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Periodical volume Nr. 121, 16. August 1896

Full text: Officielle Ausstellungs-Nachrichten Issue 1896

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Officielle AussteHungs-Nachrichten. 
gänzlicher Verkennung der herrschenden Umstände 
lachend eine Schaar Studenten an, von denen einer das 
Croethe’sehe Wort: 
-Mann mit zugeknöpften Taschen, 
„Dir thut keiner was zu lieh! 
„Hand wird nur von Hand gewaschen, 
„Wenn Du nehmen willst, so gieb!“ 
laut citirte. 
V 
Die „Künstler-Klause“ am Theater „Alt-Berlin“ ist 
noch der letzte Rest, der an die verflossene Thätigkeit in 
diesem Musentempel erinnert. Sie ist ein kleiner, enger 
Raum, so primitiv wie möglich, aber für manchen Lieb 
haber desto gemüthlicher. Vor der „Klause“ ist eine kleine 
Anlage von Bäumen und Sträuchern, diei natürlich auch - 
möglichst „wild-romantisch“ aussieht. Tische und Stühle , 
stehen zur Benutzung der Gäste bereit, und das Bier, das > 
dort credenzt wird, erfreut sich einer grossen Beliebtheit, 
namentlich unter den ständigen Ausstellungsbesuchern. Die 
Statisten und Statistinnen, welche die Fest-Aufzüge durch 
„Alt-Berlin“ mitmachen, haben hier meistens ihr Rendez 
vous, und manche fröhliche Zecherrunde hat schon in der 
„Künstler-Klause“ stundenlang dem edlen Gerstensaft ge- 1 
huldigt. Ist sie auch die kleinste aller Gastwirthschaften 
auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung, so liegt doch in ihrem 
Kamen und ihrer -ganzen Umgegend etwas reizvoll 
Fesselndes. 
* 
Von der Sanitätswache wurde in den letzten 24 Stunden 
in 17 Fällen Hilfe geleistet. — In den letzten 24 Stunden waren 
in der Unfall-Station 12 Fälle in Behandlung. 
Sehenswürdigkeiten Berlins. 
(Weitere Sehenswürdigkeiten werden auf Verlangen in diese Rubrik 
aufgenommen) 
s geordneten-Haus, Leipzigerstr.75. Eintrittskarten parterre, Abds.vorher v. 5 Uhr ab. 
.juarium, Unter den Linden 68a. 9—7. Wochentags 1 M., Sonntags 50 Pf. 
Kinder die Hälfte. 
Berg- und Hüttenmuseum, in der Geologischen Landesänstalt, Jnvalidenstr. 44. 
Ausser Montag und Sonnabend von 12—2 Uhr- 
Berliner Rathhaus, (mit Ausnahme Donnerstags und Freitags) 11—3 Uhr. 
Beuth-Schinkei-Museum, Charlottenburg in der techn- Hochschule. Montags und 
Donnerstags von 10.-12 Uhr. 
Bibliothek der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte im 
König!. Museum für Völkerkunde, Eingang Prinz Albrechtstrasse. Be 
suchszeit von 10—3 Uhr- 
Bibliothek in der König! Bau-Akademie an der Schleusenbrücke. 9—12 Uhr ausser 
Sonnabend und Sonntag. 
Bibliothek, Königs, am Opernplatz- 1—2 Uhr. 
BibliotheK des Kunstgewe- be-Museums, Prinz Albrechtstr. 7. Besuchszeit v. 10—10 Uhr. 
Bibliothek der polyteclin. Gesellschaft, Neue Friedrichstr. 35. 2—3 Uhr. 
Bibliothek der Universität, Dorotheenstr. 9. 9—1 Uhr. 
Botanischer Garten, Pot.sdamcrstr. 75. 8—12, 2—7 Uhr, ausser Sonntags. 
Börse, Burgstrasse und Friedriehstrassen-Ecke, 12-2 Uhr, ausser Sonntag- 
Depeschensaal des „Berliner Lokal-Anzeiger“, Unter den Linden 3 Eintritt frei. 
Flora-Etablissement Palmen- u- Blumengärten in Charlottenburg. Eintritt 1 Mk. 
Friedrichshain, mit dem Denkmal Friedrichs des Grossen. Platz vor dem Lands 
berger Thor, Ruhestätte der im März 1848 Gebliebenen. 
Herrenhaus, Lcipzigerstr. 3. Eintrittskarten,im Bureau.daselbst.. /. , 
Historisches Museum im Schloss Monbijou (reich an Gegenständen aus der vater 
ländischen Geschichte) 10—3 Uhr. 
Hygienisches Museum, Kjostprstr. 35. Sonntags 11—1 Uhr, Dienstags u. Feitags 10—2 Uhr. 
Königs Institut für Glasmalerei, Charlottenburg. Berlinerst!'. 9 (beim Chausseehaus) 
täglich ausser Sonntags von 9—4 Uhr. , . r , r 
Königliches Kunstgewejjbe-Museum, Prinz Albrechtstr. 7. Wochentags mit Ausnahme 
des Montags-v. 10?-4 Uhr im Sommer,' v^ 10—3 Uhr im AVinter, 1 Sonntags im 
Sommer von' 12—6 Uhr, im Winter je nach der Jahreszeit von 12—3, 12—4, 
12-5 Uhr. < . 
Kunstgew. Ausstellung der namhaftesten Kunstgewerbe Deutschlands, Lindenstr. 18, 
wochentäglich 10—7. Eintritt frei. 
Königs Museum, Gemälde, Sculpturen, Antiquarium, Antike Vasen u. Bronzen, 
Egyptisches Museum v Kuprerstichsammlung etc. Wochentags mit Ausnahme 
d. Montags v. 10—4 Lhr im Sommer, v 10—3 Uhr im Winter, Sonntags,im 
Sommer v. 12—6 Uhr, im Wint je nach der. Jahresz v. 12—3, 12—4, 12—5 Uhr. 
Königs Porzellan-Manufactur, WegelystrasSe- Dienstag, Mittwoch, Donnerstag u. 
Freitag. Vorm bis l2.Uhr. - 
Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstr. 92, täglich von 10—4, 
Sonntags von 11—2 Ühr. 
König! Schloss, Meldung beim Kastellan, 10 bis 1 Uhr. 
Königs Schloss in Charlottenburg. Meldilng beim Kastellan- 
Markthallen, besonders: CeptralmarktliaTle. Neue Friedrichstrasse 24—27. 
»arställe, Königs, Breitestr. 32, 12—2V? Uhr. 
Märkisches Provinzial-Museum der Stadtgemeinde Berlin. Breitestr. 20a im Köllnischen 
Rathhausc. Sonntag 11^-2 Uhr, Montag und Donnerstag 12-2 Uhr. 
Mausoleum in Charlottenburg. Von 10—6 Uhr. 
Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43. Sonnabend und Montag Ton 11—3 Uhr 
Sonntags im Sommer 12—6 Uhr, im Winter 12—3 Uhr. 
Museum für Völkerkunde und Schliemann-Sammlung, Königgrätzerstr. 120 Wochentags 
mit Ausnahme des Montags v. 10—4 Uhr im Sommer, v. 10-^3 Uhr im Winter, 
Sonntags im Sommer v. 12-^6 Uhr im Winter je nach der Jahreszeit von 
12—3, 12-4, 12-5 Uhr. > . 
■ational-Galerie, neben dem neuen Museum; Wochentags mit Ausnahme des Mon 
tags v. 10—4 Uhr im Sommer, v. 10—3 Uhr im Winter, Sonntags im Sommer 
v. 12—6 Uhr, im Winter je nach der Jahreszeit v. 12—3, 12—4, 12—5 Uhr. 
Palais der Kaiserin Friedrich, gegenüber dem Zeughause Besichtigung nach Anfrage. 
Palais weiland Kaiser Wilhelms I. Besichtigung nach Antrage. 
Post-Museum, Leipzigerstr. 15. Täglich ausser Mittwoch und Sonnabend von 
- 11—1 Uhr. - ' 
Rauch-Museum, im Lagerhause. Klosterstr. 76; Sonntagsund am letzten Sonnabend 
jeden Monats geschlossen. 
Ravenesche Gemälde-Sammlung. Wallstr. 92. Dienstag und Freitag von 10—2 Uhr« 
Reichstagsgebäude am Königsplatz, von 8V2—9 1 /-.. Uhr, Sonntags von 2—4 Uhr* 
Sammlungen des Königl Zeughauses, täglich von 10—3 Uhr, Sonntags 12—3 Uhr. 
Siegessäule arii Königsplatz, vom Geh Oberbauratli Professor Strack. 
Sternwarte, Lindenstr-408. Besichtigung nach Meldung beim Direetor. 
Zoologischer Garten, Wochentags l Mk., Sonntags 50 Pfg. Kinder die Hälfte. 
Abfahrt der letzten Züge, Dampfer und Wagen von 
der Ausstellung. 
Die letzten Eisenbahnzüge gehen 
A) vom Ausstellung^ - Bahnhof. 
' ' (Sonn- und Wochentags): 
1. über Stadtbahn bis Charlottenburg 12 Uhr 20 Min. Nachts. 
2. nach Göxlitzer Bahnhof 12 „ 31 „ „ 
3. Grünau 12 „ 36 „ „ 
4. „ Königs-Wusterhausen 12 ,, 40 „ „ 
B) vom Bahnhof Treptow. 
1. Wochentags: 
1. nach Bahnhof Ausstellung 12 Uhr 10 Min. Nachts. 
2. über Nordring nach Westend 12 „ 22 ,, ,, 
3,. ,, Siidring »ach .Potsdamer Bahnhof 12 „ 28 „ „ 
4! bis Grünau - rl2 ^ 38,,-,; „ 
5. über Stadtbahn nach Charlottenburg 12 „ 56 „ „ 
1. 
nach Bahnhof Ausstellung 
12 
Uhr 10 Min. Nachts, 
2. 
nach Grünau 
12 
55 33 „ 
3. 
über Nordring und Westend 
12 
,1 34 H y> 
4. 
„ Südring nach Potsdamer Bahnhof 
12 
„ 40 „ 
5. 
„ Stadtbahn nach Charlottenburg 
12 
56 „ M 
Die letzten elektrischen Wagen gehen: 
1. 
nach Dönhoffplatz - 
12 
Uhr — 
Min, Nachts, 
2. 
„ Zoologischer Garten 
12 
„ 22 
i5 51 
bei Andrang bis 
12 
„ 42 
55 51 
3. 
„ Hollrnannstr. 
12 
„ 30 
51 51 
bei Bedarf bis 
1 
„ 
51 55 
4. 
„ Leipzigerstr. 
12 
* 9 
55 15 
bei Andrang länger. 
Die letzten Pferdebahnwagen gehen: 
1. 
nach Friedrichstr. (Ecke Behrenstr.) 
11 
Uhr 45 
Min. Nachts. 
bei starkem Andrang bis 
12 
„ 
51 51 
2. 
„ Potsdamers!,'. (Ecke Grossgörschenstr.) 
12 
„ 50 
51 55 
3. 
„ Spittelmarkt nach Bedarf bis 
12 
50 
55 55 
4. 
„ Zoologischer Garten 
Die : letzten Omnibusse fahren: 
12 
" 
" " 
1. 
nach Alexanderplatz 
10 
Uhr 53 Min. Nachts. 
2. 
„ Schöneberg 
10 
5 
51 55 
3. 
„ Spittelmarkt 
11 
„ 32 
55 55 
4. 
„ Potsdamer Bahnhof 
11 
„ 
55 55 
Die letzten Dampfer nach Jaimowitzbrücke fahren: 
1. 
Motor-Boot-Gesellschaft 
12, 
Uhr — 
Min. Nachts, 
2. 
„Adler“: 
12 
„ 
51 51 
3. 
„Stern“ 
12 
„ 
55 51 
4. 
Tiesmer & Co. ; - 
11 
„ 10 
" 
Geschäftliche Mittheilungen. 
— Eine der wichtigste’»: C ulturfragen ist zweifellos die 
Beseitigung und Nutzbarmachung der menschlichen Auswurfstoffe. 
Ganz Hervorragendes hat man hierin in Deutschland und England 
geleistet, aber leider konnte der Segen einer Kanalisation nur den 
grösseren Städten werden, da ja doch ganz bedeutende Kosten hier 
mit verbunden sind, und auch dann noch örtliche Verhältnisse den 
Ausschlag zur Einführung geben. Die Firma II. Sackhoff &Sohn, 
Berlin SW., Zimmerstrasse 79, gegr. 1865, hat es sich 
zur" Aufgabe gemacht, all’ die Wohlthaten einer Kanalisation auch 
ohne dieselbe den Bewohnern von kleineren Städten, Villen Kranken 
häusern, Kasernen, Fabrik Etablissements, Schulen etc. zu Theil werden zu 
lassen. Zu . diesem Zwecke hat die genannte Firma transportable, 
vollständig geruchlose und selbstthätig desinficirende Closets als 
Specialität eingeführt und sich die Construction vom Kaiserlichen 
Patentamt schützen lassen. Die Closets functioniren ohne jeden 
Mechanismus tadellos, also Reparatur ausgeschlossen, sind leicht trans 
portabel und überall aüfstellbar, so dass königliche und stäclt sehe 
Behörden ihre Anschaffung angeordnet haben; auch viele fürstliche 
Hofhaltungen sind im Besitz dieser Closets, und haben sich dieselben 
überall bestens bewährt. Die genannte Firma versendet auf Wunsch 
gern illustrirte Preislisten gratis und franco. 
Special-Ausstellung der Erfindungen von Hermann Ganswindt ' m l ch M*pl e rfeX e * erlin 
Geöffnet von Morgens 9 bis Abends 8 Uhr. Entree 1 Mk., Kinder die Hälfte. Saison-Karten bis 31. October 5 Mk. Näheres siehe Inserat.
	        
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