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Full text: Deutsche Fischerei-Ausstellung auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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Deutsche Fischerei-Ausstellung Berlin 1896 
Stille Fischerei: Der Fischfang, soweit er mit Reusen und dergl. „still“ angebrachten 
Vorrichtungen betrieben wird, im Gegensatz zu dem mit gezogenen Netzen geräuschvoll 
(„laut“) betriebenen Fange. 
Stint-Priepe: Reuse für den Slintfang. 
Stock-Wate: Riedel, C. d. I. 13, 8. v. J. 1292: .cum minutis retibus, quae dicuntur 
Stoke Wathe et cum rusis sine gurgustiis.“ 
Streckteiche: Zur Verpllegung von Brutfischen benutzt. 
Streichteiche: Zur Züchtung von Brutfischen benutzt. 
Treibschnur: Angelschnur mit lebendigen Kerfen als Köder und mit Korken ver 
sehen, damit sie schwimmt. Man lässt sie weit forttreiben, um sehr vorsichtigen 
Fischen, wie dem Döbel, beizukommen. 
Wate: Ein 6 bis 7 Klafter langes, 1 bis 2 Klafter tiefes Netz, in der Mitte mit 
einem Sack versehen. Das unten beschwerte, oben flott gehaltene Netz wird beiderseits 
an Stangen befestigt und- mittelst an die Stangen geknüpfter Stricke an den Seiten des 
Bootes fortgezogen. Fuss-Waten sind kleinere dergl. Netze. 
Wehr: Verengung des Stromes durch Steine, Faschinen oder Pfähle bis auf eine 
durch ein sackförmiges, mit Kehlen versehenes Netz geschlossene Oett'nung, in welche 
beziehentlich in welches die durch das Wehr angestaute Strömung den Fisch treibt. 
Im mittelalterlichen Latein: Gurgustum oder Obstagium. 
Werben: Das Mähen der Pflanzen, aus denen die Gelege bestehen, mit Sensen oder 
Sicheleisen, die unter dem Wasser bewegt werden. Das Rohr wird vom Eise ausgeworben. 
Wricken: Fortbewegung des Kahns, in dem man an Stelle des Steuerruders eine 
Peelze einlegt und diese im Wasser hin und her schiebt. 
Wurfhaube: Ein kreisrundes Netz, von dessen Rand aus Schnüre gehen, die so 
zusammengebunden sind, dass das Ganze wie der Fallschirm eines Luftballons aussieht; 
am Knoten der Schnüre ist eine Leine. Das Netz wird aufs Wasser geworfen und 
breitet sich dort aus: schnell an der Leine heraufgezogen, reisst es die, über ihm 
befindlichen Fische mit heraus. 
Zeug: Die Geräthschaften zum Fischen, namentlich die Netze. 
Zure: Ein sackförmiges Netz, oben und unten an einem etwa 40 Klafter langen 
Reif befestigt. Der Reif wird durch Bündel von Binsen oder dergl. über W asser 
beziehentlich durch Steine auf dem Grunde desselben gehalten. Gehört nach der 
Fischer-Ord. 1690 zur grossen Garn-Fischerei. 
pzeichniss der Fischarten in der Provinz 
Brandenburg. 
We gen der Systematik wird auf von Siebold, wegen des lokalen Vorkommens 
auf Wittmack verwiesen. Fundorte werden nachfolgend in der Regel nur soweit 
sie Wittmack ergänzen angegeben. 
Ordnung der Knochenfische, Teleostei. 
Unterordnung der Stachelflosser, Acanthopteri. 
Familie der Barsche, Percoidei. 
I. Gattung: Perca Lin. 
1. P. fluviatilis Lin. Flussbarsch. 
II. Gattung: Luciopsrca Cuv. 
2. L. sandra Cur. Zander. 
In thongründigen Seen, bei Berlin zunächst im Tegeler See. 
III. Gattung: Acerina Cuv. 
3. A. cernua. L. Kaulbarsch.
	        
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