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Das Theater Alt-Berlin

Full text: Illustrierter Amtlicher Führer durch die Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896

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Das Thestrr Alt-Berlin. 
VMer stattliche Bau, im Stile Mt-Berlins zur Zeit des 
Großen Kurfürsten gehalten, erhebt sich innerhalb der 
Ringmauern von „Alt-Berlin" auf einer Grundfläche von zehn 
tausend Quadratmetern. Die Fanden sind mit Malereien 
verziert und erinnern an das alte Marstall-Gebäude am Schloß 
platz und der Breiten Straße. Der Haupreingang bildet eine 
große von Säulen getragene Halle, an deren beiden Seiten 
die Tageskassen liegen. Der unter Berücksichtigung der marinen 
Jahreszeit mit den nötigen Ventilations-Einrichtungen ausge- 
stattete Zuschauerraum faßt 1850 Plätze: also mehr als das 
Königliche Opernhaus. 
Die elektrischen Anlagen sind in anerkennensiverter Weise 
von der Firma Hermann Gieldschynski ausgeführt. Die 
Bühne nimmt einen Raum von ca. 750 Quadratmetern ein. 
Unter derselben befinden sich die Stallungen für 25 Pferde, 
sowie ein Riesen-Wasser-Bassin. 
Der Plan zu diesem eigenartigen Unternehmen ging von 
dem Schriftsteller Paul Blumenreich, dem Direktor des 
Ausstellungs-Theaters, aus, der das künstlerische Programm und 
gleichzeitig die Finanzierung ins Werk setzte. Das Theater ist 
durchweg massiv ausgeführt. 
Zehn dramatische Bilder aus der Geschichte der Reichs- 
Hauptstadt vom Jahre 1050—1896 (1. Bild: „Die Wenden- 
taufe" von Carl Bleibtreu, 2. Bild: „Die schwere Not" von 
Ernst Freiherr von Wolzogen, 3. Bild: „Die Büßerin" von 
Conrad Alberti, 4. Bild: „Märkisches Ringelstechen", 5. Bild: 
„Der Meister von Berlin" von Ulrich von Hartmann, 6. Bild: 
„Äotzkowsky" von Adalbert von Hanstein, 7. Bild: „An mein 
Volk" von Axel Delmar, 8. Bild: „Unsere Viktoria" von 
A. C. Strahl, 9. Bild: „Heimkehr" von Alexander Baron 
von Roberts, 10 Bild: „Fiddicke und Sohn" von I. Keller 
& L. Herrmann — jedes dieser 10 Bilder ein in sich ab 
schließendes Ganzes bildend --) gelangen in einer Serie von 
je 3 Bildern in einer Nachmittagsvorstellung um 3 1 / 2 und
	        
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