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Satzungen

Full text: Offizieller Haupt-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 / Berliner Gewerbe-Ausstellung (1896 : Berlin)

XXXVIII 
Haupt-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
dem Arbeits-Ausschuss das Recht, die bewilligte Arbeiter- oder Vertreterkarte zeitweise oder 
für die Dauer der Ausstellung einzuziehen. 
Eine endgiltige Entscheidung über die Zahl der zu gewährenden Vertreterkarten steht 
dem Arbeits-Ausschuss zu. 
§ 11. Kein Gegenstand darf vor Schluss der Ausstellung entfernt werden; eine Aus 
nahme hiervon machen leicht verderbliche Gegenstände, die aber stets durch andere zu ersetzen 
sind. Ausserdem darf der Arbeits-Ausschuss die Genehmigung zur Herausnahme eines Gegen 
standes vor Schluss der Ausstellung geben, nachdem der betr. Gruppenvorstand sich dafür 
erklärt hat. 
§ 12. Die Reinhaltung der Ausstellungs - Gegenstände ist Sache jedes Ausstellers und 
muss, wenn nöthig, täglich vor Eröffnung der Ausstellung geschehen, wird aber auch seitens 
der Verwaltung gegen Vergütigung bewirkt werden. 
§ 13. Versicherung gegen Feuersgefahr liegt jedem Aussteller ob; doch wird der Arbeits- 
Ausschuss eine gemeinsame Versicherung anstreben und dahin wirken, dass jeder Gegenstand 
als versichert gilt, wenn beim Einlieferungs-Scheine die Rubrik der Werthangabe ausgefüllt ist. 
§ 14. Verkäufe vermittelt auf Wunsch der Arbeits-Ausschuss, welcher für diesen Zweck 
die nöthigen Anweisungen zu erhalten hat. Von den solcher Art verkauften Ausstellungs 
gegenständen werden 3°' 0 des erzielten Verkaufspreises als Provision (vergl. § 15, Absatz 3) 
in Abzug gebracht, resp. vom Verkäufer vergütet. 
§ 15. Jeder Aussteller hat je nach der Grösse und Lage des beanspruchten Platzes einen 
Beitrag zu leisten, der durchschnittlich auf 30 Mk. für den □ Meter angenommen ist; Bruch- 
theile eines Meters werden für voll gerechnet. 
Der geringste Beitrag beträgt 50 Mk. für die Dauer der Ausstellung. Wandplätze sind 
theurer wie Tischplätze; bei kombinirten Wand- und Tischplätzen wird dem Tischplatz ein 
Meter hoch Wandplatz zugegeben; grössere Wandplätze werden besonders berechnet. Im 
Zweifelsfalle kommt die Schaufläche zur Berechnung. Hiervon ist nach Aufforderung des 
geschäftsführenden Ausschusses eine Anzahlung von 15 Mk. für den □ Meter der angemeldeten 
Fläche (jedoch mindestens 30 Mk.), der Rest im Laufe des Monats Mai 1896 zu zahlen. 
Hierbei zählt jede Kollektiv-Ausstellung für einen Aussteller. 
Der Arbeits-Ausschuss ist berechtigt, unter obwaltenden Umständen eine Ermässigung 
der Preise eintreten zu lassen. Bei nicht bis zur Eröffnung bewirkter Ausstellung verfällt die 
geleistete Anzahlung zum Besten des Unternehmens. Bei etwa erzielten Ueberschüssen werden 
zunächst den Ausstellern nach Verhältniss der gezahlten Platzmiethe bis zur Hälfte dieser 
Zahlung zurückerstattet; der Rest der Ueberschüsse soll nach Beschluss des Gesammt-Vor- 
standes in der Hauptsache zu gemeinnützigen Zwecken verwendet werden, doch hat der 
Gesammt-Vorstand das Recht, einen Theil dieser Ueberschüsse noch den Ausstellern zuzuführen. 
Aussteller von lebenden Pflanzen zahlen keine Platzmiethe, auch übernimmt die Aus 
stellung die Pflege dieser Pflanzen. 
§ 16. Skizzen, Zeichnungen, photographische Aufnahmen und andere Reproduktionen 
ausgestellter Gegenstände dürfen nur unter der gemeinschaftlichen Einwilligung des Ausstellers 
und des Arbeits-Ausschusses angefertigt werden; jedoch dürfen mit alleiniger Erlaubniss des 
Letzteren allgemeine Ansichten von Theilen des Inneren der Gebäude aufgenommen werden. 
§ 17. Ueber die Zeit der Einlieferung der Gegenstände und sonstige die Ausstellung be 
treffende Anordnungen bleiben weitere Mittheilungen Vorbehalten. 
§ 18. Entstehen Zweifel oder Anstände bezüglich dieser Bestimmungen oder erachtet 
sich ein Aussteller durch die Anordnung einer einzelnen Ausstellungs-Kommission beschwer!, 
so entscheidet hierüber endgiltig der geschäftsführende Ausschuss. 
§ 19. Nach Schluss der Ausstellung müssen sämmtliche Gegenstände spätestens inner 
halb 14 Tagen aus den Ausstellungsräumen entfernt sein. 
§ 20. Das Recht der Aenderung dieser Bestimmungen steht dem geschäftsführenden 
Ausschuss zu.
	        
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