Publication:
1896
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365322
Path:

Telephon: Amt I. 40(57.
Ur. 13. Serttn. de« 25. April 1896.
Bekanntmachung des Arbeits-Ausschusses.
Geschäftsordnung für das Preisgericht bei der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1806.
I.
8 1. Das Preisgericht ist aus freien Wahlen der Aussteller hervorgegangen. Es besteht aus den
Preisrichtern, welche die einzelnen Gruppen in der von ihren Vorständen festgesetzten und von dem Arbeirs-
Ausschusse genehmigten Anzahl gewählt haben. Ein Einfluß auf diese Wahlen hat Niemandem zugestanden.
8 2. Das Preisgericht wird zu seiner ersten — constitnirenden — Sitzung durch den Vorsitzenden
des Arbeits-Ausschusses einberufen. In dieser Sitzung ist zunächst der Vorsitzende des Preisgerichts und
dessen Stellvertreter zu wählen, sodann die Geschüftseintheilung zu beschließen. Die letztere hat in der Weise
zu erfolgen, daß jede Gruppe für sich einen Obmann und einen Schriftführer wählt.
8 3. Die fernere Einberufung des Preisgerichts erfolgt durch seinen Vorsitzenden. Derselbe beruft
nach seinem Ermessen entlvedcr die Obmänner sämmtlicher Gruppen zu einer gemeinsamen Sitzung oder das
Gcsammt-Prcisgericht. Jeder Preisrichter ist zwar zunächst für die Gruppe bestimmt, welche ihn gewählt hat.
Der Vorsitzende des Preisgerichts ist jedoch berechtigt, verschiedene Gruppen zu einer gemeinschaftlichen Berathung
einzuladen, eine Gruppe zwecks vvrlä'Mer Berathung in verschiedene Sectione» zu theilen und zu den Berathungen
einer Gruppe Preisrichter ans anderen Gruppen zuzuziehen. Er ist ferner berechtigt, jeder einzelnen Grnppen-
sitznng mit beschließender Stimme beizuwohnen, und ist ihm zu diesem Behufe jede Gruppensitzung unter An
gabe der Tagesordnung mitzutheilen.
8 4. Sämmtliche Beschlüsse des Preisgerichts sind mit einfacher Stimmenmehrheit zu fassen. Bei
Stimmengleichheit entscheidet in der Versammlung des Gesammt-Preisgerichtes die Stimme des Vorsitzenden;
in den Gruppen giebt die Stimme des Obmannes oder, falls der Vorsitzende des Preisgerichts anwesend
ist, dessen Stimme den Ansschlag.
8 5. Jeder Gruppe steht das Recht zu, zu ihren Berathungen Sachverständige hinzuzuziehen, welche
außerhalb des Preisgerichts stehen. Diese haben jedoch keine entscheidende Stimme und dürfen auch bei der
Beschlußfassung nicht zugegen sein.
8 6. Ueber die Verthcilung der Auszcichnnngen beschließen zunächst die Gruppen für sich, welche
zur Vertretung ihrer Beschlüsse vor dem Gesaninit-Prcisgcricht je einen Referenten zu wählen haben. Tie
definitive Entscheidung erfolgt in einer Plenarsitzung aller Preisrichter.
8 7. Ueber sämmtliche Entscheidungen der Gruppen-Preisrichter, sowie des Gesamint-Preisgerichts
ist bis zur Veröffentlichung der betreffenden Beschlüsse strengste Verschwiegenheit zu beobachten.
Die Mitglieder des Arbeits-Ausschusses sind berechtigt, sämmtlichen Einzel-, sowie Plenarsitzungen
des Preisgerichts mit berathender Stimme beizuwohnen.
8 8. Nach Schluß der Prcisvertheilung hat der Vorsitzende des Preisgerichts sämmtliche über die
Ertheilung der Auszeichnungen aufgenommenen Protokolle dcni Arbeits-Ausschüsse svfvrt zu überreichen. Die
Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt alsdann an einem von dem Arbeits-Ansschusse zu bestimmenden Tage.
II.
8 9. Dem Preisgericht stehen folgende Auszeichnungen zur Verfügung
a) Von Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Auguste Victoria für die Gruppen III, XI,
XIII und XVIII gestiftete Ehrenpreise, und zwar:
4 goldene Portrait-Medaillen,
20 silberne Portrait-Medaillen.
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