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Full text: Deutsche Fischerei-Ausstellung auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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Deutsche 'Fischerei-Ausstellung Berlin 1896 
sie mit kohiigem Brandschutt unter Wasser geriethen, wie z. B. in den Pfahl 
bauten der Schweiz. III. 233—235. Aus den letzten Jahrhunderten rühren her: 
VI. 188—19u, Pappelholz. VI. 11 723, 7006, Tannenholz. VI. 148— 150, 
875-880, 960, 1055-1060, 3964—3967, 4420-4422, 4976, 6498—6503, 6900, 
7346-7349, 8048, 8630, 8813, 9565, 9900, 11 730, 11 733, sämmtlich aus Kiefern- 
Borke. VII. 208, 209, 212, VI. 44 245, 6959, 6962, 7345, 7675, 8047, 8049, 
9376 (11.), 9377 (9), 9564, aus Kork. VI. 4569, 6520, durch Zusammenbinden 
von Binsen in Rollenform hergestellt; in ähnlicher Weise werden auch Stengel 
der Sumpfvvolfsmilch (Euphorbia palustris) u. a. verwendet. 
In neuerer Zeit sind auch hohle Glaskugeln als Netzschwimmer in Gebrauch 
gekommen, wie VI. 12 053—12 055. 
2 Netz-Knebel, VI. 6947, Kleine rohe Holzgriffe mit Seil-Lager. Göhren aut 
Rügen. 
Netzhaken, III. 672/3. Holzquirl mit Blei beschwert, zum Heben der Netze 
aus dem Wasser. 
Führungs-Steine, schwere Netzsenker, die bei der Verbindung des Netzes 
mit der Zugleine angebracht sind: IV. 190, 1941, 2706, 3074, VI. 6513 — 6514, 
9573, VIII. 962, aus Gesteinsplatten, IV. 982, VI. 180, 183, 1073, aus Ziegelthon 
in Plättbolzenform. 
4. Verschiedene Fanggeräthe. 
Hechtschleife, VI. 12 033. Dünner Stab von 2 m Länge mit 2 Gabelenden, 
daran eine Schnur-Schleife. Die Schleife wird über die Enden ausgespannt und 
vor den im Wasser stehenden Hecht gehalten; sobald er mit dem Kopf in die 
Schleife gerathen ist, wird der Stab hochgezogen, wobei der Hecht von der 
Schnur festgehalten wird. 
Hechtschleife, VI. 12059. Wie vorher. 
Hechtschleife, VI. 6748. Stab und Schenkelansatz aus Metall, Schenkel aus 
Fischbein, Schlinge und Pferdehaar. 
Stintpriepe, VI. 1650. Grössere Reuse aus langen, mittelst Binsen ver 
flochtenen Holzstäben, 2 m lang, 0,40 — 50 Durchmesser mit einem Eingangsloch 
und einer Klappöffnung. Tiefwerder bei Spandau. 
III. Verschiedene Fisclier-Geräthe, Fahrzeuge und Zubehör. 
An fast allen vorwendischen Fischerwohnstätten sind auch die, eine besondere 
Handfertigkeit verrathenden flachen, an einer Fläche mit einem oder zwei Graden 
versehenen scharfschneidigen Feuersteinsplitter gefunden, die als Messer oder 
Schaber das wichtigste Wirthschaftsgeräth jener Zeit darstellen und zur Be 
arbeitung von Knochen, Holz u. dergl., zweifellos auch zur Zurichtung der Fische 
durch Schaben und Schneiden, gedient haben. Von den vielen Hunderten der 
gefundenen Stücke wird nur eine kleine Auslese ausgestellt, und zwar: 
Feuersteinmesser, II. 11 144, gefunden in Stralau (am rechten 
Spreeufer, gegenüber der Ausstellung). 
8 Feuersteinmesser, 8577 u. f„ gefunden auf einer alt 
germanischen Wohnstätte an der Havel bei Burgwall. 
3 Feuersteinmesser, II. 16 292—4, aus Pichelsdorf an der 
Havel, die im Holzgriff befestigt sind, um zu zeigen, in welcher 
Weise die Feuersteinmesser zum Handgebrauch geeignet gefasst 
werden können. 
Netzstricknadel nebst Pfriem, beides aus Knochen, von archaistischer Be 
schaffenheit. II. 17 661—2. Aus’ dem Grunde der Havel nahe Burgwall, Kreis 
Templin, mit der Harpune II. 17 660 (s. oben) ausgebaggert. Aus älterer, vor 
geschichtlicher Zeit. 
22 Netzstricknadeln (Kniittspäne) von verschiedener Form, zwischen 18 
und 58 cm lang. No. 194—196 Oderberg, mit Hausmarke und Jahreszahl 1770 p. p. 
1952 Oderberg, 1794. 4390—4400 Berlin, mit Initialen und den Jahreszahlen
	        
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