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Full text: Deutsche Kolonial-Ausstellung 1896 / Meineke, Gustav

Gruppe XXIII. Koloirial-Ausstelliuigj 
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Sonstige charakteristische und pflanzengeographisch’' wichtige Ge 
wächse: Welwitschia mirabilis, Sarcocaulon rigidum, Pelargonium ceratophyllum, 
Euphorbia virosa, Echinothamnus Pechuelii. 
Vegetations-Ansichten aus Deutsch-Südwest-Afrika. 
Neu-Guinea. 
(Schrank 14.) 
Wurzel- und Knollengemüse: C.olocasia antiquorum, Tacca pinnatifida. 
Der kommerzielle Theil. 
Nachdem wir nun den wissenschaftlichen Theil der Ausstellung be 
sichtigt haben, wenden wir uns zu dem kommerziellen, der bei allen Den 
jenigen, welche nach den Kolonien exportiren, ein besonderes Interesse 
erwecken dürfte. Wir wählen daher die Form eines Rundganges um die 
Ausstellung. 
Wenn wir das Tropenhaus links hegen lassen, so gelangen wir in die 
Ausstellungs-Halle II, welche in ihrem Aeusseren den Typus der 
arabischen Häuser in Sansibar repräsentirt. Die erste Partie ist eine Nach 
ahmung der nach der See zu hegenden Seite des deutschen Konsulates in 
Sansibar und wird von manchem Besucher erkannt werden, wenn auch die 
Palmen im Garten nicht ganz die graziöse Form der Kokospalmen auf 
Sansibar haben, deren Wedel durch die Seebrise sanft hin- und her bewegt 
werden. In dieser Halle sind hygienische Nahrungs- und Genussmittel, 
physikalische und mathematische Instrumente, Sport, Industrieerzeugnisse 
für den Export etc. in reichlicher Fülle vertreten. 
Der daneben stehende Pulsometer von Eichler, Henry Hall Nach 
folger (Berlin SW.) dient zum Treiben der Fontainen des Sees und 
Speisung desselben. 
Der im maurischen Stil aufgeführte Pavillon, dessen Inneres mit seinen 
prächtigen orientalischen Malereien eine Sehenswürdigkeit ist, ist von 
F. Meyer’s Sohn, Zuckerraffinerie (Tangermünde) errichtet und beherbergt 
die verschiedenartigsten Zuckersorten. 
Die nächsten Gebäulichkeiten sind für Restaurationszwecke errichtet, 
alle in demselben arabisch - indischen Stil gehalten und zum Theil von 
Herrn Schulze reich bemalt. An das Weinrestaurant (Oekonom W. Schlie- 
ben & Go., Potsdamerstr. 22a — Kolonialheim! —) schliesst sich das Haupt 
restaurant, welches von dem bekannten Oekonomen C. R. Loch verwaltet 
wird. Während hier.gute Rerliner und echte Biere ausgeschänkt werden, bringt 
das daneben liegende Cafe unseren Kolonialkaffee zum Verkauf, der des all 
gemeinen Beifalls sicher sein wird. 
Von hier aus schiebt sich eine Ecke in den Vergnügungspark hinein. 
Der Reihe nach sind hier aufgestellt: Windmotor von H. Kahler 
(Güstrow i.M.), Tropenzelt mit zusammenklappbarem Rahmen von R.Reichelt 
(Berlin), Feuer- und Löschgeräthe von Gustav Ewald, eine Wärterbude aus 
Magnesitplatten von Paul Karnosch (Frankenstein i./Schl.), Wasch-, Wring- 
und Mangel-Maschinen von J. Sc ha mm el (Breslau) und eine Feuerwehr- 
Rettungsleiter von M. Nathan. Ausserdem Motor-Maschinen und Kolonial- 
Ackergeräthe.
	        
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