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Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

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SpeziaJ-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
Ngamisee ergiessende Okavango haben das ganze Jahr hindurch fliessendes 
Wasser, die übrigen sich in den Atlantischen Ozean ergiessendeu Flüsse liegen 
während des grössten Theils des Jahres trocken und bilden selbst zur Regenzeit 
selten ununterbrochene Wasseradern (Tsoakhaub, Kuiseb). Quellen finden sich 
in grösserer Zahl im Hererolande; hier ist auch die Regenmenge bedeutender als 
in Gross-Namaland. — Das Klima ist im Sommer heiss, aber trocken und gesund. 
Der Winter ist durchaus gemässigt und Nachtfröste sind im Innern nicht selten. 
Der Küstenstrich ist gleichmässig kühl und hat bis 50 km landeinwärts nur 
Nebelniederschläge. Vorherrschende Winde aus südlicher Richtung, in der wär 
meren Jahreshälfte (Oktober—März) auch Winde aus nördlicher Richtung, 
welche die Hauptregenzeit von Januar bis März verursachen. — Verwaltung: 
An der Spitze ein Landeshauptmann. Das Schutzgebiet zerfällt in einen Nord- 
und Südbezirk; es bestehen drei Bezirkshauptmannschaften (Keetmanshoop, 
Windhoek und Otyimbingue). Diesen sind eine Anzahl von Ortspolizeibehörden 
unterstellt. Die Bergbehörde befindet sich in Keetmannshoop. — Schutztruppe: 
Ein Kommandeur, ein Stellvertreter, 16 Offiziere (darunter 2 des Sanitätskorps). 
Kopfzahl der gesammten Truppe: 522 Mann. Eingeführt werden Getränke, Tabak, 
Kaffee, Konserven, Mehl, Reis, Bekleidungs- und Schmucksachen.
	        
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