Path:

Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

Gruppe XXIII. Kolonial-Ausstellung 
4-7 
der Araber schwelgt, wie die der Orientalen überhaupt, in der Arabeske, 
und es ist charakteristisch, dass der einzige Schmuck, welchen ein arabisches 
Haus aussen oder innen aufweist, in der szliön geschnitzten, häufig noch 
mit Messingbuckeln versehenen Thür besteht. Wenn wir in den Temben- 
hof gelangen, so wird uns sogleich der Vortheil dieser ganzen Bauart klar. 
Eine solche Tembe ist eine kleine Festung und leidlich dauerhaft gebaut, 
das Dach ist flach mit gestampftem Lehm bedeckt (was allerdings den 
Nachtheil hat, dass es stets gut in Ordnung gehalten werden muss, damit 
es bei den tropischen Regengüssen nicht durchregnet und alles in der 
Tembe befindliche Material durchnässt wird) und mit Stroh eingedeckt. Vor 
dächer schützen die Zugänge zu den Räumen gegen die Bestrahlung durch 
die Sonne. Während rechts vom Besucher die Wohnzimmer des Arabers 
und in der Ecke die Küche liegen, sind links die Magazine (hier für Be 
hausung unserer Ostafrikaner ausgebaut und dem Publikum nicht zugänglich), 
die Ställe für Esel und Ziegen und die Gelasse für die Haussklaven. 
Wir treten durch die Oeffnung in der Tembe (welche sich natürlich 
bei dem Original nicht findet) am Ende des Hofes heraus, auf einen Weg, 
welchen wir, nach links abbiegend, verfolgen bis zum Hauptwege und 
dann nach wenigen Minuten rechts an einer Verkaufsstelle des „Deutschen 
Kolonialhauses Gewerbe-Ausstellung 1896“ vorbei zur tropen 
hygienischen Ausstellung der Kolonialabtheilung.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.