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Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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für die Hoppeschen Leistungen ist eine 1846 gebaute, 
noch heute in einer Kunsttöpferei bei Berlin nach 
50jähriger treuer Dienstleistung im Betrieb befindliche 
Dampfmaschine mit schwingendem Cylinder, die als 
ein interessantes Muster damaliger Bauweise in 
big. 8 abgebildet ist. Zu jener Zeit, während welcher 
Egells und Borsig sich anderen Aufgaben zu- 
Unterhaltung den jetzt nur noch als Kleinkraftmaschinen 
gebauten alten Volldruckdampfmaschinen überlegen, bei 
welchen der Dampf nahezu während des vollen Kolben 
hubes mit der Eintrittsspannung arbeitet, deshalb in 
grossen Mengen verbraucht wird. Die Maschinen wurden 
zunächst als Eincylinder oder Einfachexpansions 
maschinen, und zwar als doppelt wirkende gebaut, 
Fig. 8. Stellende Dampfmaschine mit schwingendem Cylinder, 
1846 von Hoppe erbaut, noch im Betriebe. 
wandten, hielt Hoppe bei den von ihm gebauten 
Dampfmaschinen beharrlich an dem in der Praxis noch 
vollständig verkannten Expansionsprinzip fest, bei 
welchem der Dampfcylinder nur zum Teil mit Dampf 
von Kesselspannung gefüllt, und der übrige Kolben 
weg unter Ausnutzung der Arbeit des abgeschlossenen 
und sich ausdehnenden Dampfes zurückgelegt wird. 
Seine Maschinen waren hierdurch in Beschaffung und 
bei denen jeder Kolbenseite wirkender Dampf zuge 
führt wird. Mit zunehmenden Ansprüchen an die 
Gleichförmigkeit des Ganges war man darauf bedacht, 
zwei oder drei solcher Cylinder mit versetzten Kurbeln 
nebeneinander anzuordnen und erhielt so die modernen 
Zwillings- und Drillingsmaschinen. In besonders 
grosser Zahl baute Hoppe damals die 1804 von Woolf 
erfundenen und nach ihm benannten Maschinen, bei
	        
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