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Full text: Officielle Ausstellungs-Nachrichten Issue 1896

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Officielle Ausstellungs - Nachrichten. 
Tn der Höhe seines Mundes ist die Sirene — die Schiffspfeife — 
angebracht, so dass er sie bequem erreichen kann. Die Commandos 
zu den einzelnen Manövern sieht er, so weit sie ihm nicht schon 
geläufig sind, aus den wechselnden Signalen, die das Admiralsschiff 
mittels der Fahnen giebt. Die Handelsschiffe haben bekanntlich 
eine Flaggensprache, die international ist, während die Flaggensprache 
der Kriegsmarine der verschiedenen Staaten verschieden und für jede 
Geheimniss sind. Die Meinen Schiffe der Marine-Schauspiele sind, 
natürlich mit Ausnahme der inneren Bäume, mit peinlicher Genauigkeit 
den Schiffen der Kaiserlichen Marine nachgebildet, und zwar hier ausser 
dem Modell der Kaiserlichen Yacht »Hohenzollern« die Nachbildungen 
von elf Panzerschiffen der verschiedenen Constructionen. Jedes Tau, jede 
Treppe ist genau so wie an Bord des Kriegsschiffes, dessen Typus das 
Modell entspricht. Sollen die Manöver stattfinden, so klettert der 
Matrose, nachdem er nochmals revidirt hat, ob alles »klar« ist, das 
heisst, ob die Geschütze geladen, die Flaggen, die Steuerung und 
der Motor in Ordnung sind, in den Schiffsrumpf. Die Commando- 
brücke mit dem Ausguck wird aufgesetzt, das Manöver kann 
beginnen. Draussen aber zerbrechen sich die Zuschauer die Köpfe, 
wie es kommt, dass die Schiffchen so »ganz von alleine« manövriren 
können. Karstensen. 
V 
Die Berliner Componisten werden Gelegenheit haben, 
ihre Werke, soweit sie für Militainnusik eingerichtet sind, in der 
Berliner Gewerbe-Ausstellung zur Aufführung zu bringen und zwar 
durch das ständige Orchester der Ausstellung (Berliner Phil 
harmonisches Blas-Orchester). Das gesammte Material muss ge 
liefert werden; die Partituren sind vorher bei der Concert-Direction 
Hermann Wolff einzureichen, die auch alle näheren Informationen 
ertheilt. 
V 
Bei der Fontaine lumineuse sind die Arbeiten der 
Unterkellerung bereits so weit gediehen, dass Freitag oder Sonn 
abend die bauliche Abnahme erfolgen kann. Sobald sich das Ge 
wölbe als wasserdicht erwiesen hat, beginnt die abermalige Auf 
stellung der elektrischen Apparate. 
V 
Der Riesenfesselballon muss in Folge des starken 
Windes und des noch nicht zur Genüge vorhandenen Wasserstoffes 
vorläufig noch kurze Zeit mit seinen Auffahrten pausiren, trotzdem 
nach den letzteren grosse Nachfrage ist. 
Der elektrische Aufzug zum Wasserthurm des Haupt- 
Restaurants ist gestern (Mittwoch) Morgen dem Betriebe übergeben 
worden. Im Laufe des gestrigen Tages nahmen schon zahlreiche 
Personen das bequeme und interessante Beförderungsmittel zur Höhe 
des Thurmes in Anspruch, um den schönen Anblick aus der Vogel 
perspective zu gemessen. In der Kuppel des Thurmes befindet 
sich ein riesiges Wasserreservoir, das 375 Cubikmeter oder 
375000 Liter Wasser fasst. Die Wassermenge, welche zu 
Sprengzweeken und zu Wirth schaftszwecken ausschliesslich für das 
Adlon & Dressel’sche Restaurant dient, wird mittels Locomobilen- 
betrieb hinaufgepumpt. Die elektrische Anlage wurde unter Leitung 
des Ingenieurs Richard Harter! ausgeführt und functionirte bisher 
tadellos. 
Herrn P. B., Berlin S. Die tägliche Angabe des Eintritts 
preises wäre ganz überflüssig. Das Entree beträgt alle Tage von 
10 Uhr ab fünfzig Pfennige und Donnerstags ist von 10 bis 5 Uhr 
eine Mark zu zahlen. 
Herrn Br. W., Chorinerstrasse. Es steht noch nicht fest, 
ob wir ein derartiges Inhaltsverzeichniss am Schluss beigeben werden. 
Theater, Concerte, Vergnügungen etc. in der Ausstellung 
am Donnerstag, den 4. Juni. 
Theater A.lt-Berlin. 
Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. 
Jeden Nachmittag 3 x j t und 5y 2 Uhr 
Märkisches 
ingelstecben 
Eintritt 60 Pf., Parqnct 1 Mark, Loge 2 Mark. 
Abends 7'/ 2 Uhr 
„Gotskowsky“, „An mein Volk“, „Mark. Ringelstechen“, 
Marine - Schauspiele 
in der 
Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. 
Darstellung von Seegefechten, Manövern etc. 
Täglich O Vorführungen. — .lliiitair-Concert. 
Grand Restaurant Marine-Schauspiele. 
OltO Gerbseli, Traiteur. 
_ H Im Bierrestanrant von 12—5 Uhr. 
AMM ■ 5 Gänge, ä Couvert 1,25 Mk. 
WD U 8K g" 8 Im Weinrestaurant ä 3 Mk. und 
iVMIVS Ml höher. Soupers und Speisen 
ä la carte zu civilen Preisen. 
Gut gepflegte Weine und Biere. 
Königliche Oper 
ant der Gewerbe-Ansstelinng 
im 
Theatrophon 
Pavillon neben 
dem „Berliner Lokal-Anzeiger“. 
B Mikrotelephoaischc Uebertragung W 
vom 
Königlichen Opernhause 
und Kroll’s Etablissement. 
Zutritt ununterbrochen während der 
Abendvorstellg. u. Vormittagsprob. 
Eintritt Abends 50 Pf., Vorm. 30 Pf. 
Ausstellung" 
Im Edisoii-Pavillon 
und Berlin, Friedrichstr. 65 a. 
Lebende Photographien 
dargestellt durch 
Kinematograph Lumiere 
die berühmte, neueste Erfindung 
auf dem Gebiete der Sehnellphoto- 
graphie. Die Vorführung dauert 
ca. V, Stunde. 
Berliner Gewerbe-Ausstellung. 
Im Centrum des 
Vergnügungsparks. 
Suche den Harem! 
im Arabisch Labyrinth. 
Riesengehirgsbaude 
im Vergnügungspark, rechts 
vom Uebergang am Eingang der 
Colonial-Ausstellimg. 
Originellste Sehenswürdigkeit 
der Ausstellung. 
Täglich Concert des steirischen Damen- 
Terzetts Ruttinger und des I. österr. 
Melophon-Virtuosen A. Römisch. 
Eintritt frei. 
HusterstalL 
*■%> \\x 
Eintritt SO Pf.
	        
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