilter-Fabrik Sellen 
scheidt allen Anforderungen zu genügen, vgl. Fig. 62. 
Wasseraus Tiefbrunnen wird zunächst durch Brausen fein 
zerteilt m Behälter gespritzt. Es wird angenommen, dass 
hiermit die in dem Wasser enthaltenen löslichen Eisen 
verbindungen infolge der Berührung mit dem Sauer 
stoff der Luft in unlösliche verwandelt werden und 
sich mit den von dem Wasser etwa mechanisch mit 
geführten Mineralkörpern in den Behältern ablagern. 
Nachdem das Wasser sich in den Behältern geklärt 
richtungen als hervorragende Leistungen der bezüg 
lichen Firmen bezeichnet werden müssen. Eine be 
sondere Erwähnung verdient der nach dem System 
der Herren Direktor Kühle‘und Professor Dr. Hansen 
von der 1830 begründeten Firma F. W. Pest ausge 
führte Hefe - Reinzucht -Apparat, welcher aus einem 
Würze- und zwei Gährungs-Cylindern besteht. Ein 
derartiger Apparat ist bereits 1888 in der hiesigen 
Victoria-Brauerei aufgestellt worden und soll sich gut 
bewährt haben. 
Fig - . 63. liefe - Reinzucht - Apparat von F. W. Pest, Berlin. 
Fig. 64. Teigteilmaschine von 
Heinr. Bol dt, Berlin. 
hat, wird es durch Filter gepresst, welche aus Baum- 
wollfasern oder Baumwoll- und Asbestfasern bestehen. 
Ist es notwendig, das Wasser zu sterilisieren, so werden 
die Filtergehäuse geheizt. Zwecks Wiederbenutzung 
wird die Filtermasse in heissem Wasser ausgewaschen; 
hierzu dient ein mit Rührwerk versehener Apparat. 
Dr. Plagge beobachtete Leistungen der Filter, bei 
2 1 /i Atmosphären Druck, bis zu fünfzig Liter in einer 
Minute! 
Der Brauerei waren in der Ausstellung Dampf- 
Braupfannen von 8000—31000 Liter Inhalt, Kühl- und 
Filterapparate, sowie Fass-Wasch- und Pich-Vorrich 
tungen geboten, welche im Hinblick auf ihre Ausfüh- 
rung und auf die zur Handhabung erforderlichen Ein- 
Die neuesten, zum Ausschank von Bier und kohlen 
sauren Wassern im Schanklokal und in den damit ver 
bundenen Lagerräumen dienenden Einrichtungen waren 
von den Firmen Bach & Mahlow und M. Schacht 
meyer & Co. in grosser Reichhaltigkeit und zum Teil 
in wahrhaft künstlerischer Ausführung zur Anschauung 
gebracht. Der von Bach & Mahlow verbesserte Syphon- 
krug, welcher Haushaltungen den Bezug kleinerer 
Quantitäten Bier mit Kohlensäuredruck ermöglichen 
soll, unterscheidet sich von ähnlichen Vorrichtungen 
vorteilhaft dadurch, dass das Bier unter gleichbleibendem 
Druck ausfliesst. Im Anschluss hieran seien noch die 
Flaschen-Wasserspülmaschinen, sowie die Kork- und 
Kapselvorrichtungen von Otto Vogel u. a. und der
	        
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