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Die geschäftlichen Erfolge der Aussteller. Ergebnis der gehaltenen Umfrage

Full text: Berlin und seine Arbeit / Kühnemann, Fritz

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nutzungsquote in Rechnung gesetzt werden. Um jedes 
Missverständnis in dieser Beziehung zu verhüten und um 
den Minderwert der für die Ausstellung verwandten 
Kioske, Schränke, Gestelle, Regale, Tische u. s. w. festzu 
stellen, war ausdrücklich nicht nur nach den Anschaffungs- 
Kosten dieser Gegenstände, sondern auch nach ihrem 
Verkaufsertrag bezw. ihrem derzeitigen Buchwert ge 
fragt. Aber trotz der genauen und vorsichtigen Fassung 
der Fragen sind sie von vielen Ausstellern nur unzu 
länglich beantwortet worden; so ist in zahlreichen 
Fällen wohl der Anschaffungswert der bezeichneten 
Gegenstände, dagegen ihr Verkaufs- bezw. ihr Ge 
brauchswert entweder garnicht, oder in einer sehr un 
bestimmten, für die Bearbeitung nicht benutzbaren 
Form angegeben werden. Dieser Mangel liess vielfach 
z. B. auf die Gruppe Maschinen 55, auf die der Metall 
industrie 52 brauchbare Karten entfielen, genügten in 
der Gruppe des chemischen Gewerbes nur 13, in der 
Lederindustrie 3 der Fragestellung. Ordnet man die 
auf die Ausstellung verwandten Ausgaben nach Kosten 
klassen, so ergiebt sich, dass 207 oder 39 °/o bis 
1000 Mk., 145 oder 28 % 1000 — 2000 Mk., 106 oder 
20 °/o 2000—5000 Mk., 41 oder 8 °/o 5000—iooooMk., 
14 oder 3 °/o 10 000—20 000Mk., 12 oder 2 °/o über 
20 000 Mk. für die Zwecke der Ausstellung verwendet 
haben. Die grössten Summen waren von Ausstellern 
des Nahrungs- und Genussmittel-Gewerbes aufgebracht: 
von ihnen hatte je einer die reinen Unkosten mit 
170000, 116 000, 100 000 Mk. angegeben. An zweiter 
Stelle steht die Maschinenindustrie, von der 4 Aus- 
(1 a r t e n b a u. 
eine Ausbeutung der betreffenden Karten schon des 
wegen nicht zu, weil die Schränke u. s. w. zum Teil 
mit sehr hohen Summen angesetzt waren und ihre 
Kosten oft alle anderen bei weitem überragten. Noch 
grösser ist die Fehlerquelle, wenn man, wie dies sehr 
häufig geschieht, den Herstellungs- oder sogar den Ver 
kaufswert der ausgestellten Waren einfach als Un 
kosten rechnet, obschon sie in der Regel, allerdings 
bisweilen mit Verlust, nachweisbar verkäuflich sind. 
Wohl hätte dagegen die persönliche Arbeit des Aus 
stellers, der durch die Ausstellung entstandene Zeit 
verlust und ähnliches mit in Ansatz gebracht werden 
dürfen, doch ist dies nur in sehr wenigen Fällen ge 
schehen. Nachdem alle mit den obengenannten Mängeln 
behafteten Fragebogen ausgeschieden waren, verblieben 
noch für die Berechnung der Kosten im ganzen 525 
Karten, die sich, zum Teil infolge des verschiedenen 
Umfanges der einzelnen Gruppen, auf die einzelnen 
Gewerbeklassen sehr ungleich verteilen. Während 
Steller Kostenbeträge von 30 000 Mk. aufsteigend bis zu 
90 000 Mk. zu verzeichnen hatten. Ein Aussteller der 
Gruppe IV (Holzindustrie) hatte 55 000 Mk., zwei 
Metall-Industrielle 50 000 bezw. 25 000 Mk., ein Aus 
steller in der Gruppe Gesundheitspflege und Wohlfahrts 
einrichtungen 22 OOO Mk. Unkosten. 
Von den Firmen, welche die Frage betreffs der 
durch die Ausstellung herbeigeführten Geschäftsabschlüsse 
beantworteten, gaben 294 eine bestimmte Summe als 
unmittelbares Ergebnis der Ausstellung an. Eine Ein 
nahme bis zu 1000 Mk. hatten 123 oder 42 °/o, einen 
Umsatz von 1000—5000 Mk. 101 oder 34 °/°, von 5000 
bis iooooMk. 33 oder 11 °/o, von 10 000—20 000Mk. 
22 oder 8 °/o, von mehr als 20000 Mk. 15 oder 5 "jo. 
Mit den höchsten Sätzen ragen hervor die Gruppen 
der Metallindustrie (180000 bezw. 250000 Mk.), des 
Maschinenbaues (1 iooooMk.), des Sports (80000 bis 
90 000 Mk.).
	        
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