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Text und Abbildungen

Full text: "Von Schreibtisch und Werkstatt" / Stein, Philipp

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würdiger kann Berlin sein fünfundzwanzigstes Jubiläum als Reichshauptstadt nicht 
feiern und besser den Beweis seines Berufes zu dieser Stellung reicht führen, als indem 
es der Welt zeigt, was es in dem Vierteljahrhundert gearbeitet hat. 
Lhefredacteur der „Berl. Ztg." 
Hausvoigtei-Platz fortan Fritz Reuter-Platz? 
Linst ging ich oft an jenem kjaus vorbei, 
Das altersgrau, einstöckig, langgestreckt 
Bittere Gefühle mir stets neu geweckt: 
Berliner Hausvoigteil 
verschwunden ist vom Boden, Gott sei Dank! 
Dies „Vocbverräther"-Veim aus böser Zeit; 
Stattlich erhebt sich hier in Herrlichkeit 
Des Deutschen Reiches Bank. 
In dunkler Zelle saß Fritz Reuter dort, 
„Tau'm iersten nich, ne! ok tau'm annern Mal." 
Sein alter Vater pochte an's Portal, 
Ihn jagte Dambach fort. 
Der Burschenschafter sang ja kühn ein Lied 
vom freien, ein'gen deutschen Vaterland. 
Des Henkers Beil verschont' ihn; so entstand 
„Ut mine Festungstid". 
„Mlle Kamellen" schrieb er; dieser Schatz 
wird überdauern aller Zeiten Lauf. 
Der Voigtei Mauern fielen. Richtet auf 
Sein Bild dort am „Fritz Reuter-Platz"! 
Berlin.
        
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