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Gesundheitspflege, Wohlfahrts-Einrichtungen, Unterricht und Erziehung Gruppe XVIII. Gesundheitspflege und Wohlfahrtseinrichtungen

Full text: Offizieller Spezial-Katalog ... der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 Gesundheitspflege, Wohlfahrts-Einrichtungen, Unterricht und Erziehung

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Spezial-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
4. Ernährung' und Bekleidung-. Volksernährung (Volksküchen), 
Kaffee-Anstalten. — Kohlensäure Wässer. — Markthallen, Fleisch 
schau, Schlachthäuser. — Ammenwesen. — Kinder-Ernährung (Milch- 
Surrogate), Nahrungsmittelkonserven. — Kochen. — Kochgeschirre. — 
Alkoholische Getränke. — Abdeckerei etc. — Bekleidung etc. 
5. Badewesen. Oeffentliche Badeeinrichtungen, Volksbäder, 
Bäder in Krankenanstalten und im Hause, Heilbäder etc. 
6. Gewerbe-Hygiene und Unfallschutz. Schutzeinrichtungen 
gegen Brand- und Wasserschaden, Blitzgefahr, Schnee, Eis e!c., 
Hauspolizei (Treppenbeleuchtung etc.). — Luft, Licht, Wasser, Ab 
wässer, bauliche Einrichtungen, Kleidung, Ventilation, Rauchbe 
seitigung, giftige und ätzende Stoffe, Desinfektion, Schlafräume, 
Frauen- und Kinderarbeit, Nachtarbeit, Arbeiterwohnungen, Er 
nährung, Krankenhäuser, Krankenpflege, Heilgymnastik, medico- 
mechanische Institute etc. — Schutzvorrichtungen aller Art (Reichs- 
Versicherungsamt, Berufsgenossenschaften) etc. 
7. Wohlfahrtseinrichtungen. Rettungswesen, Feuerwehr, 
Sanitätswachen. — Samariterwesen. — Armenpflege, Waisenpflege, 
Blindenanstalten, Taubstummenanstalten. — Hilfsvereine, Frauen 
vereine. — Häusliche Gesundheitspflege, Ferienkolonien, Vereins 
turnen. — Kinderschutzvereine. Krippen, Kinderbewahranstalten, 
Kinderheime, Kinderhorte, Rettungshäuser. — Jugendschutz, Jüng 
lingsvereine, Mädchenheime, Fürsorge für gefallene Mädchen. — 
Arbeitsvermittelung, Arbeiterversicherung, Sparkassen, Hilfs- und 
Unterstützungskassen, Unterstützungsvereine, Gewerkvereine, Kon 
sumvereine. — Arbeiterwohnungen, Volksbildungsvereine, Biblio 
theken, Geselligkeitsveranstaltungen. — Gefängnisswesen etc. 
Max Schlesinger. 
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IESTREBUNGEN im Dienste der öffentlichen Gesundheitspflege 
lassen sich bereits bei den ältesten Kulturvölkern des Morgen 
landes nach weisen. So besassen Ninive und Babylon 
Kanäle für die städtischen Abwässer, mit denen eine regel 
rechte Hausentwässerung, wenigstens für die Paläste der Fürsten 
und für die Tempel, in Verbindung stand. In Aegypten finden 
wir die Reste von Kanalbauten, welche die städtischen Abwässer 
dem Nile oder, wo dieser zu entfernt war, der Wüste zuführten. 
In letzterem Falle entstanden Rieselfelder — die ersten, von denen 
uns die Geschichte meldet. Der Reinhaltung des Bodens wandten 
die Juden besondere Aufmerksamkeit zu und bauten in Jerusalem 
Wasserleitungen und Entwässerungs-Anlagen. 
Auffallend wenig waren die Griechen um die Anlage hygie 
nischer Werke bemüht, und jene pestartige Seuche bei Beginn des 
peloponnesischen Krieges (430 v. Chr.) gestattet einen Rückschluss 
auf die Verschmutzung der Stadt des Perikies.
	        
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