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Full text: Deutsche Fischerei-Ausstellung auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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Deutsche Fischerei-Ausstellung Berlin 1S9(> 
Marschallstabe für festliche Aufzüge. 10 Kätscher. 4 Ruder. 5 Aal 
speere. 4 Stangen mit Adlern. 3 Stangen mit Kugeln. 
Andere Gewerksgegenstände. 2 zinnerne Weinkannen mit Schraub 
deckel, VI, 4351/2, achteckig, mit Henkel, langer Ausgusstülle, je 7'., Pfund 
schwer und von 4>/ 2 Liter Inhalt. Die eine mit Blumen und Rankenwerk reich 
verziert und mit Fischgruppen in eingefassten Flächen, sowie mit der Widmungs- 
Inschrift: „Joachim Willike, Kurf. Brand. Hof-Fischer anno 1639“ versehen, die 
andere mit 2 Fischen im Schilde und der Inschrift: „Daniel Zimmermann ver 
ehret der Julden diese Rohnflasche zum Gedechtniss anno 1639“. 
2 silberne Schaubleche, IX. 451/2, von dem leider nicht mehr vorhandenen 
Willkommen-Pokal. 1. in Wappenschildform mit zwei Fischen und der Inschrift: 
„T. D. 1649“. 2. Oval, Randfläche mit Akanthus-Ornament, im Mittelfeld die 
Inschrift: „Itziger Zeit C.(urfürstl.) B.(randenb.) Holtz G. S. Bartholomeus Schultze 
gebe dieses in der Löbl. Fischerzunft zu Gedechtnuss am Tage Bartholomei des 
1659. Jahres“. 
Stammbuch. Ein dicker Folioband in Leder mit der eingepressten, verzierten 
und vergoldeten Aufschrift: „Renovatum das Löbliche Fischergewerck, der Alt 
meister Johann Jacob Rahn. Anno 1752“. Es enthält die ganze Folge der Alt 
meister des Fischergewerks zu Berlin vom Jahre 1637 an bis 1825. Alle 
Eintragungen sind in Fraktur-Schrift mit künstlerischer Verzierung der Initialen 
ausgeführt. Vom Jahre 1690 an sind die Blätter auch farbig, zunächst im Spät 
renaissance-Stil, dann, je nach der herrschenden Kunst-Richtung, im Zopf-, Rococo- 
und Empirezeit-Stil mit Symbolen und Beiwerk aus dem Fischer-Leben verziert. 
Als Proben sind zur Ansicht ausgelegt die Blätter von: 1690 (Ritter), 1759 
(Schantze), 1788 (Schulze), 1790 (Kaumann). Die erste Eintragung lautet: 
„Joachim Wielke Kurf. Brand. Hoffischer ist anno 1637 erstmals zum Altmeister 
erwehlet worden“. (Spätere Nachschrift: „anno 1658 gestorben“.) 
Fischerei - Grenzstein VI. 1983. „Allhie endet sich der Sprew-Herrn zu 
Berlin Grentz und Fischerey. Anno 1623“. Stand auf den Wiesen nahe der 
Spree, beim nördlichen Ausgang der Franklinstrasse in Charlottenburg. 
Zinn-Humpen von 1762; mit Fischen und Vögeln verziert: aus der Familie 
des damaligen Berliner Fischermeisters F. Bredikow. 
Pastellbild des Berliner Fischermeisters J. A. Schanze, f 1753. 
Schärpe, schwarzweisse Seide, mit Fischen und Knüttspänen bestickt, des 
Berliner Fischermeisters W. Dornfeld, t 1837. 
Schärpe, blau-weiss-roth-sehwarz-weiss; aus der Kaumann’schen Fischerfamilie. 
Schriftstücke ; Alte Abschriften der Abmachungen zwischen der Berlin-Köllner 
und der Spandauer Fischerzunft wegen der Fischerei auf der Unterspree von 
1480 und 1571, nebst einer Konfirmation derselben von 1643. 
Siegelpetschaft des Fischerobermeisters Peter Bredikow zu Berlin, f um 1730. 
Siegelpetschaft des Fischerobermeisters E. G. Dornfeld, Anfang 19. Jahrhunderts. 
Frühere Fischer zu Tiefwerder. 
Gewerkzeichen VI. 6681, inForm eines Fischerkahns mit Fischkasten in der Mitte. 
Fischerinnung zu Crossen a. Oder. 
„Der Stock“, VI. 1173. Strafwerkzeug, zu dem Fischer verurtheilt wurden, 
die sich gegen die Innungsartikel vergangen hatten. Arme und Beine wurden 
hineingezwängt, und so musste man eine oder mehr Stunden sitzen. 
Fischerinnung zu Oderberg i. M. 
Dicke Lotte, VI. 1948. Grosse kupferne Ausgusskanne, die beim Umzuge 
des Gewerks vorangetragen und in der dann der Biervorrath gehalten wurde. 
Tafel mit Abbildung der bei den früheren Innungsmitgliedern gebräuchlich 
gewesenen Hausmarken. 
3299 Fischeimeister H. Schaack in Prenzlau. 
Fischer-Gesellenbrief von 1794 mit dem Siegel des Prenzlauer Fischergewerks.
	        
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