Path:
Gruppe XXIII der Berliner Gewerbe-Ausstellung Der ethnologische Theil 3. Kaiser Wilhelmsland und der Bismarck-Archipel

Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

28 Spezial-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
facher Musikbegleitung, aber wenn es sich um grössere Vereinigungen handelt, 
mit charakteristischer Präzision ausführten, ist der Dukduk der bekannteste. 
In die Katagorie der eigentlichen Maskenfeste mit Mummenschanz gehört dieser 
Tanz, wobei eigenthümliche Masken und Anzüge aus Blättern für einzelne Theil- 
Duk duk. 
iiehmer zur Anwendung kommen und den Glanzpunkt des Festes bilden, das m 
erster Linie den Zweck hat, von der leichtgläubigen Menge Diwarra einzuheimsen 
und Schmausereien zu halten. Deshalb ist der Dukduk in geheimnissvolles 
Dunkel gehüllt, und nur solche, welche sich in den Dukduk eingekauft haben, 
dürfen an demselben tbeilnehmen, können aber noch Knaben sein. Die Haupt 
sache bleibt immer Einkäufen mit Diwarra, und schon aus diesem Grunde können 
nicht alle Männer dem Dukduk angehören. Das weibliche Geschlecht ist, wie 
bei allen Festlichkeiten der papuanischen Männerwelt, ausgeschlossen und wird, 
damit jene ungestörter sind, unter dem Zauber eines Tabu in Furcht gehalten. 
Das für den Dukduk bestimmte Land, wo die Festlichkeiten statttinden. liegt 
abseits von den Dörfern und darf von Keinem, der nicht zum Bunde gehört, 
betreten werden. Die unter Tabu stehenden Dukdukplätze ersetzen in gewissem 
Sinne die Versammlungshäuser der Männer, wie wir sie sonst in Melanesien 
finden. Die Grenzen des Dukduklandes sind zuweilen durch Merkzeichen an 
Bäumen, roh gemalte Gesichter und dergleichen bezeichnet.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.