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Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

Gruppe XXIII 
der Berliner Gewerbe-Ausstellung. 
B S war ein glücklicher Gedanke, zu einer Zeit, da die Haupt 
stadt des deutschen Reiches sich anschickte, durch eine grosse 
Ausstellung zu zeigen, zu welcher Höhe sich Industrie und 
Kunstgewerbe in ihr entwickelt haben, an das spezifische 
Berliner Unternehmen auch eine Deutsche Kolonial-Ausstellung 
anzugliedern. Neben der modernen europäischen Kultur soll sich 
die eigenthümliche afrikanische, welche zum grössten Theil eben 
erst sich emporzuringen beginnt, wo sie nicht vollkommen ver 
knöchert ist, zum Vergleiche zeigen. Neben den Fabrikaten wird 
der aus den Kolonien stammende Rohstoff der Würdigung unter 
worfen werden können, welcher, wenn er heute auch noch nicht 
einen nennenswerthen Theü unserer Fabriken alimentirt, doch mit 
der Zeit bei steigender Entwickelung der Kolonien grössere Bedeutung 
gewinnen wird. Den Fabrikanten soll ferner zugleich Gelegenheit 
geboten werden, sich über den Absatzmarkt für gewisse Produkte in 
den Kolonien unterrichten und die Möglichkeit seiner Ausdehnung in 
Rechnung ziehen zu kömien, während der Importeur — nicht nur der 
für die deutschen Kolonien, sondern der besuchende koloniale Kaufmann 
überhaupt, mag er nun aus Afrika, Asien, Amerika oder Australien 
kommen — bei dem Besuch der Gewerbe-Ausstellung die Leistungs 
fähigkeit unserer Industrie voll zu würdigen wissen wird. Diese 
Wechselwirkung wird äusserst anregend sein. Dann aber ist wohl
	        
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