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Gruppe XX. Untergruppe: Seefischerei [Erläuterndes Verzeichniss der ausgestellten Gegenstände]

Full text: Deutsche Fischerei-Ausstellung auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

Seefischerei 
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8. Ansicht der Insel Altenwerder von der Elbe aus. 
9. Abhandlungen über die Geschichte und Fischerei von Altenwerder. 
10. Bilder aus dem Altenwerder .Fischerleben, aufgenommen vom Lehrer 
G. Dreyer in Bremen. 
1. Altenwerder Fischer, bekleidet mit Südwester, Oelrock, Oelhose und 
Krempstiefein, der bei Regenwetter verwendeten Tracht. 2. Altenwerder 
Fischerfrau in der früher heim Verkauf der Fische gebräuchlichen Kleidung. 
Sie bietet Aale feil, die den Käufern meistens gleich kochfertig gemacht 
werden. 3. und 4. Altenwerder Fischereihafen, ist 1884 von der 
preussischen Regierung angelegt und wird von ihr unterhalten. 5. und 6. Aus 
setzen bezw. Einziehen des Stinlhamens. (Vergl. No. 3394. 4.) Diese 
Arbeiten sind bei stürmischer Witterung gefahrvoll und mit grossen Schwierig 
keiten verbunden. 7. Ewer, der bei Hochwasser aufgesetzt ist, um ihn 
während des niedrigen Wasserstandes aussen reinigen zu können. 8. Jolle 
mit Aalreusen, die ausgeworfen werden sollen. (Vgl. No. 3394.1.) 9. Ein 
giessen der Aale. Die Fischer bringen des Sonntags die gefangenen Aale 
nach Altenwerder und bewahren sie in den Aalkiepen, die an in der Elbe 
stehende Pfähle geschlossen werden, auf. Im Laufe der Woche werden die 
Fische in Eimer gegossen uud von den Frauen in Hamburg und Altona ver 
handelt. 10. Leere Aalkiepen zum Trocknen aufgehängt. 11. Auf 
gestellter Aalkorb. Das Netz wird während der Ebbe vor Gräben u. s. w. 
gestellt, um die mit fallendem Wasser nach der Elbe zurückkehrenden Aale 
zu fangen. 12. u. 13. Auswerfen der Stör- und Lachsgarne. 14. Ewer 
mit verschiedenen Netzen. 15. Altenwerder Fischer in ver 
schiedenen Trachten. 16. Altenwerder Fiseherhaus, steht am 
Aussendeiche und ist mit diesem durch eine Treppe verbunden; es enthält 
sechs Wohnräume. 17. Ewer mit vollen Segeln. (Vgl. No. 3394. 1.) 
18. Fischerjolle. In den Mast ist ein Steerthamen zum Trocknen gehängt. 
(Vergl. No. 3397. 2) 19. Stör gar ne (Vergl. No. 3394. 5.) zum Trocknen in den 
Mast gehängt. 20. Fischerewer mit Hamen im Maste. 21. und 22. Elb 
lade auf Grund gestellt beziehungsweise aufgezogen. Das 
zwischen zwei Bäume gespannte Netz findet nur bei der Sportfischerei An 
wendung; für Berufsfischer ist es ohne Bedeutung. 23. Alter Fischer. 
24. Altenwerder Fischermädchen, Aale verkaufend. 25. Liegender 
Kutter mit Störgarnen im Maste. (Vgl. No. 3394. 2 und 5.) 26. Ewer vor 
Anker liegend. (Vgl. No. 3394. 1.) 27. Fischerfahrzeuge, auf der Elbe 
liegend. 28. Kutter mit vollen Segeln. (Vgl. No. 3394. 2.) 29. Ewer mit 
vollen Segeln. (Vgl. No. 3394. 1.) 30. Einziehen der Aaalreusen. (Vgl. 
No. 3396. 1.) Der Vordermann zieht die Reusen her; der Hintermann holt sie 
in das Fahrzeug, schüttet die Aale in einen Kübel und füllt die Reusen mit 
Köder, damit sie nach dem Einziehen sogleich wieder ausgeworfen werden 
können. 31. Fischer beim Theeren des Hamens. Um dem Hamen 
(Vgl. No. 3394. 4.) eine grössere Haltbarkeit zu geben, wird er einmal im 
Jahre durch einen mit siedendem Theer gefüllten Kessel gezogen. 32. und 
33. Fischen mit dem Wurfnetz. (Vgl. oben No. 7.) 34. Altenwerder 
Fischerjungen. Der dritte trägt das Schurzfell, das mit den Krempstiefein 
einen Theil des Jahreslohnes ausmacht, den die Fischerknechte erhalten. 
35. Altenwerder Fisch- und Gemüsehändlerin. 36. Altenwerder 
Deich mit Fischerhäusern. 37. Fischerhaus innerhalb des Deiches. 
— (Bosenick.) 
3393 Erbfischer zu Grohn, Kr. Blumenthal (Meyerdirk, v. Lüpke etc.) 
1. Theil eines Zugnetzes von 14 m Länge zum Fang von Zärthen, 
Brachsen etc.; wird fast das ganze Jahr hindurch in der Weser benutzt. 
2. Theil eines Lachstreibnetzes von 15 m Länge; wird im Frühjahr zum 
Lachsfang-in der Weser benutzt. 
3. Theil eines Zugnetzes (ca. 14 m lang), wird von etwa Mitte Februar bis 
Ende März zum Stintfäng in der Weser benutzt, wenn der Stint zum Laichen 
bis nach Vegesack kommt.
	        
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