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Bau- und Ingenieurwesen, Holz-Industrie Gruppe III. Bau- und Ingenieurwesen

Full text: Bau- und Ingenieurwesen, Holz-Industrie

10 Spezial-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 
für das Polizei-Präsidium 2 870 000 Mark 
„ das Siechenhaus 2 000 000 , 
, das Asyl für Obdachlose ... 1 200 000 , 
während der Gesammtetat in den letzten Jahren sich belief auf: 
1890/91 . . . 5 359 837 Mark 
1891/92 . . . 6 526 780 , 
1892/93 . . . 7 463 064 , 
1893/94 . . . 4 698 278 , 
Im Allgemeinen ist von der Bauthätigkeit Berlins, die auf den Ein 
heimischen ebenso wie auf den Fremden einen durchaus imposanten Eindruck 
macht, hervorzuheben, dass mit dem Beginn dieses Jahrzehnts der Ersatz 
älterer Baulichkeiten durch moderne und zeitgemäss verschönte Häuser mit 
Eifer betrieben und dass bedeutende Bauten des Reiches, des Staates und 
der Stadt angefangen oder zu Ende geführt wurden. 
2. Bauthätigkeit in Berlin und den Vororten. 
Zur Beurtheilung der Fluktuation der hauptstädtischen Bauthätigkeit 
indessen genügt es nicht, sich lediglich an diejenigen Zahlen zu halten, 
welche sich innerhalb der Weichbildsgrenze Berlins ergeben, sondern es 
müssen auch die Vororte, die zum Theil völlig mit Berlin verwachsen sind, 
in Betracht gezogen werden. Aus Tabelle II, Seite 9, ist unverkennbar, 
dass in der Bauthätigkeit Berlins selbst während der letzten fünf Jahre, im 
Verhältniss zu den Vorjahren, ein steter Rückgang zu bemerken ist. Diese 
übrigens auch für Preussen und für Deutschland allgemein zutreffende 
Thatsache ist ausser auf wirthschaftliche Gründe — mangelhafte Zahlungs 
fähigkeit der Bauunternehmer, wüste Streikagitationen — bei Berlin auch 
darauf zurückzuführen, dass das Berliner Gemeinwesen an seinen Weich 
bildgrenzen eben angelangt ist und bei weiterer Ausbreitung dasselbe über 
schreiten muss. Hierzu tritt noch der Umstand, dass in den Vororten 
gerade in den letzten Jahren deshalb besonders viel gebaut wurde, weil die 
vom 1. Januar 1893 ab geltende neue Bauordnung für Miethshauszwecke 
wenig günstig war, und nunmehr die Bauunternehmer möglichst zahlreiche 
Gebäude nach der alten, weniger Beschränkung bietenden Bauordnung- 
fertig zu stellen suchten. Auch die stetige Hoffnung auf eine bald zu 
erwartende Einverleibung der Vororte war nicht ohne Einfluss auf die 
Verhältnisse des Berliner Baugewerbes. 
Im Ganzen waren in Berlin und den Vororten: Charlottenburg, Rix- 
dorf, Tempelhof, Schöneberg, Steglitz, Gross-Lichterfelde, Deutsch-Wilmers 
dorf und Friedenau, nach den Mittheilungen der Sektion I der Nordöstlichen 
Baugewerks-Berufsgenossenschaft, im 
Baugewerbe thätig: 
1890 63 953 Arbeite] 
in 4971 Betrieben 
1891 66 348 „ 
, 5303 
1892 64 560 
„ 5535 „ 
1893 61 189 
, 5702 
1894 54 581 
, 5793 
An anrechnungsfähigen Löhnen 
wurden den oben genannten Arbeitern 
gezahlt: ]X90 _ 
54 013 463 Mark 
1891 . . . 
56 072 361 . 
1892 . . . 
54 092 457 „ 
1893 . . . 
51 771 873 , 
1894 . . . 
45 783 703 „
        
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