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Vorgeschichte und Vorbereitung der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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über auszusprechen. Ich habe nicht unterlassen 
wollen, Sie hiervon in Kenntnis zu setzen.« 
Damit war endlich in der Hauptfrage Klarheit ge 
schaffen und eine Venvirrung beseitigt, während welcher 
wiederholt vom bevorstehenden oder bereits ein 
getretenen Scheitern des ganzen Ausstellungsplanes ge 
sprochen worden war. Namentlich manche auswärtigen 
Freunde Berlins ergingen sich während der letzten Monate 
des Jahres 1893 und des ersten des folgenden Jahres 
in breiten Betrachtungen über die »Unfähigkeit des 
der Provinzpresse und seitens einzelner Vertreter be 
sonderer Interessenkreise. Hartnäckige Gegner hatte 
der Plan einer Berliner Ausstellung namentlich an einer 
Anzahl von Mitgliedern des Vereins deutscher In 
genieure, die am 15. Januar 1894 die einflussreichste 
gewerbliche Vereinigung, denVerein zur Beförderung 
des Gewerbefleisses, in einer Versammlung des 
selben unter dem Vorsitz des Staatsministers a. D. Dr. 
Delbrück zur Annahme einer Resolution zu bewegen 
versuchten, worin es heissen sollte: » D ie Veranstaltung 
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grossen Abdera an der Spree zur Veranstaltung einer 
Ausstellung«. Zu dieser Auffassung der Sachlage trug 
namentlich die Bekämpfung des ganzen Gedankens 
einer Berliner Ausstellung seitens einzelner Kreise und 
die Art des Vorgehens derselben bei. Die Ausstellungs 
interessenten hielten geschlossen unter Führung des 
Arbeitsausschusses zusammen. Am 3. April 1894 sprach 
eine zahlreich besuchte Versammlung des geschäfts 
führenden Ausschusses und der Gruppenvorstände dem 
Arbeitsausschuss einstimmig den Dank für seine Haltung 
in den Verhandlungen mit den städtischen Behörden aus. 
Um so lebhafter waren die Angriffe in einem Teile 
der beabsichtigten lokalen Gewerbe-Ausstellung 
in Berlin entspricht den Interessen des deut 
schen Gewerbefleisses nicht.« In diesem Sinne 
hatte sich der technische Ausschuss des Vereins mit 
3° gegen einige Stimmen erklärt und sprachen in der 
Vereinsversammlung Ingenieur Herzberg, Kommerzien 
rat Henneberg, der Fachausstellungen empfahl, 
Direktor Peters und der verdienstvolle Vorsitzende des 
Vereins, Staatsminister a. D. Dr. Delbrück, der allerdings 
im allgemeinen Gegner von Ausstellungen überhaupt 
ist. Für die Ausstellung traten ein: Fabrikbesitzer 
Simon, Kommerzienrat Kühnemann, Ingenieure Pieper
	        
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