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Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

68 Spezial-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
Ausstellung- der Deutseh-Ostafrikanisehen Gesellschaft 
zu Berlin. 
I. Eigene Produkte: Goffea arabica von den Handei-Plantagen Nguelo 
und Derema, dargestellt in den verschiedenen Aufbereitungsstadien: Bohnen im 
Fruchtfleisch, getrocknet, Bohnen in der Hornschale, abgeschältes Fruchtfleisch 
und abgeschälte Hornschale, marktfertige Waare in verschiedenen Qualitäten. 
Tea chinensis und assamica von der Handei-Plantage Derema. 
Baumwolle (Texas- und Sea Island-Art) von der Plantage Kikogwe. 
unentkörnt und entkörnt, Baumwollensamen. 
II. Darstellung sonstigen Exports aus Deutsch-Ostafrika. 
1. Kautschuk, geliefert von den Hafenplätzen Mikindani, Lindi, 
Kilwa und Dar-es-Salaam. 
Der Kautschuk wird in Deutsch-Ostafrika von Lianen und von Bäumen durch 
Anschneiden der Zweige in der Regel in der Weise gewonnen, dass der der 
Anschueidestelle entquellende dicke, milchweisse Saft mit der Hand gerollt wird, 
bis er sich zu kleinen Ballen verhärtet hat. 
2. Sesam. 
Diese Oelfrucht wird in Deutsch-Ostafrika im Süden in der Hauptsache in 
der werthvolleren weissen Art, im Norden in der Hauptsache in der geringer- 
werthigen, aber leichter anzubauenden schwarzen Art gezogen. 
3. Kalanga (Erdnüsse). 
4. Kokosnüsse. 
5. Kopra (getrockneter Kern der Kokosnuss). 
6. Arekanuss, gerbstoffreiche, nussartige Frucht der Arekapalmen, 
in Deutsch-Ostafrika lediglich durch Betelkauen zur Verwendung gelangend. 
7. Mhinde (Mais). 
8. Reis, ungeschält und geschält. 
9. Mtama (Hirse). 
10. Mawele (Brodkorn). 
11. Njugu mawe (grosse Bohne). 
12. Kunde (rothe und rothschwarze Bohne). 
13. Chirokko, eine Art Erbse. 
14. Wanga, ein Wurzelmehl. 
15. Holzproben der Küstenzone und des Handei-Hochlandes. 
16. Kopal, fossiles bezw. recent-fossiles Erdharz in der Farbenskala 
von glashell durch gelb bis rothbraun. 
17. Schildpatt. 
18. Kauri-Muschel, in Centralafrika und an der Westküste als 
Geld dienend. 
III. Darstellung des einheimischen Verpackungsmaterials. Jamwi, 
Matten zur Verpackung von Stückgütern. Makanda, Bastsäcke zum Trans 
port von Feldfrüchten. Vikapos, Körbe. Kamba, Kokosfaserstrick. 
IV. Modelldarstellung von Seefahrzeugen der Eingeborenen. 
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j A l rund 400 Centner ladend, zu Gütertransporten zur 
3. ' Lotama I Verwend ™g genügend. 
4. Bitiri, Maskat-Dhau, Schnellsegler, vielfach zum Sklavenraub und 
zum Sklavenhandel benutzt. Ladefähigkeit 3000—4000 Centner. 
5. Saruka, Maskat-Dhau, hauptsächlich zum Kameeltransport dienend. 
6. Baralla, Maskat-Normaldhau.
	        
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