Path:

Full text: Chicago und Berlin / Reusche, Friedrich

Wendung für einen solchen Zweck ausgeschlossen und wir führen 
dieses auü' nur an,' nicht, um einen dahingehenden Borschlag 
zu machen, sondern nur, um durch ein vorhandenes Bild zu 
zeigen, welche (Eigenschaften ein Ausstellungspark in sich vereinigen 
müßte, um vollkommen zu sein. 
(Ernstlich kommen bis jetzt nur der Treptower Park, das rechts 
seitige TcmpelhoferFeld und das zwischen der Grünewaldstraße 
und Augsburgerstraße liegende Schöneberger Terrain in Betracht. 
Was nun den Treptower Park anbelangt, so muß bemerkt 
werden, daß die Gegend selbst, in welcher derselbe liegt, zwar 
nicht fein,' aber landschaftlich schön ist und daß seine Lage an 
der schiffbaren Spree und au der Ringbahn als günstig be 
zeichnet werden muß. Aber derselbe eignet sich dennoch nicht 
zu einem Ausstellungspark, erstens weil er schon etwas zu weit 
von dem Mittelpunkte der Stadt und hauptsächlich von den 
Hauptbahnhöfen und dem Fremdenverkehr entfernt liegt und 
zweitens in einer Gegend sich befindet, welche den Besucher 
zwingt, die weniger vortheilhaften Stadttheile Berlins passireu 
zu müssen. Dasselbe gilt von den südwestlich vom Treptower 
Parke liegenden Geländen nur noch in erhöhtem Maße. 
Bezeichneter Umstand ist für uns Ausschlag gebend, den 
Treptower Park als Ausstellungspark entschieden zu verwerfen. 
In Betreff des rechtsseitigen Tempelhofer Feldes ist zu 
bemerken, daß dasselbe zwar ein ausgezeichnetes AusstellungS- 
terraiu abgeben würde, trotzdem kein Wasser vorhanden ist, 
denn es liegt wohl am nächsten der Stadt und des Fremden 
verkehrs, ist gut gestaltet, frei und schön, liegt an der Ringbahn 
und ließen sich leicht sehr gute Bahnverhältnisse herstellen. Aber es 
ist sehr zu bezweifeln, ob der Militärfiskus sich dazu verstehen wird, 
das Terrain für immer oder doch mindestens für einen Zeitraum 
von 10 bis 1 j Jahren abzutreten und das ist unbedingt erforderlich. 
Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß ein solcher
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.