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Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen Elektrotechnik Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen

Full text: Offizieller Spezial-Katalog ... der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen Elektrotechnik

Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen 19 
sowie Fr. Gebauer in Charlottenburg, der neben der Maschinenfabrik auch 
Bleicherei, Färberei und Appreturanstalt betreibt. Die genannten Fabriken 
liefern Trockenmaschinen, Scheermaschinen, Rauhmaschinen, Kalander, 
Walzendruckapparate u. s. w. 
Für Maschinen der Posamentenfabrikation ist namentlich G. Stein 
zu nennen, neben welchem noch einige kleinere Werkstätten in diesem 
Fache thätig sind. 
Für Wäschefabrikation und Bekleidungsindustrie kommen 
ausser den Zuschneidemaschinen, welche von C. Buchwald gebaut 
werden, namentlich die Nähmaschinen in Betracht. Bereits Eingangs 
sind einige Worte über die Entwickelung des Berliner Nähmaschinenbaues 
gesagt, so dass hier nur die noch jetzt thätigen hervorragendsten Vertreter 
desselben zu nennen sind. Es sind dies die Aktiengesellschaft Frister & 
Rossmann, welche ausserdem auch Schreibmaschinen herstellt, ferner 
Gebr. Nothmann (auch Fahrräder), Berndt & Brune, Necker & Go. und 
einige Andere, sämmtlich wohl vorwiegend für Singer-Nähmaschinen. — 
Nähmaschinen für Sattler, Schuhmacher und ähnliche Handwerker, sowie 
für Segelmacher fertigen Rosenberg & Frankel; Handschuh- und Pelz- 
Nähmaschinen Heim. Wollenberg; Knopflochnähmaschinen Jul. Gutmann 
und Herrmann & Go. Stickmaschinen werden von Schirmer, Blau & Co., 
Lintz & Eckhardt, sowie von G. Stein hergestellt. 
Es mag hierbei noch erwähnt sein, dass auch Nähmaschinen-Nadeln 
in Berlin hergestellt werden, und zwar durch Zander & Palm, deren 
Fabrikate sowohl im Inlande, als auch im Auslande Absatz finden. 
Die für die Bekleidungsindustrie wichtigen Plisse-Ma schinen bauen 
Kirchhoff & Co., sowie H. Fuchs, Letzterer auch Tollmaschinen und Aus- 
zaekmaschinen, zum Ausschlagen von Mustern in den Kanten der Kleidungs 
stücke. Schliesslich ist noch die Fabrik für Strick- und Nähmaschinen 
von S. Levy zu nennen. 
Wäschereieinrichtungen für Hotels, Krankenhäuser und dergl. 
Anstalten werden in sehr guter Ausführung von ter Welp geliefert. Ausser 
dem sind für Dampfwaschmaschinen G. Kurtz und für Drehröllen, sowohl 
für Hand- als auch Kraftbetrieb, J. E. Leonhardt, G. Ed. Müller Nachf., 
Plaen und Prasser zu nennen. 
Gentrifugen für Waschanstalten oder andere industrielle Anlagen 
bauen ter Welp und Leopold Ziegler, der sich auch mit dem Bau von 
Dampfmaschinen und Transmissionen beschäftigt, dagegen werden von 
Alb. Fesca & Go. Centrifugen für Zuckerfabriken in bewährter Konstruktion 
nach eigenen Patenten ausgeführt, und erfreuen sich diese eines grossen 
Absatzes sowohl im Inlande als auch im Auslande. 
Der Bau landwirthschaftlicher Maschinen ist in Berlin, wie Ein 
gangs erwähnt, schon frühzeitig aufgenommen worden. Zunächst ist die 
Aktiengesellschaft H. F. Eckert zu nennen, deren Entstehung bereits be 
sprochen wurde. Im Jahre 1895 ist dieselbe nach einem grossartigen 
Neubau (Shed-Bau) mit elektrischem Gruppenantrieb verlegt und beschäftigte 
im genannten Jahre etwa 725 Mann. Es werden alle Maschinen für die 
Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Gewerbe, insbesondere aber 
Pflüge in den verschiedensten, den Gewohnheiten, Bodenbeschaffenheit und 
Kulturbedürfnissen der betreffenden Gegenden angepassten Konstruktionen 
ausgeführt. Die Erzeugnisse finden fast in der ganzen Welt, namentlich 
in Russland, Südamerika und in den letzten Jahren, auch in Südafrika 
Absatz. Die mit der Maschinenfabrik verbundene Eisengiesserei liefert neben
	        
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