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Full text: Alt-Berlin auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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§ 3. 
Pächter verpflichten sich, die Entwürfe der auf ihre Kosten zu errichtenden 
Baulichkeiten von Alt-Berlin unter Aufsicht des Vorstandes des Vereins für die 
Geschichte Berlins ausführen zu lassen. 
Pächter verpflichten sich, den Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins 
zu bestimmen, daß dieser die maaßgebende Oberleitung der Herstellung und Be 
triebsorganisation von Alt-Berlin, soweit solche mit ■ den geschäftlichen Interessen 
der Pächter vereinbar ist, übernimmt und bis zum Schlüsse der Ausstellung be 
hält, daß der Vereinsvorstand seine Befugniß durch eine aus den Herrren 1. Geh. 
Archivrath Reuter, 2. Regierungs- und Baurath Küster, 3. Stadtarchivar Dr. 
Clauswitz, 4. Professor Dr. Brecher, 5. Bankier Alex. Meyer-Cohn, 6. Architekt 
Hoffacker bestehende Kommission') ausübt, die mit Stimmenmehrheit event, durch 
die Stimme des Vorsitzenden Geh. Archivrath Reuter entscheidet, und in welcher 
die Pächter sich durch zwei mitbeschließende Mitglieder vertreten lassen dürfen. 
Dieser Kommission kommt die Feststellung des Gesammtplanes und die Ueber - 
wachung der künstlerischen Ausgestaltung der geplanten Anlagen im Einzelnen, 
'die Bestimmung über die künstlerische Gestaltung der zuzulassenden Restaurationen 
und Verkaufsstellen, sowie die künstlerische Ausgestaltung aller in „Alt-Berlin" 
vorzunehmenden festlichen Veranstaltungen und Darstellungen, auch hinsichtlich der 
Einzelheiten, wie Kostüme ec. zu, endlich die Herstellung des Führers durch „Alt- 
Berlin" in seinem litterarisch-wissenschaftlichen Theil. Die Herstellungskosten tragen 
die Pächter, die auch den Vertrieb übernehmen und auch die Nutzung erhalten. 
Der Führer darf keine Inserate und Reklamen enthalten. 
Der Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins erkennt durch Mit- 
Unterzeichnung dieses Vertrages an, daß er die in diesem Paragraphen gedachte 
Oberleitung übernimmt. 
Aus dieser Mittheilung zu schließen, haben einige, außerhalb unseres 
Geschichtsvereins stehende Herren den Plan gefaßt, auf der Berliner Gewerbe- 
Ausstellung pro 1896 eine Darstellung von „Alt-Berlin" zu bringen und zu 
diesem Zwecke einen Pachtvertrag mit dem Ausschuß jener Ausstellung geschlossen, 
in deni sich jene Pächter unter Anderen: verpflichten: 
„den Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins zu b e st i m 
n: e n (!), „die maaßgebende Oberleitung der Herstellung und Betriebs 
organisation von „Alt-Berlin, soweit solche mit den geschäftlichen 
Interessen der Pächter vereinbar ist" 
zu übernehmen. — Ferner bestimmen jene Herren „Pächter," daß der Vorstand 
des Vereins für die Geschichte der Stadt Berlin, und sonrit unser Geschichts-Verein 
selbst, seine Befugnisse durch eine Kommission auszuüben hat, deren Mitglieder, 
soweit solche unserm Geschichtsverein angehören, im Voraus bestimmt und namentlich 
genannt sind, indeß es in das Belieben der Herren Pächter gestellt bleibt, ihrer 
') Der zweite Vorsitzende (Amtsrichter vr. Holtze) war durch Zeitmangel be 
hindert, dieser Kommission beizutreten.
	        
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