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1. Geschichtliches

Full text: Offizieller Haupt-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 / Berliner Gewerbe-Ausstellung (1896 : Berlin)

Baulichkeiten und Verkehrsmittel 
XVII 
edler wie populärer Art zu bieten. Im unmittelbaren Zusammenhang mit 
dem Ausstellungspark und nur mit einer Ausstellungs-Eintrittskarte zugänglich 
werden die eigentlich volksthümlichen Vergnügungen ihre Stätte im „Ver 
gnügungspark“ finden. Sowohl auf dem Ausstellimgsplatz wie im Ver 
gnügungspark wird Verpflegung für verwöhnten wie für einfachen Geschmack 
zu angemessenen und massigen Preisen gesichert sein. Der Raum für Massen 
besuch ist da, Vorkehrungen zu seinem Empfang sind getroffen, und unbefriedigt 
wird Niemand von dannen gehen. 
2. Baulichkeiten und Verkehrsmittel. 
Nachdem im Frühsommer 1894 eine Generaldisposition der gesammten 
Anlage ausgearbeitet rvorden war, wurden mit der endgiltigen Feststellung der 
Baupläne und mit der Leitung der Ausführung die Architekten Hans Grise- 
bach, Karl Hoffacker und Bruno Schmitz betraut. Dass diesen Männern 
die Lösung der ihnen gestellten Aufgabe in praktischer wie künstlerischer 
Hinsicht gelungen ist, darf schon heute ausgesprochen werden. Eine kurze 
Uebersicht der Anordnung und Gliederung der Ausstellungsbauten dürfte an 
dieser Stelle ausreichend sein. 
Der Treptower Park breitet sich in einer Länge von 1,5 Kilometer und 
einer Breite von rund 0,8 Kilometer zu beiden Seiten der Treptower Chaussee 
aus und hat einen gut entwickelten Baumbestand. In seiner Gesammtausdeh- 
nung nimmt er noch ein Theil mehr an Grundfläche ein, als die Pariser Welt- 
Ausstellung vom Jahre 1889 einschliesslich des Trocadero. So anziehend der 
Ort durch seine freie Lage, seine Nachbarschaft zur Spree und seine schönen 
Park-Anlagen ist, so ergaben sich doch bei der Besetzung desselben mit den 
für die Ausstellung erforderlichen Bauten nicht unbeträchtliche Schwierigkeiten. 
Zitnächst musste man dazu schreiten, die durch die Treptower Chaussee be 
wirkte Theilung des Parks in zwei Hälften aufzuheben, was nur durch Sperrung 
der Chaussee und Ablenkung des durchgehenden Verkehrs auf die den Park 
südlich begrenzende Köpenicker Landstrasse geschehen konnte. Sodann war es 
angesichts der städtischerseits bei der Ueberlassung des Parks gestellten Be 
dingungen nothwendig, den Baumbestand und die Park-Anlagen aufs äusserste 
zu schonen. Dabei musste darauf Rücksicht genommen werden, bei der Grösse 
des Platzes und der nicht sehr leichten Uebersicht über das zum Theil hoch 
ragende Baum- und Buschwerk durch eine möglichste Zusammenfassung der 
baulichen Anlagen, durch scharf erkennbare Achsentheilung und durch An 
ordnung durchgehender Hauptverkehrswege dem Besucher das Zurechtfinden 
zu erleichtern. Man zog es daher vor, alle inhaltlich einander verwandten 
Gruppen in einem grossen Hauptgebäude zu vereinen, anstatt etwa, Avie dies 
mehrseitig vorgeschlagen worden war, für alle einzelnen Gruppen im Park
	        
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