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Gruppe I. Textil-Industrie

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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genügte. 1846 erwarb Howe ein Patent auf seine Er 
findung. Daran, dass die Nähmaschine im Jahre der 
Berliner Gewerbeausstellung ihr 50 jähriges Jubiläum 
feierte, haben wohl Wenige gedacht. Wie hat sich die 
Nähmaschine seit der verhältnismässig kurzen Zeit 
ihres Bestehens vervollkommnet! Es ist hier nicht der 
Platz, alle Verbesserungen zu schildern, die dieselbe 
erfahren hat und die zum Teil zu charakteristischen 
tionen zu verzeichnen, welche Anerkennung als be 
sondere Nähmaschinensysteme beanspruchen, z. B. die 
von Willcox & Gibbs, die sich als Einfadenkettenstich 
maschine mit Drehhaken kennzeichnet. 
Zunächst lag die Nähmaschinenfabrikation in den 
Händen grosser amerikanischer Gesellschaften. 1854 
kam die erste nordamerikanische Nähmaschine nach 
Deutschland. Ein Leipziger Mechaniker baute sie nach 
Nähmaschinensystemen unter Verwendung der Namen 
ihrer Erfinder für ihre Bezeichnung geführt haben. 
Auch können hier diese Systeme nicht in ihren Haupt 
merkmalen und Unterschieden besprochen werden. Es 
werde nur erwähnt, dass die Schiffchensteppstichmaschine 
durch das Singer-, die Steppmaschine mit ruhender 
Spule und rotierendem Greifer durch das Wheeler u. 
Wilson- und die Maschine für doppelten Kettenstich 
durch das Grover & Baker-System repräsentiert werden. 
Doch sind auch noch andere Nähmaschinenkonstruk- 
und setzte sie für 350 Thlr. pro Stück an Schneider 
und Schuhmacher ab. Nicht lange dauerte es, bis 
auch andere deutsche Mechaniker den Bau von Näh 
maschinen begannen und sich hervorragend an der 
Verbesserung derselben beteiligten. In Berlin hat die 
Fabrikation dieser Maschinen etwa mit den 60er Jahren 
angefangen und ist äusserst schnell emporgeblüht. 
Unter den deutschen Nähmaschinenfabrikanten zählen 
hiesige Firmen zu den bedeutendsten. Auf dem Ge 
biete der Erfindungen an diesen Maschinen sind die
	        
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