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Full text: Alt-Berlin auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 (Public Domain)

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stehende wissenschaftliche Vereinigung, wie es die des Vereins für die Geschichte 
der Stadt Berlin ist, an ihren ersten Vorsitzenden stellen mutz. 
Es mag deshalb dem Herrn Geheim-Rath Reuter auch nicht verdacht werden, 
datz derselbe sich in der Angelegenheit „Alt-Berlin" in der Person eines mehr 
als füttfundzwanzigjährigen erfahrenen Mitgliedes unsres Vereins, des Herrn Müller, 
während der sieben Monate dauernden höchst schwierigen Entwicklungsphasen 
jener Angelegenheit „Alt-Berlin" eines Beistandes bediente, dessen Fach- und Sach 
kenntnissen allein die Ueberwindung aller dieser Schwierigkeiten zuzuschreiben ist. 
Der Genannte ist es vor allen Dingen allein gewesen, welcher die erste Anregung 
gegeben nnd dann allen schwankenden Ideen darüber feste Gestalt, Verkörperung 
und Leben gegeben hat. — Es ist begreiflich, daß es einer Persönlichkeit, wie 
solche Herr Geheimrath Reuter, als erster Vorsitzender des Vereins für die Ge 
schichte Berlins, vorstellt, die Anwesenheit eines so tief mit allen Verhältnissen ver 
trauten Mitgliedes flhr peinlich sein mochte, sobald dieses Mitglied Veran 
lassung hatte, mit dem ganzen dann von Herrn Reuter schließlich herbeigeführten 
Ausgange der Sache, im patriotischen Interesse des Vereins für die Geschichte 
Berlins, im allerhöchsten Grade unzufrieden zu sein. 
Dieser Peinlichkeit hat denn auch der Herr Geheimrath Reuter einen 
flagranten Ausdruck verliehen. 
Am 30. Mai dieses Jahres erhielt jenes gedachte Mitglied unseres Vereins, 
Herr Müller, den nachstehenden eingeschriebenen Brief: 
Berlin, d. 29. Mai 1895. 
C. 2. Klosterstraße 76. 
(L. S.) 
Protektor 
Se. Majestät der deutsche 
Kaiser und König von Preußen. 
Unter Bezugnahme auf meine Zuschrift vom 28. Februar d. I. 
habe ich Jhneu in Beantwortung Ihres Schreibens von demselben 
Tage zu eröffnen, daß der Vorstand des Vereins für die Geschichte 
Berlins beschlossen hat, das im § 7 des Vereins-Statuts näher 
bezeichnete Verfahren gegen Sic einzuleiten. Demgemäß fordere 
ich Sie auf, mir bis incl. 1. Juni (!) d. I. aus der Zahl der 
Mitglieder 2 Herreu zu bezeichnen, die Sie in den zu bildenden 
Ausschuß als Ihre Vertrauensmänner berufen zu sehen wünschen. 
Seitens des Vorstandes sind in diesen Ausschuß die Herren 
Lindenbcrg und Hagcmcyer gewählt worden. 
Reuter, 
I. Vorsitzender des Vereins für die 
Geschichte Berlins. 
An 
Herrn Ernst Müller 
Wohlgeboren 
Hier.
	        
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