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Bau- und Ingenieurwesen, Holz-Industrie Gruppe III. Bau- und Ingenieurwesen

Full text: Offizieller Spezial-Katalog ... der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 Bau- und Ingenieurwesen, Holz-Industrie

14 Spezial-Katalog der Berliner Ge werbe-Ausstellung 1896 
lm Verlauf' von 20 Jahren, d. i. in der Zeit von 1871 —1890 wurde 
im Königreich Preussen durch Staatsbauten Raum geschaffen für: 
111 700 Kirchgänger 
65 200 Schulkinder 
24- 550 Zöglinge höherer Schulen. 
5 160 Seminaristen 
13 950 Gefangene 
110 850 Stück Vieh (Pferde, Rindvieh, 
Schafe, Schweine). 
4. Umfang des Bauwesens in Deutschland. 
Dass unter sämmtlichen Gewerben das Baugewerbe auch der Anzahl 
der darin beschäftigten Personen nach einen hohen Rang einnimmt, geht 
hervor aus den Zusammenstellungen, welche die einzelnen Gewerbe unter 
sich umfassen, in denen das Baugewerbe stets über dem Durchschnitt, 
etwa an der fünften Stelle steht. An Zahl der darin beschäftigten Personen 
wird das Baugewerbe nach den Angaben der Berufszählung vom 5. Juni 1882 
übertroffen von 
den Gewerben für Bekleidung und 
Reinigung mit 1 259 791 Personen 
der Textilindustrie mit .... 910089 
dem Gewerbe für Nahrungs- und 
Genussmittel mit 743 881 „ 
und dem Handelsgewerbe mit . . 838 392 
gewerbthätigen Personen. 
Das Baugewerbe beschäftigte ins- 
gesammt 533 511 „ 
Wie wesentlich die Zahl der im Baugewerbe beschäftigten Arbeiter 
zugenommen hat, zeigt die nachstehende Zusammenstellung, die wir den 
amtlichen Nachrichten des Reichs-Versicherungsamts entnommen haben: 
Es wurden beschäftigt im Jahre 
1890 in 113 729 Betrieben durchschnittlich 
1891 , 121 104 
1892 , 133 321 
1893 „ 150 044 
1894 „ 151 316 
906 005 Arbeiter 
1 084 160 „ 
1 046 310 
1 148 805 
1 144 781 
Diese Zusammenstellung illustrirt die Thatsache, dass die Zahl der 
Baubetriebe im Deutschen Reiche stetig zunimmt. Die allgemein verbreitete 
Ansicht, dass die Kleinbetriebe mit der Zeit von den Grossbetrieben ganz 
aufgesogen werden, findet also für das Baugewerbe keine Anwendung. 
An anrechnungsfähigen Löhnen wurden den oben angegebenen Personen 
gezahlt: 
1890 . 
. . 473 799 308 Mark 
1891 . 
. . 554 602 372 „ 
1892 . 
. . 578 773 457 „ 
1893 . 
. . 602 898 540 „ 
1894 . 
. . 600 260 180 „ 
Als ortsübliche Tagelöhne dürfen jedoch die vorstehenden Zahlen 
nicht angesehen werden, da der über 4 M. pro Tag verdiente Lohn den 
gesetzlichen Bestimmungen gemäss nur mit ‘/ 3 in Ansatz gebracht wird.
	        
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