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Oas Uhrwerk selbst hängt mit dem 5pielwerk, wie
natürlich, zusammen, doch erforderte dasselbe säst noch mehr
Reparaturen als das letztere. Die Acten des Airchen-Archivs
geben hierüber fortdauernd Nachrichten. So macht
der Ober-Baurath Boumann Sohn, der vom Airchenvorstand
zu einem Gutachten aufgefordert worden war,
unter dem H. Aug. \7ty7 folgende Mittheilung S)
„Ew. ^ochwohlgebohren errnangele nicht auf dero
gestriges Schreiben gantz ergebenst zu erwiedern, wie es
schon längst Noth gethan hat das Uhrwerk zum Glockenspiel
zu repariren, denn da ich seit Jahren in der
Nähe wohne, so habe ich dessen Unrichtigkeit zuni besten
bemerken können, vorzüglich hat das schöne und künstliche
Werk den letzten Rest bekommen als es dem verstorbenen
Schlossermstr Aayser zur Aufsicht und zum Aufziehen anvertraut
war, welcher zwar ein gut schloß zu machen verstand,
aber von Mechanik, Function und Berechnung
der Aräfte nicht die geringste Aenntnisse hatte; so viel habe
ich mich als ich vor einigen Jahren mit dem defunctU8
oben auf dem Thurme gewesen bin — überzeugt, daß
das eigentliche Glockenspiel gut ist, nur ist das Uhr- und
Schlagwerk in traurigem Stande, denn die Pfannen sind
ausgelaufen und die Zähne nebst Getriebe der Räder abgenutzet,
so daß der Pendulus kein richtiges Fchapewerk
Hat, mithin ein unrichtiger Umlauf des Trieb und Räderwerks
entstehen muß."
Boumann ist schließlich der Uleinung, daß die Reparatur
erforderlich sei und man sich wegen der Rosten an
des Uönigs Majestät wenden möge.
*) Airchen-Archiv. Acta die Uhr-Reparaturen v. i?y? beir.