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Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

druck). Der Hochdruckcylinder hat 1500 mm 
Durchmesser, 2950 mm Hub, der Niederdrudc- 
cylinder 2100 mm Durchmesser, 4000 mm Hub. 
Der Balancier wiegt bei einer Länge von 21,5m 
und einer Höhe von 6 m einschliesslich Stahl 
achse von 800 mm Durchmesser 92 000 kg. Die 
Ausbalancierung geschieht durch Gegengewichte; 
die Hubüberschreitung wird durch ein Prellwerk 
mit Bleiklötzen verhütet. Die Kondensation wird 
durch eine besondere Dampfmaschine betrieben, 
welche neben der Hauptmaschine aufgestellt ist. 
Zur Aufstellung dient eine Dampfwinde von 
15 OOO kg direktem Seilzug. Das Gesamtgewicht 
der Maschine einschliesslich Pumpensätzen und 
Kondensationsmaschine beträgt 675,3 t, während 
die bewegten Teile allein 352 t wiegen. Der 
Wirkungsgrad betrug nach den gleich in den 
ersten Tagen des Betriebes genommenen Dia 
grammen 0,85. 
Bei der besonderen Pflege, welche die 
Hydraulik bei Hoppe findet, kann es nicht wunder 
nehmen, dass er den Antrieb durch Druckwasser 
auch auf seine Bergwerkspumpen überträgt. Sehr 
am Platze ist dieselbe, wenn es sich z. B. um 
Aufstellung einer Pumpe entfernt vom Schachte 
für eine in der Steigung des Flötzes hinabgehende 
Strecke handelt. Das erforderliche Betriebswasser 
kann man dem Druckrohr der Hauptwasserhaltung 
entnehmen. Ersäuft die Strecke, 
so kann eine solche Pumpe ruhig 
weiter arbeiten, was bei Dampf 
oder elektrischem Antrieb nicht 
möglich wäre. 
In sehr ausgedehntem Masse 
hat Hoppe den elektrischen An 
trieb in seinen Pumpenbau ein 
geführt. Um die für den Elektro 
motor erwünschte Gleichför 
migkeit des Widerstandes her 
beizuführen, kann man sich 
zwar allenthalben mit schweren 
Schwungrädern helfen, viel ele 
ganter und im praktischen Er 
gebnis überlegen ist jedoch die 
Hoppesche Drillingspumpe, die 
auch in der Ausstellung vorge 
führt wurde. 
Der Dreitakt giebt eiren 
gleichmässigen Wasserstrom 
und einen konstanten Dreh 
widerstand. Die Pumpe eignet 
sich sowohl zur Wasserver 
sorgung als zur unterirdischen 
Wasserhaltung. In der Auf 
machung für den letzteren 
Zweck zeigt sie umstehende Abbildung, 
Fig. 18, nach der sie wiederholt für ober 
schlesische Bergwerke ausgeführt wurde, 
auch in der Gewerbe-Ausstellung paradierte. 
Pumpe, Motor, Anlasswiderstand und 
Kabeltrommel sind auf einem gemeinschaft 
lichen Wagen aufgestellt. Das Wasser 
wird zweckmässig durch einen Schlauch 
zugeführt. Der Anschluss der Druckleitung 
an die Pumpe erfolgt durch Scharnierrohr, 
die Uebersetzung durch Reibräderantrieb 
(D. R.-P. Nr. 82 739). 
Selbst nach Transvaal sind schon zahl 
reiche dieser Pumpen gegangen, obgleich 
der Bau derselben erst 1895 aufgenommen 
wurde. Eine ähnliche elektrisch betrie 
bene Abteuf-Drillingspumpe für Drehstrom 
lieferte Hoppe jüngst für die Comp. Real 
del Monte in Mexico. 
Diese wenigen Stichproben zeigen, ein 
wie frisches Leben in Berlins Industrie im 
Bau der Kolbenpumpen pulsiert, wie ein 
Teil unserer neuesten Leistungen alsbald 
auf den Märkten über See erscheint und, 
was die Hauptsache ist, Beifall und Absatz 
findet. Soweit die Pumpen mit geradlinig 
hin- und hergehenden Kolben in Berlin 
Fig. 17. Woolfsche Wasserhaltungsmaschine 
auf der Kleophas-Grube bei Kattowitz; gebaut 
von C. Hoppe, Berlin.
	        
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