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Full text: Deutsche Fischerei-Ausstellung auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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Deutsche Fischerei-Ausstellung Berlin 18% 
4. Schiffsmodell als Austernreservoir. Der Schiffsrumpf treibt auf dem 
vorne und hinten gedichteten Schiffstheil, der mittlere grosse Raum hat durch 
löcherten Boden. Wasserauffänger vorn und hinten am Schiff zur Erzielung 
eines starken Stromes. 
5. Köderkasteii zum Aufbewahren von Garneelen. 
6. Kreidezeichnungen: a) Fischerin auf dem Wege zum Watt, um die 
als Köder benutzten Wattwürmer (Arenicola) zu graben, mit dem „Gräp“ 
(Forke) und Wurmeimer, b) Fischer, seine geordneten Angelleinen an Bord 
tragend, mit dem „Knocke“ (dient zum Anhaken und Festhalten grösserer 
Fische) in der Hand, c) Drei Fischerschaluppen, den Angelfang auf Schellfisch, 
Kabliau etc. zeigend. 
3402 Fr. Arends, Insel Juist. 
1. Norderneyer Fischerschaluppe mit voller Takelung. Sie wird zum Schell 
fischfang unter Benutzung der Angelleine, und zwar von den ostfriesischen Inseln 
aus verwendet. Fangzeit: im Frühjahr von Anfang April bis Mitte .Juni, im 
Herbste von Mitte Oktober bis Ende Dezember. Besatzung: drei Mann. 
2. Modell einer Norddeicher Fischerschaluppe und eines Fischerfahrzeuges 
holländischer Bauart. Benutzt werden dieselben zur Angel- und nebenbei zur 
Kurrenfischerei. (Grundschleppnetzfischerei.) Besatzung: drei bis vier Mann. 
(Decker.) 
3403 De Vries, Königl. Fischmeister, Oldersum (Ostfriesland). 
1. Ein Back-Want, Theil des Angelgeräths eines Norderneyer Fischers; die 
Angeln werden mit lebenden Garneelen oder Wattenwürmern besteckt. Haupt 
betrieb : Frühjahr und Herbst. Fang: Schellfische und Kabliau. Ein Back- 
Want gleich 300 Angeln. Jede Schaluppe hat 20—24Back-Want (doppeltes Geschirr). 
2. Eine Tötebeile (Senke), dient zum Fang diverser Fische, Aal etc. in der 
Ems, wird jedoch auch au der holsteinischen Küste und besonders zu Meldorfer- 
haven zum Fang benutzt. 
3. Ein Butt- oder Aalstock zum Aalfang an der Ems. 
4. Eine Aalschnur mit 50 Angeln, von der Ems. 
5. Eine Fischbunge aus Drahtgeflecht, wird zumFang von Hechten, Schleien etc. 
benutzt. 
6. Zwei Aalreusen aus Weidengeflecht mit seidener Einkehle (holländisches 
Fanggeräth). 
7. Zwei Stecheisen, 1. Aalhaue, 2. Buttpricken. (Verbotene Fanggeräthe; 
in der Ems ist jedoch die Buttpricke vom 15. November bis 15. Februar erlaubt.) 
(Decker.) 
3404 J. Rand, Fischer, Pogum a. Ems. 
1. Garneelenhamen, Modell 1:4, dient zum Garneelenfang im Dollart. 
2. Buttkörbe, Modell 1 :4, dienen zum Buttfang im Dollart. 
3. Garneelensieb. Die gefangenen Garneelen werden auf das in einen Holz 
rahmen gespannte Drahtgeflecht geschüttet. Die kleinen, zur menschlichen 
Nahrung ungeeigneten Garneelen fallen hindurch und werden lebend in das 
Wasser zurückgesetzt. 
4. Gläser mit eingemachten Gameelen. 
4. Buttkreier in natürlicher Grösse, 2 m lang und 1,13 m breit, dient zur 
Fortbewegung auf dem Watte (weichen Schlick). Ohne denselben würde der 
Fischer in vielen Fällen gar nicht an seine Fanggeräthe gelangen können, welche 
auf dem Watte aufgestellt sind, bei Ebbe aber (auf dem Trockenen stehend) ent 
leert werden müssen. Wird hauptsächlich an der Unterems, im Dollart und an 
der ostfriesischen Küste, wo Argenfischerei betrieben wird, benutzt. 
5. Gläser mit eingemachten Garneelen. — (Decker.)
	        
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