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Gruppe V Die Ausstellung der Königlichen Porzellan-Manufaktur

Full text: Illustrierter Amtlicher Führer durch die Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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bei jeder Büste Attribute angebracht, die sich auf das Wirken 
der dargestellten Persönlichkeit beziehen. 
An diese Fliesenbilder lehnen sich auf jeder Seite un- 
mittelbardienach derGruppe Holzindustrie führenden Portale 
an, welche ornamental reich verziert sind. Den Abschluß der 
Wand und den Übergang zu den Seitenwänden bilden Eck 
dekorationen. Auf der einen Seite ist ein prächtiger 4 m hoher 
Rococospiegel aus Porzellan mit einem am Fußboden be 
ginnenden Untersatz angebracht. Über dem Spiegel, der mit 
Figuren reich geschmückt und an den Seiten mit Beleuchtungs 
körpern für Lichte versehen ist, sieht man das Porträt des 
Kaisers Friedrich in rundem Medaillon mit schwebender 
Krone. Die andere Ecke füllt ein graciöser 4 m hoher Por 
zellankamin aus, an dessen Öffnung man zwei lebensgroße 
Figuren, die Sinnbilder der Häuslichkeit und darüber eine 
Uhr, umzeben von Putten, welche Bronzekörper für elektrische 
Beleuchtung tragen, erblickt. Das Ganze krönt ein hoher 
Spiegel. Ähnlich wie bei dem Spiegel in der anderen Ecke 
das Medaillonporträt Kaiser Friedrichs, ist hier das Por 
trät Kaiser Wilhelms I. angebracht. In den Axen der 
Mittelportale stehen 3,50 m große Vasen mit dlou royal 
Fonds. Die Vasen sind mit reicher Golddekoration, plastischem 
Blumengehänge und Amoretten u. s. w. geschmückt und stehen 
auf Untersätzen, die — als Abschluß — Sofaanlageu zum 
Ausruhen bilden. 
Die Architektur derrechten und linken Seitenwand ist 
der großen Querwand entsprechend ausgeführt. An jeder Seiten 
wand sind zwei kostbare Fliesenbilder, zwischen denen sich ein 
Zugang zu den seitlichen Nebenräumen der Halle befindet. 
Die — von der Querwand aus gerechnet — ersten Bilder sind 
große Fliesengemälde unter Glasur gemalt aus Feldspath- 
porzellanzuje1568Kacheln jevonlöom im Quadrat — darstellend: 
„Die Gaben der Erde" und „Die Gaben des Wassers". 
Auf dem Gemälde „Die Gaben der Erde" erblickt man eine 
Anzahl allegorischer weiblicher und männlicher Gestalten in den 
verschiedensten Stellungen, umgeben von Früchten und Blumen- 
Komposition. Das Gegenstück „Die Gaben des Wassers" zeigt 
eine figurenreiche Wasserlandschaft mit Tritonen, Nereiden und 
andern Meerbewohnern. 
Die nun auf die Bilder folgenden Seitenportalc sind
	        
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