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Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen Elektrotechnik Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen

Full text: Offizieller Spezial-Katalog ... der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 Issue 7 Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen Elektrotechnik

Gruppe XIII. Maschinenbau, Schiffsbau, Transportwesen 13 
sehen Maschinen im Oberschlesischen Kohlen - Revier ein ausgedehntes 
Absatzgebiet gefunden. Ausser, Wasserhaltungs-Maschinen sind hier Förder- 
Maschinen bis 500 Pferdestärken in Betrieb; ferner lieferte Hoppe zahlreiche 
Dampfschachtpumpen mit Steigerohrgestänge zum Abteufen von Schächten, 
die im Berg- und Hüttenbetrieb vielfach verwendeten Dampfhaspel, sowie 
grosse Gebläsemaschinen und Kompressoren, bei denen er schon 1871 
meist Kompression in zwei Cylindern an wendete. Von besonderer Wichtig 
keit für den Bergbau sind auch Hoppe’s Steuerungen an den Brems 
vorrichtungen der Förderkörbe, durch welche Unfälle beim Brechen der 
Förderseile vermieden werden. 
Neben diesen Spezialzweigen beschäftigte sich Hoppe auch mit der 
Ausrüstung von Zuckerfabriken, Schneidemühlen, Mahlmühlen, Oelfabriken. 
Brauereien und überhaupt fast allen industriellen Anlagen. Besonders her 
vorzuheben ist noch die Ausführung grosser Spezial-Werkzeugmaschinen 
für die Geschützgiesserei zu Spandau, sowie die Ausstattung der Munitions- 
Werkstätten in Spandau, Danzig und Deutz mit Werkzeugmaschinen zur 
Bearbeitung der Geschosse. 
ln neuerer Zeit hat Hoppe sich dem Bau hydraulischer Hebemaschinen 
zugewendet, von ihm ist beispielsweise die gesammte hydraulische Anlage 
des hiesigen Packhofes geliefert, auch für mehrere Hafenanlagen hat er 
hydraulische Krahne hergestellt. Die bedeutendste hydraulische Anlage ist 
indess diejenige für die Bewegung der Schleussenthore, Schützen und Spills 
des Kaiser Wilhelmkanales, die, sowie auch die hierzu gehörende Central 
station von Hoppe ausgeführt sind. — Die Fabrik hat eigene Eisengiesserei und 
Kesselschmiede; die durchschnittliche Zahl der Angestellten und Arbeiter 
betrug im Jahre 1895 etwa 600. Die Erzeugnisse der Fabrik gehen nicht 
blos in alle deutschen Länder, sondern auch nach Russland, Schweden, 
Italien, Mexiko und Südafrika. 
Von den später entstandenen Fabriken nimmt namentlich die 187:1 
errichtete „Maschinenfabrik Cyclop“ (Mehlis & Behrens) eine hervorragende 
Stelle, sowohl im Dampfmaschinen- als auch im allgemeinen Maschinenbau, 
ein. Aus ihr ist bereits eine erhebliche Zahl von Betriebsmaschinen für 
grosse Wasserwerke. Kanalisationsanlagen, industriellen Etablissements, ganze 
Entwässerungsanlagen von grossen Dimensionen u. s. w. hervorgegangen. Als 
besondere Erzeugnisse sind noch Dampfstrassenwalzen, Schneefegemaschinen 
und Sandwaschtrommeln für die Filteranlagen grosser Wasserwerke zu 
nennen, die auch nach dem Auslande geliefert werden. Die Fabrik besitzt 
eigene Patente für eine Präzisionssteuerung von Dampfmaschinen, die sich 
durch Einfachheit und gute Ergebnisse auszeichnet. 
Die Fabrik ist ebenfalls mit eigener Eisengiesserei und Kesselschmiede, 
in welcher das hydraulische Nietverfahren zur Anwendung gelangt, sowie 
mit Verzinkerei versehen. Endlich werden Eisenkonstruktionen und Brücken 
geliefert. — Im Jahre 1895 waren etwa 500 Arbeiter beschäftigt. 
Ausser den bisher angeführten Fabriken sind für Dampfmaschinenbau 
noch Petzold & Go., C. Flohr, Leop. Ziegler (auch Transmissionen) und 
Bodnitz & Seydel zu nennen, letztere werden später nochmals zu er 
wähnen sein. 
Schliessen wir hieran den Dampfkesselbau, so wird derselbe von 
allen bisher genannten Fabriken, mit Ausnahme der beiden letzten, betrieben. 
Während die Aktien-Gesellschaft vorm. J. G. Freund, G. Hoppe und 
„Maschinenfabrik Cyclop“ hauptsächlich stationäre Kessel anfertigen, liefert 
Borsig sowohl diese, als auch Lokomotivkessel. Von den stationären Kesseln 
dieser Firma sind ein grosser Theil Heine’sche Wasserrohrkessel, von
	        
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